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Sattel - das leidige Thema!

Diskutiere Sattel - das leidige Thema! im Pferde Allgemein Forum; Hallo! Habe gerade Schwierigkeiten mich zu entscheiden, bzw. weiß ich nicht was ich glauben und tun soll. Ich hoffe dass mir hier der ein oder...

  1. ChooseToBeHappy

    ChooseToBeHappy Neues Mitglied

    Hallo!
    Habe gerade Schwierigkeiten mich zu entscheiden, bzw. weiß ich nicht was ich glauben und tun soll. Ich hoffe dass mir hier der ein oder andere helfen kann.

    Es geht um das Thema Sattel. Ich habe derzeit 2 Sättel zu Hause. Einer ist bei mir quasi in "Pension", da der Sattel das Rutschen angefangen hat und trotz Besuch des Sattlers und Umpolstern nicht besser wurde - den würde ich gerne verkaufen, nur hat sich bis jetzt nichts ergeben.

    Dann habe ich mir einen anderen angeschafft. Mit dem reite ich jetzt ca. ein halbes Jahr, mir wurde auch von mehreren Seiten gesagt, dass der Sattel passt, mein Pferd ging auch sofort viel besser damit.

    Ich werde jetzt alles mal ganz wertlos schildern, meine eigene Meinung mal ganz außen vor, sodass ihr euch ein neutrales Bild machen könnt:
    Ich hatte jetzt einen Sattler zu mir kommen lassen, eigentlich sehr gute Referenzen, jeder der den mal da hatte, war sehr zufrieden. Hatte eben auch gehört, dass der einem nicht gleich irgendwas verkaufen will, sondern auch klipp und klar sagt, wenn ein Sattel passt und er nichts machen muss, oder eben auch bestehende Sättel verändert und anpasst soweit halt möglich.
    Hatte eigentlich die Hoffnung gehabt, dass ich meinen aktuellen Sattel behalten darf, dass vielleicht nur kleine Änderungen von Nöten wären (mir kam die Polsterung etwas hart vor und wollte diese eigentlich austauschen lassen). Als ich den Sattel dann aufs Pferd legte, sagte er mir sofort, der Sattel liege nicht im Schwerpunkt, zu weit hinten. Er könne auch nicht aufpolstern, denn er wisse nicht, wo er die benötigte Fülle hinpacken solle. Ich würde dem Pferd damit im Kreuz sitzen, der Sattel würde dadurch auch vorne drücken, wobei er am meisten Sorgen hatte um einen bestimmten Punkt am Widerrist (letztes Drittel davon, das wäre die kritische Stelle bei) und dadurch dass ich nicht im Schwerpunkt sitze, würde ich die Knie hochziehen und nicht anständig Sitzen.
    Ich käme nicht drum rum, mir einen neuen anzuschaffen - aufgrund von schwieriger Sattellage, dh langer, weit in den Rücken reichender Widerrist und gerader Rücken, müsse es vielleicht sogar ein Maßsattel sein.
    Er hat dann 2 gebrauchte Sommer Sättel drauf gelegt, die Kammer hat er angepasst, aber hinten waren beide wieder zu tief.
    Der dritte war dann ein neuer Amerigo (ich denke Vesca oder so?) Der hat auf Anhieb gepasst. Er hätte den extra für so Pferde bestellt, mit extra hohen Keilkissen. Nur leider jenseits meiner Preisvorstellungen.
    Er fuhr also wieder nach Hause und wir machten gleich einen nächsten Termin aus, er wolle das nächste Mal noch einen Eichhorn Sattel von der Firma Sattelprofi (Advantage) auf das Pferd legen. Soll kosten 1400 inkl. Anpassung. 2 Jahre alt das Teil.
    Er kam wieder, der Sattel passte, er musste nur noch die Kissen etwas aufpolstern. Er zeigte mir auch genau warum und weshalb der jetzt passen würde. Genügen Widerristfreiheit, Sattel im Schwerpunkt. Auch beim Reiten konnte er bestätigen dass der Sattel auch im Trab schön aufliegt und ich gut im Schwerpunkt zum Sitzen käme. Als ich dann nach dem Preis fragte waren wir schon bei 1500,-
    Der Sattel wäre aber jederzeit in alle Richtungen veränderbar. Sowohl in der Kammer als auch bei der Polsterung. Vorteil bei diesem Sattler: sehr gute Erreichbarkeit, guter Service und verlässlich AAABER teuer...

