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Sinn und Zweck der Ohrspeicheldrüse

Diskutiere Sinn und Zweck der Ohrspeicheldrüse im Sonstiges Forum; Wozu ist die eigentlich da? Kann die dicker oder dünner werden? Z.B. durch Temperaturunterschiede, wetterbedingt, krankhaft? Meine RL sagte...

  1. sidocelline

    sidocelline Inserent

    Wozu ist die eigentlich da?

    Kann die dicker oder dünner werden? Z.B. durch Temperaturunterschiede, wetterbedingt, krankhaft?

    Meine RL sagte an manchen Tagen zu mir, dass meine Stute angeschwollene Ohrspeicheldrüsen hätte, so dass ihr die Beizäumung nicht so leicht falle. Ich musste dann immer zusehen, dass ich sie im Breich des Genicks gut gymnastizierte, damit der Bereich sich dehnte und lockerer wurde, so dass sie dort quasi "mehr Platz" bekam.

    Von daher interessiert mich auch, ob es da gebäudebedingte Unterschiede gibt (nennt man das dann Ganaschenfreiheit?).

    Wie würde man das bei meiner Stute bewerten?

    [​IMG][​IMG]
     
  2. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hi,
    ja da hat dein RL wohl recht. Auf dem Bild sieht der Bereich um die Ganaschen geschwollen aus, was natürlich schmerzhaft sein könnte.
    Ich würde an solchen Tagen auch nur v/a reiten.
    Die Ohrspeicheldrüse ist eine Speicheldrüse, die im Bereich des Mittelohrs liegt und daher ihren Namen hat (kann sogar sein, dass sie aus dem gleichen Keimblatt wie das Ohr entsteht...??). Sie produziert Speichel und gehört deswegen zum Magen/Darm Trakt.
    Kann gut sein, dass dein Pferd Probleme mit der Drüse hat. Lass doch mal einen Tierarzt das Ganze untersuchen.
    LG
     
  3. Katrin

    Katrin Inserent

    Es gibt auch Pferde, die vom gebäude her wenig Ganaschenfreiheit haben. Der dicke von meiner Freundin ist da ein gutes Beispiel. Den kann man nie in der Aufrichtung reiten, wie man es in der FN.Dressur sieht, als Kopf knapp vor der Senkrechten, der muss so gearbeitet werden, dass er die Nase deutlich weiter vornehmen kann. Oder eben auf eine andere reitweise umsteigen (Western z.B.)
    Allerdings wenn die Ohrspeicheldrüsen "krankheitsbedingt" so dick sind, also wegen Wiese oder sonst was, dann kannst du an solen Tagen nurt das machen, was gromit schon sagte, eben v/a reiten und abwarten, bis das abgeschwollen ist.
    Ist das denn ein normaler Tag, oder sind die Drüsen auf dem Foto schon angeschwollen?

    Liebe Grüße
     
  4. sidocelline

    sidocelline Inserent

    Das Bild ist vor kurzem an einem kalten Tag nach einem dreistündigen Spazier-Ausritt entstanden. Ist vielleicht nicht ganz sooo günstig aufgenommen, weil sie den Kopf aus dem Genick heraus leicht in meine Richtung gedreht hat. Dadurch drückt sich die Ohrspeicheldrüse wohl etwas raus.

    Durch welche krankhaften Bedingungen kann die Ohrspeicheldrüse denn anschwellen? Ernährungsbedingt, hormonbedingt, erkältungsbedingt oder in welche Richtung kann man da vermuten? :eek2:

    Was ich vielleicht noch dazu sagen könnte: die Stute kaut beim Reiten gut ab und speichelt, bzw. schäumt am Maul immer ordentlich. Von daher "funktioniert" die Ohrspeicheldrüse bei ihr wohl. Mich interessiert vor allem, warum dieses Ding mal dünner, mal dicker sein soll und inwieweit das Pferd dadurch möglicherweise beeinträchtigt ist und man deshalb beim Reiten darauf achten oder Rücksicht nehmen sollte (oder eben auch nicht!).
     
     
  5. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hi,
    zu deinen Fragen kann dir nur ein TA kompetente Antwort geben. Vor allem kann er sich dein Pferd wirklich ansehen.
    Ich würde hier keine "Diagnosen" ohne Vorbehalt annehmen.
    Google doch einfach mal nach Ohrspeicheldrüse oder schau dich in Medizin Fachbüchern danach um. Vielleicht ist es auch gar nicht die Ohrspeicheldrüse, sondern was ganz anderes.
    Die Ohrspeicheldrüse kann schon entzündet sein, u.a. wenn dein Pferd mal krank war und wenig gefressen hat. Dadurch können Bakterien über den Mundraum eingedrungen sein. Du kannst auch mal kontrollieren lassen, ob dein Pferd evtl. Zahnprobleme hat. Die Schwellung kann auch daher kommen.
    Es gibt auch Viren, die speziell die Speicheldrüsen befallen (z.B. Zytomegalie beim Mensch).
    Eine fundierte Auskunft wirst du nur durch einen TA bekommen!!!

    LG
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. März 2008
  6. sidocelline

    sidocelline Inserent

    Ich bin eigentlich nicht so auf dem Trip, dass die Stute irgendwie krank ist. Bin auch nicht so der Typ, der bei jedem kleinsten bisschen gleich den TA holt, zumal das ja auch immer ne Kostenfrage ist. Deshalb bin ich auch noch nie auf die Idee gekommen, das bei Stuti mal nachschauen zu lassen.

