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Richtig reiten reicht...

Diskutiere Richtig reiten reicht... im Allgemein Forum; Mich würds auch interessieren.

  1. Käfertrulla

    Käfertrulla Inserent

    Mich würds auch interessieren.
     
  2. friederike43

    friederike43 Bekanntes Mitglied

    Wie viele Mitglieder kann man denn da nochmal in die Unterhaltung einladen? Fünf glaube ich, stimmt das?
     
  3. Käfertrulla

    Käfertrulla Inserent

  4. friederike43

    friederike43 Bekanntes Mitglied

    Moment, bin gleich daheim.

    @ulrike twice magst Du auch? Würde mich interessieren, was Du sagst bzw ob wir das Gleiche sehen!
     
     
  5. Wuscheli

    Wuscheli Korrektur-Schüler

    Bitte, mich würde es auch interessieren.
     
  6. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ja, das ist das, was mir nicht gefällt. ich finde das mädchen sitzt verkehrt, hat ihre balance verloren, das pferd läuft verkehrt.
    sie hat den anderen weg gelehrt bekommen: daspferd vor der hand eichen lassen, schwer im rücken sitzend, um es so wieder vorwärts zu bekommen, die zügelfäuste veschränkt.
    das schlimme. sie hat so keine kontrolle über das pony und die kontrollosigkeit wird so immer schlimmer, aber die richter loben sie dafür.... sie lernt, dasses so gut, kontrolliert, sicher ist.

    ich hätte dem mädchen auf dem braunen eine bessere note gegeben, eine 6,3 oder so. der siegerin lediglich was in den 5ern. denn man hat verantwortung - grad für mädchen in E.
    man sieht deutlich den tiefen widerrist - und dies bereits in E... :sad:
    der rücken des braunen darf wenigstens noch etwas tragen, war nicht nach unten weggedrückt, hebt sich zwar ab und zu etwas heraus, aber das mädchen versucht nicht, dem pferd durch drücken kunstbewegungen beizureiten.

    auf dem turnier von uns am WE war ein vergleichbares mädchen mit vergleichbarem pony. platziert im Estilspringen als 4. oder ähnlich.
    bei der siegeehrung schrie sie unvermutet gellend los: keine kontrolle mehr. sie lehnte sich noch mehr zurück und noch mehr, zog noch mehr und noch mehr - doch das pony reagierte - wie ihm beigebracht - mit weichen vor der hand. bis zur brust hin.
    der galopp war nicht mal furchtbar schnell, doch diese neuartige reitmethode zeigte, wie unkontrolliert es die pferde macht. der widerrist auch ganz tief.
    das mädchen tat uns allen so leid - diese panischen schreie.
    dabei ist sie ebenfalls frisch von richtern gelobt worden mit der platzierung - bis sie in A in einem sprung drin landet....
     
    Tequilla und ayla-fan gefällt das.
  7. Tequilla

    Tequilla Inserent

    Also, ich senfe mal:
    Bei dem Mädchen schwingt ja quasi der Popes raus, die Schultern nach hinten, der Bauch nach unten, das Becken ist blockiert, führt dazu, dass das Pferd den Rücken nicht hoch nehmen kann, aber dafür hübsch die Vorderbeine schmeisst. Wir haben oft das andere Extrem nämlich Vorhandgelatsche im Extrem auch exterieurbedingt, aber auch aufgrund von vorne loslassen hinten rumschlurfen und oben drauf faulenzenden Reitern.
    Das ist jetzt anscheinend bei der Dressur nicht schlimm mit dem blockierten Becken, damit kann man E gewinnen, ich würde schätzen bei uns entspricht E ungefähr LK 3, allerdings muss man schon in LK 4/5 in diversen Disziplinen extended Gangarten reiten, sprich versammeln und erweitern, das ganze möglichst zügelunabhängig. Ich kann mir nicht vorstellen wie das funktionieren soll, so wie das Mädchen sitzt, ebensowenig wie so Volten, Richtungswechsel etc. zügelunabhängig funktionieren. Sprich ich hab das Gefühl in Dressurwettbewerben wird eher auf die Pferde geachtet, als auf korrekt sitzende Reiter in den unteren Klassen. Das meine ich ganz unwertend, sind halt verschieden Disziplinen. :)
     
    ayla-fan gefällt das.
  8. ayla-fan

    ayla-fan Die, die mit sich selber spricht!

