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Schubsen und Kopfschlagen

Diskutiere Schubsen und Kopfschlagen im Pferdeflüsterer Forum; Ich habe ein Problem mit einem Wallach, den ich seit neuestem reite. Erstmal etwas allgemein über ihn: Die Besitzerin kommt fast nie (habe sie in...

  1. Florine

    Florine Neues Mitglied

    Ich habe ein Problem mit einem Wallach, den ich seit neuestem reite. Erstmal etwas allgemein über ihn: Die Besitzerin kommt fast nie (habe sie in den 5 Monaten, die ich im Stall bin noch nie gesehen), hat mir aber erlaubt ihn ab und zu mit ins Gelände zu nehmen. Bisher wurde er also mindestens 5 Monate nicht geritten, wenn nicht noch länger. Höchstens ein Mal im Monat von jemandem geputzt. Das heißt er hat kaum richtigen Umgang gehabt mit Menschen in letzter Zeit und steht von früh bis Abends auf der Koppel. Er ist ca. 5-6 Jahre alt. Bis jetzt war ich zweimal mit ihm im Gelände, wo ich an manchen Stellen auch noch meine Probleme mit ihm habe. Aber nun zum eigentlichen Problem: Wenn er stillstehen soll und ich neben ihm stehe fängt er an mich zu schubsen mit seinem Kopf, mir in die Seite zu boxen, sich an mir zu reiben, aber das wirklich heftig. Teilweise habe ich schon mein Gleichgewicht verloren und selbst als ich am Boden lag hat er weiter gemacht. Auch wenn ich seinen Kopf wegstoße und laut und deutlich "Nein" sage. Manchmal läuft er dann sogar hinter einem her, wenn man weggeht und versucht es weiter. Erstmal frage ich mich, warum er das macht? Bettelt er, ist es einfach nur Ungeduld mal stehen bleiben zu müssen oder etwas ganz anderes? Und zweitens: Was kann ich am besten dagegen machen?
    Mit seinem Kopf bin ich aber immer etwas vorsichtig: Er ist recht kopfscheu, lässt sich ungern da anpacken, aufhalftern oder trensen. Ich weiß natürlich nichts über seine Vorgeschichte.

    Ich hoffe auf gute Ratschläge.

    Liebe Grüße, Florine
     
  2. Urmel

    Urmel Guest

    hallo,

    ich glaube bei dem Pferd ist es ein Dominanzproblem und er will dich testen. Ich kenne das von neunen Pferden mit denen ich immer zu tun habe, ganz viele machen am Anfang solche sachen z.B rumschubsen, beißen, ect. um einfach zu testen wie weit man geht-dabei musst du dem Pferd sofort deine Grenzen aufzeigen damit DU der Chef bis und nicht das Pferd!

    Ihr kennt euch ja auch so gut wie nicht und hattet nie was miteinander zu tun, daher ist es auch eine Vertrauensfrage!

    Es wäre natürlich gut zu wissen was in seiner Vorgeschichte war und warum er auch allgemein so Kopfscheu ist-vll hat es mit dem einen zusammenhang z.B Zahnprobleme oder Rückenprobleme..hmmm...aber das weißt du ja selber auch nicht!

    Könnt ihr nicht mal einen TA draufschauen lassen, die Besi wird das wohl auch nicht wissen wenn sie mit dem Pferd nichts zu tun hat...

    Vll macht du mal Bodenarbeit in sachen Dominanz und Vertrauen-hilft vll ganz gut:)

    Urmel
     
  3. beate

    beate Inserent

    Hallo Florine,
    ganz einfach - schau', dass er immer einen so grossen Abstand zu Dir hat, dass er dies NICHT machen kann. Er sollte Deine "Intimsphäre" wahren lernen; dann hat er keine Möglichkeit, sich an Dir zu reiben und zu schubsen.
    Sein Verhalten kann auch gut eine Übersprungshandlung sein; dies ist aber aus der Ferne schlecht zu beurteilen.
    Gruss
    Beate
     
