1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Sympathie & Chemie zwischen Pferd und Reiter

Diskutiere Sympathie & Chemie zwischen Pferd und Reiter im Allgemein Forum; Wenn es eine "sie" ist, dann ist das nichts persönliches. Ich finde, eine Stute kann einen täglich überraschen. Zu deinem eigentlichen Problem:...

  1. PAweide

    PAweide Inserent

    Wenn es eine "sie" ist, dann ist das nichts persönliches.

    Ich finde, eine Stute kann einen täglich überraschen.

    Zu deinem eigentlichen Problem: Ich gehe mal davon aus, dass du die Pferde zu deinem Vergnügen reitest, nicht, um Geld zu verdienen, evtl sogar dafür bezahlst. Und es hört sich so an, als ob du Pferd A schon eine Zeit lang reitest. Wenn du dann immer noch das Gefühl hast, dass es nicht passt, dann lass es.
    Warum solltest ausgerechnet du das Pferd reiten, das sonst keiner reiten möchte? Oder bewegst du Pferde einer Familie, und die Familienmitglieder ( oder gute Freunde) gehen vor, und dürfen deshalb Pferd B reiten? Dann würde ich es verstehen.

    Ich denke, du solltest das ganz klar ansprechen, dass du dich dabei nicht wohlfühlst, und dadurch vielleicht auch dem Pferd nicht gerecht wirst

    Ich hatte das mal in umgekehrt, ich ritt das "ungeliebte" Pferd der Familie, das aber wirklich gerne. Dann sollte ich den braven, aber riesigen Wallach des Sohnes mitreiten. Der war nicht mein Fall. Dabei wollte der Besi mir nur was gutes tun, weil er seine eigene Stute sehr unberechenbar fand. Dann wollte er sie verkaufen, und für "uns" ( plante mich fest mit ein) einen richtig netten Wallach kaufen.

    Jaaaa...

    Ich hatte dann mein erstes eigenes Pferd( die Stute), er den Wallach. Niemals hätte ich die Zicke aufgegeben, weil es einfach passte.
     
    Tifarla und Barrie gefällt das.
  2. Kröti

    Kröti Bekanntes Mitglied

    Ich hatte 6 Jahre lang eine Reitbeteiligung auf einer mega zickigen Stute. Wir hatten die ersten zwei Jahre keinen wirklichen Draht zueinander, ich hatte immer eher das Gefühl sie zu stören wenn ich kam, als dass sie Lust auf gemeinsame Ausritte etc. gehabt hätte.
    Stuti hat eine Muskelerkrankung und braucht tägliche Bewegung, ihre Besitzerin ist super lieb und die Stallgemeinschaft samt kleinem Privatstall war auch toll. Ich biss die Zähne zusammen und ritt sie 3-4x pro Woche, viel auch, um der PB, die es zeitlich schlecht schaffte, zu helfen.
    Irgendwann kannte ich sie in- und auswendig, ihre Launen und das Getue.. und ich lernte, es einfach nicht persönlich zu nehmen.
    Ich glaube viele Pferde, vor allem Stuten, muss man erstmal richtig kennen, um sie ins Herz zu schließen. Die weiteren 4 Jahre waren immer noch von vielen Höhen und Tiefen geprägt und trotzdem hab ich Rotz und Wasser geheult, als ich sie nach dem Studium verlassen musste. Manches braucht halt einfach seine Zeit.
     
  3. minida

    minida Aktives Mitglied

    Ich hab jetzt lange überlegt, ob ich einen neuen thread eröffnen soll oder nicht, da das problem, so wie es scheint, wahrscheinlich weit mehr als „nur“ die chemie ist.

    Nachdem ich ja letztens mit Pferd B nicht vom stall weggekommen bin, hat der besitzer pferd B nun die letzten tage geritten um zu schauen, was genau das problem ist. Das pferd b hat kein vertrauen vor ungewissem, und geht dann auch nicht an den dingen vorbei wenn der reiter nicht „gut“ genug ist und helfen kann. Daher wurde entschieden, dass ich sie vorläufig nicht reite. Auch wurde entschieden, dass ich heute zwar reiten kann, jedoch werde ich das älteste pferd im stall, welches sich gut als führpferd eignet nehmen und es wird jemand mitkommen und das pferd b reiten.

    Ich frag mich langsam echt, wo das hinführen soll. Mit A kam ich nicht klar, mit Pferd B nun scheinbar auch nicht mehr... ich finds einfach irgendwie komisch, dass ich wegen 1x nicht vomm stall weg das pferd nicht mehr bewegen darf. Und langsam hab ich das gefühl ich bin die total schlechte reiterin, die in diesem stall eh fehl am platz ist...
     
