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Stute ist im Gelände schwierig!!! Eure Erfahrungen

Diskutiere Stute ist im Gelände schwierig!!! Eure Erfahrungen im Pferde Allgemein Forum; Hallo meine Lieben, ein paar haben es ja mitbekommen, dass ich zur Zeit die Stute meiner Mutter (Angstreiterin) im Gelände reite und meinen...

  1. Fesia

    Fesia Bekanntes Mitglied

    Hallo meine Lieben,

    ein paar haben es ja mitbekommen, dass ich zur Zeit die Stute meiner Mutter (Angstreiterin) im Gelände reite und meinen Wallach als Handpferd mitnehme.

    Zur Comte (Hauptdarstellerin): sie ist 10 Jahre alt und war bis 4,5 Jahren Zuchtstute (2 Fohlen), hat einen ausgeprägten Alpha-Charakter und steht zu Ihrer Meinung (völlig klar im Kopf). Sie ist im Gelände sehr schreckhaft und macht blitzschnell auf der Hinterhand kehrt (Bocken und Steigen werden angedroht aber bisher nicht durchgezogen).

    Meine Mutter als Angstreiter hat sich nie alleine ins Gelände getraut und wenn sie mal mit jmd. war, wurde immer die gleiche Strecke zurück gelegt.
    Da ich sie jetzt aber 2 mal die Woche (seit zwei Monaten) mit raus nehme, merke ich es wird nicht besser. Selbst Don der als Handpferd die Ruhe selbst ist, interessiert sie nicht.

    Über den Satz des Reiters "da ist keine Puma, vertrau mir und Don", lacht sie und weiß es besser. Kurz und Knapp, sie vertraut nur sich selbst und sonst keinem :-( Hinzu kommt noch das Fiasko von Gestern, dass die mich nicht mit Berechnung irgendwo abstreift hat ist alles. Wollte dann auch vor lauter Garstigkeit meinen verkloppen, also ritt ich einhändig im Travers durchs Gelände. Sie ist nicht böse, aber als ob sie dann gefrustet ist und es rauslassen will.

    Als ob man wie bei Welpen die Prägungsphase verpasst hätte.
    Ich habe es mit sehr viel Lob versucht, langer Züger und Gelassenheit von Mir, in Anlehnung falls es Ihr Sicherheit gibt, mit ein bissl Druck (nur bei ihren Aussetzern), mit Verlass-Handpferd, absteigen und so oft an der Gefahr vorbei laufen bis es geht und bei Garstigkeit (Überrennen, schnappen etc.) auch mal mit Zahn ziehen -> nichts kommt an.

    Habt ihr mit was anderem Erfolg gehabt, was mir jetzt nicht einfällt?

    Ich will ihr helfen, dass sie das Gelände genießen kann und auch mal akzeptiert und darauf vertraut dass andere es besser wissen.

    Ach diese Aussetzer hat sie auch auf dem Platz oder in der Halle, wenn sie einfach nicht mehr will oder schlecht drauf ist. Es ist nicht mein Pferd und die Erziehung ist meiner Mutter geschuldet. Habe ihr schon gesagt, sie darf keine Kompromisse mehr machen und der Stute ihren Alpha-Beherrschungs-Willen nicht durch gehen lassen. Vom Boden aus im Alltag ist sie ein Lamm.
     
  2. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    So wie du das beschreibst, passen deine Mutter und ihr Pferd nicht allzu gut zusammen, fürchte ich. Einen Charakter "korrigiert" man nicht mal eben so.

    Deine Mutter hat die schon seit über fünf Jahren und die ganze Zeit ist das so? Oder hat die die neu, war die dazwischen woanders?
     
  3. Fesia

    Fesia Bekanntes Mitglied

    Meine Mutter hat die Stute vom "Dorf-Züchter" gekauft und selbst angeritten. Sie hat durch ihre Angstreiterei immer dem Pferd das Selbstbewusste entscheiden gelassen.

    Das die nicht zusammen passen, da hast du absolut Recht. Da mein Vater aber momentan schwer depressiv ist und meine Mutter fast einmal die Woche einen Nervenzusammenbruch bei mir bekommt, möchte ich nicht auch noch so hart sein ihr das Pferd abzuschwatzen.

    Ich versuche mich so viel wie möglich mit der Stute zu beschäftigen und wenn sie merkt ich sitze drauf (Halle oder Platz) haben wir meistens nur eine Mini-Diskussion und dann läuft die Sache rund. Da ich aber mein eigenen Gaul habe, dazu noch einen 100%Job und 7-10 Reitstunden in der Woche ist meine Zeit einfach begrenzt.

    Ich hoffe durch das Gelände für mehr Auslastung für´s Stütchen.
     
  4. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Naja, du kennst die Standard-Antworten wahrscheinlich ja schon. Um den Kreis zu durchbrechen, müsste deine Mutter lernen, nicht das Pferd. Aber das sagt sich so leicht in der Theorie.

    Nur damit man die Situation einschätzen kann, deine Mutter hängt am Pferd, völlig ok. Ist sie unzufrieden mit dem Reiten und hätte das gern anders?

    Das ist gar nicht so leicht, finde ich. Wie gesagt, grade Stuten sind manchmal wie sie sind. Da machste nix dran.

    Schon mal versucht, erst zuhause zu reiten und dann mit dem müden Pferd ins Gelände? Doppeleinheiten sind natürlich auch nur kurz eine Hilfe, bis sich die Kondition anpasst. Aber mehr fällt mir grad nicht ein. Doof!

