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Suche Ratschläge/Tipps (Pferd kaufen?Rasse?Fohlen??...)

Diskutiere Suche Ratschläge/Tipps (Pferd kaufen?Rasse?Fohlen??...) im Pferde Allgemein Forum; Hallo alle Miteinander, kaum hier, brauche ich schon einen Rat, Gedankenanstöße, Meinungen. Ich muss etwas ausholen. Ich bin 22, reite...

  1. Catzel

    Catzel Neues Mitglied

    Hallo alle Miteinander,

    kaum hier, brauche ich schon einen Rat, Gedankenanstöße, Meinungen.

    Ich muss etwas ausholen.

    Ich bin 22, reite seit ich 8 bin. Mit 12 habe ich ein eigenes Pferd bekommen - eine sechsjährige Zweibrücker Stute, ein recht schwieriges und enorm sensibles Pferd, das einiges braucht, um ausgelastet zu sein. Sie steht seit dem Tag, an dem ich sie bekommen habe, neben einer anderen Zweibrücker Stute und hängt sehr an ihr.
    Nun bin ich dieses Jahr umgezogen und da ich ihr einen Ortswechsel, noch dazu mit einer Trennung von ihrer besten Freundin verbunden, nicht antun wollte und ich mit Aufnahme einer Beschäftigung ab September auch nicht mehr die nötige Zeit für ein solch anspruchsvolles Pferd hätte, habe ich sie schweren Herzens verkauft.

    Aber das Pferdefieber hat mich doch fester im Griff, als ich bislang dachte. Ich vermisse den Umgang mit Pferden und alles was dazu gehört so dermaßen, dass ich neue Überlegungen anstelle.

    Und zwar denke ich darüber nach, mir den Traum von einem Fohlen zu verwirklichen. Folgende Überlegungen stecken dahinter:
    Ich würde auf keinen Fall mehr ein Pferd in Boxenhaltung wollen, Bedingung wäre also ein ordentlicher Offenstall. Damit kann das Pferd wesentlich artgerechter leben, es kann sich bewegen und es ist kein Drama, wenn ich mal keine Zeit finde, reiten zu gehen.
    Außerdem würde ich mir ein Pferd kaufen, das nicht so anspruchsvoll ist, das nicht darunter leidet, nur entspannt ins Gelände geschaukelt zu werden, mit einem sanften Gemüt, das aber auch mal in der Lage ist, den ein oder anderen Sprung zu nehmen, ein bisschen dressurmäßig zu arbeiten und es auch schafft, mal meinen Freund spazieren zu tragen. Ein unkompliziertes Freizeitpferd eben.


    Und da suche ich nun Rat.
    1.Stelle ich mir das nun zu einfach vor mit der Offenstallhaltung in Bezug auf zusätzliche Bewegung?
    2.Welche Rasse könntet ihr mir empfehlen/vorschlagen? Ich habe an einen sportlichen Haflinger gedacht, also ein nicht ganz so stämmiger, langbeiniger, vielleicht auch Edelbluthaflinger. Habe allerdings gehört, dass diesen durch das Araberblut das sanfte, ruhige Gemüt verloren geht. Stimmt das?

    Ich freue mich über Tipps und Ratschläge.

    Catzel
     
  2. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Hallo,

    1) Ich denke nicht - wenn es ein gut konzipierter Offenstall ist, in dem eine funktionierende Herde / Gruppe steht, und der auch im Winter genug Auslauf-Fläche bietet (würde ich dringend abklären, Viele stallen im Winter dann doch 22 Stunden / Tag auf!).


    2) Da kommts einfach auf das individuelle Pferd an!
    Ich kenne Haflinger mit Araberanteil, die sanfter nicht sein können, und rüpelige "reine", genauso umgekehrt!
    Dülmener würde mir noch einfallen... :1:

    Grundsätzlich gilt aber auch bei der Rasse-Wahl: Guck auf das Individuum, nicht auf die Rasse! Kann sein, daß ein Haflinger gerabeitet werden WILL und MUSS, und der Hanno nebenan gern vor sich hindöst... :1:


    LG, Charly
     
  3. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Von einem Fohlen würde ich persönlich Dir allerdings abraten. Zum einen, kannst Du nicht wirklich absehen, wie das Tier sich entwickelt und ob es dann nicht doch anspruchsvoller gearbeitet werden will, als Du Dir vorgestellt hast. Außerdem ist ein Fohlen doch mit höheren Zeitaufwand verbunden. Dann findest Du vermutlich nicht unbedingt einen Offenstall, wo es auch mit Gleichaltrigen aufwachsen kann. Bis es so weit ist, dass Du mit ihm gemütliche Ausritte machen kannst oder Deinen Freund nur mal so raufsetzen, wird eine ganze Weile vergehen, in der Du viel Zeit und Arbeit investieren musst, wofür Du wohl grade recht wenig Zeit hast.
    Ich denke, für das was Du Dir vorstellst, wäre ein ausgebildetes, vielleicht sogar nicht mehr ganz so blutjunges sondern eher schon gefestigtes Pferd das richtige.
     
