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Sattelzwang, gesundheitliche Probleme, Magenbeschwerden?

Diskutiere Sattelzwang, gesundheitliche Probleme, Magenbeschwerden? im Sonstiges Forum; Hallo an alle, da ich nicht genau wusste, wohin ich dieses Thema einordnen sollte, hoffe ich, ich bin hier richtig. Es geht um mein Pferd, eine...

  1. Räppchen

    Räppchen Neues Mitglied

    Hallo an alle,
    da ich nicht genau wusste, wohin ich dieses Thema einordnen sollte, hoffe ich, ich bin hier richtig.
    Es geht um mein Pferd, eine Stute, 6 Jahre alt. Ich habe sie 4 jährig bekommen und sie hatte schon von Anfang an leider Probleme beim Satteln. Dieses Problem habe ich weder mit Geduld, noch Behutsamkeit in den Griff bekommen und es verschlimmert sich in den letzten Wochen zunehmend, dass sie jetzt sogar schon hinten mit den Hinterbeinen einknickt.
    Zu ihrer Vorgeschichte: Sie wurde mit Westernsattel eingeritten, schonend, wurde mir gesagt und bei einer späteren Bereiterin auf Englisch umgestellt. Die Vorbesitzer sind sehr liebevoll mit ihr umgegangen, aber sie haben das immer als Kitzligkeit abgetan, dass sie sich so ungern satteln und auch putzen lässt. Allgemein ist sie sehr empfindlich beim putzen, anfassen und hat auch sehr zartes Fell.

    Ich habe seit drei Wochen einen anderen Dressursattel, weil der alte nicht mehr richtig gepasst hat. Das Pferd wurde daraufhin auch auf Blockaden und Verspannungen untersucht und behandelt, von denen sie einige hatte, bedingt wohl auch durch einen Sturz in der Stallgasse, aber auch durch den nicht mehr passenden Sattel.
    Allerdings hat sich am Sattelzwang nichts geändert. Habe extra noch einen Lammfellgurt gekauft, aber auch dieser hilft nichts. Sie bläst sich direkt auf, legt die Ohren an, wenn ich nur mit dem Sattel in ihre Nähe komme und ich muss aufpassen, dass sie hinten nicht einknickt. Ich habe Bedenken, dass sie sich bald mit dem Sattel hinwirft, aber ich verstehe nicht wieso, wenn sie doch keine Schmerzen mehr haben kann.

    Sie ist leider allgemein ein eher skeptischer Pferd, wenn man in die Box Kommt und legt gerne die Ohren an. Deshalb habe ich schon an anderen Orten versucht zu satteln, aber auch dies brachte nichts.
    Draussen ist sie ein freundliches Pferd, nur in Der Box scheint sie mal schlechte Erfahrungen gemacht zu haben, aber am Sattelverhalten ändert sich nichts.

    Jetzt habe ich gelesen, dass Sattel/gurtzwang auch durch Magenprobleme ausgelöst werden kann. Nun ist sie leider in den letzen zwei Jahren zweimal umgezogen, wegen Stallverkaufs und auch in diesem Stall musste ich ein paar Mal die Box wechseln, stand aber immer neben demselben Pferd, was mit umgestellt worden ist. Woran erkenne ich, ob sie vielleicht wirklich was im Magen hat? Sie frisst eigentlich ganz normal, bekommt Müsli, weil ich keine Pellets füttern will und Heu zweimal am Tag. Allerdings ist sie ausser im Sommer durch das Gras nie so "rund", sag ich mal. Sie sieht eher immer etwas zu dünn aus und man sieht auch je nachdem wie sie steht die Rippen.

    Ich weiß sonst echt nicht mehr weiter, was ich sonst noch gegen dieses Sattelproblem machen soll. Ich habe Angst, dass sie sich irgendwann gar nicht mehr reiten lässt.

    Vielleicht hat jemand von euch eine Idee oder einen Rat? Falls ihr noch was wissen müsst, fragt ruhig, ich antworte gerne.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Feb. 2015
  2. Elchhexe

    Elchhexe Bekanntes Mitglied

    Warum holst Du nicht einfach einen Tierarzt? Der kann Dir dann bzgl Magenspiegelung etc genaueres sagen.

    Wenn Dein Pferd in der Box gehalten wird und nur 2x täglich Heu bekommt, kann es nämlich wirklich gut sein, dass sie unter Magengeschwüren leidet.
     
