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Schulpferd läßt sich extrem schlecht auftrensen. Tipps und Ratschläge erwünscht ;)

Diskutiere Schulpferd läßt sich extrem schlecht auftrensen. Tipps und Ratschläge erwünscht ;) im Pferde Allgemein Forum; Hallo zusammen! Da ich im mir im Moment kein eigenes Pferd leisten kann und keine geeignete RB für mich finde, nehme ich einmal die Woche...

  1. Halloauchhier

    Halloauchhier Gesperrt

    Hallo zusammen!

    Da ich im mir im Moment kein eigenes Pferd leisten kann und keine geeignete RB für mich finde, nehme ich einmal die Woche Reitunterricht in einem Reitstall in meiner Nähe.
    So weit so gut.
    Die Stute ist eine 16 jährige Hannoveraner Deern, recht gut ausgebildet und artig im Umgang.
    Sie hat aber eine ganz blöde Macke: Beim Auftrensen läßt sie einen am langen Arm verhungern, im wahrsten Sinne!
    Die Zügelschnallen öffne ich, so brauche ich die nicht über ihren Kopf zu bekommen.
    Das war es aber auch schon. Die Stute ist 1,70m groß, ich nur 1,67m. Entweder zieht sie den Kopf bis zur Decke, oder drückt ihn mit aller Macht in die Arme oder den Körper des Reitschülers. Die Leckerchentricks kennt die Stute ALLESAMT! Habe auch schon das Kopfstück aufgeschnallt und versucht zuerst das Gebiss und vorsichtig das Kopfstück dazuzuschnallen. Nix! Auch ein beherzter Griff auf die Nasentrompete mit gleichzeitigem heranziehen des Kopfes quittiert sie mit einem gewieften Trick, indem sie ihre Nase in den Körper bohrt. Sie ist dabei nie böse.
    Der RL und Besitzer meint sie verarscht & testet mal gerne. Super! Ganz große Reitschüler und der Chef selber haben keine Probleme. Die Zähne werden regelmäßig gemacht, auch sitzt das Gebiss gut.
    Man darf dieser Stute aber auch nicht zu ruppig kommen. Aufgrund ihres hohen Vollblutanteils ist sie sehr sensibel und reagiert sofort auf Körperkontakt und Stimme. " Mal einmal durchsetzen "...leichter gesagt als getan. Heute ging es gar nicht. Habe mir dann Hilfe geholt. Was damit endete, das die Stute einmal rückwärts durch die Stallgasse marschiert ist. Sowas darf einfach nicht sein. Bei mir blieb sie wenigstens noch stehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit war die Trense dann endlich an ihrem Kopf. Die Stute steht dann auch ganz artig und läßt es zu das die Riemen verschnallt werden. Kein Scheuern, gähnen, Kopfschlagen, Schütteln...
    das macht die Stute seit Jahren so.

    Habt ihr vielleicht DIE zündende Idee wie man das stressfreier angehen kann?

    Lieben Dank schonmal!

    Bunte Grüße!
     
  2. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Hey Halloauchhier,

    obs jetzt "DIE zündende Idee" ist, wage ich zu bezweifeln :wink:, aber mein Ansatz wäre, die Stute mal nur zum Auftrensen zu besuchen - sofern Dir das erlaubt ist.
    Auf die Stallgasse, putzen, dann lange am Mähnenkamm oder Hals oder Brust kraulen - so, wie sie es mag, so, daß sie entspannt.
    Dabei die Trense entweder schon am Anbindehaken hängen haben, so daß sie sie sieht, oder die ganze Zeit in der Hand / über der Schulter tragen.
    Dann die Trense an den Kopf hernführen - und wieder so lange kraulen / massieren, bis sie die Rübe wieder runterlässt.
    Und dann so weiter - mini-Schritte mit Massage, sozusagen. :wink:

    Wenn sie es dann irgendwann zulässt, nur das Reithalfter einfach einmal ganz über den Kiopf auf den Hals ziehen - einfach nur, daß sie sich an das Rüberziehen gewöhnt.
    Wieder kraulen.

    Ruhig erstmal ohne Gebiß.

    Später dann vielleicht mit Honig am Gebiß und einlegen.

    Schritt für Schritt. :wink:


    Klar, ist nicht das erwartete "einmal durchsetzen und dann..." - aber so würd ich es bei einem Schulpferd halt versuchen.


    LG, Charly
     
  3. Halloauchhier

    Halloauchhier Gesperrt

    Dankeschön ;)

    Sie nimmt den Kopf sofort runter wenn man leichten Druck auf´s Genick/Nacken ausübt.
    Macht sie ganz wunderbar. Man kann dann auch an sie dicht heran, wie gewohnt den Zaum mit rechts und das Gebiss mit links um sie aufzutrensen. Sie läßt einen auch in dem Glauben...wirklich eine 100stel Sekunde später ist der Kopf im Himmel.
    Versucht man es anders und man meint man müßte das Gebiss jeden Moment im Maul haben, drückt sie mit Atü die Nase in Richtung Leber. Man hat null Chance.
    In Sachen Honig, Apfelmus, Banane... sie WEIß das da am Gebiss was dran ist, das ist ja die Krux! Ich habe ja geschrieben, das sie JEDEN Leckerlie Trick kennt. Sie lutscht das prima ab und sobald man nur Anstalten macht das Kopfstück drüberzuziehen, war es das auch schon wieder.

    Hatte schon überlegt, sie kurz anzubinden und sie so aufzutrensen. Mit Halfter drunter. Da kann sie ja mit dem Kopf nirgends ausweichen. Hm. Ansonsten bin ich mit meinem Latein am Ende.
     
