1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

studie zum thema gibiß/gebißloses reiten

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diskutiere studie zum thema gibiß/gebißloses reiten im Allgemein Forum; hab letztens diese studie entdeckt, die bei wkw ziemlich kontrovers diskutiert wird und die in dem thread "wer mit gebiß reitet ist ein...

  1. coole-socke

    coole-socke Inserent

    hab letztens diese studie entdeckt, die bei wkw ziemlich kontrovers diskutiert wird und die in dem thread "wer mit gebiß reitet ist ein tierquäler" gipfelte... würd mich mal interessieren wie ihr hier das thema beurteilt. ich stell den text mal in voller länge rein:

    Gebisslose Zäumung

    Der inzwischen emeritierte Professor W. Robert Cook von der Tufts University, der übrigens in keiner Literaturangabe veterinärmedizinische Fachbücher zum Thema Atemwegserkrankungen fehlt, hat über eine Periode von drei Jahren an über 100 Pferden die Probleme der Atmungsphysiologie mit und ohne Gebiss untersucht. Seine Ergebnisse fasst er zusammen in folgenden Punkten:

    Das Gebiss ist physiologisch kontraindiziert, weil es im Maul des Pferdes eine permanente Schmerzquelle darstellt und Auslöser einer Trigeminus-Neuralgie ist, welche sich auf den gesamten Kopf auswirkt, die Ausgewogenheit der Bewegung sowie die Leistungsfähigkeit des Pferdes behindert. Auf Seiten des Pferdes ruft es Widerstand hervor, der für Entwicklung einer vertrauensvollen Kooperation zwischen Pferd und Reiter ein Hindernis darstellt und eine ganze Reihe von Störungen hervorruft, die bisher als nicht Gebiss induziert erkannt worden sind. Z.B. Obstruktion der oberen Luftwege, Dorsalverlagerung des Gaumensegels, Kopfschütteln, Luftröhrendeformationen, Lungenbluten, Epiglottis-Entrapment, (Festliegen des Kehldeckels).

    Was für uns als Reiter am interessantesten ist, ist die „neurologische Konfusion“, die das Pferd durch das Gebiss erfährt. Wird dem Pferd ein Gebiss ins Maul gelegt, so erhält es das physiologische Signal „Fressen“. Mit dem Zungendruck und dem Mundschluss beginnt ein Reflex, er wird ausgelöst, sobald das Futter (und auch das Gebiss) den Zungengrund und harten Gaumen berührt. Diese Reflexe werden durch den Parasympathikus geregelt, d.h. sie laufen automatisch ab. Das Pferd macht Kaubewegungen, der Speichelfluss beginnt. Die Zusammenziehung des Maulbodens, die Hebung des Gaumensegels und das Vordrücken der hinteren Rachenwand versuchen die Nahrung in die Speiseröhre zu drängen; die Luftwege werden durch die Speiseröhre abgeschlossen. Dies geschieht durch den Kehldeckel (Epiglottis → auf der Zunge liegend). Der Rachen hat offene Verbindungen zur Nasen- und zur Mundhöhle und zum Kehlkopf.

    Im Unterschied zu uns Menschen und zum Hund, kann das Pferd nur durch die Nasenhöhlen einatmen weil das Gaumensegel in Atemstellung unter dem Kehldeckel liegt. Die eingeatmete Luft gelangt über den unteren Nasengang in den Rachenraum. Dieser wird durch ein breites Gaumensegel von der Maulhöhle abgeschlossen. Der Kehlkopf ist das Anfangsstück der Luftröhre. Seine wichtigste Aufgabe, Verschluss der Luftröhre beim Schluckakt, wird durch den Kehldeckel erfüllt. Erhält das Pferd das Signal „Bewegung“, wird eine ganz andere Reihe von Reflexen ausgelöst, welche überwiegend durch den Sympathikus reguliert werden. Von ihm wird z. B. der Kampf- und Fluchtreflex gesteuert.

    Das Pferd ist programmiert zu fressen oder zu galoppieren. Es kann nicht beides gleichzeitig tun. Die Einwirkung des Gebisses ruft neurophysiologische Reaktionsmechanismen hervor, die denen für körperliche Arbeit benötigten diametral entgegenstehen.

