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Sehnenschaden

Diskutiere Sehnenschaden im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Hallo an alle, ich habe ein Anliegen, was mir sehr am Herzen liegt. Mein Pflegepferd hat sich Anfang Juli diesn Jahres einen massiven Schaden der...

  1. Leoly

    Leoly Neues Mitglied

    Hallo an alle,
    ich habe ein Anliegen, was mir sehr am Herzen liegt. Mein Pflegepferd hat sich Anfang Juli diesn Jahres einen massiven Schaden der hinteren Beugesehne im rechten Hinterbein zugezogen. Er ist mir abgehauen und in den Stall gerannt und als ich da ankam stand er dort auf 3 Beinen:(. Wie es genau passiert ist kann ich nicht sagen, vielleicht ist es ausgerutscht. Das Bein ist seit dem nach hinten, vor allem am Fesselkopf sehr dick.
    Wir waren dann in der Tierklinik und da wurde uns eine OP vorgeschlagen. Diese hat aber wohl nur 30% Heilungschance und dafür müsste er ein Jahr lang mindestens im Stall stehen. Und leider ist er so ein nervöses Ding und bleibt so ungern alleine, dass er im stall wie verrückt umherrennen würde, weil sein Wiesenpartner, an den er sich sehr klammert, könnte ja nicht immer mit drinnen bleiben. Vom Geld her kann ich es mir sowieso nicht leisten und die Besitzer haben unter den gegeben Umständen sich auch gegen die OP entschieden. Nun ist schonmal klar, dass es so nie wieder reitbar ist. Das ist zwar tottraurig aber damit mussten wir uns wohl abfinden. Er lief aber seitdem, was auch der Tierarzt meinte, wirklich gut, trotz des großen Schadens, was sehr erstaunlich ist. Im Schritt so gut wie lahmfrei. Er kommt jetzt also schon seit septemper wieder auf die Wiese und ist auch sehr gut zufrieden. Er galoppiert, trabt und bockt auch, was zwar nicht schön aussieht, aber wie soll man das einem Lauftier schon verbieten? Er ist auch "erst" 14 Jahre.
    Das Problem ist jetzt nur dass er seitdem es draußen kälter geworden ist sehr schlecht läuft :( auch im Schritt. Sein Wesen hat sich aber nicht verändert. Ich frage mich jetzt ob es vielleicht an der Kälte liegt, die das Bein steif werden lässt ? Kann es sein dass vllt eine Bandage zum warm halten etwas Linderung bringen könnte oder irgendwelche Homöopathischen Mittel ?
    Ich will ihm irgendwie helfen und das Leben etwas leichter machen haber ich weiß einfach nicht wie.
    Könnt ihr mir vielleicht irgendeinen Rat geben ??
     
  2. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Bandagieren würde ich nicht, das bringt u.U. Druck auf die Sehne. Habt ihr es mal mit BoT stallgamaschen probiert? Die würde ich ihm anziehen, wenn er raus kommt. Die von Fedimax sind auch nicht schlecht und saugen sich nicht so mit Wasser voll.
    Magnoflexal würde ich ihm noch füttern, evtl noch msm. Ingwer schadet auch nicht. Ihr müsst eben ausprobieren was ihm hilft.
     
  3. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Wenn Bandagieren, dann nur mit einer Unterlage.
    Am besten aus echtem Schafsfell.
    Dann so Bandagieren, daß dieser Wickel nicht runter rutscht, sich aber noch auf dem Bein verdrehen lässt. Fester darf die Bandage nicht gewickelt werden, weil sonst die Durchblutung unterbrochen wird.
    Deswegen auch das Echtfell. Das rutscht nämlich nicht so leicht wie Kunstfaser.
    Wichtig ist auch daß diese Bandage täglich neu angelegt wird. Spätestens jedoch alle zwei Tage.
    Auf der Weide sollte die Bandage unbedingt abgenommen werden.
    Bei unkontrollierter Bewegung ist die Gefahr zu groß, daß sich die eigentlich recht lockere Bandage löst und sich das Pferd noch mehr verletzt.
     
  4. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Selbst wenn man sich gegen eine OP entscheidet: Wie kommt man denn auf die Idee ein Pferd nach 8 Wochen wieder so auf die Weide zu stellen das es da wie bekloppt rum rennt?
    Der gehört Kontrolliert bewegt, und das eine lange lange Zeit. zumindest so das er eben nicht rumbockt und durch die Gegend ballert.
    Wir hatten einen Schaden bei dem es hieß "Mit viel Glück Beisteller, die Zeit wird zeigen ob sie Schmerzfrei wird."
    Der Unfall war im Juli, Weide hat das Pferd erst wieder im April gesehen. Bis da hin wurde kontrolliert bewegt.
    Das das für keinen der Beteiligten schön ist ist keine Frage.
    Es war aber Nötig.
    Etwa im April/Mai wurde auch wieder angefangen leicht zu reiten. Im September ging das Pony wieder Springreiter.
    Also von "Diagnose Unreitbar" hin zu Normal reitbar.
    Geblieben ist eine Empfindlichkeit für weichen Boden (in der Box) und eine gewisse Wetterfühligkeit.
    Aber ich glaube die kontrollierte Bewegung über lange Zeit hat der Sehne geholfen sich zu regenerieren, ganz ohne teure Mittel.
     