  4. PAweide

    PAweide Inserent

    Sollst du das alte, zuverlässige Pferd nehmen, weil dir niembs zutraut, dass du reiten kannst, ode nicht vielleicht eher, damit das unerfahrene Pferd einen ruhigen Begleiter hat. Ich würde ja von zweiterem ausgehen.

    Wenn dort jeder eine schlechte Meinung von deinen Reitkünsten hätte, warum solltest dann du den Hengst reiten, den keiner will?
     
    Kigali gefällt das.
     
  5. minida

    minida Aktives Mitglied

    Ja, schon vom zweiteren. Aber würde es denn nicht mehr sinn machen, wenn ich pferd b reite und die andere person das ruhige? Hört sich jetzt blöd an, aber war ja bis jetzt die einzige die das pferd b, abgesehen vom besi, der pferd b die letzten tage 2 mal geritten ist, reitet. Ich muss ja mit pferd b klar kommen, dann möchte ich auch mit pferd b üben. Ich will nicht dass mir das pferd jemand zurecht reitet...

    Also verstehe ich das schon irgendwie so, dass ich zu „schlecht“ bin dafür. Und es bringt mir ja dann auch nichts, wenn es mit der anderen person klappt und mit mir nicht?!
     
  6. Kigali

    Kigali Bekanntes Mitglied

    Ich antworte dir, aus der Sicht eines Pferdebesitzer.
    Der Besitzer hat (so liest es sich) eine RB für Pferd A gesucht.
    Du hast Pferd A geritten und eine RB an dem Tier angenommen.
    Du hast das Pferd ca 2 Monate geritten, ohne dich beim Besitzer zu beschweren bzw. ohne Probleme deutlich anzusprechen.

    Der Besitzer kauft ein weiteres Pferd und bietet dir an, dieses Pferd "ab und zu" zu reiten.
    Du reitest das Pferd und bist begeistert.
    Nur leider bist du die RB von Pferd A.
    UND der Besitzer des Pferdes hat lange und explizit eine RB für Pferd A gesucht.
    Ich kann da schon verstehen, das die Pferdebesitzer möchten, das du dich um DEIN RB Pferd (nämlich Pferd A) kümmerst.

    Liest sich ein wenig, als ob du den Weg des geringsten Widerstand suchst.
    Pferd A ist schwierig, Pferd B ist nett, also reite ich Pferd B.

    Sei mal ganz ehrlich, warum hast Du Pferd A zur RB genommen?
    Du reitest das Pferd (A) erst seit Anfang August und ihr habt sogar schon kleine Erfolge.
    Zeitlich gesehen, ist das nichts!
    Zumal, wie du schreibst, dass das Pferd keine Bezugsperson hat und (Hengst) hin und wieder bestimmt die Hormone verrückt spielen.
    Meiner Erfahrung nach, hat man so ein Pferd (weil böse scheint es nicht zu sein) auf seiner Seite, kann das Pferd "seinen" Menschen vertrauen, dann kann sich daraus etwas ganz Großes entwickeln.
    Meist lernt man von solchen Pferden mehr, als von jedem anderen.
    Allerdings muss man es wollen.
    Hat man wirklich Angst und keine Hilfe, dann sollte man das natürlich abbrechen.
    Gute Miene zum bösen Spiel - so lange Pferd A notgedrungen reiten, damit der Besitzer die Füße still hält und man zusätzlich Pferd B reiten darf, ist auf keinen Fall die richtige Lösung.

    Es gibt genau 2 Möglichkeiten, du fängst bei Null an, gibst Pferd A eine ehrliche Chance UND sprichst mit dem Pferdebesitzer oder du hast ehrliche Angst und willst Pferd A nicht mehr reiten, auch da, musst und solltest du mit dem Pferdebesitzer sprechen.

    Ganz ehrlich, der Pferdebesitzer hat richtig reagiert!
    Ich würde auch gucken, woran es liegt und dir erstmal zeigen, wie ich MEIN Pferd reite.
    Der Pferdebesitzer macht sich Gedanken, sucht nach Lösungen und bietet dir sogar eine alternative, er ist nett, lässt dich ein anderes Pferd reiten.
    Was willst du mehr?
    Ganz ehrlich, gerade der letzte Post, macht mich, als Pferdebesitzer etwas böse.
    Das älteste Pferd im Stall zu reiten, ist keine Schande.
    Wir haben selbst 4 Pferde 3 davon sind besser gezogen als unser Opi, drei davon sehen netter aus, als unser Opi ABER, lernen kann man am meisten von unserem Opi. Er ist gelassen, verzeiht Fehler läuft aber nur, wenn er korrekte Hilfen bekommt.
    Er zeigt dem Reiter JEDEN Fehler an ohne dabei "blöd" zu werden.

