1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Schweif einkneifen, Kopf hoch und versuchen zu flüchten - was passt dazu?

Diskutiere Schweif einkneifen, Kopf hoch und versuchen zu flüchten - was passt dazu? im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Ich erstelle dieses Thema, weil ich hoffe, daß hier möglichst viele Ideen und Erfahrungen zusammenfliessen könnten. Worum es geht: Unser...

  1. Steampunkpony

    Steampunkpony Mitglied

    Ich erstelle dieses Thema, weil ich hoffe, daß hier möglichst viele Ideen und Erfahrungen zusammenfliessen könnten.

    Worum es geht: Unser 6-jähriger ist ein Schatz vom Boden aus. Horsemanship, Equikinetik, Zirzensik, Spazieren, einfach Blödsinn machen - alles geht, er freut sich auf mich, erkennt mein Auto, kommt freudig durch die Herde zu mir zum Zaun. Best Buddy ever....

    Wir haben 2 mal quasi so getan, als hätten wir einen rohen Wallach, der gar nichts kennt und das Anreiten in Micro Schritten vorgenommen. Ausschliesslich mit positiver Verstärkung, kleinsten Trainingseinheiten. In diesen 2 Jahren ist ihm niemals etwas schlimmes wiederfahren, was davor war, weiß ich nicht. Er wurde angeritten und kam über einen Händler vom Züchter.
    Auffällig schon immer: extreme Sensibilität. Lt. Bluttest Allergie gegen Frühblütler und Getreide, Hyposensibilisierung war erfolgreich und er ist total symptomfrei.

    Problem: immer wieder nach einigen Wochen im Reittraining kneift er den Hintern ein, streckt den Kopf weg und versucht zu fliehen. Kein Buckeln, kein Steigen ... aber eine extreme Senibilität bei der kleinsten Reiterbewegung. Dieses fliehen ist so heftig, so gefährlich und aktuell ist er in einer ganz akuten Phase. Er läßt aufsteigen, aber dann geht nichts mehr und man hat das Gefühl er steigert sich da hinein. So ist er praktisch absolut unreitbar.
    Entlang der jetzt einjährigen Ausbildung gab es wenige Momente ein entspanntes Pferd unter dem Reiter zu haben. Mehr als zu versuchen im Schritt zu bleiben, ein wenig traben, geht einfach nicht. Man sitzt auf einer explodierenden Kanone.

    Wir üben seid 2 Jahren mit Trainer, haben den 6. Sattel vom Sattler in 1,5 Jahren. Tierärtze kamen, Zähne gemacht, mit Hufschmied geschaut.... Osteo hatte ich auch schon da, immer ohne Befund. Schlussendlich habe ich ihn in Beritt gegeben und die Profireiter sind sich nach 8 Wochen einig: das stimmt was ganz und gar nicht. Entweder psychisch oder anantomisch.

    Heute wird erneut geröngt, geforscht und mit einem weiteren, unabhängigen neuen Tierarzt gemeinsam mit Bereiter und Trainer überlegt.

    Wem kommt das bekannt vor?
    Was habt ihr gemacht, bzw. was war die Lösung?

    Ich bin wirklich recht verzweifelt. Es ist mein 3. Pferd in meinem Leben und vom Charakter der allerliebste Kerl. Weder schreckhaft noch sonst etwas. Ich habe seit 30 Jahren Pferde, aber sowas kenne ich nicht, will auch noch nicht aufgeben.

    Ich danke Euch für konstruktive Beiträträge und Ideen.
     
  2. emmaxx

    emmaxx Bekanntes Mitglied

    Bin gespannt, was beim Röntgen herauskommt.

    Ansonsten ... vielleicht doch zu viel zu schnell gewollt, dass er einfach irgendwann mental aussteigt?
    Wie benimmt er sich denn bei anstrengender Longen-Lauf-Arbeit?
     
    Steampunkpony gefällt das.
  3. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    Hosenattrappen-Dummy probieren?
    Wenn der geht, muss es eher das Gewicht als die Bewegung obendrauf sein
     
  4. emmaxx

    emmaxx Bekanntes Mitglied

    Weltenwanderer .... NEIN!!! Macht das tatsächlich noch jemand??
    DAS ist ja GRUSELIG!!!
    Und entweder ist das Pferd hinterher "gebrochen" oder total traumatisiert ... nee, im Leben nicht irgendwas "Totes" am Pferd herumhängen lassen ... auch dieses Steigbügel herunterhängen lassen beim Longieren, total bekloppt.
    Sorry ... aber sowas geht in meinen Augen alles gar nicht!
     
     
  5. CSantana

    CSantana Bekanntes Mitglied

    Wenn du sagst er wird geröntgt, meinst du damit die Wirbelsäule?
     
