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ruhiges pferd auch ohne anbinden-wie bekomm ich das hin?

Diskutiere ruhiges pferd auch ohne anbinden-wie bekomm ich das hin? im Pferde Allgemein Forum; ich war gestern bei einem reiterhof in unserer nähe und da hatte eine frau gerade ihr paint horse draußen gehabt, das pferd stand ganz ruhig da...

  1. two-tone

    two-tone Inserent

    ich war gestern bei einem reiterhof in unserer nähe und da hatte eine frau gerade ihr paint horse draußen gehabt, das pferd stand ganz ruhig da ohne angebunden zu sein, die frau hat es geputzt und ist auch kurz weggegangen, und das pferd stand immer noch ganz ruhig da...
    wisst ihr wie man soetwas trainieren kann? finde das toll, wenn ein pferd so auf den besitzer hört...
     
  2. Urmel

    Urmel Guest

    Mit meiner dicken kann ich sowas auch machen-die bleibt stehen und macht keinen mucks!

    Also man muss glaub von vorneherien sagen das sowas manche Pferden nicht machen, die laufen und rennen weg da kann man machen was man will!

    Also meine dicke war da wirklich ein Sonderfall, ich musste gar nicht viel Trainieren oder üben sie blieb einfach stehen, wenn ich sagte "STEH" dann blieb sie stehen:)

    Ich denk mit ganz, ganz viel Geduld und Übung bekommt man das hin!
    Lass dein Pferd doch mal stehen z.B an der langen Longe oder in einem eingezäunten Stück und schaue was sie macht-uns so kannst du das immer wieder Trainieren vll ist Bodenarbeit auch eine sinnvolle Methode.

    Urmel
     
  3. Pamina

    Pamina Inserent

    hallo,
    das ist eigentlich ganz einfach. meine maus hat das innerhalb einer halben stunde gelernt, obwohl sie von natur aus eher ein hibbelstetz ist *lach*
    dein pferd muss eingentlich nur lernen, das wort "steh" mit dem befehl des stehen bleibens zu verknüpfen. du führst es also normal, sagst "steh" und bleibst selbst stehen. voraussetzung dafür ist natürlich, dass du vorher ausreichend bodenarbeit und führübungen mit deinem pferd gemacht hast, so dass das pferd gut auf dich und deine bewegungen reagiert. wenn du stehen bleibst müsste dein pferd, wenn du es richtig gemacht hast auch prompt stehen bleiben ohne dich zu überholen oder zu berühren.
    dann drehst du dich frontal zu deinem pferd und sagst nochmal deutlich "steh" (ich erhebe dabei immer noch als körperliches signal den zeigefinger und hebe als "mimisches" signal die augenbrauen, um die deutlichkeit zu unterstreichen). dann wendest du dich ab und gehst ein paar meter weg. wenn das pferd sich bewegt gehst du forsch, aber ruhig zurück, sagst deutlich "nein", schaust ihm dabei in die augen und richtest es wieder zurück in ausgangsposition. und versuchst es auf ein neues mit dem kommando, bis es eben klappt.
    anfangs solltest du wirklich nur wenige sekunden und meter weg gehen und sofort loben, wenn das pferd brav steht, damit es lernt, was du von ihm willst. die meisten pferde lernen das sehr schnell und es ist wirklich eine praktische sache im alltag, wenn das pferd so brav stehen bleibt. es erleichtert den umgang ungemein, wenn man das pferd aus dem offenstall oder von der weide holt und es draußen kurz abstellen kann, um den zaun wieder zu schließen, oder wenn man auf dem reitplatz noch mal kurz zur bande muss und das pferd derweil auf der mittellinie abstellen kann, oder wenn es wirklich still steht wenn man z.b. eine bank benutzt zum aufsteigen, auf die man erstmal hinaufsteigen muss, wenn man das pferd abgestellt hat etc. neben meiner stute könnte dann eine bombe einschlagen, sie steht angewurzelt, bis ich fertig bin.
    ansonsten müsste aber noch erwähnt werden, dass ich dir nicht empfehlen würde, das pferd unangebunden unbeaufsichtigt zu lassen. pferde sind keine hunde, die nach dem ablegen stundenlang brav liegen bleiben. die gefahr dass sie sich dann unbeobachtet doch mal von fleck bewegen und auf die straße oder sonstwohin laufen ist zu groß, als dass man das riskieren sollte. daher, wenn du mal um die ecke willst und das pferd alleine bleibt besser immer anbinden, das ist einfach sicherer.
    LG
    sonja
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juli 2007
  4. Sandy K

    Sandy K Inserent

    Also ich war mal mit einer Freundin bei ihrer RB und die Leute dort sind nach Parelli geritten. Fand das total faszinierend. Der Besitzer der Pferde ist selbst auch geritten an dem Tag und als er abgestiegen is weil er sich mit jemandem unterhalten wollte ist das Pferd SOFORT stehen geblieben und hat sich eine HALBE STUNDE nicht vom Fleck bewegt und das ohne das er zu ihm Steh oder sonst was gesagt hat. Ich denke mal dass diese Art mit Pferden umzugehen für deine Frage gut ist und vllt findest du ja was darüber im I-net.
     
