1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Ständig erhöhte/schwankende Leberwerte - bin ratlos

Diskutiere Ständig erhöhte/schwankende Leberwerte - bin ratlos im Innere / Organische Erkrankungen Forum; Hallo, ich bin mittlerweile recht ratlos, was die Gesundheit meines Pferdes angeht. An sich ist der Kerl leider ein Montagspferd, das ständig was...

  1. hawkeye

    hawkeye Account inaktiv

    Hallo,

    ich bin mittlerweile recht ratlos, was die Gesundheit meines Pferdes angeht. An sich ist der Kerl leider ein Montagspferd, das ständig was anderes hat und nie so richtig 100% fit wirkt. Auffällig ist, dass die Leberwerte ständig erhöht sind.

    Eine Ursache ist nicht bekannt, es gibt diverse Vermutungen. So war er z.B. beim Kauf schrecklich verwurmt, was erst später auffiel. Die Behandlung dessen war nicht schön, hat er aber gut verkraftet und wir gingen davon aus, dass die Werte sich normalisieren. Nichts da, es tat sich nichts. Dann wurde vermutet, dass sein Übergewicht Schuld an den erhöhten Werten ist. Also Pferd auf vorsichtige Diät gesetzt und nach rund 2 Monaten waren die Werte deutlich gesunken, nur noch ein Wert leicht erhöht. Große Freude, weil vermeintliche Ursache gefunden, die Werte klare Verbesserungen zeigten und Pferdi deutlich fitter war.

    Nun, nach ziemlich genau einem Monat, wo sich an der Fütterung und auch sonst nichts geändert hat, die Ernüchterung, wieder alle Werte deutlich erhöht und Pferdi auch wieder nicht richtig fit.

    Ich verstehe es einfach nicht und auch mein TA versteht das langsam nicht mehr. Hier mal eine Übersicht der Werte:


    Werte vom September 2014, kurz nach dem Kauf:

    Gesamt-Bilirubin: 1,4mg/dl (0,5-3,5)
    ALT (GTP): 12 U/l (2-15)
    y- GT : 94 U/l (< 30)
    AST (GOT): 825 U/l (75-600)
    GLDH : 35 U/l (<12)
    CK : 541 U/l (<260)
    LDH : 919 U/l (<400)

    Werte von Ende Januar 2015:

    g- GT : 126,8 U/l (<25)
    GLDH : 4,4 U/l (<8)
    Gesamt-Bilirubin: 22,7 umol/l (8,6-59,9)
    AST (GOT): 297,7 U/l (<250)
    LDH : 566,5 U/l (<400)
    CK : 138,4 (<130)

    Werte von Mitte Dezember 2015:

    GLDH : 18,4 U/l (<8)
    g- GT : 110,6 U/l (<25)

    Werte vom 23.02.2016:

    AP: 111U/l (<450)
    GLDH: 121,3 U/l (<8)
    g-GT: 135,9 U/l(<25)
    AST (GOT): 381,4 U/l (<250)
    Bilirubin-gesamt: 24 umol/l (8,6-59,9)
    Gesamtweiweiß: 63,2 g/l (25-54)
    Gallensäuren: 7,79umol/l (<12)

    Werte vom 23.04.2016:

    Da waren alle Werte bis auf den g-GT Wert komplett in der Norm, g-GT lag bei 57,1U/l, also auch deutlich gesunken.

    Werte vom 25.05.2016:

    Genaue Werte hab ich noch nicht vorliegen, aber es sind wieder fast alle Werte deutlich erhöht.

    Futter und Wasser wurde untersucht, nichts. Heu hat gleich bleibend eine gute Qualität, die regelmäßig durch Analysen bestätigt werden. Mein Pferd ist das einzige von 90 Pferden im Stall, der erhöhte Leberwerte hat. Wasser gibt es schon lange nur noch aus lebensmittelechten Bottichen. Zudem gab es ja eine deutliche Verbesserung der Werte, vermutlich durch die Diät. Jetzt wieder der Umschwung.

    Habt ihr noch Ideen? Mein Pferd bekommt jetzt erst mal wieder Heparal. Ansonsten rät der TA noch von einer Leberbiopsie ab, weil der Eingriff nicht ohne Risiko ist und die Werte dafür noch zu gut sind bzw. weil die Gallensäuren nie außerhalb der Norm waren.