    Ich hab den Sattel jetzt mal zur Probe, morgen muss ich ihn entweder kaufen oder wieder abgeben. Ich hatte gleich das Gefühl, dass ich irgendwie "höher" sitze als auf meinem früheren, sowohl der Sattler als auch meine RL sagten, dass liege an den höheren Kissen und dass ich jetzt eben im Schwerpunkt sitzen würde, es käme mir nur so vor. Etwas hart finde ich ihn auch, aber das war beim 2. Mal Reiten gleich schon viel besser. Er hat nicht so einen tiefen Sitz wie mein voriger, das fand ich eigentlich immer recht angenehm. Ich muss mich eigentlich nicht mehr so anstrengen um einen schönen Dressursitz zu haben, der Sattel setzt mich glaub ich gleich richtig hin, zumindest im Schritt. Im Trab find ich ihn noch sehr ungewohnt, im Galopp allerdings angenehm. Pferdi läuft eigentlich super, kann zwar keinen großen Unterschied zu vorher feststellen, aber was mir aufgefallen ist, dass er beim Satteln und Gurten nicht mehr soooo empfindlich ist wie vorher.

    Ich frage mich halt, ob ich mir das Geld nicht "sparen" könnte, wenn man meinen Sattel doch aufpolstern könnte. Ich habe dazu schon mit unserem regionalen Sattler telefoniert. Er sagte ob man den noch aufpolstern könne, müsse man schauen, wenn die Polster schon sehr hart wären, wäre es schwierig (sie sind hart) Er könne auch vorne beim Widerrist probieren was wegzumachen wenn da genügen Platz ist, um ihn vorne tiefer zu machen. Er sagte er würde sich bei mir melden wenn er mal in meiner Nähe wäre, er hätte ziemlich viel zu tun.
    Der würde mir auch den 1. Sattel über Kommission verkaufen. Vorteil bei diesem Sattler: nicht so teuer, hat oft gute Gebrauchtsättel auch unter 1000 EUR im Angebot; Kritikpunkt: der hat eigentlich bei vielen einen schlechten Ruf und ist unverlässlich, hatte ja auch meinen ersten Sattel schon angepasst und behauptet der passe, obwohl er frisch fröhlich weiter rutschte.

    Ich überlege auch, ob ich in der Zwischenzeit unter meinen ein Keilpad drunter machen soll, bis ich eine Lösung gefunden habe (noch einen weiteren Sattler holen zb.)

    Wenn ich aber überlege, wie schwierig es sein kann für ein Pferd den richtigen Sattel zu finden, müsste ich eigentlich zuschlagen. Denn der Eichhorn passt wirklich super.
    Ich will mich nur nicht schon wieder von einem Sattler "übers Ohr hauen lassen" :-/


    Sorry für den langen Text - Danke für Tipps und Ratschläge!
     
  2. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    So... wenn ich mir jetzt überlege das ein Sattler der das noch nicht Live gesehen hat sagt:
    Dann hätte ich bedenken das eben gar nichts mehr passt.
    Wo will er den denn tiefer hinlegen bei so einem Widerrist? Viel wenn und probieren und vielleicht....
     
