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Schenkelweichen/Volltraversale

Diskutiere Schenkelweichen/Volltraversale im Bodenarbeit Forum; Hallo, nach dem lange Zeit alles bissl zäh verlaufen ist, machen wir momentan recht schnell Fortschritte - Schenkelweichen an der Hand (mit...

  1. Laurinchen

    Laurinchen Sieger Bildwettbewerb Januar

    Hallo,

    nach dem lange Zeit alles bissl zäh verlaufen ist, machen wir momentan recht schnell Fortschritte - Schenkelweichen an der Hand (mit Halfter, Strick und Gerte) klappt auf beiden Händen und ohne optische Begrenzung vorne, Volltraversale stuckerts noch n bissl (ich hab das Gefühl, da steht sie sich selber im Weg :D), und seitlich übertreten aufm Zirkel klappt auch immer öfter. =)
    Nun ist das Problem, dass ich es nicht immer schaffe, die Hilfen für Schenkelweichen und Volltraversale klar zu trennen. Und auch beim seitlich übertreten ist es schwierig, weil sie dann manchmal denkt, okay, Schenkelweichen und ab gehts, ohne Biegung, einfach geradeaus. Oder sie läuft nach vorne weg, was sie aber beim SW nicht macht.
    Habt ihr irgendwelche Tips für mich, wie ich das besser deutlich machen kann? Oder sonst Erfahrungsberichte?

    Liebe Grüßle, Lauri.
     
  2. Lind

    Lind Inserent

    Wie und wo machst du denn die Volltraversale?

    Bei mir liegen zwischen Schenkelweichen und Volltraversale noch ziemlich viele Ausbildungsschritte. Schenkelweichen hat ja eignetlich auch nix mit Traversalen zu tun.
     
  3. *Little Lady*

    *Little Lady* Neues Mitglied

    Also ich habe mal gehört, wenn man an sein Pferd höhere Ansprüche als A-Dressur stellt, sollte man gar nicht erst mit Schenkelweichen anfangen.
    Aber ich will jetz nich behaupten dass das auch stimmt.
    Aber ich hab auch schon erfahrung mit pferden gemacht die immer nur vom inneren schenkel wegtreten, anstatt den äußeren anzunehmen und traversartig zu laufen weil sie halt das schenkelweichen kennen...
     
  4. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Hallo,

    also ich find auch, du solltest vielleicht mal kurz beschreiben, welche Hilfen du gibst und welche Unterschiede du machst.

    Warum Pferde, die in höheren Aufgaben geritten werden sollen, nicht auch Schenkelweichen üben sollen, versteh ich nicht ganz. Meine Erfahrung zeigt, dass Schenkelweichen gymnastiziert und das immer gut ist. Aber auch, dass viele, die Schulter herein, Traversalen usw beherrschen, Schenkelweichen bißchen "hinten runter fallen lassen"

    Aber mein spontaner Tipp:
    versuch dich und dein Pferd beim Üben möglichst kritisch zu beobachten. Wo genau liegen die Mißverständnisse? Reagiert dein Pferd wirklich auf deine Signale, oder spult es nach einem kurzen Kommando einfach ein bestimmtes Programm ab?
    Hört es dir wirklich zu, oder versucht es mehr, möglichst schnell seine Ruhe zu haben, weil schnell fertig...

    Das sind ganz gravierende Unterschiede. Denn erst, wenn es über das "Abspulen" einer Lektion hinaus geht, wird`s richtig sinnvoll. Erst dann wird`s zu einer echten Zusammenarbeit. zu einer Einheit.
    Arbeit mit dem Pferd darf nicht bei der Technik stehen bleiben. Es muss leben. Ihr müsst wirklich miteinander kommunizieren. Und miteinander arbeiten.
    Ist meine Meinung.

    Viele liebe Grüße
    RioNegro
     
  5. Laurinchen

    Laurinchen Sieger Bildwettbewerb Januar

    Hallo,
    danke für eure Antworten. =)
    Lind, Volltraversale = Schenkelweichen mit 90 Grad Abstellung, also reines seitwärts, leichte Stellung, keine Biegung. Das ist keine wirkliche Dressurlektion, sondern dient einfach dem Geschick (Pferd muss seine Beine sortieren) sowie dem Gehorsam auf seitwärtstreibende Hilfen.
    Zum wie: Anhalten, VH und HH gleichzeitig seitlich wegtreiben durch Touchieren von Knie und Schulter. Gleichmäßiges Mitgehen neben dem Kopf/Hals des Pferdes. Je nach Reaktion des Pferdes wird an Schulter bzw Knie stärker touchiert, damit das Pferd gerade seitwärts geht. Vor bzw rückwärts ausweichen wird durch den Körper oder mithilfe Gerte und Strick korrigiert.
    Wo: Anfangs am Zaun, wenns da klappt zZt meist auf der Mittellinie.

    Das habe ich mir anfangs auch gedacht, aber um seitwärstreibende Hilfen in der Bewegung kennen zu lernen ist Schenkelweichen ideal, und genau deshalb übe ich es auch. Wollte anfangs auch nach der VHW gleich zum seitlich übertreten übergehen, allerdings konnte sie weder vom Boden noch unterm Sattel was mit meinen Hilfen anfangen und ist immer nach vorne/innen ausgewichen oder schneller geworden.