  3. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hi,
    also erstmal, Blockaden und Verspannungen vergehen nicht mit einer Behandlung! Je nachdem wie schwerwiegend diese Baustellen sind, dauert das Monate. Wenn dein Pferd hinten sogar einknickt, schon beim satteln, ist das noch lange nicht gut!
    es ist gut, dass du einen neuen, passenden Sattel hast. Aber so ein sattelzwang verschwindet dadurch auch nicht unbedingt.
    Satteln in der Box mag dein Pferd nicht. Es ist seine Box, sein Rückzugsbereich. Da putzt und sattelt man kein Pferd, dass dies deutlich nicht mag. Vermeide das. Hol sie aus der Box raus, wenn du was mit ihr machst. Es gibt Pferde die wollen in ihrer Box nichtmal gestreichelt werden und das sollte man akzeptieren. Das einzige was ein Pferd machen sollte, ist sich brav aufhalftern lassen in der Box.
    Du solltest nochmal einen Physiotherapeuten/ Tierarzt kommen lassen und dein Pferd behandeln lassen. Anschließend ist Ruhe und leichte Bewegung angesagt, später muskelaufbau. Wichtig ist, dass dein Pferd gerade keine akute Entzündung hat. Denn dann ist eine einrenkung oder osteopathische/ physiotherapeuthische Behandlung kontraproduktiv! Damit schadest du dem Pferd noch mehr. Ich würde fast vermuten, dass dies bei der 1. Behandlung der fall war und es dich deswegen verschlechtert hat.
     
  4. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Du solltest mal bei Deinem Tierarzt vorstellig werden.
    Das ist nämlich der einzige, der gesundheitliche Probleme erkennen und abstellen kan.
    Gerade, wenn es um innere Organe geht.

    Wobei ich in dem Falle Deines Pferdes auch mal hormonelle Ursachen ausschließen möchte.
    Stuten können schon mal Zysten an den Eierstöcken haben.
    Die können den gesamten Hormonhaushalt durcheinander bringen.
    Eine absolute Unbrauchbarkeit kann daraus resultieren.

    Hast Du schon mal einen elastischen Sattelgurt probiert?
    Ein solcher könnte eine deutliche Entlastung für das Pferd bieten, da das Pferd nicht so eingeengt wird.

    Ansonsten, lasse Dir Zeit beim Satteln.
    Soll heißen, teile Satteln und Gurten in viele kleine Schritte auf:

    zB. Sattel nur auflegen, dann die Hufe auskratzen.
    Dann erst den Gurt schließen, im sprichwörtlich allerletztem Loch.
    Danach erst Gamaschen oder Bandagen (falls verwendet) aufs Pferd.
    Danach ein Loch nachgurten und das Pferd anführen.
    Danach dann wieder Führen.
    Gurten und Führen werden solange abwechselnd durchgeführt, bis der Sattel fest genug sitzt, um aufsitzen zu können. Und selbst, wenn es bis zu diesem Punkt eine halbe Stunde dauert.
    Du mußt in jedem Fall dafür sorgen, den Druck vom Pferd zu nehmen.
    Physisch wie psychisch.

    Was die Fütterung mit diesem Problem zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.
    Zumal die Angaben "Pellets" und "Müsli" mehr als nur dürftig sind.
    Es gibt hunderte verschiedener Pellets und Müslis, die sich deutlich in Zusammensetzung und Einsatzbereich unterscheiden.
    Um die Fütterung überhaupt beurteilen können, muß man schon genau wissen, um welches Orodukt es sich handelt und welche Mengen gefüttert werden. Wobei die Angaben zur Menge in g bzw kg zu erfolgen haben.
    Erfolgt das nicht, hilft nur noch der Blick in die Kristallkugel, um die Fütterung beurteilen zu können.
     
     
  5. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    wie kommst du darauf das sie keine Schmerzen mehr haben kann? Gerade wenn Blockaden lange vorlagen hat sich der Körper darauf eingestellt. Da ist es mit einmaligem lösen meist nicht getan. Da muss weiter gemacht werden, bis der Körper sich an die richtige Haltung gewöhnt hat.
    Davon ab sind drei Wochen bei Sattel/Gurtzwang kein Zeitraum.
     
  6. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    es kanmnn desweiteren sein, dass du mit dem neuen sattel den teufel mit dem belezebub getauscht hast

    "2x am tag heu" klingt wenig. viel raus auf die weide (minimum 6 stundne am tag und so gut wie satt heu geben.
     
  7. Delora

    Delora Inaktiver Nutzer

    Wurde sie von einem Tierarzt oder nur dem Osteopathen untersucht? Wurde sie mal geröntgt?


    Gerade wenn sie hinten einknickt, würde ich vermuten, die Ursache ist schmerzbedingt. Schmerzgedächnis hin oder her, aber ich würde nicht weiter rumprobieren, sondern wirklich genau abklären, dass da nichts wehtun kann.

    Tierarzt, komplett checken lassen, nicht nur Verspannungen abklären, sondern auch mal die Gelenke, die Knochen etc.
    Gerade nach einem Sturz auf der Stallgasse kann da noch so einiges im Argen liegen. Ach ja, was mir gerade noch dazu einfällt (da meine Stute wegen gynäkologischer Probleme auch recht empfindlich wurde): nach Zysten oder ähnlichem fragen, das kann auch zu Schmerzen führen, die nach oben ausstrahlen.
     
  8. Räppchen

    Räppchen Neues Mitglied

    Also zuerst einmal vielen Dank für eure Antworten.

