1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Steinbrecht - Wer versteht, was er hier meint?

Diskutiere Steinbrecht - Wer versteht, was er hier meint? im Dressur Forum; und es ist doch ein Unterschied erstmal davon auszugehen ob jemand was positives sagen wollte, was man tun sollte wenn man eine Lektüre liest,...

  1. nasowas

    nasowas Bekanntes Mitglied

    und es ist doch ein Unterschied erstmal davon auszugehen ob jemand was positives sagen wollte, was man tun sollte wenn man eine Lektüre liest, zumindest sollte man unvoreingenommen sein, und am Ende zu entscheiden ob ich das für mich selber positiv finde. Das sind 2 paar Schuhe.
     
    Barrie und emmaxx gefällt das.
  2. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    dies kann ich nicht unbedingt so nachvollziehen, weil ja die vergleichbarkeit nicht so gegeben war wie heute und es nicht nachzuverfolgen ist, was "sinnvoll" war bzw warum. er war defintiv in einer gewichtigen position. wenn ich das mit heute vergleiche, könnte ich zum beispiel christoph hess nehmen, der eine gewichtige position in der FN hat. damit würde dies heißen, dass das, was er in den vielen clinics und seminaren sagt, dass dies "sinnvoll" und kein "selfpublishing" ist.

    @nasowas
    wenn ich einen autor nicht kenne, bin ich selbstverständlich unvoreingenommen. dann lese ich doch und bilde erst beim lesen mehr und mehr meine meinung. geht es dir anders?
     
  3. emmaxx

    emmaxx bekannt bissig ... :)

    ... und, nicht zu vergessen, nasowas, die Frage ist ja auch, ob ich persönlich überhaupt etwas in der Praxis damit anfangen kann bzw. können möchte ... und ob ich/mein Pferd auf dem Level sind, zu verstehen/anzuwenden ...
    Ganz viele Dinge in Büchern sind doch so deutlich über dem eigenen "reiterlichen Horizont", dass man ihren Tenor gar nicht wirklich erfassen kann ... lege ich so ein Buch z.B. für ein paar Jahre zur Seite und schnüffel in 10 Jahren (während ich mich reiterlich entwickele) noch einmal darin herum, fällt mir vieles wie Schuppen von den Augen, was mir vorher evtl. für überkandideltes Fachchinesisch und unlogischer Blödsinn vorkam ...

    Och, das ist doch relativ einfach ... man braucht doch nur die weitere Entwicklung der Pferdewelt anzusehen ... die immer wieder auf alte Grundsätze zurückkommt ... nur leider haben die Weltkriege hier ganz viel an Wissen usw. unwiderbringlich kaputtgemacht ... daher gibt es diesen harten Cut in der Nachkriegszeit ... da fehlten einfach die Leute, die die Flamme weitergetragen haben ... und man hatte andere Sorgen, als sich mit Reitkunst zu beschäftigen. Es entstand also eine Art Notwendigkeitsreiterei, die inzwischen in einer teils abstrusen "Showreiterei" gipfelt.
    Das ist aber mal wieder ein Exkurs in die Philosophie ...
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Feb. 2021
  4. nasowas

    nasowas Bekanntes Mitglied

    Grundsätzlich geht es mir genauso und das wollte ich damit auch nur sagen. "Positiv" rangehen heisst nicht dass man es am ende auch positiv sehen muss was man liest.
    Manchmal hat man aber schon was über den Autor gehört oder das Thema und ist voreingenommen in die eine oder andere Richtung!
     
  5. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Ganz klares "Nein" hierzu!
    Also ja, damals war das Drucken eines Buches noch teurer und ja, es wurde weniger veröffentlicht.
    Aber das macht genau gar keine Aussage darüber, ob der Inhalt eines Buches sinnvoll war oder nicht. Nur darüber, ob diejenigen, die darüber zu entscheiden hatten, ob veröffentlicht wird oder nicht, den Inhalt sinnvoll fanden.
    Keine Ahnung, wer das im Fall des Steinbrecht war (das Ding erschien Ende des 19. Jahrhunderts, oder?), aber als Beispiel aus neuerer Zeit muss man sich nur das dritte Reich anschauen. Da wurden Dinge wie "mein Kampf" und andere extrem fragwürdige Schriften munter veröffentlicht und verbreitet, während viele heute als sinnvoll erachtete Werke verboten waren oder nie zum Druck kamen.
    Drum, Vorsicht damit. Nicht alles, was alt und gedruckt ist, ist automatisch sinnvoll und richtig. Und ein strenges Lektorat sagt nix über Sinnhaftigkeit der Bücher aus, nur darüber, ob der Lektor die sinnvoll fand.