  4. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter



    Haste halt das Risiko, daß sie dennoch versucht, wegzuziehen - aufhängen, Panik, Halswirbel verklemmt...
    Wär nicht so meins. ;-)


    Ich meinte mit meiner Methode eben genau keinen TRICK, kein AUSTRICKSEN, sondern wirklich eine Zeit- & Beziehungsinvestition.
    Damit hast Du Dich zwar nicht "einmal zack durchgesetzt", aber eventuell AKZEPTIERT sich Dich dann genauso wie die Leute, von denen sie sich trensen läßt. Findet Dich halt durch die Massage und die Zusatzzeit angeneehm, und nimmt dann das Übel Trense in Kauf.
    So hatte ichs gedacht, vielleicht nicht genau genug ausgedrückt. :wink:


    LG, Charly
     
     
  5. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Hast du schon mal versucht, die Zügel über den Kopf zu ziehen, während sie noch das Halfter aufhat, dann Halfter runter, aber mit der rechten Hand weiter die Nase "halten", also nicht richtig fest, aber dran bleiben. Dann das Gebiss ins MAul schieben, dabei nie mit der rechten HAnd den Nasenrücken verlassen! Wenn das klappt , Trense über die Ohren ziehen.Wir hatten früher einen riesigen Wallach im Schulbetrieb, und ich war noch recht klein ,12 o. 13, da hatte das immer funktioniert. Ich würde auf keinen Fall trensen , ohne die Zügel um den Hals zu legen. Auch würde ich die Zügel nicht öffnen, denn das ist ja dann schonmal ein erster KAmpf, den die Stute gewinnt.
     
  6. Berliner_Reiter

    Berliner_Reiter Inserent

    Da es nicht dein Pferd ist, sind die Möglichkeiten ja schonmal begrenzt..

    Aber falls jemand ein bisschen Geld investieren wollen würde, hätte ich eine Idee.

    Vielleicht würde so eine Wanderreittrense helfen. Das ist doch einfach nur ein Halfter, in das man ein Gebiss einschnallen kann. Dann könntest du sie quasi "halftern" und das Gebiss erst in der Halle/ Platz einschnallen.

    Dann würde sie das Gebiss nicht mit Putzen und Trensen in Verbindung bringen?


    Hier mal ein Bild:

    Den Anhang 14075 betrachten
     
  7. Halloauchhier

    Halloauchhier Gesperrt

    Die Krux ist ja, das täglich viele an ihr rum zerteln.

    Den Besi und die beiden anderen kennt sie seit vielen Jahren.
    Das sind Vollprofis die die Stute auch in Springturnieren reiten.

    Klar kommen erst die Zügel drüber und dann erst das Halfter ab. Sie duldet auch die Hand auf dem Nasenrücken.
    Wanderreithalfter sind mir bekannt. Aber der Besi würde das ganz sicher nicht kaufen. Bin mir auch nicht sicher ob das was bringt.
    Die Schulferde laufen alle mit kombiniertem RH. Möchte mich da nicht einmischen.

    Hatte die Trense geöffnet und jeweils versucht das Kopfstück oder das Gebiss zuerst anzulegen...Pustekuchen.


    Überlegt hatte ich es auch schon einfach mal zu fragen ob ich nur so zwischendurch mal kommen darf um sie zu putzen.
    Und halt das auftrensen mit ihr anders gestalten. Im Grunde hat Charly schon recht, das ist auch so mein Gedankengang.
    Ich werde den Besi nächsten Donnerstag einfach mal fragen wie stark die Stute so frequentiert ist und ob ich zwischendurch an Leerzeiten mal reinkommen kann.
     
  8. Streunerin

    Streunerin Inserent

    .. wie veile Unterrichtsstunden am Tag muss sie denn laufen???
     
  9. Halloauchhier

    Halloauchhier Gesperrt

    Das ist unterschiedlich.
    Mittlerweile wird sie wohl nicht mehr so gerne von den Schülern geritten, weil sie halt ein hyperwaches Naturell hat und sehr guckig ist. Sie geht halt flott vorwärts. Und das Ding mit dem auftrensen tut sein übriges. So ca. sechs, machmal sieben Tage, davon an zwei Tagen zwei Reitstunden. Sie wird aber auch von Profis im Gelände gearbeitet, völlige Anfänger kommen gar nicht an sie ran. Die haben ja noch wesentlich mehr Schulpferde/Ponys.
    Aber in Summe gesehen sechs bis acht verschiedene Leute sind es halt. Dann das Stallpersonal.
    Bei sensiblen Pferden reicht das dann schon.
    Über die Jahre gesehen mag sie das nerven. Es gibt halt Pferde die stumpfen ab, aber die Stute nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Feb. 2012
  10. Streunerin

    Streunerin Inserent

    Puh 5 Tage die Woche hartes Training und noch 2 Tage Reitunterricht mit jeweils 2 Reitstunden find ich ziemlich viel. Aber so ist es leider an Schulreitställen meist ich weiß ;( ...

    Wie wird sie denn sonst gehalten?

    Vermutlich denkt sie sich nur: OCH NÖ NICH SCHON WIEDER!! Aber ist einfach zu lieb um sich wirklich ernsthaft zu wiedersetzen.

    Ich bin der Meinung ein Pferd muss wenigstens einen Tag in der Woche NICHTS machen müssen und nur auf der Weide sein.
    Ansonsten täglich mindestens 4 Stunden Weide und nicht jeden Tag Training sondern auch mal gemütlich ohne Forderungen ins Gelände.
     
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