    Es ist so frustrierend, ich mache und tue und eine dauerhafte Verbesserung stellt sich einfach nicht ein. Blöd ist auch, dass die Leberwerte vermutlich auch eine Ursache Fr die Kränklichkeit und vor allem für die Kolikanfälligkeit sind, von daher wäre es schon nett, wenn man das und den Griff kriegen könnte. Ich merke halt auch, dass mein Pferd sich nicht so richtig gut fühlt.

    Sorry für den langen Text, ich hoffe einfach, dass euch noch was Schlaues einfällt.
     
  2. friederike43

    friederike43 Bekanntes Mitglied

    Hat er im letzten Monat denn noch weiter abgenommen?
    Ich habe gerade nochmal gegooglet, weil ich das letztens erst mit einem TA diskutiert habe. Ich dachte, es hat auch etwas mit den Schadstoffen zu tun, die der Körper im Fett einlagert und die bei einer Diät abgebaut werden.

    Aber davon steht hier jetzt nichts.
    Trotzdem interessant, finde ich:
    http://www.dai-shodan.de/Hyperlipaemie-Pony.html


    Edit: was mir sonst noch einfällt, weil Du auch von Kolikanfälligkeit geschrieben hast: hast Du mal seine Darmflora untersuchen lassen, ob da alles in Ordnung ist? Fehlgärungen können auch Probleme verursachen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Mai 2016
  3. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Sind die Nieren in Ordnung? Hab neulich irgendwo gelesen, bevor man die Leber entgiftet, sollten auch die Nieren entgiftet werden, damit der Dreck gut raus kann.
    Ich hab neulich ganz viel brennessel und Birkenblätter gesammelt und getrocknet- als nierenkur. Das bekommt meiner gerade. Danach mariendistelsamen für die Leber.
     
    melisse gefällt das.
  4. hawkeye

    hawkeye Account inaktiv

    Nein, weiter abgenommen hat er in dem Monat nicht, sein Idealgewicht war erreicht und das soll er nun halten. Das mit dieser Fettschwemme hatte ich auch schon gehört, soweit ich weiß, betrifft das aber eher Ponys, oder? Auf jeden Fall sehr interessant der Artikel, auch wenn ich nicht hoffe, dass das das Problem ist.

    Nieren sind ein guter Ansatzpunkt, seit rund drei Wochen finde ich, dass er vermehrt pinkelt. Nierenwerte waren jedoch in der Norm, soweit ich weiß. Das werde ich noch mal im Blick behalten.

    Die Darmflora hab ich nach dem ganzen Theater mit den Würmern mühsam aufgebaut. Zu Koliken neigt er jedoch immer noch, es sind immer ganz leichte Koliken, entweder Krampfkoliken, die sich schon bessern, wenn das Pferd die Buscopanspritze nur sieht :bloed:oder öfters sind gar keine Auffälligkeiten festzustellen, man sieht aber, dass es ihm nicht gut geht. Auch das gibt sich dann schnell nach einer Dosis Schmerzmittel. Da liegt der Verdacht dann nahe, dass es von der Leber kommt, die dann mal Bauchweh macht. Die Neigung zu Krampfkoliken kommen wohl von den Schäden, die die dämlichen Würmer verursacht haben.
     
     
  5. aquarell

    aquarell Inserent

    Lebererkrankungen machen keine Schmerzen, zumindest nicht zu Beginn - leider.
    Mal ne Kotprobe genommen und auf Leberegel untersuchen lassen?

    Wann war denn die letzte Wurmkur?

    Generell würde ich eine komplette Kotuntersuchung machen lassen, aber eben dabei speziell auf Leberegel achten und mit Glück auch auf Bandwürmer.
     
    melisse gefällt das.
  6. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    wenn er jedoch öfter medikamente bekommen hat, zb wegen der koliken oder wenn du oft entwurmst, ist es klar, dass die leber höher belastet wird,als wenn du keine medikamente und wenig wurmkuren geben würdest,
     
    Farooq gefällt das.
  7. hawkeye

    hawkeye Account inaktiv

    Ja, auf Leberegel wurde auch untersucht, war negativ. Da das aber nicht unbedingt immer was heißen muss und die Werte nicht besser wurden, gab es letzten Sommer auch noch zur Sicherheit extra eine WK gegen Leberegel. Hat auch nichts geändert.

    Kotuntersuchungen lasse ich nach der Nummer mit der Verwurmung regelmäßig etwa alle drei Monate machen. Bin da ein bisschen paranoid geworden :gi66:.

    Hab gerade noch mal nachgeschaut, die letzte Wurmkur gab es rund 2 Wochen VOR dem guten Blutbild, das letzte Mal Medikamente wegen Kolik gab es am 31.03. Gutes Blutbild, war wie gesagt, Ende April.

