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Richtig reiten reicht reloaded

Diskutiere Richtig reiten reicht reloaded im Allgemein Forum; Ne das bezog sich auf "reitet man nicht als Übung", wobei nein nicht als Übung zum "entspannen" zwischendurch, aber reiten muss ich das trotzdem,...

  1. Tequilla

    Tequilla Inserent

    Ne das bezog sich auf "reitet man nicht als Übung", wobei nein nicht als Übung zum "entspannen" zwischendurch, aber reiten muss ich das trotzdem, ich überlegte nur gerade ob das bei Pferden die natürlicherweise schon mehr Aufrichtung haben vlt anders ist :reflect:
     
  2. nasowas

    nasowas Bekanntes Mitglied

    Ich meinte das vor Dir:biggrin:
    Dir Stimm ich zu !
     
    Tequilla gefällt das.
  3. Princess of Diamond

    Princess of Diamond Bekanntes Mitglied

    Ich versteh unter v/a offensichtlich was anderes als die meisten hier. Das was hier viele als v/a bezeichnen ist für mich lockeres fallenlassen.
     
  4. Mirage

    Mirage Bekanntes Mitglied

    Ich würde Deinen Satz nach dem soll noch um folgendes ergänzen: "OHNE hierbei die Schulter fallen zu lassen" Das ist meiner Meinung nach sehr wichtig, denn sonst wird's ein auf der Vorhand Gelatsche. :smile:
     
     
  5. finncha

    finncha Bekanntes Mitglied

    Stimmt, man darf nichts als selbstverständlich voraussetzen.
     
    Rotkäppchen gefällt das.
  6. nasowas

    nasowas Bekanntes Mitglied

    Was ist denn dann für dich v/a für mich ist es das lockere, fallenlassen aber (wichtig) mit aktiver HH sonst ist es Vorhand Latschen. Nicht mehr...

    Für mich ist v/a nicht dass was irgendwelche Gurus auf der Vorhand machen.
     
  7. emmaxx

    emmaxx Bekanntes Mitglied

    Yo, es kristallisiert sich mehr oder weniger heraus, dass eigentlich mit v/a die Gebrauchshaltung (im Gegensatz zu Versammlung/Aufrichtung) gemeint ist?
    Also, nicht das "Nase auf die Erde schlurfen (wie in der Skizze "grünes Pferd")?
    Also, im Endeffekt reitet das liebe Lieschen Müller doch immer korrektes "v/a"?

    Mögt Ihr mal Bilder von (Euch (?)) korrektem Vorwärts-Abwärts einstellen?
    Im Unterschied zu Eurer "normalen" Reithaltung?
     
  8. Wuscheli

    Wuscheli Korrektur-Schüler

    Das ist eine schöne Frage, Charly.
    Ich versuche, es kurz zu umreißen, was sich über die Jahre in zig Fragen herauskristallisiert hat.
    https://www.ehorses.de/deutsches-re...rd-vielseitigkeitspferd-muenster/1675955.html So sieht die Haltung eines ungerittenen Pferdes in Bewegung aus. Mal mehr, mal weniger. Das Maul wird in Verlängerung der Wirbelsäule getragen, und der Körper erreicht immer die größte, gegen den Körper stützende Spannung, wenn das Pferd auf den Boden auftritt.
    https://www.liseimuellersturmhoefel.com/2016/04/05/erzielung/ So sah das dann ungefähr unter dem Reiter in meinen Büchern aus.
    In Anlehnung an den Zügel, also müssen sich Pferd und Reiter zwar selbständig bewegen können, aber halten sich über den Zügel möglichst ruckelfrei und möglichst ohne sich festzuhalten quasi an der Hand und müssen darüber eine gemeinsame Bewegung gestalten können. Zusätzliche Erschwernis: Reiter sitzt auf Pferd. Muss trotzdem in seine eigene Balance zurückfinden und sie halten.

