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Schwierigkeiten beim Linksgalopp

Diskutiere Schwierigkeiten beim Linksgalopp im Allgemein Forum; Hallo Leute, mein 4 jähriger Wallach hat totale Schwierigkeiten mit dem Linksgalopp!!!! Also, auf der linken Hand ist von Anfang an seiner...

  1. Paulinchen

    Paulinchen Inserent

    Hallo Leute,

    mein 4 jähriger Wallach hat totale Schwierigkeiten mit dem Linksgalopp!!!!

    Also, auf der linken Hand ist von Anfang an seiner "schlechtere Seite". Auch an der Longe fällt es ihm schwer direkt richtig anzugaloppieren. Meist ist es so, dass er entweder erst komplett im Außengalopp anspringt, dann direkt vorne umspringt und erst über Tempo auch hinten umspringt. Manchmal springt er vorne auch direkt richtig an, hinen aber nicht, dann auch erst wieder über Tempo. In der letzten Zeit haben wir es immer mal wieder hinbekommen, dass er mal komplett richtig angaloppiert, aber ich sage mal, eher zufällig. Er biegt sich links auch schlechter nach innen. Auch wenn man ihn innen kürzer ausbindet, bekommt er es immer hin sich trotzdem etwas nach außen zu biegen. Rechte Hand ist top. Super Biegung und immer richtiger Galopp. Naja und ihr könnt euch vorstellen: Unterm Sattel beim reiten fällt es ihm noch viel viel schwerer.

    Bin nun schon am Überlegen, ob ich mal eine Osteopathin nachschauen lasse. Er ist nämlich wirklich absolut nicht der Typ, der sich quer stellt, weil er was doof findet. Absolut nicht. Daran liegt es nicht. Klar, er ist jung. Aber wie soll ich weiterverfahren? Habt ihr Tipps? Möchte es absolut nicht über Druck machen.

    Gruß, Paulinchen
     
  2. Josy

    Josy "Mein Name ist Else. Ich bin Hypochonder." Mitarbeiter

    Hmm... Vielleicht wär es nicht schlecht, mal die Osteo drauf schauen zu lassen. Ist das schon immer so oder hat es sich verschlimmert in der letzten Zeit? Ich frage wegen deinem Thread mit den Taktunreinheiten - kann es damit zu tun haben? Oder es lag vorher schon etwas im Argen und das ist durch den Tritt gegen die Boxenwand noch verschlimmert worden?
     
  3. Dian

    Dian Neues Mitglied

    Kannst das natürlich nur korrigieren wenn das Pferd gesund ist, also das erstmal abchecken lassen.

    Lass die Ausbinder weg, das ist jetzt erstmal mein Tipp. Der Ausbinder wird das Problem nicht beheben und an der Longe kannst du das eh nicht rausarbeiten.
    Das musst du schon im Sattel korrigieren.
    Beim angaloppieren auf der linken Hand versuche mal rechts zu sitzen und damit ganz gezielt das linke vordere Bein zu entlasten.
    Das hilft vielen Pferden beim Einsprung, weil sich das entlastete Bein für den Galopp eher anbietet.
    Wenn gar nichts hilfst probier die "Koffersituation" (hierfür muss dein Pferd allerdings Renvers beherrschen
    Reite eine einfache Schlangenlinie. Nach dem Bogen, also auf dem Weg zurück zum Hufschlag, bieg das Pferd überdeutlich gegen die Bewegungsrichtung, in dem Fall also in die Mitte der Bahn und schick dabei auch die Kruppe raus.
    Das Pferd ist also mit dem ganzen Körper gegen Bewegungsrichtung gebogen, wenn du den Hufschlag erreichst setzt du dich ganz stark nach rechts und gib die Galopphilfe.
    Richtig geritten springen dadurch eigentlich die meisten Pferde richtig an (zumindest wenn du verstanden hast was ich hier erklärt hab, eigentlich brauch man dafür ne Zeichung :laugh:)
     
  4. Paulinchen

    Paulinchen Inserent

    Also das Linksgalopp Problem gab es schon vor der Geschichte mit dem Tritt gegen die Boxwand.