    Der Unterschied:
    -Schenkelweichen: Rechte Hand, abbiegen auf die Mittellinie. Raustreiben der HH bis ca 30-45 Grad Abstellung, leichtes Zupfen am Strick zur Begrenzung nach vorne. HH weiter seitlich treiben, wenns stockt treib ich mehr vorwärts bzw reduziere die Abstellung.
    -Volltraversale: Wie oben beschrieben, Unterschied zum Schenkelweichen ist, dass ich zZt vorher anhalt und dann gleichzeitig HH und VH seitwärts treibe. Und eben 90 Grad Abstellung.

    Die Gefahr ist eben, dass das Pferd, wenn es später Seitengänge lernt, nicht mit dem Hinterbein zum Schwerpunkt sondern daran vorbei tritt, weil es eben das vom Schenkelweichen her kennt.

    Manchmal so (wenns schon spät ist oder was andres viiiel interessanter ist), manchmal ist es auch "Huch, was soll ich tun um gelobt zu werden, einfach mal alles ausprobieren, was ich kann". :1:

    Bin Samstag wieder beim Pferd, werd da auf alles genau achten.

    Lg, Lauri.
     
  6. Lind

    Lind Inserent

    @ Laurinchen,

    ich weiß schon, was eine Volltraversale ist. Aber ich glaube, nur Penquit nennt das so.

    Grundsätzlich bin ich mir aber eben nicht so sicher, ob solche Übungen überhaupt wirklich sinnnvoll sind. Ich bin ja kein Schenkelweichenfan. Ich fürchte immer das von der beschriebene Problem, dass die Pferde nicht mehr unter den Schwerpunkt treten. Deshalb macht man auch in der klassischen Dressur kein Schenkelweichen.

    Was sich für Volltraversalen anscheinend ganz gut gewährt hat (hat ich mal bei einer Westertrainerin gesehen) ist das seitliche gehen über eine Stange. Die Trainerin hat für die Volltraversale immer eine Stange hingelegt, die unter dem Bauch des Pferdes lag. Die Pferde haben sich ganz gut daran orientiert sind dann gut darübergelaufen.

    Das nach vorne Weglaufen könnte daher kommen, weil es schon ziemlich anstrengend ist in 90-Grad-Stellung seitwärts zu laufen. Vielleicht will das Pferd sich dem Entziehen.
    Und wenn es an Schenkelweichen denkt, spult es sein Programm ab und hört dir nicht mehr richtig zu. Da musst du die Aufmerksamkeit wieder voll auf dich lenken.
     
  7. Fili

    Fili Inserent

    Hast du Stimmkommandos für die verschiedenen Übungen? Hältst du die Gerte unterschiedlich? Vielleicht musst du auch deine Körperposition verändern. Für eine Volltraversale würde ich z. B. weiter hinten stehen und gerade auf den Rumpf des Pferdes zugehen, Fusspitzen in Bewegungrichtung des Pferdes. Zudem würde ich die Gerte möglichst parallel zum Rumpf halten, etwa auf Höhe des Knies. Die den Strick haltende Hand evtl. etwas anheben, wenn das Pferd nach vorne weglaufen will. Fürs Übertreten würde ich persönlich die Gerte etwas tiefer halten, und eben so, dass sie nur auf die Hinterhand zeigt, etwa auf Sprunggelenkhöhe. Wenn das Pferd sich gar nicht biegt, kann auch ein Fingerzeig oder Antippen an der Gurtlage helfen.
     
  8. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    also wenn das Schenkelweichen klassisch und ordentlich vorwärts seitwärts gefordert wird und nicht gerade "bis zum Erbrechen" geübt wird. Zudem Hinterhand-aktivierende Lektionen mit eingesetzt werden, sehe ich das Problem "Pferd tritt später nicht mehr unter Schwerpunkt" überhaupt nicht.

    Ganz ehrlich. Ich bin früher selbst bis M-Dressur erfolgreich geritten. Hatte sehr viel Unterricht bei noch wesentlich erfolgreicheren Trainern - aber das ist mir in der Form "neu". Klar hört man das immer wieder. Aber wie so oft kommt`s immer auf die Dosis an und auf die gesunde Mischung mit anderen Lektionen.

    Da hätte ich mit der Volltraversale schon eher meine Bedenken, denn da gehts ja nur noch seitlich. Und gar nicht mehr Richtung Schwerpunkt.
    Gut, es fördert Gehorsam. Und macht vielleicht auch elastisch. Aber wenn man bei Schenkelweichen schon Bedenken hat...

    Wo meiner ERfahrung nach manche Pferde nach zu viel Schenkelweichen eher Probleme haben, ist mit der in regulären Traversalen geforderten Längsbiegung. Da ist dann oftmals schon das Können des Reiters gefordert...

    Aber nochmal zu deinem ursprünglichen Problem. Ich denke, grundsätzlich kannst du das verbessern, indem du die berühmte Zehntelsekunde vorher schon ahnst, wie dein Pferd gleich reagieren wird. Und das schon korrigierst, bevor es ausweicht. ALso den berühmten Tick schneller als dein Pferd...
     
Thema: Schenkelweichen/Volltraversale