    Ich weiß jetzt nicht, wie Steinbrecht veröffentlicht hat (hat er eh gar nicht selbst, oder?) und ob überhaupt über einen Verlag oder selbst gedruckt, aber auch damals wars sehr wohl möglich, selbst ein Buch drucken zu lassen, ohne Kontrolle und ohne Verlag, auf eigene Kosten - und dann gabs keinen Lektor und kein garnix.
    Sprich, Selfpublishing war da schon genauso möglich wie heute, und wurde auch gemacht, es war nur teurer als jetzt. Kierkegaard zB (Anfang bis Mitte 19. Jahrhundert, also nur etwas vor Steinbrecht) hat seine Schriften allesamt selbst veröffentlicht, weil er keine Kontrolle durch einen Verlag wollte. Da hat niemand Korrektur gelesen, das war alles Selfpublishing.
     
    Farooq, kaawa, pjoker und 6 anderen gefällt das.
  6. emmaxx

    emmaxx bekannt bissig ... :)

    Yo, Lore ... danke für den Exkurs in das Verlagswesen ... :)

    Es sagt ja keiner, dass man alles kritiklos hinnehmen muss, aber man darf doch trotzdem erstmal neutral/positiv an die Sache herangehen und bei Verständnisproblemen den Fehler zuerst bei sich suchen ... und dann weiter nachdenken ... ganz so unbedarft bin ich ja nun auch nicht ...
     
  7. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Natürlich darf (und sollte!) man neutral an Sachen herangehen, dazu hab ich aber auch mit keinem Wort etwas geschrieben, also keine Ahnung, warum du das nun sagst.

    Aber was du oben geschrieben hast, ist halt einfach falsch. Drum wollte ich das gerne richtigstellen.
     
    Farooq, kaawa, sokrates und 5 anderen gefällt das.
  8. ruffian

    ruffian Inserent

    Es wurde nicht über "sinnvoll" entschieden. Wie du im ersten Satz schon schreibst, war das schon immer eine unternehmerische Entscheidung der Verlagsleitung. Man veröffentlichte auch damals vor allem das, was man für verkäuflich gehalten hat. Und das richtet(e) sich nicht nur nach dem Inhalt, sondern auch nach dem Verfasser. Ein "nobody" in der Szene hat es da immer schwerer, weil man einem Menschen mit Amt oder Position mehr Fachkenntnisse zutraut. In wie weit das im Einzelfall zutrifft, das darf und durfte diskutiert werden.
     
    Lorelai gefällt das.
  9. emmaxx

    emmaxx bekannt bissig ... :)

    Nun, um den Disput über die Bücherschreiberei an sich abzukürzen ... ich sehe das ein bisschen wie mit den Nachrichten ... die in der Tageszeitung oder öffentlich-rechtlichem Fersehen sind normalerweise (!) gut recherchiert und glaubwürdig ... in der Bild-Zeitung oder bei den privaten Sendern eher weniger ... :)
     
  10. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    In anderen Epochen wird man auch anderes als sinnvoll empfunden haben als später irgendwann. Gerade auch in der Ausbildung von Pferd und Reiter.

    Gesendet von meinem SM-G960F mit Tapatalk
     
    obsession und nasowas gefällt das.
Die Seite wird geladen...

Steinbrecht - Wer versteht, was er hier meint? - Ähnliche Themen

Schmusen - mit dem Pferd, was versteht ihr darunter?
Schmusen - mit dem Pferd, was versteht ihr darunter? im Forum Allgemein
Spitze am Kronrand - was genau versteht man darunter?
Spitze am Kronrand - was genau versteht man darunter? im Forum Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates
Was genau versteht ihr unter Bodenarbeit? Was ist sinnvoll?
Was genau versteht ihr unter Bodenarbeit? Was ist sinnvoll? im Forum Bodenarbeit
Absoluter Turnierneuling verstehts nicht :)
Absoluter Turnierneuling verstehts nicht :) im Forum Allgemein
Was versteht Ihr eigentlich unter Westernreiten?
Was versteht Ihr eigentlich unter Westernreiten? im Forum Westernreiten
Thema: Steinbrecht - Wer versteht, was er hier meint?