    Jetzt hat der Herr gerade 6 Tage lang Metacam bekommen, ich will nicht wissen, wie die Werte jetzt aussehen. Das ist ein Teufelskreis, Pferd ist nie richtig fit und hat ständig was, was medikamentös behandelt werden muss. Die Anfälligkeit liegt wohl auch an den zu hohen Leberwerten. Leber kann sich aber natürlich auch schlecht erholen, wenn es ständig Medikamente gibt.
     
  8. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich mache keinen hehl daaus, dass ich sehr wenig davon halte diagnosen zu stellen die mit dem bloßen auge nicht sichtbar sind.
    du hast ja nichts davon, dass du weißt dass die leberwete nicht immer gut sind. du mchst ja nichts mit absicht, dass die schlechter werden. warum lässt du die also so oft untersuchen?
    das heilt ja die leber nicht.
    ich würde auch nicht dauernd kotproben nehmen - erwachsene pferde haben eigentlich selten probleme mit würmern, sondern ich würde meine energie in eine gute wurmhygiene und in gutes futter stecken.
     
  9. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Ich stimm Dir fast voll zu, @ulrike twice!

    Mit der Ausnahme:
    Wären bei hawkeyes Pferd nur die Blutwerte "unschön", weürde ich es genau so sehen, wie Du.
    ABER das Pferd zeigt ja auch Symptome, also es geht ihm schlecht: wiederkehrende Koliken, Schlappheit etc. - da wüßte ich dann schon gerne als Pferdebesitzer, was ich ändern kann, damit mein Pferd sich gut fühlt. ;)

    (Aber ich glaube, das meintest Du mit Wurmhygiene und Futter, richtig?)


    LG, Charly
     
    Lorelai gefällt das.
  10. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Da du ja jetzt schon mehr Freds gemacht hast, die mit der Gesundheit deines Hüs zu tun haben, tust du mir schon richtig leid :autsch:

    Jetzt mal gaaaaaanz weit her geholt:

    Das Pferd meiner Schmiedin hatte begonnen mit schlechten Leberwerten, Gewichtszunahmen usw. Das führte dann zu Reheanfällen und letzten Endes musste das Pony eingeschläfert werden.

    In Verdacht war bis zum Schluß eine "simple" Vergiftung.

    Simpel deswegen, weil es schlussendlich nicht simpel war. Man wusste bis zuletzt nicht, was der Auslöser der vergiftung war.

    Man konnte es aber zeitlich ein wenig ... sortieren...

    Es begann mit einer Herpes Impfung die nach Umzug in den neuen Stall Pflicht wurde. Ab da wurde das Pony regelmäßig geimpft.
    So weit hergeholt das jetzt scheint, meine Schmiedin vermutet immernoch einen Impfschaden wenn man so will. Kommt zwar nicht oft vor, aber dennoch kommt es vor.

    Andere Erklärungen wären natürlich möglich aber was es letzten endes war, konnte nie heraus gefunden werden.

    Was ich damit sagen will... : Ich denke auch eher an eine Vergiftung und damit in Frage kommenden Spätfolgen, erscheinungen. Ein Stoffwechsel der nicht mehr richtig funktioniert (Schlappheit und GEwichtszunahme) können genauso Folge Erscheinungen sein.

    Ich glaube, ich habe es im Fred mit der Führanlage schonmal geschrieben. Ich würde auf dieses Thema Vergiftung näher eingehen oder ganz klar nochmal die Schilddrüse ins Auge fassen! Die Schilddrüse kann ebenfalls schuld an all den Symptomen sein.
     
    Farooq und Charly K. gefällt das.
Die Seite wird geladen...

Ständig erhöhte/schwankende Leberwerte - bin ratlos - Ähnliche Themen

Ständiges treiben und kein Zug zum Sprung?
Ständiges treiben und kein Zug zum Sprung? im Forum Allgemein
Wiedereinsteiger und muss mich ständig beweisen
Wiedereinsteiger und muss mich ständig beweisen im Forum Allgemein
Stute ständig in Bewegung !?
Stute ständig in Bewegung !? im Forum Pferde Allgemein
Ständiges Kotwasser – Darm zu sauer?
Ständiges Kotwasser – Darm zu sauer? im Forum Pferdefütterung
Ständige Rosse, Mönchspfeffer
Ständige Rosse, Mönchspfeffer im Forum Naturheilmethoden
Thema: Ständig erhöhte/schwankende Leberwerte - bin ratlos