    Dann mal was zur Haltung. Mein Pferd steht nicht 24 Stunden in der Box, sie kommt jeden Tag 7-8 Stunden raus und genau das ist mir auch sehr wichtig. Das andere Problem, was dadurch leider entsteht, ist, dass sie daher nur zweimal Kraftfutter und Heu am Tag bekommt. Ich weiß, dass es besser wäre mehrere kleinere Portionen am Tag zu füttern, aber das ist hier leider nicht möglich. Heu wird auf den Koppeln leider auch nicht bereitgestellt. Das mit der Fütterung habe ich angesprochen, weil ich im Internet gelesen habe, dass Sattelzwang auch durch Probleme im Magen bzw. Magengeschwüre ausgelöst werden kann. Sie bekommt jeweils 1l Pavo Sports Fit Müsli morgens und abends.

    @treuerhusar: Diesen Weg mein Pferd zu satteln versuche ich schon seit längerem, ich lasse mir wirklich viel Zeit und lasse ihr auch immer wieder ihre Pausen, damit sie nicht permanent mit dem Angurten konfrontiert ist und durch andere Sachen Ablenkung erhält. Deshalb ja auch u.a. mein Post, weil ich mit meinem Latein da langsam am Ende bin. Ich habe wirklich sehr viel Geduld und ich zurre sie nicht Einfach nur fest, damit ich schnell aufs Pferd komme, denn ich bin mir bewusst, dass ich damit das Problem nicht besser mache. Das mit dem elastischen Gurt habe ich bei meinem Springsattel ausprobiert und damit leider auch keine wirkliche Verbesserung festgestellt. Es scheint einfach die pure Tatsache an sich zu sein, dass da ein Gurt und ein Sattel kommt.

    @ManicPreacher: Ich hatte den anderen Sattel und sie lief damit wie ausgewechselt, frei, ohne wie vorher manchmal etwas zu klemmen und wirkte einfach zufrieden. Das war nachdem die Osteopathin da war und sie ließ sich auch wieder viel besser stellen und biegen, womit sie vorher eher Probleme hatte. Das war unter anderem auch der Grund, weshalb ich mal einen Osteopath drauf schauen lassen wollte, weil ich mir schon dachte, dass sie sich bei dem Sturz was wehgetan hat und auch durch den alten Sattel wahrscheinlich Verspannungen da sein würden. Das hatte ich ja mit zwei Behandlungen dann gehofft wieder hin zu bekommen, aber seitdem wird es jetzt beim Satteln immer schlimmer und sie läuft auch nicht mehr so "biegsam" nenn ich es mal wie direkt nach der Behandlung. Ich hatte schon überlegt nochmal drüber schauen zu lassen.

    @Delora: Sie wurde nicht von einem Tierarzt diesbezüglich untersucht, nur durch den Osteopathen. Ich wusste auch ehrlich gesagt bislang nicht, auf was ich sie untersuchen lassen sollte. Ich brauche ja auch irgendeine Ansatzstelle, bei der ein TA anfangen kann zu suchen und sie geht ja nicht irgendwie lahm, dass man sie daraufhin untersuchen lassen könnte. Mit Röntgen meinst du z.B. den Rücken röntgen lassen? Ich kann ja nicht einfach alles röntgen lassen, das sollte ja auch abgrenzbar sein, sonst rennt das ja ins Uferlose. Deshalb habe ich ja u.a. auch diesen Post hier verfasst, um nach Erfahrungen/Meinungen zu suchen, natürlich nicht um mir den TA-Besuch zu ersparen. Mir ist klar, dass ich da was unternehmen sollte.

    @Gromit: Das mit der Entzündung kann natürlich sein, das weiß ich nicht. Könnte man sowas über ein Blutbild feststellen? Ich weiß auch, dass sich der Sattezwang nicht von heute auf morgen erledigen wird, weil das ja auch in ihrem Kopf drin ist, aber ich dachte zumindest ein neuer, passender Sattel könnte zumindest den Eindruck vermindern, dass ihr was weh tut, was vielleicht vorher so war. Zumindest eine kleine Besserung hatte ich mir erhofft, nicht, dass es gänzlich verschwindet.
     
  9. Elchhexe

    Elchhexe Bekanntes Mitglied

    Nochmals meine Frage: weshalb lässt Du nicht einen guten TA kommen und besprichst das alles ausführlich mit dem, einschließlich aller Deiner Vermutungen und Befürchtungen? Das ist doch wohl der erste und beste Ansprechpartner, denn Ferndiagnosen von uns bringen Dich da echt nicht weiter :bahnhof:.
     
  10. Räppchen

    Räppchen Neues Mitglied

    Ich habe ja weiß Gott nicht behauptet, dass ich keinen TA holen würde.
    Ich denke so ein Forum ist doch dafuer da, dass man sich Erfahrungen einholen und Meinungen austauschen kann und das habe ich getan.
    Mir ist schon klar, dass Ferndiagnosen nichts bringen, aber ich hatte mir einfach ein paar Anhaltspunkte erhofft, die ich beim TA ansprechen könnte, weil ich selbst einfach nicht wirklich weiter wusste.
    Ich denke das ist durchaus legitim und ich habe mir auch ueber die Antworten zu meinem Post Gedanken gemacht, denn deshalb habe ich auch dieses Thema hier aufgemacht.
     
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