    Sprich mit dem Besitzer der Pferde, frage ihn, was du falsch machst oder was du besser machen könntest. Bitte um Hilfe und bedanke dich, das er so nett ist, dich das alte Pferd reiten zu lassen.
    Das ist nämlich eine Ehre, keine Schande.
    Nimm Unterricht, bewege dich und erwarte nicht, das du alles geschenkt bekommst
    Frage nach Bodenarbeit, auch wenn der Besitzer das als unnötig empfindet, frage, ob du es dennoch machen darfst.
    Wenn das alles nicht klappt, wenn ihr keinen gemeinsamen Weg findet, dann such dir eine neue RB.

    Ich meine das nicht böse, ehrlich nicht!
    Aber ich denke, du solltest etwas dankbarer sein und statt zu jammern, einfach mal den Hintern zusammen kneifen und nach einem Weg suchen.
    Damit das keine Einbahnstraße werden wird, musst du unbedingt mit dem Pferdebesitzer sprechen.
     
    Kröti, Charly K., Lynne und 5 anderen gefällt das.
  7. Kigali

    Kigali Bekanntes Mitglied

    Es ist NICHT dein Pferd!
    Als Besitzer möchte ich wissen, woran es liegt.
    Also reite ich MEIN Pferd und schaue, ob ich auch Probleme habe.
    Habe ich die nicht, gibt es mehrere Möglichkeiten.
    Eine davon ist, einen neutralen Reiter auf das Pferd zu setzen und zu schauen, wie es klappt.
    Eine andere ist, dich zuschauen zu lassen, damit du eventuell deinen Fehler erkennst, siehst, was der andere Reiter anders macht.

    Als Pferdebesitzer würde ich, nachdem ich mich davon überzeugt hätte, mein Pferd läuft unter mir, wieder dich in den Sattel setzen und beobachten.
    Macht aber jeder anders, das ist das Los der RB.
    Der PB entscheidet, entweder man kann damit leben oder man geht.
    Ist leider so.
     
  8. ruffian

    ruffian Schimmelreiterin

    Das ist nicht komisch, sondern vernünftig. So eine Situation einmalig ist eine Panne. Schon eine einzige Wiederholung beschert dem Besitzer möglicherweise ein Korrekturpferd. Dieses Pferd muss beim nächsten Versuch möglichst ohne Stress vom Hof gehen und anschließend noch etliche Male, bis es eine zuverlässige Gewohnheit geworden ist!

    Ich sehe die Lösung des Besitzers als sehr pferdefreundlich und verantwortungsbewusst dir gegenüber. Du bekommst die Gelegenheit, das Pferd zu beobachten und beim zuverlässigen Verlassen des Hofes zu unterstützen. Ich würde sehr gern als RB bei einem solchen Besitzer reiten, wenn ich so etwas suchen würde. Dein reiterliches Ego steht dir beim Blick auf die Tatsachen etwas im Weg. Gib dir einen Ruck und lerne, es tut meistens gar nicht sehr weh :)
     
    Lynne, minida, NaBravo und 3 anderen gefällt das.
  9. minida

    minida Aktives Mitglied

    Ich möchte wirklich niemanden hier böse machen, ich suche lediglich nach ratschlägen und ideen, wie ich weiter vorgehen soll. Die RB für Pferd A habe ich angenommen, weil ich mir das zugetraut habe und nicht, weil ich mir gedacht habe „besser als nichts“. Mit Pferd A habe ich keine Erfolge in dem sinne gemacht, im Gegenteil, es schien ja mit jedem Ritt mir A etwas schwieriger zu werden, was ich auch offen dem Besitzer gegenüber kommuniziert habe. Und das weiss auch nicht erst seit gestern, er hat ja auch gespürt dass ich mit Pferd A überfordert bin und als das neue (pferd B) in den stall kam, mit angeboten, pferd B für eine Weile zu reiten.

    Und ich bin absolut einig mit dir, dass es korrekt ist dass der besitzer das pferd dann auch die letzten 2 tage geritten ist, ich bin sogar froh. Er hat jahrzente reiterfahrung und ein besseres gespür für das pferd als ich. Das ist mir bewusst.