    Wie gesagt, Schwierigkeiten hatte er schon immer auf der linken Hand, schon gleich am Anfang. Dann vorm Einreiten letztes Jahr ging es aber sogar schon ohne Probleme. Leider kam dann eine Sehnenverletzung am linken Vorderbein dazwischen und er ist über ein halbes Jahr ausgefallen. Nun danach ist es besonders schlimm. Kann es durch die Sehnenverletzung sein, dass er sich eine "Schonhaltung" oder so angewöhnt hat?!? Man kommt ja schon auf wer weiß was für Ideen.

    Aber nun nach dem Boxwandtritt ist er wieder in Ordnung. Das hat keine Auswirkungen mehr.

    Gruß, Paulinchen
     
     
  5. Da der Galopp von hinten nach vorne gesprungen auf dem äußeren Hinterbein beginnt, halte ich den Tipp nicht für sonderlich hilfreich. Grade, wenn das Pferd eh hinten falsch anspringt.
    Das Pferd in den Richtigen Galopp zu scheuchen halte ich für absolut falsch. Hier hilft nur regelmäßiges Training und das bedeutet, jeden falschen Galopp SOFORT durchparieren. Immer wieder das angaloppieren üben und jedes KORREKTE Anspringen SOFORT stimmlich belohnen und dann nicht überfordern sonder zügig aufhören und das Pferd hierdurch belohnen.
    Ausbinden würd ich an der Longe auch nicht. Wird das Pferd überhaupt schon geritten?
     
  6. Paulinchen

    Paulinchen Inserent

    Ja er wird mittlerweile ganz normal geritten! Ansonsten ist auch alles perfekt - gibt es absolut nichts auszusetzen - im Gegenteil!!! Er ist ein Schatz!!!
     
  7. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hi,
    wenn tierärztlich alles durchgecheckt ist und dein Pferd hat keine körperlichen Gebrechen, würde ich dir empfehlen dein Pferd gleichmässig im Schritt und Trab zu Biegen, auch Konterstellung reiten. Wenn das gut klappt kannst du mit Schenkelweichen und Schulterherein anfangen. Wichtig ist, dass du dir Übungen aussuchst, die erfordern, dass dein Pferd das linke Hinterbein besser einsetzt: z.B. bei Vorderhandwendung nach rechts, Schenkelweichen nach rechts usw. Da muss er das linke Hinterbein benutzen um besser unter den Schwerpunkt zu treten und das lockert die Rückenmuskulatur, die er braucht um links ordentlich zu galoppieren. Dein Pferd hat auf der rechten Seite wahrscheinlich verkürzte Muskeln seitlich und die müssen erstmal langsam aufgedehnt werden. Am Galopp selbst würde ich erst wieder arbeiten, wenn er diese Übungen schön locker macht, alles andere verursacht nur Frust, weil er körperlich einfach noch nicht locker genug/ beidseitig gleich gut trainiert ist, bzw. die Muskelkraft besitzt um im Galopp die Balance zu halten.
    LG
     
  8. Dian

    Dian Neues Mitglied

    Darum geht es ja.
    Du sitzt absichtlich genau da wo das Pferd ansätzt mit dem Galopp, in diesem Fall rechts. Es ist für das Pferd leichter vorne richtig einzuspringen, wenn es auf dieser Seite kein Gewicht hat, gleichzeitig ist es schwerer hinten falsch einzuspringen, wenn das Gewicht des Reiters die Seite belastet wo das Pferdebein beim falschen (Rechtsgalopp)Einsprung ja eigentlich entlastet werden würde. (Gibt es einen Preis wenn man ein bestimmtes Wort ganz oft wiederholt?:twitcy: "Einsprung, einspringen, Einsprung....")
    Das Pferd nimmt mit dem Hinterbein das den Einsprung einleitet ja einmal sein komplettes Gewicht und das des Reiters auf, wenn das Gewicht des Reiters in dem Fall schon direkt an der richtigen Stelle ist wird es dem Pferd leichter gemacht. Diese Gewichtsverlagerung ist keine Riesenmanipulation in dem Sinne, sie gibt dem Pferd nur eine Idee indem ein Weg erschwert, der andere aber leichter gemacht wird.

