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Stallmiete immer schwerer zu stemmen, was tun?

Diskutiere Stallmiete immer schwerer zu stemmen, was tun? im Haltung und Pflege Forum; Hallo zusammen, entschuldigt das mir keine bessere Überschrift eingefallen ist.... Bisher war ich immer nur stillt Mitleserin, doch die...

  1. Fay1983

    Fay1983 Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    entschuldigt das mir keine bessere Überschrift eingefallen ist....
    Bisher war ich immer nur stillt Mitleserin, doch die Veränderung meiner Lebensumstände hat mich nun dazu bewogen hier zu schreiben, da ich im Real Life zurzeit mit niemandem darüber sprechen kann.

    Juni letzten Jahres habe ich mein Pferd gekauft, zu diesem Zeitpunkt arbeiteten mein Mann und ich Vollzeit, alles gut, die laufenden Kosten waren kein Problem. Das Pferd zog kurz nach dem Kauf in einen kleinen privaten Stall um. So weit, so gut.
    Ende letzten Jahres stand bei meiner Tochter (jetzt 10 Jahre) die Wahl der weiterführenden Schule an und auf dem von ihr und uns bevorzugten Gymnasium war ein Ganztagsangebot nicht möglich. Jetzt lebe ich nicht nur für mein Pferd und zu diesem Zeitpunkt war finanziell alles top. Mein Mann stand kurz vor Beendigung einer sehr teuren Fortbildung, welche auf einen Arbeitsplatzwechsel abzielte (mit sehr guten Aussichten!) und dementsprechend deutlich mehr Gehalt. Daher haben wir uns dazu entschlossen dass ich jobmäßig ab 09/2015 kürzer trete und keine 40 Stunden mehr, sondern "nur" noch 32 Stunden arbeite und für meine Tochter da zu sein.
    Zum Zeitpunkt dieser Entscheidung war es ja noch fast ein Jahr bis zu meiner Stundenreduzierung hin und wir waren sicher dass mein Mann auf dem zu diesem Zeitpunkt florierendem Markt ganz sicher etwas Neues hat. Ein Risiko, klar, aber kein sehr großes.

    Also wurde alles in trockene Tücher gepackt, ich bekam von meinem Arbeitgeber problemlos die Erlaubnis auf 32 Stunden zu reduzieren, meine Tochter wurde auf dem Wunsch-Gymnasium genommen - nur bei meinem Mann stellte sich leider kein Erfolg ein.

    Im Frühjahr diesen Jahres wurden zudem die Umstände in den kleinen Privatstall immer schwieriger (Husten durch mangelhaftes Heu, ect.) so dass ich mein Pferd umstellen musste. Ist bei uns in der Gegend nicht ganz so einfach etwas zu finden wo die Hü´s genug Auslauf haben. Ich beschloss zusammen mit einer Stallkollegin in einen Stall zu wechseln, welcher 23km einfache Fahrt von mir entfernt liegt. Dort steht mein Pferd immer noch und wir fühlen uns dort echt wohl!
    Dieser Stall kostet mich 380 Euro/Monat zzgl. die normalen laufenden Kosten und natürlich enorm viel Sprit.
    Zum Zeitpunkt dieses Stallwechsels hatte mein Mann auch den Jobwechsel so gut wie durch, mündliche Zusage war da, musste nur noch dem Betriebsrat vorgelegt werden...
    und daran scheiterte es dann nun doch leider... :-(

    Aktuell ist es nun so dass mein Mann immer noch keine neue Stelle in Aussicht hat, bei mir jedoch 1/5 des Gehaltes weggebrochen sind bei unverändert laufenden Kosten.
    So langsam muss ich auch teils an meine Rücklagen fürs Pferd ran um noch alles bezahlen zu können zumal sich im Moment die Extra-Kosten häufen (wie immer dann, wenn man es eigentlich nicht brauchen kann): Sattel muss angepasst oder ausgetauscht werden, neue Regendecke muss her, Hufe kaputt durch höheren Abrieb, Auto kaputt mit voraussichtlichen Werkstattkosten im 4-stelligen Bereich,....