     
  5. Rasti524

    Rasti524 Inserent

    Nur Box finde ich aber auch schwierig.

    Ich hatte auch einen Patienten mit fieser Diagnose, Plan war auch, das er zuerst mal in der Box bleibt.

    Bei ihm war es aber genau anders rum, der spinnte in der Box.


    Um so mehr er draußen stand, um so entspannter war er!


    Das muss man natürlich von Kandidaten zu Kandidaten entscheiden!

    Und Wiese ist nicht gleich Wiese, meiner hat zuerst mit einem älteren Semester auf einem kleineren Stück gestanden, nach und nach ist er erst wieder zu seiner Herde gegangen.


    Meiner sollte auch operiert werden mit 30-40 % Chance.
    Ich hab es auch gelassen. Wir haben nicht mal mit irgendwelchen Mittelchen rum probiert.

    Es dauerte ein Jahr, aber er wurde wieder belastbar!


    Mein TA hat immer gesagt, was unter Bewegung heilt, hält auch unter Bewegung.
     
  6. Leoly

    Leoly Neues Mitglied

    Was ich dazu sagen sollte, er stand auch die erste zeit auf einen kleinen stück. Aber er ist halt auch so der Fall, der in der Box verrückt wird. Alleine in der Box ging garnicht und da er sich nur an seinen Wiesenpartner geklammert hat, war es auch egal welches andere Pferd mit drinnen stand , er war nur ruhig, wenn der eine mit ihm im Stall stand. Und dem kann man es ja nicht antun auch ein Jahr im Stall zu bleiben. Klar haben wir mit uns gehardert, wie wir mit ihm umgehen und das es nicht die richtige Entscheidung war, das kann gut sein. Aber was ist schon richtig? Ich wollte ihm niemals was schlechtes und es tut mir unendlich leid, dass es so passieren musste. Auch wenn alle sagen, dass die Schuld nicht bei mir liegt, fühle ich mich immer schuldig!
    ich will doch nur, dass er glücklich ist soweit das möglich ist.
     
  7. Semmel

    Semmel Gesperrt

    frischer Sehnenschaden auf die Koppel (inkl. Rumgaloppieren) macht das Pferd nicht glücklich, sondern kaputt. Das Pferd geht deshalb schlechter, weils dadurch schlechter geworden ist.

    Sowas gehört halt korrekt behandelt und dann hat man gute Chancen auf Heilung!
     
  8. Raudhetta

    Raudhetta Überlebensanzugtraegerin

    Leoly, wenn du erstmal selber in deinem Leben einen Sehnenschaden/ verletzung hast, dann wird dir der Arzt sehr schnell klar machen, dass du besagte Sehen zu schonen hast. Das heißt etwas Bewegung ja, Überlastung nein. Weil dann tut die Sehne schweineweh und du hast die Reperatur der letzten Wochen zu nichte gemacht. Sehnengewebe benötigt bis zu 2Jahre zur Erneuerung. Das heißt aber keine weiteren Schäden.
    Kontrollierte Bewegung heißt übrigens nicht in den Stall oder auf ein kleines Paddock sperren, sondern an der Hand bewegen. Doppellonge, Spazieren gehen , Führmaschine etc. pp.
     
  9. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Ich bin gelaufen mit dem Pferd, auf Teer. 3 bis 4 mal in der Woche eine Runde von 7 Kilometern, die anderen Tage kürzer. Wir haben uns da ran getastet, zuerst nur Minutenweise im Dorf ums Eck, dann immer weiter.
    Das Pferd weiß ja nicht das es nicht toben darf und das es davon schlimmer wird.
    Und klar, kein Pferd steht gerne oder kann sich nicht so bewegen wie es das möchte.
    Das hilft nur in solchen Fällen nicht.
     
  10. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Ich hatte ja mehrfach das "Vergnügen" ....
    Grundsätzlich wurde eine mehrwöchige absolute Boxenruhe verordnet, um erst einmal die akute Entzündung ausheilen zu können.
    Danach erfolgte kontollierte Bewegung im Schritt, zunächst einige Minuten, dann langsam steigernd, bis hin zu 1 Stunde. So zumindest die allgemeine Vorgehensweise der Klinik, die ich damals aufgesucht habe. Leider auch mehrmals, mit verschiedenen Pferden. Erfreulicherweise nicht immer eigenen.

    Hat man Boxenruhe einzuhalten, versteht es sich von selbst, daß das betreffende Pferd nicht als einziges alleine im Stall zurück bleibt.
     
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