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Stute geht nicht allein ins Gelände!

Diskutiere Stute geht nicht allein ins Gelände! im Allgemein Forum; Meine Freundin und ich haben folgendes Problem: Wir haben jetzt seit ca. 1 Jahr zwei Pflegepferde, wir haben dort keine Halle und gehen deshalb...

  1. DreamFairy<3

    DreamFairy<3 Guest

    Meine Freundin und ich haben folgendes Problem:
    Wir haben jetzt seit ca. 1 Jahr zwei Pflegepferde, wir haben dort keine Halle und gehen deshalb eben immer ins Gelände.
    Jetzt ist es nur so dass unsere zwei Hafis sich nicht von einander trennen können..
    Das heißt wir können uns auf einem Ausritt nur so weit von einander trennen dass die beiden sich noch sehen können...
    Es ist zwar nicht so schlimm für uns beide, da wir sowieso nur zu zweit mit ihnen ausreiten..
    Aber es wäre schon mal schön wenn der eine mal vorrausreiten könnte, ohne dass irgendwann der Hafisturkopf durchkommt und man sie nur noch mit Mühe vorwärts bekommt.

    Wäre super wenn jemand Tipps für uns hätte!

    Danke schon mal für alle Anworten ;)
     
  2. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    gerade unter "freizeitreitern" begegnet es mir häufiger, dass diese reiter solche sachen machen wollen wie ihr mit dem trennen während eines ausritts oder auch so was, dass es möglich sein muss, dass man sich bei einem gruppenausritt reglemäßig überholt. die postionen wechselt und wieder aneinander vorbeitrabt.

    wenn du mit "richtig guten" reitern zusammen ausreitest wirst du feststellen, dass diese sich weder trennen wollen noch gegenseitig im trab oder gar galopp überholen. außer, es besteht absolute notwendigkeit dazu!!

    ich mag dir da den ratschlag geben, dass euch andere sachen wichtiger sein wollten. regelmäßiger, sehr guter unterricht zum beispiel. udn auch ausritte, die von der konzetration aufs pferd her mindestens gleichwertig sind zur gymnastizierung auf dem platz.

    sich trennen beim ausritt ist einfach ziemlich großer müll für die psyche der pferde. es macht unruhig genauso wie sich zu überholen.

    da kommt kein "haffisturkopf" durch. dir zeigt dein haffi, dass er zumindest in solchen situationen nicht mehr an den hilfen steht!
    dafür kann er ncihts aber du kannst dich versuchen zu bessern.

    je besser ihr reiten lernt, desto bessser könnt ihr die pferde an die hilfen stellen.
    arbeitet lieber dadran - also an der durchlässigkeit - als euch aufgaben zu stellen, die euch misslingen und die die pferde gegen euch einstellen, weil ihr ins ziehen oder schimpfen kommt.

    je besser euer unterricht und je besser eure reiterlichen fähigkeiten um so einfacher wird es euch gelingen, dass ihr euch wirklich trennen könnt, wenn es mal absolut notwendig sein sollte. weil eine zb ihr handy verloren hat und die andere dringend zum stall zurück muss weil sie abgeholt wird als beispiel.
     
  3. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Ulrike, grundsätzlich hast du Recht, was das Reiten lernen etc. betrifft. Besseres Reiten = bessere Kontrolle.
    ABER: Pferde müssen auch im Gelände voneinander weggehen können, es muß möglich sein, die Position zu wechseln, eine andere Richtung einzuschlagen etc.
    Beispiel: Du hast beim Ausritt etwas fallen lassen, das liegt nun 200 Meter entfernt am Wegesrand. Also wendest du und reitest zurück. Es wäre albern, nun die ganze Gruppe (oder die zweite Reiterin) mitnehmen zu müssen, weil das eigene Pferd sich nicht von der Gruppe löst.
    Oder du mußt zurückreiten, um Hilfe zu holen etc.
    Ein Positionswechsel ist ebenfalls wichtig, wenn das vorangehende Pferd z.B. nicht über die Brücke gehen mag. Dann reitet man flüssig daran vorbei und geht zügig über die Brücke. Meistens folgt das zögernde Pferd dem vorderen hinüber.