    Das steht so auch in vielen Reitschriften zur Pferdeausbildung: Pferd soll in der Grundausbildung zurückfinden in seine natürliche Haltung. Ohne aufzubuckeln, oder durchzuhängen im Rücken. Bild junge Remonte mit Reiter siehe oben, gibt noch andere, hab jetzt keins gefunden.
    Grundausbildungsende ist ca L-Niveau. Erreichen des "Horizontalen Gleichgewichts" ist das Schlagwort. Je nach Körper annähernd horizontale Ausrichtung der Wirbelsäule, Maul in Verlängerung dieser Linie. Heute sieht man viele Mäuler von gerittenen Pferden tiefer stehen und ein ständiges Hoch-und-Runter Gehen von Kopf und Hals.

    Wie geh ichs an? Ich kenne zwei athletische Richtungen. Leichtathletik, also Laufen, Springen, Werfen, und Schwerathletik, wo viel Muskelkraft im Vordergrund steht für Heben, Reißen, Ziehen.
    Nun ist es beim Menschen so, dass kleine Kinder noch nicht in den Kraftsport gehen sollen, sondern erst ihre Körperstatik, Haltung und Gleichgewicht, mittels Leichtathletik entwickeln sollen, bevor sie einzelne Muskelpartien gesondert kräftigen und damit ggf im Körper aus der Balance geraten oder eben nie hinein.
    Ausserdem ordne ich das gerittene Pferd eher in die Disziplinen der Leichtathletik ein, ich denke, ein Pferd aus der Schwerathletik wäre ein Brauereipferd, das viel ziehen muß, oder so.

    Setze ich das jetzt um auf die Grundausbildung des Pferdes, nutze ich die Leichtathletik, das Pferd soll ja mit Reiter als erstes zurückfinden in seine normale Laufhaltung, siehe oben, und IN DIESER Haltung dann soweit geschult und trainiert werden, bis es diese Haltung in allen Touren und Tempi behalten kann und darin losgelassen geworden ist. Also elegante, leichtgängige Bewegungen zeigen kann, ohne zusätzliche Haltemuskulatur an irgendeiner Stelle im Körper für die Balance nutzen zu müssen. Ausbildung im Laufen und Springen. Werfen lassen wir mal weg, wegen der fehlenden Hände.

    Großes Dilemma heute: Damit das Pferd diese Haltung überhaupt wieder finden KANN, muss sie der Mensch schon in eigener Balance auf dem Pferd einnehmen können, und mit seinem Körper behutsam durch alle Schwächen und Blockaden hindurch anleiten.
    Jede Blockierung, jede Undurchlässigkeit von Reiter oder Pferd irgendwo im Körper, MUSS den anderen Partner daran hindern, komplett durch den ganzen Körper hindurch durchlässig zu sein. Denn man kann nur so viel ausführen, wenn man jemand an der Hand hat, wie der schwächere Teil leisten kann.

    An dieser kompletten Durchlässigkeit wird in der jeweiligen Grundausbildung gearbeitet und trainiert. Und zwar sinnigerweise beim Mensch von unten nach oben, oder beim Pferd, von hinten nach vorne.
    Beispiel: Hat der Reiter also passend starke, gut ausgerichtete Beine, die einigermaßen an die Lendenwirbelsäule angeschlossen wirken können, und er kann die Bewegung einigermaßen frei durch die Hüften lassen, und muss sich dann aber im Brustbereich oder im Halsbereich festhalten, weil er sonst aus der Balance gerät und labil wird, kann das Pferd -auch wenn es selbst das "noch" könnte- in diesem Bereich nicht frei schwingen. Aufgabe des Reiters ist, seine Durchlässigkeit an dieser Stelle zu aktivieren und trainieren.
    Ich schreibe "noch", weil die Gefahr groß ist, dass das Pferd zunehmend die Fähigkeit verliert und sich umtrainiert, je länger der Reiter in diesem Bereich nicht frei durchschwingt.