    Weiß nicht ob sich das noch auf meinen Beitrag bezog, aber wo hab ich gesagt, dass man das Pferd in den Galopp scheuchen soll? Wenn es so klang hab ich es auf jeden Fall nicht so gemeint :)

    Gerade bei der Sache mit der Schlangenlinie hat man naturgemäß eher ein geringeres Tempo. Das das Pferd für diese Übung im Trab und im Schritt gut gymnastiziert sein muss ist klar, weil sie ansonsten gar nicht funktioniert.
    Bei uns wurde diese Methode immer bei Pferden benutzt, die von sich aus eher weniger gut im Galopp waren bzw. die den Galopp zu beginn gar nicht gezeigt haben. Bei manchen Gangpferden wie Isländern ist das der Fall.
    Mit denen musste man schon ewig gearbeitet haben ehe sie überhaupt auf irgendeiner Hand einen Galopp zeigten der nicht gleich in einen Pass überging.
    Dann nochmal soviel Zeit bis der Galopp als Gangart an sich mal aktzeptiert war und dann irgendwann bringt man mal die Idee ein "Hey, für die jeweilige Hand gibt es auch einen jeweils passenden Galopp, lass uns das mal ausprobieren."
    Das solche Probleme nicht in einer Trainingseinheit abgehandelt werden können und man meistens auch noch 10 Schritte zurück muss bevor man das eigentliche Ziel angehen kann...ist wohl den Meisten aus eigener leidvoller Erfahrung klar:twitcy:
     
  9. Nein, nein, das hat die TE so beschrieben und das halte ich für ganz unglücklich, um dem Pferd klar zu machen, was es tun soll.
     
  10. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Ich würde auf jeden Fall einen Gang runter schalten. Erstmal ganz intensiv an Stellung und Biegung AUF BEIDEN HÄNDEN in Schritt und Trab arbeiten.

    Erst, wenn das Pferd in diesen beiden Gangarten wirklich "bei dir ist", es also gut an deinen Hilfen steht (damit meine ich NICHT die Kopfhaltung!!!!! Sondern die Durchlässigkeit. Die Feinheit der Hilfen, auf die das Pferd nun schon reagiert.), würde ich anfangen mit Galopparbeit.
    Aber hier definitiv nur wenige Sprünge. Immer wieder neu angaloppieren. Erst mit der Zeit steigern.

    Wichtig ist, mit der inneren Hand auch "Platz" zu lassen. Dass das Pferd nach vorne springen kann mit dem inneren Hinterbein und auch Platz für die innere Schulter ist.
    Gut ist oft, erstmal Zirkelverkleinern zu reiten. Und im Moment des Angaloppierens ganz gerade und energisch nach vorne zu denken! Und auch den Moment gerade nach vorne zu reiten.

    Also aus einer klaren Biegung heraus nun wirklich Platz lassen und Platz machen für das innere Hinterbein!
    Energisch. Aber ohne zu eilen.

    Vom nach aussen setzen beim Angaloppieren halt ich übrigens auch nichts :nah:
    Man sollte sich zwar auch nicht zu intensiv nach innen setzen.
    Aber gerade überm Pferd bleiben mit Impuls von der inneren Hüfte ausgehend halte ich für angemessener.

    Kann aber acuh sein, dass ich dich falsch verstanden hab, Dian!??!!?

    Wobei ich, wie gesagt, die Galopparbeit erstmal noch eine Zeit hinten anstellen und statt dessen noch intensiver an der Durchlässigkeit, Elastizität, Stellung und Biegung in Schritt und Trab arbeiten.
     
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