    Tja und nun mache ich mir natürlich Gedanken....die Stunden wieder erhöhen kann ich nicht, das würde mein Chef auch nicht mitmachen. Mein Mann fordert von mir die hohen Pferdekosten zu reduzieren (das Pferd ist rein mein Hobby, weder mein Mann noch meine Tochter haben mit Pferden etwas am Hut), was ich natürlich verstehen kann.

    Ist halt leider manches im letzten Jahr unglücklich gelaufen. Das Problem ist eben dass sich für meine Familie (und auch mich) nicht alles nur ums Pferd dreht und meine Stundenreduzierung in diesem Fall auch gewünscht war um mehr Zeit für meine Tochter zu haben. Zugegebenermaßen war dies vorher mit 40 Stunden, Pferd, Haushalt ect. oft sehr schwierig.

    Eigentlich möchte ich mein Pferd aus dem neuen Stall nicht heraus reißen. Zumal, mit welcher Begründung? Habe bisher mit noch niemandem über dieses Thema gesprochen.
    Eine Weile kann ich dies über mein Erspartes (fürs Pferd, TA, ect) auffangen, nur das Geld ist auch irgendwann leer. Wie lange würdet ihr vom Ersparten das mit finanzieren? Bis es komplett leer ist oder früher die Reißleine ziehen? Und dann die große Frage - was dann? Pferd wieder umstellen (was nicht gut wäre) - und wohin? Stalltechnisch ist es bei uns echt schwierig....

    Sorry für den langen Text, aber im Moment geht es mir mit dieser Situation echt schlecht. War vielleicht jemand mal in einer ähnlichen Lage? Was habt ihr in diesem Fall gemacht? Euch jemandem anvertraut? Pferd verkauft oder umgestellt? Ausgeharrt?

    Ganz lieben Dank fürs Lesen!
     
  2. ruffian

    ruffian Schimmelreiterin

    Wie wäre es mit einer netten Reitbeteiligung? Bei dir scheint nicht allein das Geld, sondern auch die Zeit zu fehlen (wie so oft). Dein Stall scheint etwas größer zu sein, da sollte sich etwas organisieren lassen.
     
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  3. terrorschaf

    terrorschaf Bekanntes Mitglied

    Ich würde mit dem Chef offen reden, entweder kannst du wieder aufstocken oder suchst dir einen kleinen Nebenjob. Dazu eine reitbeteiligungen. An zwei drei Tagen musst du dann nicht hin. Spart auch Sprit. Gesparter Sprit, 100 von der rb, Nebenjob 200 Euro. Ist die stallmiete schon fast drin.
     
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  4. Knitty

    Knitty Inserent

    Hallo,
    Mensch das klingt ja echt schwierig.
    Hast du mal durchgerechnet wie viel im Monat genau fehlt?
    Wie viel könntest du durch einen Stallwechsel sparen?
    Käme eine RB in Frage? Die sich zumindest zeitweise an den Kosten beteiligen kann.
    An dein Erspartes würde ich nicht ran gehen, um dir das Pferd zu leisten. Für Sonderkosten vielleicht, aber nicht für die monatlichen.

    Überleg dir wo du sonst sparen kannst? Was du nicht mehr brauchst, was du vielleicht bei ebay verkaufen kannst.

    Ansonsten brauch dein Mann wohl dringend einen neuen Job...
     
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  5. ruffian

    ruffian Schimmelreiterin

    Das Finanzierungsproblem ist da, nachdem das Pferd noch kein Jahr dir gehört. Die letzte Option sollte der Verkauf sein. Es nützt dir nichts, wenn es dein Leben zerbröselt. Da wäre weniger Verpflichtung auch für den Spaß am Reiten besser, als Reitbeteiligung hättest du überschaubare Pferde-Kosten.
     