    Es hat also (wieder einmal) mit Vertrauen und gutem Reiten zu tun. Je besser ein Pferd ausgebildet ist und an den Hilfen steht, desto leichter kann man es in solchen Situationen händeln...
     
  4. satine

    satine Inserent

    :bahnhof: genau die aufgezählten Dinge wurden früher beim Reiterpass abgefragt. Warum sollte das also nicht mit "gutem reiten" zu tun haben?
    Auch beim Jagdreiten war es dann später wichtig, das Pferd innerhalb des Feldes individuell kontrollieren zu können.

    Dreamfairy, wie ist es denn, wenn ihr spazieren geht?
    Habt ihr die Pferde am Boden so weit im Griff, dass ihr überholen, trennen, etc. erstmal so üben könnt?
    Ich nehme mal an, dass aus den Beiden dort keine anderen Pferde stehen?
    Dann wäre dieses Problem ganz typisch.
    Kaum ein Pferd ist gerne alleine. Dementsprechend muss man da mit viel gefühl dran.
    Trennungen sollten zunächst nur wenige Minuten dauern und die Pferde sollten wieder zusammengebracht werden, bevor sie sich hochspulen. So kann man dei Beiden Stück für Stück daran gewöhnen, dass der andere wiederkommt.
    Wichtig ist, dass ihr die Beiden für ihr Verhalten nicht straft, da sie das nicht verstehen würden. Sie gehen ja nur ihrem Instinkt (Herdentrieb) nach.
     
  5. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    meine reiterlichen erlebnisse seit 35 jahren (jetzt klinge ich schon wie husar...) zeigten mir, dass die angesprochenen punkte schwachen reitern wichtig sind. wenn ich mit guten reitern unterwegs bin/war, ist es immer so gewesen, dass alle angehalten haben und ggf zum teil mit umdrehten. reitet man mit jemanden aus, der nur im sattel rumhoppelt und der kaum reiterliche basis beherrscht, dann wird geredet, dass so was wichtig ist.
    für mich sind das falsche prioritäten und ich habe es in all den jahren nie erlebt, dass es notwendig war, außer man traf sich mitten im wald und verabschiedete sich mitten im wald, weil man aus unterschiedlichen richtungen kam.
     
  6. satine

    satine Inserent

    Ulrike,
    ich bin wahrlich so unbescheiden von mir zu behaupten, dass ich kein schlechter Reiter bin. Gerade mein ü 20 Jagden haben mir das bewiesen.
    Klar kann ich anhalten und warten.
    Natürlich passe ich mich dem Können des schwächsten reiters einer Gruppe an, bzw. dem, des Pferdes, welches in der Ausbildung weiter hinten steht.
    Aber ich bin schon ziemlich oft in Situationen gekommen, in denen es wichtig, nötig und zum Teil lebenswichtig war, gerade den Herdentrieb kontrollieren zu können.
    Ein durchgehendes Pferd ist schlimm, zwei sind blöd, aber wenn dann der ganze Pulk mitprescht, wird es auch nicht besser.
    Auf Jagden trifft man ja leider häufig reiter, die ihre Können völlig falsch einschätzen. Auch da habe ich schon durchgehende Pferde eingeholt, überholt und ausgebremst bevor schlimmeres passiert.
    Ein zuverlässiges geländepferd sollte jederzeit an den Hilfen stehen.
    So wie ich dich inzwischen "kenne" sind wir uns in diesem Punkt einig.
    Warum sollte dieser Punkt dann also in diesem Fall ganz außer Kraft gesetzt werden? :bahnhof:
    Warum gab (oder gibt es den noch?) den reiterpass als FN Abzeichen in dem Positionswechsel, kontrolliertes überholen in allen Gangarten, ausscheren aus der Abteilung, etc. explizit gefordert werden? Klar, unser Können war damals nicht herrausragend, aber wir konnten unsere Pferde nachweislich im Gelände kontrollieren.
     