  6. aquarell

    aquarell Inserent

    … oder wie bei dem einen Fall mit einer Stute wäre der Reiter tot gewesen, weil sie gezielt nachgetreten hatte, als der Dummy abgeschossen wurde. Vor dem Dummy selber hatte diese keine Angst, der durfte auch auf ihrem Rücken sitzen. Und als wir ihn breitbeinig wie ein Hampelmann in die Box gehängt hatten, ist sie problemlos zwischen seinen Beinen durch und hat gefressen. Die Stute war weder gebrochen noch traumatisiert.
    Reiten konnte man sie aber trotzdem nicht, weil sie jedes mal gebockt und nachgetreten hatte. Hinzu kam, daß eine Infektion in jungen Jahren wohl ihre Gelenke in Mitleidenschaft gezogen hatte.

    Ablongieren bei unerfahrenen Pferden mache ich auch mit hängenden Bügeln, um das Pferd an das bewegende Bein zu gewöhnen.
    Und weil wir auch teilweise Kutsche fahren ist es essentiell, daß die Pferde nicht auf Zugsträne, Schere, Deichsel reagieren, wenn diese an ihren Bauch oder Beine kommen.

    Mich würde bei Deinem Pferd ja auch interessieren, was das Rö des Rückens und der HWS ergibt. Ich tippe, daß dort die Ursache des Problems liegt.
     
    sarah2010, Trin, ayla-fan und 2 anderen gefällt das.
  7. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    @ulrike twice - das klingt ein bißchen wie Bela, oder?
    Kannst Du hier helfen?


    LG, Charly
     
    ulrike twice gefällt das.
  8. emmaxx

    emmaxx Bekanntes Mitglied

    So ein Dummy wird ja normalerweise festgebunden ... und hampelt/stößt damit unkontrollierbar am Pferd herum.

    Gewöhnung an Reiterbeine, Zugstränge, Deichseln, Peitschen usw. geht auch anders ... dauert nur vielleicht länger.
     
  9. aquarell

    aquarell Inserent

    na ja, die Zugstränge müssen ja nun irgendwie an den Bauch gelangen und irgendwann geht das Pferd vielleicht auch an der Schleppe.
    Mir ist es lieber, meine Pferde lernen irgendwann, daß unerwartete Berührungen an Bauch, Hals, Flanke oder auch zwischen den Beinen nichts schlimmes ist, als daß es zu einem Unfall kommt.

    Im übrigen, der Dummy war zwar festgebunden, er hatte sogar extra schwere mit Sand gefüllte Stiefel an, die an den Steigbügeln angebunden waren und diese am Gurt fest, so daß seine "Beine" nicht unkontrolliert schlackern konnten. Es konnte sich lediglich eine kurzer Oberkörper bewegen.
    Und bei dem Bocken wäre man auch als geübter Reiter nicht mehr unbeweglich im Sattel geblieben.

    Ich wollte ja auch nur damit ausdrücken, daß ein Dummy nicht ein Pferd "brechen" muß oder traumatisiert. (Und besser ein Dummy wird abgebockt als daß ein Reiter zeitlebens im Rollstuhl verbringt.) Es gibt nun mal Pferde, die nicht geritten werden wollen.
     
    ulrike twice und Trin gefällt das.
  10. emmaxx

    emmaxx Bekanntes Mitglied

    Sorry, aber das erkenne ich auch ohne div. Rodeoeinlagen ... aber theoretisch verstehe ich schon, was Du meinst ... aber ich bin da vielleicht etwas konsequent in der Denkweise.

    Drücken wir jetzt erstmal Steampunkpony die Daumen, dass es therapierbares gefunden wird :)
     
    Steampunkpony gefällt das.
Die Seite wird geladen...

Schweif einkneifen, Kopf hoch und versuchen zu flüchten - was passt dazu? - Ähnliche Themen

Schweifschiefhaltung
Schweifschiefhaltung im Forum Pferde Allgemein
Schweifwachstum
Schweifwachstum im Forum Haltung und Pflege
Offene Stellen unterm Schweif
Offene Stellen unterm Schweif im Forum Äußere Erkrankungen
Schweifrübe senkrecht hoch nehmen
Schweifrübe senkrecht hoch nehmen im Forum Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates
Juckreiz Mähne Schweif - Krustenbildung - Tierarzt ratlos - Hiiilfeee
Juckreiz Mähne Schweif - Krustenbildung - Tierarzt ratlos - Hiiilfeee im Forum Äußere Erkrankungen
Thema: Schweif einkneifen, Kopf hoch und versuchen zu flüchten - was passt dazu?