    Ich gehöre zwar zur Westernfraktion, lese hier aber schon von Anfang an mit. Ich muss echt sagen: Auch, wenn Ulrike und ich in etlichen Dingen eine andere Meinung haben, lese ich ihre Beitäge gerne. Denn auch ich kann mir doch von ihr einiges rausziehen. Ich verstehe ihre Beschreibungen besser, als all das, was ich früher in vielen Jahren Englischreitunterricht versucht habe, zu verstehen. Ich habe nie verstanden, was die diversen Reitlehrer von mir wollten. Keiner konnte irgendwas so erklären, dass ich auch nur ne Ahnung davon hatte, was die wollten.

    Ich habe in über 10 Jahren nicht gelernt, wie man tatsächlich richtig angaloppiert, wie man treibt, wie man aussitzt. Trotz viel Einzelunterricht und von ausgebildeten Pferdewirten. Ich habe vor kurzem Bauklötze gestaunt, als jemand irgendwo schrieb, dass treiben funktioniert, in dem man die Ferse hochzieht, weil nur so der Wadenmuskel angespannt wird.

    Ulrikes Erklärungen lassen mich einfach grübeln und helfen mir, genauer hinzuspüren. Ich finde nicht, dass sie sich widerspricht. Ich für mich verstehe sie so, dass sie von einem RL erwartet, dass er dem Schüler (vor Ort) genau erklärt, wie bei dem jeweiligen Pferd man was wie genau macht, damit man zum gewünschten Ergebnis kommt. So, dass man selbst auch erspüren lernt, wie es sich anfühlen soll. Nicht so, dass der RL z. B. treiben sagt, aber man selbst noch nicht mal einen Plan davon hat, wie genau das geht. Uns hatte damals der RL einfach den Unterschenkel angefasst und gegen den Pferdebauch gedrückt. Das war treiben. Ich habe nie was anderes gelernt. Von keinem anderen RL. Die knallen einem was hin und denken, das wäre selbsterklärend.

    Erst jetzt, wo ich eine mobile Reitlehrerin habe, schließe ich meine Lücken. Sie macht mich darauf aufmerksam, was ich ändern muss. Wie es sich anfühlen sollte und was ich genau tun muss. Es ist furchtbar schwer, alte Fehler loszuwerden. Grade, wenn man dann auch noch körperlich deutlich eingeschränkter ist als früher.

    Zudem bin ich ein Kopfmensch und brauche genaue Erklärungen, um fühlen zu können bzw. mein Gefühl bestimmten Dingen zuordnen zu können. Erst, wenn ich das richtige Gefühl abgespeichert habe, kann ich von dort aus weiter fühlen und mich weiterentwickeln. Aber dafür braucht es eine solide Basis und kein leeres - für einen Anfänger - sinnloses Geschwätz wie "an den Zügel", "weichen Zügel" was auch immer.

    Ich kann auch noch immer nicht das Phänomen "springender Zügel" nachvollziehen. Was soll an einem längeren Zügel springen? Komischerweise wird es aber von vielen akzeptiert, wenn Pferde ausgebunden werden und sie bei jeder Bewegung eine ins Maul geknallt bekommen. Für mich beißt sich das.

    Ich habe nie eine Longenstunde gehabt. Nur einmal, als ich noch Reitbeteiligung war, war mal jemand so nett und hat mich das ausprobieren lassen. Das finde ich nicht verkehrt, aber ich kenne keinen RL, der das wirklich anfangs macht.

    Ich sehe S-Dressurreiter, die nicht schöner reiten als das Mädel auf dem letzten Video. Die auch Bereiter sind und genau so was unterrichten. Dazu das leidige Riegeln und Köpfe so eng, dass sich die Pferde fast in die Brust beißen. Mir gefällt das nicht. Denen aber schon. Sie haben damit Erfolg und warum sollten sie deshalb daran was ändern?