  4. Katrin

    Katrin Inserent

    Ich schließe mich Beate an. Um das durchzusetzten musst du ihn immer wieder zurückschicken, in dem du dich umdrehst und ihn energisch rückwärtsrichtest, seitwärts geht auch, hauptsache er weicht dir aus. Was du auch versuchen kannst, ist, wenn er dir zu nahe kommt, drahst du dich schnell mit deinem Rücken zu ihm und reisst ganz schnell deine Schultern zurück. Nicht die Arme, nur die Schultern. Das dürfte ihm sagen, dass du (wie in der Herde auch) gleich "zutrittst", wenn er näher kommt. (Ist übrigends ein Tipp aus diesem Forum, hat bei mir gut funktioniert). Ansonsten immer den Kopf energisch wegschieben, immer konsequent bleiben, dann wird er es bald kapieren. Musst ihn ja nicht auf die Nase hauen oder so, nur wegschieben.

    Liebe Grüße
     
     
  5. ♥Katha♥

    ♥Katha♥ Inserent

    ich würde auch sagen es liegt daran, dass er kein rezpekt hat. er glaubt er kann alles machen. das muss man ihm klar machen.
    man kann das üben. z.b. beim führen, da ist auch immer die frage der dominaz. wer geht vor? wer gibt das tempo an? -DU.
    übe einfach mit ihm schritt zu gehen und dann bleibst du stehen (am anfang noch halt oder steh sagen, sollte einheitlich sein) und dann mit der schulter "kicken" er muss neben dir aber oder noch besser neben der schulter stehen bleiben. wenn er nicht anhält, was am anfang so sein wird, dann lass ihn rückwärtsgehen. notfals auch schieben, bis du sagst er darf wieder anhalten, nicht nur wie weit er will. <-wichtig! dann wieder weitergehen und immer wieder. nicht immer an den gleichen stellen. Dann weiß er das schon und hält von alleine an deser stelle an.
    der strick sollte auch nachher durchhängen können. eigentlch auch schon am anfang, aber ich nehe an, er wird dann einfach weiter laufen und dich nicht seh beachten. sonst musst du mit trense führen und später aufs halfter umsteigen.
    er wird verstehen, dass er auf dich hören muss.
     
  6. Florine

    Florine Neues Mitglied

    Vielen Dank für eure Tipps. Ja, jetzt wo ihr sagt, dass es ein Dominanzproblem ist, wird es mir auch klar. Er testet mich auch während des Reitens ziemlich oft aus, was aber gestern schon besser war. Er merkt, dass er mit seinen Sperenzchen nicht sehr weit kommt.

    @Urmel: Das mit dem TA ist leider nicht so einfach, da ich ohne das Einverständnis der Besitzerin ja keinen holen kann. Und der ist das alles vollkommen egal. Es könnte natürlich auch sein, dass er mich beim halftern, trensen etc. auch einfach nur testen will. Was mir nämlich wahrscheinlicher vorkommt, da er sich sonst dort problemlos anfassen lässt. Ich warte jetzt erstmal ab und versuche das mit ihm zu üben. Wenn es nicht besser wird, kann ich immer noch entscheiden.

    Bodenarbeit mit ihm zu machen, habe ich mir auch schon überlegt. Nur weiß ich da nicht so recht, was für Übungen sich am besten eignen. Werde mir wohl am bestem mal ein Buch dazu kaufen, denn ich will nicht einfach "irgendwie, irgendwas" machen. Zudem habe ich mit Bodenarbeit bis jetzt noch nicht sehr viele Erfahrungen gemacht.

    @beate: Was meinst du mit "Übersprungshandlung"?

    @Katrin: Das mit dem Wegschieben habe ich gestern schon mit ihm fleißig probiert. Er hatte es nicht so wirklich verstanden, kam alle Sekunden immer wieder mit der Nase an, aber wenn ich das weiterhin konsequent durchziehe, müsste er das ja irgendwann verstehen. Ansonsten danke für deine Ratschläge. Werde ich mal ausprobieren.