  4. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Huch! :eek2:

    Das mit dem Fohlen hab ich ganz überlesen...

    Da stimme ich Leo voll und ganz zu - denn ein Fohlen kannst Du nicht mal eben in den Offenstall nebenan stellen, und vor allem: Du wolltest doch jetzt ein Pferd, das WENIG aufwendig ist, wenig Zeit benötigt!
    Nichts ist so zeitraubend und aufwendig, wie die Ausbildung eines Jungpferdes - am Boden, anlongieren, das Einreiten, das richtige Anreiten,...

    Oft fehlen im "klassischen Offenstall" auch die Gegebenheiten dazu!
    Keine Halle, keine Cavalettis, kein Reitplatz, kein kein kein...


    LG, Charly
     
     
  5. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Von einem Fohlen würde ich auch abraten. Es wird schwierig sein, ein Fohlen oder Jungpferd in einem Offenstall unterzubringen. Die Ausbildung ist aufwendig und kostenintensiv.
    Als unkomplizierte und vielseitige Rasse käme ein Welsh Cob in Frage. Sie sind für Erwachsene geeignet, springen gut und gerne, und sind absolute Allrounder.
    Eine echte Offenstallhaltung ist für die allgemeine Kondition gut, weil die Pferde sich den ganzen Tag bewegen können. So bleiben Sehnen und Gelenke sowie die gesamte Muskulatur immer in leichter Arbeit. Wichtig ist eine vernünftige Zusammensetzung der Gruppe, verschiedene Laufbereiche und genügend Liegefläche.
    Alternative kann ein Stall mit Paddockboxen sein, wenn diese wirklich ganzjährig offen sind und groß genug!
     
  6. Catzel

    Catzel Neues Mitglied

    Danke für die Antworten!

    Mir ist schon klar, dass man mit einem Fohlen die berühmte Katze im Sack kauft. Mein Plan wäre, zu einem Züchter zu gehen und dem meine Vorstellungen genau mitzuteilen, so manches kann man ja nun doch schon am Fohlen und seinen Eltern/Geschwistern ablesen. Anderes kann man durch Erziehung beeinflussen.
    Dass ein Fohlen nicht in jedem x-beliebigen Offenstall untergebracht werden kann, ist mir auch klar. Ich habe vor, nächste Woche mal loszufahren und alle Ställe in der Umgebung abzuklappern. Gibt ganz nah einen Stall, der selbst züchtet, eine Halle und einen Platz hat und auch Plätze für Absetzer explizit anbietet.
    Dass ich einige Jahre warten muss, bis ich das Fohlen dann wirklich reiten kann, ist mir auch bewusst. Ich denke allerdings, dass es bis zu der Zeit, in der das Anlongieren losgeht, nicht ständig betüddelt werden muss. An dem Stall, wo ich meine Stute hatten, wurden die Fohlen sogar mehr in Ruhe gelassen, als ich das vermutlich hinkriegen würde :1: Klar will ich mich mit ihm beschäftigen, ich will ja schließlich, dass es menschenbezogen wird und auch das Fohlen-ABC lernt. Aber ich möchte das Fohlen Fohlen sein lassen und halte es für wichtig, dass es unbeschwert mit Gleichaltrigen auf der Koppel toben kann und nicht ständig betüddelt wird.
    Und bis es so weit ist, dass das Anlongieren, Anreiten etc. beginnt, vergehen noch ein paar Jahre. Ich mache dieses Jahr ein Freiwilliges Ökologisches Jahr, danach dann Berufsausbildung oder Studium. Ich wäre also mit der Ausbildung oder mit einem Bachelorstudium fertig, wenn das Fohlen zum Jungpferd geworden ist und die zeitintensive Phase richtig los geht.
     
  7. thyra1992

    thyra1992 Inserent

    Vieles wurde ja schon gesagt. Und Du scheinst Dir ja auch wirklich Gedanken gemacht zu haben.

    Aber zu dem Fohlen und der Zeitintensiven Phase in erst ein paar Jahren.
    Bitte entschuldige: Aber das ist nicht unbedingt so. Mit meinem Fohlen ( jetzt 14 Monate alt) musste ich jetzt 2 Monate am Stück annähernd jeden Tag üben, dass er sich die Beine abspritzen lässt. Weil der Dickkopf einfach keinen Bock dazu hatte und immer wegwollte. Nur mal ein winziges , kleines Beispiel, was so alles evtl. dauern kann !!!