  7. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Also hier ist es oft so das man alleine zu Hause los reitet und sich unterwegs trifft. Das hat was mit der Größe der hiesigen Ställe zu tun oder damit das man zufällig unterwegs jemanden trifft.
    Und genau so lösen sich diese Gruppen später auch wieder auf.
    Das wäre fatal wenn da jemand weder Tempo noch Richtung bestimmen können.
    Auf die Geier die unbedingt vorne marschieren müssen nimmt man da schon Rücksicht, aber das wird schon lustig wenn man zwei von der Sorte dabei hat.
    Das ist einfach umsichtiges reiten, weitergedacht als von hier bis jetzt, aber ganz bestimmt kein Getue on Anfängern. :noe:
     
  8. Habiba

    Habiba Inserent

    @Ulrike, ich muss mich meinen Vorschreiberinnen mal anschließen. Kannst du mir erklären, wieso gute Reiter zusammen bleiben müssen, wenn sie im Gelände unterwegs sind und schlechte Reiter es für notwendig erachten auch mal wegreiten zu können? Mir erschließt sich der Sinn nicht ganz. Und aus eigener (keine 35, aber 20 Jahre) Erfahrung kann ich dir sagen, dass es schon 100te Male absolut unumgänglich war, dass ich umdrehen konnte, dass Tempo und/oder die Richtung ändern konnte, ohne das mein Pferd sich aufregt. Unsere kennen das alle nicht anders, da regt sich keines auf, da gibt es keine Gerufe nach den anderen o.ä.

    @TE: einfach mit kleinen Übungen anfangen. Eventuell sogar besser beim Spazierengehen und nicht gleich aus dem Sattel. Einfach für fünf Minuten trennen und dann wieder zusammen kommen, einfach dass die zwei sehen, dass nichts passiert und das sie sich wieder sehen. Und das dann langsam steigern...

    LG
    Diana
     
  9. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ja - das ist aber etwas, was man nicht "übt".

    du weißt dann selbst, wie *****isch einige leute reiten - gerade auch auf jagten. es sind die schwachen reiter, die rücksichtlos überholen und es sind die guten reiter, die sich dem tempo der anderen anpassen und vorausschauend reiten.
    der schwache reiter erzählt einem dann, wie schwierig sein pferd sei.

    natürlich bliebe ich im schritt, wenn ein reitschüler verkehrt reitet und mich im wilden galopp überholt. aber es ist dann kein thema, das ist etwas was man macht.
    es wird bloß durch "üben" nicht besser. das wird durch reiten lernen besser.

    es ist nach aller erfahrung unnütz, das verhalten des ponys zu beobachten, wie "das klebt so doll am anderen und setzt seinen ponysturkopf durch"
    der gute reiter beobachtet nicht das pferd in seinem verhalten sondern der gute reiter kontrolliert seinen sitz, seine becken- udn schenkelposition, den zügelkontakt, wie sehr der motor an ist und der rücken schwingen kann. gerade dann, wenn es not tut - also nicht nur beim dresssurreiten.
     
  10. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    "der sinn" besteht daran, dass es nicht notwendig ist! es ist nicht schön fürs pferd. aus respekt vor dem pferd vermeidet man es. der reiter sollte stehts rücksicht auf das pferd nehmen, dies ist für mich grundlage der reiterlichen erziehung. . natürlich "KANN man auch mal wegreiten"!! aber man MUSS nicht! es ist nicht chic, wenn man das schafft. ich höre von bestimmten reiterkreisen, dass es den wert der reiterlichen ausbildung zu heben scheint, wenn man eben zum besipiel umdrehen kann, wenn man etwas verloren hat, es aufheben kann und den anderen nachfolgt. um bei dem beispiel zu bleiben. nun stellt euch aber mal einen spaziergang ohne pferd vor: würden 3 freunde weitergehen, wenn der 4. seine zigarettenpackung verloren hat? nein - würden sie nicht! es wäre absolut unhöflich dem schussel gegenüber!! es würde sogar einer ggf mitkommen und suchen helfen! aber unter jenen reitern gilt es beinahe als gesichtsverlust, etwas, was man üben muss.... mein kopfkino, was aus den vielen jahren erlebnissen entsteht, sagt mir, dass das gerade diejenigen sind, die ihr pferd - wenn andere davon galoppieren - nicht kontrollieren können... lass es ein saudämliches vorurteil sein.
     
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