    @Katha: Das Führen habe ich gestern schon auf dem Platz mit ihm geübt. Lief eigentlich ganz gut - ok, es war auch nach getaner Arbeit, da war er wohl schon etwas müde. Führen lässt er sich allgemein ganz gut,lässt sich vom Tempo gut regeln, bleibt auch stehen, wenn ich das will. Gestern habe ich ihn anfangs nur kurz halten lassen und dies dann gesteigert. Sobald er während des Stehens angefangen hat mich zu schubsen, habe ich seinen Kopf weggeschoben und gewartet bis er einige Sekunden stillstand. Erst dann bin ich weiter.

    Was gestern aber auch interessant zu beobachten war: Ich habe versucht seine Schubserei und ihn einfach mal zu ignorieren und mich einen Meter von ihm entfernt hingestellt. Was tat er nach ein paar Sekunden? Er hat mich in Arm gezwickt. Jetzt weiß ich also, wie weit er geht...

    LG Florine
     
  7. beate

    beate Inserent

    Hallo Florine,
    eine "Übersprungshandlung" ist ein Verhalten, das zum Stressabbau benutzt wird. Das Tier muss nicht mal äusserlich gestresst erscheinen, denn es benutzt genau dieses Verhalten als Ventil in den immer gleichen Situationen (auftrensen, stehenbleiben,...).
    Florine, wenn er die Möglichkeit hat, Dich in den Arm zu zwicken, so steht er eindeutig noch zu nahe bei Dir. :wink2: Und nicht DU sollst Dich auf gewisse Entfernung von ihm hinstellen, sondern Du solltest Deinen Standpunkt behalten und IHN von Dir wegstellen. Dies ist ein riesengrosser Unterschied. Denn im ersten Fall behält er seine Position und Du weichst ihm aus (suchst Dir eine neue Position). Solange Du ihn am Strick (Zügel) hast, solltest DU das Sagen haben, und er sich bewegen :wink2:.
    Anstatt ihn immer wieder zu korrigieren, wenn er zu nahe bei Dir ist, solltest Du ihn etwas entfernt von Dir hinstellen, genau beobachten, und ihn sofort - beim kleinsten Anzeichen - korrigieren, sobald er Anstalten macht, sich Dir zu nähern. Nicht erst korrigieren, wenn er mit der Nase schon bei Dir einschlägt. Recht schnell wird er dann verstehen, WO sein Platz ist, und dass er diesen möglichst nicht verlassen sollte - bzw. wo Deine Intimsphäre beginnt.
    Gruss
    Beate
     
  8. Florine

    Florine Neues Mitglied

    @beate: Ja, das habe ich kurz danach dann auch bemerkt. Ich habe mir auch noch mehrere Beiträge im Internet zu dem Thema durchgelesen und bin dazu gekommen, dass ich wohl grundlegend an mir etwas ändern muss, vorallem an meiner Körpersprache und Konsequenz.

    Dienstag habe ich aber etwas großes geschafft. Ich habe einen "Join Up" oder wie immer man das auch nennen sollte, mit ihm gemacht. Ich denke, es ist eine gute Übung für Dominanzprobleme, was natürlich nicht alle Probleme löst. Er hat mich danach als "Ranghöher" akzeptiert und ist mir mit dem nötigen Abstand gefolgt. Ich habe danach wieder Führen/Halten geübt. Er hat den Abstand, dem ich ihm vorgab, eingehalten, nicht geschubst oder mich angerempelt, blieb nach kurzer Zeit sogar schon nur auf das Kommando "Halt" stehen. Auch das Trensen und Aufhalftern lief plötzlich problemlos. Anscheinend lag es doch an dem Dominanzproblem. Außerdem habe ich ihn noch nie so verschmust erlebt (ohne das er mich kopflos angerempelt hat!). Ich war überrascht, was sich durch etwas Bodenarbeit und Training doch schon alles ändern kann.
    Heute werde ich das wieder ein bisschen mit ihm üben und wenn die grundlegenden Dinge klappen auch einen Schritt weiter gehen. Ich bin gespannt, wie es heute wird.

    Liebe Grüße und danke schon mal für eure bisherige Hilfe, Florine
     
  9. ♥Katha♥

    ♥Katha♥ Inserent

    man sieht, dass du es ernst meinst und dich anstrengst.
    an dieser stelle mal ein dickes lob.
     
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