    Mich interessierte nur allgemein, ob es richtig ist, dass die Ohrspeicheldrüse manchmal anschwellen kann und ob das z.B. auf die Tagestemperatur ankommen kann. Und ob man beim Reiten drauf Rücksicht nehmen muss/sollte.

    Z.B. laufen bei vielen Pferden im Frühling oder im Herbst auch mal die Beine an, wofür das Reiten bzw. die Bewegung dann ja sogar gut ist. Könnte ja hierbei auch der Fall sein.

    Oder: sollte man dann vermehrt v/a reiten, um den Bereich zu entlasten? Oder das Genick öfter mal durchstellen, um den Bereich durch Gymnastik zu lockern? Oder trotzdem versammelt reiten, weils dem Pferd nicht weh tun kann?

    Könnte ja sein, dass jemand hier das auch schon mal zu hören bekommen hat oder sich damit beschäftigt hat und mir da ein paar Tips geben kann?
     
  7. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Hallo Sidocelline,

    in aller Kürze, weil in Eile, später vielleicht mehr:
    Die Ohrspeicheldrüse des Pferdes ist, wenn sie angeschwollen ist, vergleichbar (natürlich immer nur bedingt!) mit der des Menschen, wenn sie anschwillt:
    Es gibt beim Menschen zwar auch wieder eine Dreiteilung dieser Drüse, aber mal ganz simpel: Die schwillt zum Beispiel an, wenn Mensch MUMPS hat!
    Jeder, der diese "Kinder"krankheit durchgemacht hat, weiß, wie unangenehm bis schmerzhaft das ist!!!

    Deswegen würde ich an Deiner Stelle durchaus einen TA danach sehen lassen - selbst, wenn es Deiner Stute nicht so sehr weh tut oder Beschwerden macht - es scheint ja eine sich chronifizierende bis bereits chronische Erscheinung zu sein, und eine Drüse ist in den meisten Fällen ein sehr wichtiges Organ; schwillt es an, kann das verschiedenste Ursachen haben, die Auswirkungen aber sind nie harmlos-ignorierbar!

    Diese Drüse kann - wie bereits von jemandem geschrieben *sorry, Namen vergessen* - durch eine Infektion/veränderte Nahrungsaufnahme (bei Kraftfutter wird nur wenigst Speichel abgegeben, bei Heu hingegen deutlich mehr!)/Geschwür/Allergie/mechanischer Druck/Abfluß-Verstopfung etc. anschwellen. Auf die Temperatur würde ich nicht tippen (also nicht Fieber, sondern Sommer/Winter/Herbst etc.) - es sei denn, es ist allergisch bedingt.
    Es kann ja auch weitere Folgen haben: Wenig/veränderter Speichel = Verdauung gestört (Speichel ist Teil der Verdauung!) = Kolikgefahr/Risiko für Magengeschwüre etc.!

    Daß Du dann nicht in Anlehnung arbeitest, ist vollkommen richtig - das schmerzt oder ist zumindest unangenehm! (Wie gesagt, knete Deinen Hals/Wange bei Mumps, dann weißt Du, wie es sich anfühlt...)


    Gruß, sorry für die schnelle Schreibe,
    Charly

    P.S.: Gromit hat natürlich recht - TA kann das genau beurteilen, mein Schrieb ist lediglich Kurz-Erklärung und Gedankenanstoß!
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. März 2008
  8. Raketenerna

    Raketenerna Die geballte soziale Inkompetenz

    Hey,

    meine sieht immer so aus wenn sie wieder massenhaft und allen verfügbaren Ampfer gefressen hat.

    Temperaturabhängig ist ein Anschwellen der Ohrspeicheldrüse nicht. In der jetzigen Jahreszeit gäbe es als nicht Krankheitsbedingten Grund eigentlich nur ein nicht ausreichendes Zufüttern auf der Winterkoppel.
    Laufen die Pferde den ganzen Tag mit Rübe unten über Auslauf/Koppel/Winterweide auf der verzweifelten Suche nach dem letzten essbaren Grashalm kann die Ohrspeicheldrüse so zulaufen weil ZUWENIG gekaut wird!
    Hatte der TA mal bei einigen Pferden so diagnostiziert und nachdem dann Heu draussen zur Verfügung stand tauchte das Problem nicht mehr auf.

    Bedenklich ist bei deiner aber das das Photo nach einem Dreistundenritt entstanden ist, da sollte man den dicken Strang von Ganasche zum Ohr eigentlich nicht sehen. Bei normalem v/a bzw. Geländegebrauchshaltung, hat der TA damals zum Reiten angewiesen, sollte die Ohrspeicheldrüse also längst wieder dünne sein!

    Schließe mich meinen Vorredner sonst an: das ist schmerzhaft, sicherheitshalber trotdem den Vet rufen, und beim Reiten bloß nicht Durchstellen/ Versammeln, das soll nämlich laut TA mächtig wehtun!

    Dabei fällt mir ein: was ist mit Druse? Das letzte Drusepferd das ich gesehen habe hatte auch geschwollene Ohrspeicheldrüsen.
     
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