  5. Laurinchen

    Laurinchen Sieger Bildwettbewerb Januar

    @pamina
    Mit dem Wort nein" kann das Pferd nichts anfangen, wenns drum geht was zu lernen, bzw wird nein auch meistens zur Bestrafung eingesetzt. Daher würde ich an dieser Stelle nur das Kommando wiederholen.
    Das einfache Mittel heißt Bodenarbeit. Du stellst das Pferd hin und sagst das Kommando, dass du dir führs Stehen bleiben ausgedacht hast, zB "Steh". Dann entfernst du dich ein paar Meter vom Pferd und kommst wieder zurück. Bleibt dein Pferd stehen -> ordentlich loben. Bleibt das Pferd nicht stehen, probier das ganze nochmal, und achte genau auf die Bewegungen des Pferdes: Versucht es, loszulaufen, Kommando wiederholen, sofort auf das Pferd zugehen, es anhalten bzw wieder auf seinen Platz zurückführen. Am Besten ist es, seitlich wegzugehen, dann denkt das Pferd nicht, es müsste hinter dir her laufen. Allmählich kannst du die Sekunden, die du wegbleibst, bzw die Schritte, die du dich vom Pferd entfernst allmählich verlängern bzw dich weiter entfernen.

    Allerdings finde ich das nur für wirklich kurze Sequenzen geeignet - und nicht um das Pferd an einem öffentlichen Platz abzustellen, wegzugehen, und iwann wiederzukommen. Denn wie pamina sagte - das Risiko ist groß, dass das Pferd mal auf die Idee kommt ein paar Schritte zu machen, und da kann wirklich viel passieren, vor allem wenn noch andre Pferde angebunden in der Nähe stehen.
     
  6. Pamina

    Pamina Inserent

    richtig, fast jeder wendet das wort nein an, wenn das pferd etwas tut, was es nicht soll. also wissen fast alle pferde, dass sie, wenn ihr mensch laut "nein" sagt, etwas tun, was unerwünscht ist. genau deshalb sollte man auch "nein" sagen in dem moment wo es sich bewegt. das pferd muss ja lernen, dass weiter laufen unerwünscht ist und sanktioniert wird. wenn du einfach nur so zurück kommst freut sich das pferd, da es sich für das weiter laufen belohnt fühlt durch deine rückkehr. kein pferd wird gerne zurück gelassen. ergo wird ein schlaues pferd, wenn du einfach nur so zurück kommst ohne ihm deutlich klar zu machen, dass es falsch reagiert hat, dann erstrecht nicht stehen bleiben, weil es dazu keinen anlass sieht.
    wenn du nicht "nein" sagst unterstützt du es also möglicherweise eher noch im rumhampeln und weiter laufen, da deine rückkehr verstärkend wirkt auf das weiterlaufen des pferdes (positive, erfolgsabhängige verstärkung --> pferd soll stehen --> du gehst weg --> pferd läuft weiter weil es nicht gerne alleine bleiben will --> du kommst prompt zurück --> lerneffekt fürs pferd: frauchen wollte mich alleine lassen, ich habe mich bewegt, und frauchen kam wieder zurück --> super, dann laufe ich jetzt immer weiter, wenn ich will das frauchen zurück kommt! --> ergo: deine rückkehr muss einen negativen touch erhalten, um dem pferd sein erfolgserlebnis zu nehmen, eben das "nein", damit das pferd weiss, dass es falsch/unerwünscht reagiert hat).
    LG
    sonja
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juli 2007
  7. Lucy

    Lucy Inserent

    Ich hab es gemacht wie Laurinchen, Pferd hingestellt und immer weiter entfernt. Er durfte mir nachschauen, aber keinen schritt machen, da hab ich ihn auf den Punkt zurückgestellt und wieder mit dem Komando ``steh`` neu begonnen. Ich lasse zur optischen unterstützung einen Rain auf den Boden hängen. Ob Du mit dem Wort nein oder bleib arbeitest ist vom Prinzip egal, Du weißt am besten ob er mit diesen Wörtern was anfangen kann oder nicht. Die Grundsätzliche Arbeit ist bei allen bisherigen Beiträgen die gleiche und jede hat zum Ziel geführt.:yes:
    Viel Spaß beim Üben
     
  8. Laurinchen

    Laurinchen Sieger Bildwettbewerb Januar

    Pamina, das magst du so handhaben, aber ich halte recht wenig von negativer Verstärkung, wenn das Pferd etwas lernen soll. Und "nein" wird bei mir nur verwendet, wenn das Pferd was absolut unerwünschtes tut, was es in dieser Form auf keinen Fall tun sollte. Und warum erst "nein" sagen, wenn man auch gleich den Befehl wiederholen kann, damit das Pferd weiß, was es tun soll?
     