    Ich hätte gerne mal so eine RLin gehabt wie Ulrike. Ich denke, sie hätte mir Dinge näher bringen können, die ich mir nun mühsam selbst anlesen und neu lernen muss.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Juni 2018 um 20:06 Uhr
    ulrike twice und Wuscheli gefällt das.
  9. finncha

    finncha Bekanntes Mitglied

    Tequilla: Ich habe es doch mehrfach betont, daß in Pferdeleistungsprüfungen hauptsächlich die Pferde gewertet werden. Nicht der Reiter. Kann man von halten, was man will, es ist einfach so. Das Mädel sitzt keineswegs so, daß mam sagen könnte, jawoll, so soll es sein. Aber sie ist in der Einsteigerklasse unterwegs. Darf also noch Fehler machen.
    Im Übrigen @ulrike: Zurücklehnen wird eigentlich nicht gelehrt. Habe ich zumindest noch niemals gehört, daß ein Reitlehrer das fordert. Warmblüter auszusitzen ist manchmal nicht einfach und der Hintern bleibt besser am Sattel, wenn man in Rücklage geht. Fehlerhaft, das ja, aber sicherlich nicht extra gefordert. Daß daraus andere Fehler entstehen und sich das auch am Pferd bemerkbar macht, ist ja nun kein umumkehrbarer Weg. Dieser Fehler ist einfach eine Station. Und manch einer bleibt dort zeitlebens hängen und manch einer geht den richtigen Weg weiter, andere machen Umwege, wieder andere gehen immer einen falschen Weg und kommen niemals auch nur in die Nähe des Ziels.

    Zusammenfassend muß man halt sagen, es gibt viel schlechten aber auch guten Unterricht. Scheine und bestandene Prüfungen sind ja keine Garantie für Lehrbefähigung. Ich persönlich bin auch der Meinung, daß sich der Turnierzirkus extrem von den wirklichen Zielen der Reitlehre abspaltet. Ich mag mir das nicht ansehen, wenige Reiter sind wirkliche Reiter mit Liebe und echter Passion. Zumindest nach meinem Gefühl. Aber Turnierreiter sind nicht das Gros der Reiter. Sondern nur ein kleiner Ausschnitt der Reiterwelt, der halt sehr präsent ist durch die Turniere.
    Man muß auch mal überlegen, welche Voraussetzungen ein Richter mitbringen muß, um die Leistungen von Reiter und Pferd zu bewerten. Die sind minimal, eigentlich ein Witz. Ich habe da Typen erlebt, da fasse ich mir einfach an den Kopf.
    Früher bin ich gerne auf Turnier gewesen. Einfach weil es Spaß machte. Gut war ich nie, der Ehrgeiz mein Pferd zu triezen um eine Schleife abzusahnen, der fehlt mir komplett. Ich war also immer ganz froh, wenn ich im guten Mittelfeld landete, hatte ja nun auch nicht gerade die Vorzeigeturnierpferde. Schleifen habe ich schon auch abbekommen, aber mir zeigt das ganze halt, daß der Grundgedanke von Dressur doch sehr verlorengegangen ist und alles ein eigenständiger Zirkus ist.
    Nein, man will das so nicht haben, nicht im ursprünglichen Sinn der Reitlehre. Trotzdem weiß ich, warum das Mädel mit dem Fuchs besser bewertet wurde und das ist im Turniersinn absolut ok. Das Mädel auf dem Braunen ist übrigens noch fester in der Hüfte, alles wackelt etwas und, was halt gar nicht geht, das Pferd zeigt immer wieder Taktstörungen. Ich sehe das einfach nicht so, daß sich bei ihr Fehler noch nicht so manifestiert hätten, es sind nur etwas andere, bzw. sie zeigen sich anders.
    Reiter mit zusammengezurrten und angestochenen Pferden haben meine volle Verachtung. Hilfszügel gleich welcher Art und mit welcher Begründung empfinde ich als einen der verkehrtesten Wege in der Pferdeausbildung. Diesbezüglich gehe ich übrigens weder mit den Richtlinien noch mit meinen Ausbildern konform. Seltsamerweise wurde ich übrigens trotz dieser Nichtbefolgung niemals von Turnieren ausgeschlossen, obwohl ich hier entgegen der Anweisungen der Richtlinien agierte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Juni 2018 um 21:18 Uhr
  10. Tequilla

    Tequilla Inserent

    ja ich weiß, finncha :)
    Hab nur nochmal gesenft weil nasowas nachgefragt hatte.
     
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