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  3. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    1500€ für einen sehr gut angepaßten Sattel ist nicht zuviel, vor allem, wenn es sich weiterhin verändern läßt. Dein Sattler hat sich sehr viel Zeit genommen, ist ein paar Mal zu dir rausgefahren, hat den Sattel angepaßt etc.
    Er hat also sehr viel Zeit und auch schon Geld in dich investiert!
    Ihm jetzt zu sagen, "Vielen Dank für deine vielen nützlichen Tipps und deine Mühen, aber ich werde jetzt einen andern Sattler beauftragen, meine alte Bratpfanne nach deinen Vorschlägen aufzurüsten" , ist schon ziemlich frech. Diesen (offenbar guten) Sattler hast du dann auch zum letzten Mal gesehen!
    In den meisten Fällen bewahrheitet sich nämlich der Spruch "Billig kauft teuer".
     
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  4. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Kann es sein, dass dein Pferd einen Hohen Rist hat? Die Modelle würden so dafür sprechen.

    Ich kenn die Litanei mit dem Sattel. Und im Nachhinein würde ich lieber einmal in den Saueren Apfel beißen udn 1500€ bezahlen als ständig nach Sätteln ausschau zu halten, die besser passen könnten usw....

    Ein Sattel passt nie 100% ein Leben lang. Man muss jährlich kontrollieren lassen, dass Pferd und Reiter damit lange freude haben. Dein Pferd verändert sich ständig im Rücken. Daher kann das in einem Jahr shcon wieder anders sein. Aber ein Gutes Grundmodell lässt sich dann auch wieder gut verkaufen. Oder eben anpassen!

    Wenn du jetzt einen günstigeren Sattel nimmst mit "Kompromissen" kann es sein, dass der das nächste mal gar nicht mehr passt usw. mal 400€ da, mal 200€ dort und schwupp bist du bei fast 1500€ ohne es zu merken und hast evtl noch immer Kompromisse...
     
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  5. ChooseToBeHappy

    ChooseToBeHappy Neues Mitglied

    @Wanderreiter:
    Es is ja nicht so dass ihm die Fahrkosten nicht jedes mal bezahlt hätte

    Aber ich versteh deinen Standpunkt, deine Antwort hilft mir auch sehr weiter.
    Vielleicht kommt es jetzt frech rüber, aber ich bin eben schon ein paar mal in diesem Gebiet auf die Schnauze gefallen und eben vorsichtig geworden.

    @Charda:
    Ja das Pferd hat einen sehr hohen Rist, und eben auch einen langen

    Bedenken hab ich halt noch, weil er mir irgendwie nicht so bequem vorkommt, wie mein jetziger.. Ich spür halt meine Sitzknochen ziemlich gut..
    Aber wichtiger ist mir erstmal dass ich endlich guten Gewissens sagen kann das mein Pferd einen passenden Sattel hat, ich werd mich schon dran gewöhnen
     
  6. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Nein. Wichtig ist, dass der Sattel dir und deinem Pferd passt. Sonst gehst du automatisch in eine Ungesunde Entlastung im Sitz. Das hilft keinem Weiter.

    Ich habe das Gleiche Problem. Darum kam mir das auf Anhieb bekannt vor. Seid mein Sommer aber im Schwerpunkt passt, fühlt er sich nicht mehr für mich unpassend an.

    Also auch hier war er zu beginn so hart, dass ich dachte mein Hintern wird taub. Dabei hat einfach der Schwerpunkt noch nicht gepasst.

    Derzeit sind wir wieder am Antrainieren. Ich habe mir eine dickere /Festere/ Satteldecke besorgt die den Sattel ganz optimal legt. Und arbeite mit Filzeinlagen zzgl zum Lammfell.

    Hätte ich aber die Möglichkeit, mir einen passenden Sattel zu kaufen (Name deines ist direkt notiert ;) ) Ich würde es sofort tun. Auch wenn ich dafür jetzt eben die Pobacken zusammen kneifen müsste und ein paar Monate sparsamer leben. Nichts ist so doof wie ein sattel der nicht sicher passt. Doof für dich. Doof fürs Pferd. Und unnötig.
     