    Fressen und schnelle Fortbewegung sind sich gegenseitig ausschliessende Aktivitäten.

    Zum Fressen benötigt das Pferd den Speichelfluss (Parasympathikus). Während der schnellen Fortbewegung sollte der Speichelfluss ruhen, im Gegensatz zu alten Lehrmeinungen sollte das Pferd ein trockenes Maul haben.

    Zum Fressen sollte das Pferd in entspannter mentaler Verfassung sein (cholinergene Regulationsmechanismen). Zum Galoppieren müssen die Sehnen gespannt, das Blut gesammelt, die Zähne zusammengebissen und die Nüstern gebläht werden (adrenergene Regulationsmechanismen). Die Araber sprechen vom „Trinken der Lüfte“.

    Zum Fressen muss das Pferd das Maul öffnen, was bedingt, dass in der Maulhöhle eine gewisse Menge an Luft vorhanden ist. Beim Galoppieren müssen die Lippen geschlossen und in der Maulhöhle sollte keine Luft mehr vorhanden sein.

    Beim Fressen aktiviert das Pferd Kiefer, Lippen und Zunge. Beim Galoppieren sollten alle diese Strukturen unbeweglich sein.
    Beim Fressen erweitert das Pferd den Maulrachen auf Kosten des Naserachens. Beim Galoppieren umgekehrt.

    Beim Grasen und Saufen senkt das Pferd normalerweise den Kopf und Hals, das Genick (Atlanto-Occipitalgelenk) ist voll gestreckt. Das gekaute Gras kann in einem halbflüssigen Futterstrom in die offene Speiseröhre fliessen. Die Atmung ist nicht unterbrochen und der Geruchsinn als Warnfunktion ist aktiv. Getrunken wird in rhythmischen Schlucken mit wiederholtem kurzfristigen Schliessen der Stimmritze. Durch diesen Mechanismus und durch die Schwerkraft wird verhindert, dass Wasser in die Atemwege gelangt.

    Zum Galoppieren in hoher Geschwindigkeit müssen Kopf und Hals angehoben und das Genick gestreckt werden. Die Stimmritze ist gestreckt und der Speiseröhrenschliessmuskel ist geschlossen.

    Das Gebiss führt zu falscher Genickwinkelung. Um mit dem Gebiss auf die Laden einwirken zu können, muss das Pferd das Genick beugen („durch das Genick treten“). Eine solche Genickbeugung ist mit offenen und unbehinderten Atemwegen u n v e r e i n b a r.

    -Helft mit ein neues Bewusstsein zu schaffen
    -Geht neue Wege
    -Seit offen und habt vertrauen

    Eure Pferde danken es Euch !!!!
     
  2. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Guck mal Socke, das hatten wir schon:

    http://www.reitsportforum.de/showthread.php?t=16094

    Da kannst du ja schon nachlesen, was wir davon halten, haben einige was dazu gesagt - und wenn noch Fragen übrig bleiben, dann kannst du sie in dem Thread anhängen... ;)

    Ich mach hier mal zu.
     
Die Seite wird geladen...

studie zum thema gibiß/gebißloses reiten - Ähnliche Themen

Studie zum Thema Trittverletztungsrisiko Barhuf versus Beschlag
Studie zum Thema Trittverletztungsrisiko Barhuf versus Beschlag im Forum Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates
Das Pferd im Rahmen medizinischer Studien
Das Pferd im Rahmen medizinischer Studien im Forum Sonstiges
Schenkelweichen im Trab? Dressurstudien
Schenkelweichen im Trab? Dressurstudien im Forum Dressur
Studienanfang in fremder Stadt - Wege aufs Pferd
Studienanfang in fremder Stadt - Wege aufs Pferd im Forum Allgemein
Studie: Meinem Pferde nur das Beste! Aber wie viel und warum genau?
Studie: Meinem Pferde nur das Beste! Aber wie viel und warum genau? im Forum Haltung und Pflege
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Thema: studie zum thema gibiß/gebißloses reiten