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Sedation in der Rehaphase

Diskutiere Sedation in der Rehaphase im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Hallo ihr Lieben, meine Stute hatte vor 6 Monaten einen Anriss der tiefen Beugesehne und der Gleichbeinsehne im Hinterbein. Wir haben etliche...

  1. Hanniii.SA

    Hanniii.SA Neues Mitglied

    Hallo ihr Lieben,
    meine Stute hatte vor 6 Monaten einen Anriss der tiefen Beugesehne und der Gleichbeinsehne im Hinterbein. Wir haben etliche Wochen Boxenruhe, Klinikaufenthalt und Stoßwellentherapie und nun 8 Wochen Schritt führen mit wöchentlicher Steigerung von 5 Minuten hinter uns. Diese Woche hatten wir Nachuntersuchungstermin und ab sofort die Freigabe 1 Stunde Schritt reiten auf hartem Untergrund.
    Anmerkung: Meine Stute ist 8 Jahre alt und ein richtiges Kraftpaket. Sie ist generell sehr ausgeglichen (ohne Sattel und Trense ins Gelände kein Problem und am Turnier gibt sie immer 200%für mich ohne mit etwas vorweg zu nehmen) dennoch ist sie Stute und extrem dominant.
    Beim führen war sie immer wieder sehr stark, lies sich aber durch klare Signale gut händeln so dass ich weder Bachblüten noch Sedationsmittel benötigte.
    Habe mich heute dafür entschieden erstmalig wieder zu reiten und vorsichtshalber, meine Mama mit einem Führstrick ausgestatet und ihr einen Schlaufzügel zur normalen Trense mit rein.
    Die ersten 10 Minuten waren angespannt aber ruhig, die nächsten 10 Minuten wurde sie immer hektischer und reagierte immer weniger auf Hilfe weder von oben noch unten. Das Fazit war, auch durch beruhigen und klare Hilfen, die sie nicht mehr annahm, stieg sie vermehrt.

    Meine Frage nun:
    Was habt ihr für Erfahrungen mit Sedationsmitteln, ich möchte nicht das sie sich durch ihren Übermut (wieder) verletzt. Gerne auch Vorschläge oder Anmerkungen zu Pflanzlichen Mitteln oder mental Training? (Zirkuslektionen langweilen sie :D hab ich schon probiert, zumindest das was ohne Belastung auf die Hinterhand möglich war)
     
  2. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Ich würde erst mal 8 Wochen weiter führen, dann beginnt die Weidesaison und das Pferd wird ruhiger.
     
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  3. Hanniii.SA

    Hanniii.SA Neues Mitglied

    Koppel geht leider gar nicht bei ihr, da ist sie ein absolutes Monster, auch an der Longe. Jede Möglichkeit sich selbst frei und am besten in luftiger Höhe zu bewegen wird ausgekostet.
     
  4. Barrie

    Barrie Inserent

    Wie wird sie denn gehalten? Futter?
    Sedation würde ich immer mit dem TA besprechen. Meist wirken Beruhigungsmittel auch so, daß das Pferd nicht mehr volle Kontrolle über seine Bewegungen hat und sich dadurch oft unsicher fühlt. Das kann dann gesteigerte Aufregung zur Folge haben...
    Im Zweifelsfall müßt ihr da jetzt durch und es lohnt sich doch, wenn dann alles ausgeheilt ist.
    Barrie
     
    Butterblume :)) gefällt das.
     
  5. Hanniii.SA

    Hanniii.SA Neues Mitglied

    @Barrie Sie bekommt ganz normal Heu (früh und abend ein Heunetz, damit sie die ganzen Tag was zu tun hat und keinen Blödsinn macht) und eine Hand Haferfreies Müsli (2xtgl).
    Ist mit TA schon besprochen und wir haben auch schon eins mitbekommen. Wollte einfach wissen ob es vllt noch andere Möglichkeiten gibt bzw wie die Erfahrungen so sind.
     
  6. Butterblume :))

    Butterblume :)) Inserent

    Hey Hanni :)
    Wieso geht Koppel nicht?
    Trenn ihr doch ein ganz kleines Stück ab damit sie sich nicht austobt und sich erneut verletzt. Allein das gras fressen und die damit verbundene Beschäftigung könnte helfen....
     
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  7. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    ich glaube je eher du denkst, dass Koppel nicht geht und je weniger du sie sich frei bewegen lässt, desto schlimmer wird sie reagieren.

    Da sie jetzt bereits 6 Monate steht mehr oder minder, ist es ja klar... Bei aufkeimenden Frühlingsgefühlen eh.