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  7. ChooseToBeHappy

    ChooseToBeHappy Neues Mitglied

    Ich muss sagen ich bin was Sitzkomfort angeht auch etwas verwöhnt.. Hatte vorher lange einen Röösli, und die sind meiner Meinung nach göttlich zum Sitzen
    Der zweite ist jetzt ein Albion, war auch eine Umstellung weil etwas härter, aber da bin ich dann gut reingekommen.

    Der Eichhorn ist jetzt halt auch wieder eine Umstellung, aber wie gesagt beim zweiten Mal reiten wars schon viel besser.
    Und so intensiv und auf so einem hohen Niveau bin ich jetzt auch nicht unterwegs als dass ich da so große Ansprüche hätte. Mir ist einfach wichtig dass der Sattel meinem Pferd 100%ig passt, weil ich da wie gesagt in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht habe. Wenn der Sattler sagt der Sattel passt, aber das Pferd trotzdem schon am liebsten die Flucht ergreifen würde wenn man mit dem Sattel daherkommt, dann ist das echt ärgerlich. Das hab ich mit dem Albion sehr gut in den Griff bekommen, und die paar Mal wo ich den Eichhorn aufgelegt habe, war eigentlich keinerlei Abwehrreaktion von ihm da, vorsichtig muss ich aber trotzdem noch sein.

    Vielleicht sollte ich doch zuschlagen...
     
  8. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    wie heißt der Sattel genau? (für mein Interesse...)
     
  9. ChooseToBeHappy

    ChooseToBeHappy Neues Mitglied

    Das wär der von Sattelprofi , das Modell Advantage.
    Der Herr der die Sättel macht ist Manfred Eichhorn, der ist da irgendwo bei München.
    Das schöne an dem ist, dass der von der Kammer her jederzeit kalt veränderbar ist, ich hab dem Sattler zugesehen, der hat mit dem Kammereisen gemessen und innerhalb von 2 Minuten war der Sattel angepasst. Es gibt die glaub ich mit Keilkissen in 3 verschiedenen Varianten, also von der Höhe/Stärke her. Neupreis liegt irgendwo bei 2700,-
     
  10. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    http://www.sattelfreude-pur.de/sättel/sattelprofi/

    auf dieser seite kostet er neu mehr als 3000 euro!

    ich mein - ich find den sattel nicht hübsch, aber für den preis scheint es ein qualitätsssattel zu sein.
    dafür spricht die angepriesene veränderbarkeit.

    das, was dein sattler dir erzählt hat, scheint gut. einzig, dass er ohne mit der wimper zu zucken dir einen gebrauchtsattel in der kammer verändert hat, verursacht mir bauchschmerzen. sollte das doch so selten wie irgend möglich gemacht werden, weil es nämlich ganz schnell kaputt macht.
    wenn er das mit allen sätteln "einfach so" macht, dann hat er ggf schon einige sättel auf dem gewissen und du als kunde weißt es nicht mal, weil du das nicht weißt wie man es von außen prüfen kann und weil du auch nicht nach innen rein gucken kannst.

    der sattler hat recht, dass man er aufpolstern einen sattel nicht in einen bessereren schwerpunkt kriegt, außer er ist mal extrem abgepolstert worden - was unwahrscheinlich ist.
    das problem ist, dass im laufe des lebens die polster eines sattels immer weicher werden und damit immer breiter. die werden durch die belastung nach außen gedrückt, bei billigprodukte geht das schneller als bei besseren sätteln, und damit kommt dann der sattel hinten immer tiefer. das ist mit mehr polster rein nicht auszugleichen.
    du kannst ein hinten-höher-pad für deinen alten sattel nehmen, sollte das reichen. da der aber am widerrist eng sein soll, kommt damit auch mehr nähe zum widerrist, was du nicht gebrauchen kannst.

    das angebot von 1500 euro klingt nicht teuer, der mann klingt zum großteil vernünftig.
     
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