    Wie ist spazieren gehen? Mag deine Mutter das tun? Mache ich manchmal mit meinem Dreijährigen an den brenzligen Stellen draußen, damit er sie kennenlernt, aber weder mich noch sich schnell in Gefahr bringen kann, indem er beim Scheuen Mist baut, steigt, fällt, irgendwas.
     
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  5. Fesia

    Fesia Bekanntes Mitglied

    Naja dazu muss ich etwas ausholen.

    Comte hat "anscheinend" ein Schei... Problem, das liegt am lignin-Anteil im Heu welches wohl Gährungen im Blinddarm verursacht und Pferd nicht kacken kann. Sie kackt sehr große Häufen aber dafür etwas weniger in der Anzahl als meiner. Mit wenig Lignin-Anteil ist es aber auch nicht besser, Hefe-Kulturen nützen auch nichts.

    Sobald Comte in der Halle nicht loslässt oder empfindlich ist, schiebt es meine Mutter immer darauf und jammert einem 60 min. die Ohren voll "die macht schon wieder am kacken rum, bla bla bla". Wenn ich dann sage, das macht sie bei mir nicht und sie soll richtig reiten, weil wenn die das Becken nicht richtig kippt und loslässt ist das konterproduktiv für´s kacken, ist sie den Tränen nah.

    Dann hat Püppi noch ein Pollen-Problem und hustet ab und an, das ist auch eine Ausrede meiner Mutter warum das Pferd heute nicht am Zügel gehen kannt. Bei mir schnaubt die in ihrer Zügellänge ab und gut ist.

    Also man merkt deutlich, das Comte meine Mutter manipulieren kann und tut das auch. Eine kurze Seite in der Halle reitet meine Mutter gar nicht an der Bande, weil Pferd immer einen Satz macht, weil böse Pumas und so.... Bei mir nicht mal ansatzweise :bloed: Ich will damit sagen, normal ist das Pferd nie schuld (auch bei mir nicht), aber manche sind berechnend und meine Mutter hat sie zudem gemacht was sie ist :autsch:

    Es gibt Tage an denen die bei meiner Mutter läuft wie ein Örgelchen und darum hängt sie an hier und will sie nicht verkaufen. Wäre immer alles Kacke, hätte sie die Einsicht. Meine Mutter kann reiten (Lektionen SH, Travers usw.), nur ihre Angst ist ständig dabei
     
  6. schnecke

    schnecke Inserent

    Ich würde jetzt fast behaupten, du redest von meiner Stute. Sehr schreckhaft im Gelände, Platz, Halle. An der Hand ein Lamm. Allerdings bekommt meine keine Ausraster.
    Ich habe meine seit 4 jährig, war grade angeritten. Bin mit ihr von Beginn an viel zu anderen Ställen gefahren, damit sie was sieht. Sie ging von Anfang an mit ins Gelände, erst als Handpferd, später mit einem erfahrenen Pferd und mir drauf. Ich habe wirklich alles versucht, dass sie ruhiger, chilliger wird. Hat es was genutzt? Nein! Es gibt gute Tage und es gibt weniger gute Tage, aber das Schreckhafte ist geblieben. Sie bekommt dabei zwar keine Anfälle, sondern erschreckt sich "nur" mit einem Hüpfer und einer 180°-Wendung, aber ganz weg ist es nie gegangen. Ich glaub einfach, einen schreckhaften Charakter ändert man nicht. Es ist allerdings mit zunehmender Rittigkeit besser geworden. Ich kriege sie mittlerweile also an Gruselstellen vorbei geritten. Ich ignoriere das mittlerweile einfach, denn wenn ich heute mit ihr ausdiskutiert habe, dass gefällte Bäume ungefährlich sind, heißt es nicht, dass die morgen auch noch ungefährlich sind
     
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  7. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Hat deine Mutter dich denn um Hilfe gebeten? Ist sie unzufrieden damit?

    Ich kenne diese Erklärungen, dass das Pferd nie Schuld ist und irgendwas mit Vertrauen und blabla. Aber manchmal muss man diese Leute einfach laufen lassen. Ist natürlich schwer, wenn's die eigene Familie ist.

    Ich denke aber, nicht jeder ist dazu geeignet, ein Pferd zu erziehen. Ist nur immer schade, wenn solche Leute an dominante Pferde geraten.
     
  8. Fesia

    Fesia Bekanntes Mitglied

    @schnecke na du machst mir Hoffnung :eek: Aber wenn es nicht besser wird, muss sie halt meinen im Gelände reiten und ich nehme die Trulla

    @Frau Horst

    Ich weiß was du denkst und ich bin da voll bei dir. Ja sie hat mich um Hilfe gebeten und mir stößt es auf dass ich nicht so ehrlich direkt wie sonst sein kann (hab nun mal psychisch kranke Eltern). Sie ist schon deutlich dominanter auf dem Pferd geworden, aber macht immer noch viele Kompromisse.

    Am Boden ist meine Mutter die Dominanz in Person, da bin ich ja fast inkonsequent dagegen. Ich hab sie da schon bremsen müssen, weil man kann nicht den Frust in Dominanz am Boden auslassen. Das ist unfair
     
  9. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    jo, und wieder mal passt da dann der satz hervorragend: wie der herr ....sos gescherr!

    oder: pferde sind halt einfach der spiegel von dir selbst!

    was soll man da noch zu sagen....fesia :)
     
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  10. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Schwierig für dich...

    Kann man da ansetzen, dass sie sich Dinge eben halb geritten, halb geführt erarbeitet? Also zum Beispiel am Puma vorbei erst an der Longe, dann geritten. Die böse Runde erst an der Hand, dann geritten. Alle sowas irgendwie? Das würde vielleicht verdeutlichen, es geht schon alles irgendwie, wenn man nicht so ängstlich oben drauf sitzt.
     
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