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Sprache im Reitunterricht

Diskutiere Sprache im Reitunterricht im Allgemein Forum; ... man nimmt dies und das und das und das kommt zuverlässig und immer dabei heraus ... eigentlich ist es deshalb so spannend, weil eben...

  1. ike pike

    ike pike crossed country

    eigentlich ist es deshalb so spannend, weil eben teilweise nicht das gleiche herauskommt.

    ein beispiel:
    "stabile mittelpositur"

    "Fachbegriff der FN", wird aber nirgendwo erklärt. fragt auch keiner nach. :bahnhof:

    was macht ihr, wenn von euch eine "vermehrte stabile Mittelpositur" gefordert wird? wie lasst ihr euren Körper reagieren?
     
  2. Ich habe die Forderung nach einer "vermehrten stabilen Mittelpositur" noch nie im Unterricht gehört.
    Ich hörte Sätze wie "Setz dich gerade hin" oder "Mehr Körperspannung, du sitzt auf dem Pferd wie ein nasser Sack" oder "Aufrichten, groß werden!" oder "Bauchnabel zur Wirbelsäule ziehen".

    Ich könnte mir vorstellen (Achtung, das ist eine Vermutung!), dass Begriffe wie "stabile Mittelpositur" bei der RL-Ausbildung den angehenden RL beigebracht und deren Bedeutungen geklärt werden.
     
    Bumblebee1, ike pike und KleinElli gefällt das.
  3. finncha

    finncha Bekanntes Mitglied

    Gute Frage. Da ich diesen Begriff als sehr schwierig empfinde, benutze ich ihn nicht. Davon abgesehen hat das noch nie jemand von mir gefordert. "Mittelpositur" kann auch mehrere Bedeutungen haben. Einmal die "Mittelposition", also den senkrechten Oberkörper mit freischwingendem Becken, das weder nach vorne noch nach hinten verkippt ist und einmal kann es sich auf den mittleren Rumpfbereich beziehen. Leider wird nie und nirgends erklärt, was nun genau gemeint ist, wobei beim reiten beides wichtig ist.
     
    ike pike gefällt das.
  4. finncha

    finncha Bekanntes Mitglied

    Nein, das wird nicht erklärt. Wahrscheinlich, weil es niemand genau kapiert, was gemeint ist. :smile: Ich reite jetzt seit bald 50 Jahren bei den verschiedensten Lehrern und Ausbildern, aber dieser Begriff ist mir immer nur in Büchern begegnet, niemals im echten Leben. Auch in der Ausbildung oder in der Berufsschule wurde dieser Begriff niemals verwendet.
     
    emmaxx und ike pike gefällt das.
  5. emmaxx

    emmaxx bekannt bissig ... :)

    Genau das ist das Problem in Zeiten des Internets!
    Das geschriebene Wort und seine vielfältige Auslegung! ... und dann noch die vielen selbsternannten Experten, die weitere Worte und Interpretationen dazuerfinden, um sich aus der Masse abzuheben oder was "ganz Neues" zu verkaufen ...

    Bin ja noch ganz klassisch in der Reitschule angefangen zu reiten und hatte dann später eigene Ponies/Pferde ... "Fachbücher" habe ich eigentlich erst in den letzten Jahren richtig verstanden (!). Früher konnte ich damit wenig anfangen, weil meine Interessen einfach auf dem "Reiten" (Gelände usw.) lagen und mein seinerzeitiges Dressurreiten intuitiv ausreichend war für meine Turnierambitionen.
    Und ... ich denke, das ist auch so ein Thema ... Reiten findet heute nicht mehr auf dem Pferd, sondern im Internet, in Büchern oder sonstigen Plätzen statt ... versteht Ihr, was ich meine?
    Da werden die selbstverständlichsten Sachen auf einmal mit spannenden Namen belegt und frau wundert sich, was das jetzt sein soll ... und ist noch verwunderter, dass die selbstverständlichsten Pupsi-Sachen plötzlich hochtrabend erwähnt und auseinandergepflückt werden.
    Da müssen doch gerade Reitanfänger oder frustrierte Nicht-Weiter-Kommer total verwirrt sein und denken, sie haben bisher alles falsch gemacht, alle RL sind sch .... (was viele leider auch sind!) und beginnen im Selbststudium zu "Reiten" ... und das kann eben nicht klappen.
    Siehe die eben erwähnten "Bäume"!
    Selbst, wenn man relativ genaue Vorgaben macht, es wird bei jedem Menschen immer (!) etwas anderes dabei herauskommen ... und das ist nur Papier und Stift ... kommt jetzt noch ein weiteres Lebewesen dazu, ist ein bloßes "Wort" immer zum Scheitern verurteilt.
    Und je "bunter" Pferde, Reitweisen und Menschen werden, desto komplizierter wird es ...
     
    KleinElli gefällt das.
  6. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    Bei mir hat den Begriff stabile Mittelpositur auch noch nie jemand verwendet aber ich würd ihn vermutlich auf den Reiter beziehen und dann dessen Mitte = Beckenbereich weniger schwingen lassen (bei uns geht das anweisungstechnisch dann eher in die Richtung von "Denk an Rückwärtsrichten (OHNE Zügel und ohne anzuhalten) aber führ es nicht aus))
     
  7. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    In all den Jahren RU von zig verschiedenen Trainern hat das noch nie jemand von mir gefordert. Gelesen habe ich es allerdings in vielen Büchern.
     
  8. finncha

    finncha Bekanntes Mitglied

    "Eine vermehrte stabile Mittelpositur" ist auch absolut nichts, was irgendwo verlangt wird. Die Termini sind "elastische Mittelpositur" und "mitschwingen in der Mittelpositur". Wenn ich mir allerdings so manchen "Bauchtänzer" auf dem Pferd anschaue, wäre eine "stabilere Mittelpositur" oft tatsächlich der bessere Begriff. Das aber wirklich nur bei reitendem "Schnittlauch". Das betrifft aber nur einen geringen Teil der Reiter, die meisten sind ja eher viel zu fest in der betreffenden Region.
     
  9. Gespenst

    Gespenst Bekanntes Mitglied

    Das kenne ich auch so. Aber ebenfalls nicht als Anweisung für den Reiter, sondern nur als Fachdiskussion über den Reiter unter Fachleuten.
    Im Berufsschulunterricht bei der Pferdewirtausbildung hatten wir auch angehende Berufsreiter dabei. Es wurde also auch das Reitunterrichterteilen gelehrt. Wir anderen durften da auch mal dran teilnehmen. Ein Azubi ist geritten und der Rest hat dann darüber debattiert, was der Reiter verbessern sollte und wie man es ihm am besten vermittelt. Ich erinnere mich leider nicht mehr im Detail...
     
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