    Klar, gibt es Hotties, die das von jetzt auf gleich mit sich machen lassen, aber es gibt auch immer wieder kleine "Probleme" die eben extrem Zeitaufwändig sind. Und ich hätte keinen Bock, das erst mit nem 4-Jährigen anzufangen.

    Und so ungefähr wird das ja sein bei Dir.... Du machst jetzt ein Jahr, dann 3 Jahre Ausbildung oder Studium, zwischendurch mal "ein bisschen" lernen. und dann ist das Pferd auch schon erwachsen !!!!!

    Unterschätz das nicht. Nicht, dass das falsch verstanden wird, ich bin absolut dafür, dass ein Fohlen Baby sein darf und den grössten Teil des Tages in Ruhe gelassen wird, aber üben für ganz alltägliche Situationen und um Vertrauen aufzubauen und das auch gerne ein paar Mal in der Woche (natürlich immer altersgerecht ) halte ich trotzdem für unabdingbar !!!

    Und gerade im Offenstall ( der natürlich absolut phantastisch ist, wenn man da was gutes bekommt ) hast Du natürlich auch noch immer wetterbedingte Einschränkungen.

    Deswegen würde ich an Deiner STelle auch erst ein Fohlen kaufen, wenn Du eben nicht mehr so eingespannt ist, was das berufliche angeht, oder halt ein schon "fertiges" holen.

    Liebe Grüsse und ich bin mal gespannt wie Du Dich entscheidest :1:

    EDIT: Ich finde die Idee mit dem Haflinger ganz gut, Fjordis finde ich auch auch noch ganz nett !! Oder hast Du mal über ein Kalti nachgedacht ?? Die sind ja (grundsätzlich gesehen ) ja auch sehr robust und extrem gutmütig :))
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Juli 2010
  8. Catzel

    Catzel Neues Mitglied

    Hallo thyra,

    ich habe mich wohl zu ungenau ausgedrückt. Natürlich würde ich mit einem Fohlen üben und mir ist durchaus klar, dass es da auch Dinge gibt, die zeitaufwendig werden können. Ich habe eine Zeit lang Hunde ausgebildet und hatte knapp 10 Jahre ein eigenes Pferd, ich weiß, dass man sich das alles wunderbar vorstellen kann und am Schluss kommt doch in den meisten Fällen was Unvorhergesehenes. Aber dann finden sich auch Wege und Möglichkeiten.
    Ich stelle mir vor, schon 3-4mal pro Woche mit dem Fohlen zu üben. Ich habe einen Hund, der Pferde gewöhnt und recht unkompliziert ist, und könnte das wunderbar kombinieren.
    Und wenn ich mal partout nicht kann, findet sich nahezu an jedem Stall jemand, der sich ein bisschen kümmert - als Notlösung. Mein Freund wird auch instruiert :1:
    Und wetterbedingt - naja, ich bin wetterfest, der Hund muss schließlich auch bei jedem Wetter raus. Und das Fohlen soll ja wenn auch in Robusthaltung aufwachsen. Zumal es in einigen der Ställe, die ich mir anschauen will, auch eine Reithalle gibt.
    Wegen einem Kalti: Ich hätte schon ganz gern ein Pferd, das bei sanftem Gemüt noch ein wenig sportlicher ist als ein Kalti ;-) Hafis haben es mir echt angetan, halte aber dennoch die Augen offen nach allem möglichen.
     
  9. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Ich persönlich würde mir lieber für die nächsten 2 - 3 Jahre eine RB suchen, damit ich im Training bleib und danach evtl. wenns das denn unbedingt sein soll einen Dreijährigen oder so, mit dem man dann in Ruhe anfangen kann. Ein Fohlen 3-4 Jahre aufziehen, in denen man nicht reitet und dann selber anreiten ist echt schwierig.
    Bei einem erwachsenene Pferd hat man den Vorteil, dass man den Charakter und das Temperament schon einschätzen kann.
    Welchen Vorteil siehst Du darin, Dir ein Fohlen zuzulegen?
     
  10. Loriot

    Loriot Inserent

    Ich würde nie jemandem sagen kaufe dir kein Fohlen, weil ich ziehe gerade mein zweites Fohlen auf und wuerde es immer wieder tun!

    Aber da du das Pferdefieber hast :laugh:, schönes Wort und wahrscheinlich keine Lust hast 4-5 Jahre auf das reiten zu warten. Würde ich dir auch empfehlen ein erwachsenes Pferd zu kaufen.

    Welche Rasse würde ich dir raten...also ich würde dir einen Islaender ans Herz legen, die können bis zu 100 kg tragen, gehen bei ordentlicher Ausbildung gut Dressur und manche können bis zu einem Meter hoch springen.
     
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