  6. Fay1983

    Fay1983 Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für eure zahlreichen Antworten, bin ganz gerührt :)

    Sorry, hatte ich vergessen: Ich habe bereits eine Reitbeteiligung für 2 Tage/Woche, welche mir 60 Euro/Monat zahlt. Meist fahre ich 4 Tage/Woche in den Stall (macht ca. 100 Euro Spritkosten/Monat OHNE Verschleiß). Einen Tag hat mein Pferd Pause, ist ja nicht mehr das Jüngste. Im Moment fahre ich auch immer öfter nur drei Tage (um Sprit zu sparen), was dann meinen Mann wieder auf den Plan bringt nach dem Motto "Wozu hast du ein Pferd in dem teuren Stall, wenn du eh nie hinfährst...." Also wie ich es auch mache ist es nicht richtig.

    Nebenjob ist nicht drin, bin ja erst zu im letzten Jahr zu meinem Chef von wegen Stundenreduzierung wegen Familie.....das haut nicht hin :-( Zumal mich mein Kind gerade jetzt schon sehr braucht, sie ist für ihre 10 Jahre noch sehr "Kind" und braucht nun einen gewissen Halt....und Unterstützung bei den Hausaufgaben....
    Habe ja in den letzten Jahren meine Mutterrolle schon sehr vernachlässigt und viel meinem Mann und meiner Familie "aufgebrummt" (auch schon vor meinem Pferd, immer RB gehabt ca. 3x/Woche, da ich ja ohne Pferde nicht "kann") und nun habe ich das Gefühl es meiner Familie auch irgendwo einfach schuldig zu sein.....
    Ist wie gesagt von uns auch so gewollt, auch mein Mann begrüßt es wenn ich mich jetzt mehr für die Familie einsetze. Der geht eher an die Decke wenn er merkt dass ich alles immer nur fürs Pferd tue....ist leider schwierig, wenn man der einzige Pferdemensch in der Familie ist, da stößt man auf wenig Verständnis.
    Momentan verticke ich schon alles was ich nicht dringend brauche in der Bucht um ein bissl mehr reinzuholen....

    Mein Mann bewirbt sich auch weiter fleißig, ist zurzeit aber ziemlich finster in seiner Branche.

    Zurzeit habe ich 380 Euro fix an Stallkosten, ca. 100 Euro reine Benzinkosten und ca. 50-150 Euro/Monat für Schmied, Impfungen, Reitstunden, Sonstiges. Ohne Tierarzt! Meine RB zahlt 60 Euro, also habe ich z.Zt. eine Belastung von ca. 500 Euro/Monat (mal mehr, mal weniger).

    Problem am Stallwechsel ist, dass ich das Gefühl habe dass meinem Pferd nicht antun zu können....wäre der 3. Wechsel in 1,5 Jahren :-(
     
  7. Fay1983

    Fay1983 Neues Mitglied

    Doch, das Pferd haben wir im Frühjahr 2014 gekauft :), also schon länger als ein Jahr.....
     
  8. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Also 400 Euro an Stallmiete ist schon mal ne Hausnummer. Und da sehe ich das größte Einsparungspotential. Ganz ohne das es dem Pferd dadurch schlechter gehen muss.
    ich sehe auch nicht das du da drum rum kommst, selbst wenn dein Mann jetzt Fix arbeit findet, die Summe scheint Generell für Zündstoff bei euch zu sorgen, gerade auch in Verbindung mit den Spritkosten. Du kommst ja auf 600 Euro Fixkosten im Monat.
     
  9. satine

    satine Inserent

    kann deine reitbeteiligung das pferd ganz übernehmen?
    klar gesprochen: du stellst ihm ihr zur verfügung und sie übernimmt die stallmiete + den hufschmied?
    er bleibt dein eigentum, du bist die gröbsten kosten los und bist auch zeitlich freier.
    reiten kannst du ihn ja immer noch, nur das deine rb die hauptnutzung hätte.
     
  10. Fay1983

    Fay1983 Neues Mitglied

    Hier in der Gegend sind Ställe leider generell eher teuer und die Haltungsbedingungen eher mau.

    Hattet jemand von euch schon einmal so einen Fall?

    Mir tut es eben auch für mein Pferd leid. Es ist gerade in eine neue Herde gekommen, hat zwar noch viel Stress aber ist dabei sich einzugewöhnen....und jetzt reiße ich es wieder raus :-(
     
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