    Das habe ich mir also für die Grundausbildung beider Parteien aus meiner Reit- und Leseerfahrung und allen Widersprüchen und Unsinnigkeiten im Unterricht zusammengestrickt. Diesen, jetzt wirklich grob zusammengefassten, Erkenntnissen folge ich momentan, weil sie für mich ein sinnvolles Gerüst ergeben, anhand dessen ich bisher alles einordnen konnte, was in die Entwicklung des gemeinsamen Ganges gehört.
     
    ulrike twice, Fjordi und Charly K. gefällt das.
  9. emmaxx

    emmaxx Bekanntes Mitglied

    Hm, Wuscheli, das sind doch eigentlich keine "neuen" Erkenntnisse, sondern ganz normales Business beim Reiten(lernen) mit guter Anleitung.
    Ich glaube aber auch, dass Du zu viel Perfektion bereits im ganz Kleinen/Anfang anstrebst/erwartest ... denn selbst der beste Athlet/Mensch wird auf dem supergerittenen Pferd als blutiger Anfänger viel falsch machen (müssen).
    Und, ja schlagt mich jetzt, Pferde/Menschen verzeihen dem jeweils anderen sehr viele Fehler ... Technik wird da wirklich überbewertet.
    Die Kunst beim Reiten ist ja die Verständigung zweier Lebewesen, bis sie schließlich wie Eins agieren. Das bedarf aber immer langer Zusammenarbeit mit ständiger beiderseitiger Verbesserung.
    Und dann kommen wir zum zweiten Punkt: Ausbildung des Pferdes ... da braucht es noch viel mehr als gutes Reiten (im Sinne von Sitzen/Einwirken usw.): nämlich die Erfahrung, wie Pferde ticken können und was welche Reaktionen beim unausgebildeten Pferd hervorruft. Klar kann das gut gehen bei einem guten Reiter und einem anständigen Pferd ... aber das ist nicht die Regel und immer auf Risiko spielen.

    Die Crux dabei, die vielfach zu beobachten ist, ist aber, dass der Reitanfänger viele verschiedene und nicht unbedingt gut ausgebildete Pferde/Reitlehrer durchmacht und dabei zu schnell ein bestimmtes Ziel erreichen will.
    (Sorry, aber wie lange dauert es wohl, bis ein Menschlein bei 1 - 2 Einheiten pro Woche RU so viel Gefühl für's Pferd entwickelt hat, dass man es "Reiten" nennen kann?)

    Dann kommt meist der nächste Schritt: Eigenes Pferd. Und dann geht das Dilemma oft erst richtig los, weil dann meist auf eigene Faust herumprobiert wird und kein roter Faden sich mehr durch die Ausbildung des Reiters zieht.

    Und noch schlimmer ist dabei dann der Traum vom selbst ausbilden des Pferdes ... :-(
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Mai 2019
  10. Wuscheli

    Wuscheli Korrektur-Schüler

    Emmaxx, leider hatte ich selten gute Anleitung beim Reitenlernen, und habe mir von dem her, weil ich mein Ziel nicht aus den Augen verlieren wollte, mehr Gedanken machen müssen.
    Ich glaube auch nicht, dass ich mit furchtbar neuen Erkenntnissen um die Ecke komme. Ich glaube viel eher, dass ich dazu verdammt bin, ständig (eigentliche) Allgemeinplätze wiederholen zu müssen, wenn sie mir denn bewußt genug werden, weil es scheinbar gar keine "normale" allgemeine Basis mehr gibt.

    Hattest du bei irgendeiner vergangenen Diskussion den Eindruck, dass generell alle einem roten Faden folgen und alles diesem zuordnen können?

    Nimm mal die letzte zum v/a. Die Vielfalt war doch wieder spannend schön. Und alle machens richtig! Also fragt man sich doch, wenn alles richtig ist, welche Ziele mit dem jeweiligen Richtig erreicht werden können. Denn die Art und Weise unterscheidet sich ja oft bis zur Widersprüchlichkeit. Erfahrungsgemäß kommt dann gewöhnlich auch nicht das gleiche raus.

    Meinen Faden hab ich nun auf Anfrage von CharlyK mal versucht, zu formulieren und zu erklären, wie ich drauf komme. Ich denke, die Athletik folgt in einer guten Umsetzung bestimmten "Naturgesetzen", Regeln, sportlichen Notwendigkeiten, die im Körper und Willen eingehalten werden müssen. Ich möchte mit dem Pferd zusammen diesen Regeln folgen lernen.

    PS: ich glaube, man KANN gar nicht zuviel Ehrgeiz auf das Gut werden im Kleinen an den Tag legen wollen. Wenn die Basis nicht gut ist, kannste nicht erwarten, dass das darauf aufbauende es plötzlich wird.
     
    ulrike twice gefällt das.
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