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Sorgenkind mit Atemnot

Diskutiere Sorgenkind mit Atemnot im Atemwegserkrankungen Forum; Ich würde mal unsortiert alle meine Gedanken zum Thema runterschreiben, vielleicht ist was hilfreiches dabei. Meiner Erfahrung nach ist die...

  1. Wuscheli

    Wuscheli Korrektur-Schüler

    Ich würde mal unsortiert alle meine Gedanken zum Thema runterschreiben, vielleicht ist was hilfreiches dabei.
    Meiner Erfahrung nach ist die effektive Behandlung einer Staubunverträglichkeit eher an das Ausschalten der Allergene geknüpft, sodass so wenig Akutgeschehen wie möglich eintritt.
    Die erste Maßnahme wäre, diese Milbenbelastung auszuschalten, das heisst, das Pferd staubfrei zu halten, entweder gar keine Einstreu, oder evtl alternative Einstreu, das Heu naß zu füttern, und zwar im kompletten Bestand (!) und dafür zu sorgen, dass auch in ihrer Umgebung nicht mit dem Zeug rumgestaubt wird.
    Als nächstes könntest du das Abklingen des akuten Geschehens unterstützen, ob du dazu Cortison oder Bioresonanz nutzt, ist vielleicht auch Geschmackssache. Auch Bioresonanz heilt keine Allergie, sie unterstützt den Körper dabei, die akute Reaktion zu mildern, und wieder ins Gleichgewicht zu finden. Heilmittel, welcher Art auch immer, unterstützen das Beheben der akuten Reaktion.
    Damit die Allergie nicht akut wird, brauchst du ein Umfeld, was das Allergen so wenig wie möglich enthält.
    Was auch wichtig ist, um Allergien im Zaum zu halten: Angepasste Bewegung, sodass der ganze Körper regelmäßig auf Touren kommt und durchblutet wird, die Atmung vertieft wird, der Darm ordentlich in Bewegung kommt, der Schleim auch aus den tieferen Lungenschichten flüssig wird und abgehustet werden kann. Das wird beim Tinker eher langsamer und lange sein, weniger das tägliche Trab-Galopprennen von einer Stunde.

    Meiner persönlichen Erfahrung nach ist es ebenfalls zuträglich, die Ernährungssituation an den Bedarf anzupassen. Dicken, vollgevöllerten Pferden entgleist der Stoffwechsel viel schneller und unkontrollierbarer in Entzündungsreaktionen als einem eher dünnen, sinnig gefütterten Pferd, bei dem sich auch der Blinddarm mal leeren darf, was wiederum stark unterstützt wird durch angepaßte, zusätzliche Bewegung.

    Beobachten, schauen, ausprobieren, womit das jeweilige Pferd gut zurecht kommt. Was es auf jeden Fall braucht, was man nachlässiger handhaben darf. Perfekt wird mans nie halten können, aber wenn es so wohnt, dass es einigermaßen stabil im Gleichgewicht ist, ist schon das meiste geschafft.
     
    NaBravo, Lorelai und obsession gefällt das.
  2. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich denke, dass den pferd auf heu und heustaub überempfindlich reagiert. eenso auf den staub der luft und einsteu. das siehst du ja anhand des auftretens. ein alllergietest nutzt dir da wenig, denn eine überempfindlichkeit ist ja keine allerigie. wenn es staubt, bildet er zur abwehr schleim, der die luftwege verengt.

    nicht schön, wenn er sich im offenstall nicht gleich wohl fühlte, allerdings ist es ja das ding der boxenhaltung, dass pferde darin nichts anderes tun KÖNNEN als schlafen, weil sie da die ganze zeit drin stehen MÜSSEN und es keine alternativen gibt.
    wenn man das bild des schlafenden pferdes in der box gewohnt ist, denkt man ggf, dass das so sein muss?
    so ein pferd sollte möglichst tag und nacht draußen stehen und dies ohne tiefen unterstand mit geschlossenen wänden. in die box darf es nicht.
    und möglichst mit fast ausschließlich gefüttertem weidegras und nur bei frost mit am besten heulage (beser als nasses heu). dies am besten über 2 winter. danach wird die überempfindlichkeit abgeklungen sein udn man könnte wieder beginnen, auch trocknes heu bester qualität vorsichtig zu füttern.
     
  3. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken

    Stall geht gar nicht bei einem solchen Pferd finde ich. Selbst wenn die eigene Box mit Spänen eingestreut ist und nasses Heu gefüttert wird, reicht es schon wenn in der Nachbarbox Stroh liegt und das Heu trocken ist. Dagegen kommst Du nicht an.

    Raus mit dem Pferd- Unterstand mit Matten, Spänen oder anderen Alternativen (bei uns gibt es sogenannten "Waldboden", sprich Grünschnittkompost als Einstreu). Heu am besten bedampft und nicht nur nass gemacht. Heulage wäre mir auch nix. Dazu inhalieren lassen dass sich der Schleim verflüssigt und abtransportiert werden kann, und vorsichtig bewegen. Ich glaube kaum dass Du bei der derzeitigen Haltung Fortschritte erzielst...
     
    Charly K. und Lorelai gefällt das.
  4. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    wenn ich keine luft kriege, sind sogar fürmich mensch geschlossene räume tödlich. auch boxen mit halber tür helfen da nicht wirklich, weil ien pferd den kopf naturgemäß sehrviel unten hat. und da ist die schlechte luft.

    @*FrogFace* warum keine heulage? (also die, die für pferde geeignet ist, keine sauer riechende)
     
    Wuscheli gefällt das.
  5. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken

    Laut meiner TÄ sind da die Schwebestoffe zwar gebundener, aber eben weiter als Schwebeteile verfügbar. Dazu noch die Vergärung, die bei empfindlichen Pferden die Darmflora irritiert (und der Darm als Gesundheitsorgan ist eben bei allen Erkrankungen wichtig), lassen mich persönlich Heulage als ungeeignet beurteilen.
     
    Wuscheli gefällt das.
  6. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    oka - wenn die heulage sogar gärt, dann ist es aber eh nicht die heulage, die ich meine.

    mein tierarzt wie ich haben festgestellt, dass heulage sie zuverlässiger dieatemwege nichtreizt als nassgemaches heu.
    vom bedampfen habe ich keine ahnung. kennne ich nicht.
    hier füttern die leute aber auch heulage, die das problem haben. denn spätestens bei frost wird es schwierig, genügend heu nassgemacht zu füttern.
     
  7. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken

    Bedampfen geht auch bei härtestem Frost und hat den Vorteil, dass durch den Wasserdampf (Temperaturen >100°C) auch Schimmelsporen zuverlässig abgetötet werden.
     
  8. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ja mag sein, bedampfen kenne ich bloß eben gar nicht.
     
  9. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken

    So sieht das aus: KLICK

    Den haben wir bei uns am Stall, und damit wird das Heu der Allergikeroffenstallgruppe behandelt. Alle drei sind mittlerweile symptomfrei.
     
  10. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    okay. ist dann leider aber nur was für haltung innerorts. wegen strom.
    jetzt habe ich mal gerechnet: das sind etwa 1 euro zusätzlich stromkosten pro durchgang, der für 3 ponys reicht, wenn man pro pony mit 15kg heu rechnet. zusätzlich zu den gerätekosten.
    ich glaub, dann bleibe ich bei der heulage für meine 3 allergiker. ich müsste ja auch täglich 45kg heu mit dem auto durch die gegend transportieren.
     
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