    Würde ich den einfachen weg suchen, hätte ich doch den Bettel bereits hingeschmissen und würde dort nicht mehr reiten, oder? Falls das Ganze jammernd rüberkommt, dann okay... verstehe ich. Aber wer mich kennt weiss, dass ich nicht so schnell aufgebe und mir für etwas das ich will den arsch aufreisse. Und wer mich kennt, weiss auch das ich zu viel überlege und mir zu viele Gedanken mache. Manchmal laufen die Gedanken halt in die falsche Richtungen und es werden falsche Entscheidungen getroffen, das ist immer so. Da du mich aber nicht kennen kannst, ist das auch völlig in Ordnung, wenn das Ganze nicht ganz so verstanden wird, wie es wirklich ist.

    Und auch was das alte Pferd betrifft, ich hab damit ja nicht sagen wollen, dass ich keine Lust auf ein altes Pferd hab, sondern dass ich nicht verstanden habe, wieso das sinn macht, wenn jemand anders nun Pferd B reitet. Aber du hast ja geschrieben, dass es sinn macht eine neutrale Person drauf zu setzen, und da geb ich dir recht, das kann ein gute idee sein, ich hab das nur vorher nicht aus dieser sicht betrachtet.

    Ich kenne das anders, selber zwar war Ich nie in der situation dass ein pferd nicht weg geht vom stall, aber ich kannte einige solche pferde und da hat die RB einfach immer weiter geübt bis es irgendwann mal ging. Deshalb fand ich das „komisch“. Aber ich denke schon, dass du recht hast und dies wahrscheinlich der vernünftigere weg ist.

    Das thema mit pferd B hat sich vorläufig aber erledigt. Ich habe mit dem Besitzer gesprochen. Ich werde mich nun wieder um Pferd A kümmern. Obwohl ich schon Angst habe, aber ich versuche meine Ängste nun zu überwinden und die Zeit wird sich zeigen, ob das mit A klappen wird. Zusätzlich werde ich noch das alte Pferd reiten, damit die andere Reiterin, welche sich nun um Pferd B kümmern wird, ein Führpferd hat. Also das heisst, der Besitzer wird künftig B alleine ausreiten und wenn wir zu zweit gehen nimmt die andere Reiterin Pferd B und ich das alte.

    Ich weiss nur noch nicht ganz, wie ich das zeitlich unter einen Hut kriegen soll, aber wir werden sehen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30. Sep. 2017
  10. Gespenst

    Gespenst Mitglied

    Hi,
    Ich sehe das so: Reiten ist dein Hobby und soll Freude machen. Ich gehe davon aus, dass du sogar Geld dafür bezahlst. Wenn dein Hobby zu etwas ausartet, zu dem du dich zwingen musst, dann hast du das Thema verfehlt.
    Sprich, wenn du Pferd A nicht reiten willst, weil es dir keinen Spaß macht, dann tue es auch nicht. Das wäre mir persönlich weder meine Zeit, noch mein Geld wert. Es sind nicht deine Pferde und ob da nun Pferd A zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, ist nicht dein Verantwortungsbereich.
    Würde ich dem Besitzer vielleicht ein wenig geschönt unterbreiten, aber es ist nun mal wie es ist.
    Bestenfalls würde ich einen Kompromiss eingehen: Du kümmerst dich einmal die Woche unter Aufsicht eines Trainers um das Pferd A und nutzt das ganze um dich weiterzuentwickeln. Bleibst aber Reitbeteiligung von Pferd B.

    Was Sympathie zwischen Reiter und Pferd angeht, bin ich der Meinung, dass man sich manchmal erst ein wenig auf ein Pferd einlassen und es kennenlernen muss. Manchmal merkt man erst dann, ob es passt oder nicht. Du bist Pferd A nun eine Weile geritten und wirst ganz und gar nicht warm. Ich glaube nicht, dass ihr da all zu bald, wenn überhaupt, einen gemeinsamen Nenner finden werdet. Und da kommen wir wieder auf meinen ersten Absatz zurück: Reiten soll Freude machen!

    Ich kann da auch den Besitzer nicht verstehen. Ich würde nicht wollen, dass Jemand, der weder von seinem Gefühl her mit meinem Pferd klar kommt, noch Motivation hat, sich weitergehend mit ihm auseinander zu setzen, mit ihm umgeht. Warum auch? Das führt doch nur zu Frust und das wiederum zu unfairer oder halbherziger Behandlung.
     
Die Seite wird geladen...

Sympathie & Chemie zwischen Pferd und Reiter - Ähnliche Themen

Sympathiebekundungen vom Pferd?
Sympathiebekundungen vom Pferd? im Forum Allgemein
Hat sie Schmerzen oder stimmt die Chemie einfach nicht?
Hat sie Schmerzen oder stimmt die Chemie einfach nicht? im Forum Pferdeflüsterer
Thema: Sympathie & Chemie zwischen Pferd und Reiter