    Ich denke, ich würde sie nach der Bewegung. Also nach Schritt führen oder Reiten einfach noch ein wenig auf einen kleinen abgetrennten bereich lassen. Wo sie evtl nicht so viel platz hat zum Rumtoben. Oder du bleibst in der kleinen Koppel mit am Führstrick die ersten male und lässt sie dort "grasen". Ich finde es schon wichtig, dass solche pferde die möglichkeit haben sich frei zu bewegen (jedes Pferd eigentlich).

    Mein Großer hatte auch mehrere Fissuren an der Tiefen Beugesehne. Nach sechs Wochen Boxenknast ging es aber sofort wieder auf die Weide. Keine Kleine, sondern eher groß. Dass wenn er mal tobt genug platz hat und keine abrupten Stopps machen muss. Der kannte aber die Weide natürlich auch schon. Und ja, auch der hatte Tage an denen er mal wild bockend umher flitzte. Aber die merken doch selbst, wenn es zu viel ist und schmerzt. Ich denke, sedieren ist da genauso falsch wie schmerzmittel geben. Denn wenn der Schmerz ausgeschaltet wird, dann wird es doch erst gefährlich. Bei Sedation reagieren die meisten hinzukommend total unterschiedlich. Meine Stute dreht voll auf, beim Versuch sie "leicht" zu sedieren. Die wird dann erst recht kribbelig.
     
  8. aquarell

    aquarell Inserent

    Du führst jetzt ca 30- 40 min. Was spricht dagegen mit ihr erst einmal weiter spazieren zu gehen und dann zum Ende sich mal rauf zusetzen und noch 10 min zu reiten? Und wenn sie sich dann nach und nach wieder besser darauf einläßt, dann kann man das Reiten ja tatsächlich auf 1h ausdehnen. Genauso kann man sich auch zwischendrin mal rauf setzen, etwas reiten und dann wieder führen.
    Wenn reiten gar nicht geht, dann bleibt einem nur 1h zu Fuß zu gehen.
     
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  9. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Ich hab zum "sedieren" gute Erfahrungen mit was total ungesundem gemacht: Malzbier. Allerdings - gerade wenn das Pferd noch steht, und leichtfuttrig ist, geht das durchaus auf die Figur...

    Ich habe mein Pferd mit seinen Sehnenschäden bis auf eine Ausnahme auch rausgeworfen. (die Ausnahme war der Sehnenschaden im Winter, da war nix mit Weide). Hat bei uns immer noch am besten geklappt. Dazu muß man eben aber auch passenden Boden haben, und alles, was Unruhe in die Herde bringt, ist ungünstig.
     
  10. gabi

    gabi Bekanntes Mitglied

    Schlaufzügel? Reitest du öfter damit? Kennt sie die? Ich könnte mir vorstellen, das sie die Schlaufzügel verbunden mit deiner Aufregung, und der Mutter die auch noch mit dabei war, gespürt hat. Alles war anders als sonst, und auch noch die angestaute Energie. Das Alter... die Jahreszeit usw.
    Mein Pferd hatte ja auch im Dezenber einen Sehnenschaden mit Ringbandbeteiligung. Mein TA hat mir gesagt, das man davon abkommt die Pferde wochenlang in Boxenhaft zu geben. Moderate Bewegung auf der Koppel sind besser, und führen zu einer schnelleren Heilung. Ist ja beim Menschen ähnlich. Bänderrisse und dergleichen operiert man auch nur noch wenig, und man soll so schnell wie möglich wieder belasten. Stichwort, Physiotherpie und Krankengymnastik. Also meiner wurde gespritzt und ging wieder in den Offenstall. Kleine Gruppe, und zu dem Zeitpunkt auch eine ruhige Herde.
    Heute geht es ihm wieder gut, er läuft wieder sauber, und ich kann anfangen ihn zu reiten.

    Sorry für die Ausschweifung. Ich würde an deiner Stelle gesattelt und mit Trense spazieren gehen, und erst die letzten paar Minuten aufsteigen. Verstehe auch nicht wieso man ein Pferd nach so langer Stehzeit für ein paar Minuten reiten soll. Was für einen Effekt soll das haben? Du kannst ja nicht gleich anfangen sie zu gymnastizieren oder Aufbauarbeit machen. Da kannst du eben auch spazierengehen, bis sie wirklich wieder belastbar ist. Nimm dir einen ruhigen Begleiter mit, der sich nicht anstecken lässt wenn sie ihre "fünf Minuten" hat
     
Thema: Sedation in der Rehaphase