  9. Pamina

    Pamina Inserent

    den grund, warum ich persönlich das so handhabe kannst du in meinem letzten post nachlesen, möchte mich jetzt nicht wiederholen.
    LG
    sonja

    ps.: du solltest erst dann über etwas urteilen, wenn du dich darüber informiert hast.... ein "nein" stellt keineswegs eine "negative verstärkung" dar. mach dich doch einfach mal über google schlau, was genau man unter negativer verstärkung versteht. diesen begriff habe ich absichtlich nicht verwendet, weil er hier schlichtweg keine anwendung finden kann.
    negative verstärkung ist im lernverhalten genauso effektiv wie positive verstärkung und einem lebewesen eine bestimmte verhaltensweise beizubringen.
    es bleibt noch anzumerken: negative verstärkung ist mit nichten gleichzusetzen mit strafe! das ist etwas vollkommen anderes....
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Juli 2007
  10. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Mit meiner Stute klappt das auch.
    Lernen kann das Pferd sowas durch Bodenarbeit. Ich hab mit ihr anfangs erstmal gezielt führen und anhalten geübt, so, dass sie, wenn ich mit ihr laufe und dann stehen bleibe, sofort anhält und neben mir stehen bleibt, bis ich weitergehe.
    Als das gesessen hat, hab ich mit dem "alleine stehenbleiben" angefangen.
    Ich hab dazu mein Pferd ein Stück geführt, bin dann stehengeblieben und hab mich frontal vor das Pferd gestellt mit Blickrichtung zum Pferd, Pferd "angeleint", sprich ich hatte den Führstrick in der Hand.
    Dann habe ich mein Kommando (Steh) gesagt und mich Stück für Stück rückwärts vom Pferd entfernt. Das Kommando kannte sie ja schon, da es ja auch beim Führen angewendet worden ist, sprich, Pferd wusste eigtl, was es tun soll.
    Zur Verstärkung hebe ich eine Hand nach oben während ich weglaufe, damit mein Pferd auch sicher weiß, dass es stehen bleiben soll.
    Wenn sie einen Schritt nach vorne macht oder rumhampelt, wird sie SOFORT rückwärts gerichtet (das haben wir natürlich vorher auch geübt, so dass ich mein Pferd auch aus einer Entfernung von drei, vier Metern rückwärts richten kann). Das ist für das Pferd ja mehr oder weniger "Strafe" und gleichzeitig bringe ich es damit wieder an den ursprünglichen Platz zurück.
    Das hab ich mit meinem Pferd drei, viermal gemacht und dann hat das funktioniert.

    Das mit dem "nein"... Naja... Ich wende das nicht an, weil mein Pferd dieses Wort nicht wirklich kennt. Klar, sie merkt an meinem Tonfall so oder so, dass ihre Reaktion falsch war, aber ich drück das dann lieber durch Körpersprache aus.
    Ich arbeite sowieso kaum mit Stimmkommandos, sondern eben mehr mit Körperhaltung usw, daher lass ich das mit dem "nein" sein. Aber wenn das Pferd das kennt, dann ist das denke ich auch keine schlechte Möglichkeit, dem Pferd klarzumachen, dass es was falsch macht.

    Wenn mein Pferd das Stehenbleiben gut macht, dann gibts als Lob ne Ruhepause... *g* Sprich, ich nehm sämtlichen Druck von ihr, indem ich mich umdrehe oder meinen Kopf senke. Das heißt für sie, sie darf in der Gegend rumglotzen und sich entspannen - muss allerdings weiterhin ruhig stehenbleiben.
    Solange ich frontal mit dem Gesicht zu ihr stehe und sie anschaue, muss ihre Aufmerksamkeit ja bei mir sein, heißt sie darf nicht blöd in der Gegend rumgucken, sondern hat auf mich und meine Kommandos zu achten. Daher ist es für sie Lob, wenn ich ihr ihre Ruh lass. Kein Anschiss ist Lob genug.. *schmunzel*
     
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