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Tierheilpraktiker vs. Tierarzt

Diskutiere Tierheilpraktiker vs. Tierarzt im Sonstiges Forum; Nachdem ich gerade mal wieder (in einem anderen Forum) das Thema THP Ausbildung hatte, selber aber beispielsweise schon Fortbildungen MIT THP...

  1. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Nachdem ich gerade mal wieder (in einem anderen Forum) das Thema THP Ausbildung hatte, selber aber beispielsweise schon Fortbildungen MIT THP zusammen besucht habe, wollte ich diese angebliche Kontroverse mal zur Diskussion stellen.

    Ich weiß, das wir hier im Forum auch THP haben. Ebenso welche, die genug Ahnung von Homöopathie haben (die habe ich beispielsweise nicht).

    Ich weiß aufgrund meiner Fortbildung und persönlichen Bekanntschaften mit guten THP, das es diese (guten) THP definitiv gibt. Ebenso, wie es unter den Tierärzten schwarze Schafe gibt.

    Ich bekomm halt regelmäßig Plaque, wenn ich blödsinnige Aussagen bekomme. Die neuesten Theorien wären beispielsweise (habe ich das hier gelesen? Oder woanders? Ich meine, das war hier) das Pferde, bei denen man nach dem Streicheln schwarzen Dreck an den Händen hat, ein Leberproblem haben. Heute wurde mir dann zugetragen, das ein Pferd mit Fliegendecke ja keinerlei Insektenstiche mehr bekommt (halte ich schon mal für ein Gerücht - ich denke, wenn es keine Ekzemerdecke ist, werden die Stiche sicher vermindert, aber nicht vollkommen eliminiert), und die THP nun erklärte, das es keine Stiche wären, sondern eine Reaktion des Körpers auf die Koliken der vergangenen Monate.

    Nun wurde ich von einer Bekannten nach einer Schule gefragt, die Fernkurse anbietet. Für unter 500 € kann man sich da zum THP ausbilden lassen. Dazu wirbt die Seite (auch im Bereich "Reitpädagogik") mit Vorurteilen, was ich schon mal vollkommen daneben finde. Schließlich möchte man nicht viel Geld für nutzlose Schulmedizin ausgeben, oder gar das Pferd als "unreitbar abstempeln lassen".

    Was mich daran sauer macht, ist, das hier erstens irgendwann mal eine Anerkennung und damit eine einheitlich geregelte Ausbildung ermöglicht werden sollte (die einige Schulen ja scheinbar durchaus anbieten), und zweitens der THP nicht automatisch die Alternative ist, weil man den TA als unfähig darstellt.

    Wie ist das bei Euch - habt ihr einen THP? Wie ist die Zusammenarbeit mit dem Tierarzt? Ist der THP eher "esoterisch angehaucht", oder hat man das Gefühl, das, was er/sie äußert, hat durchaus Hand und Fuß?

    Ich habe das Forum schon nach diesem Thema untersucht, und konnte feststellen, das das Thema an einigen Stellen angesprochen wurde, aber es dazu kein Thema gibt... also dachte ich, das ich mal eines erstelle....
     
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  2. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Ich hatte einmal einen thp (cranio-sakral-Therapie) am Pferd. Ja. Einmal und nie wieder, denke ich. Das ist mir zu viel geschwurbel, zu viel hokus pokus, zu wenig greifbares.
    War aber eh nur mehr oder weniger aus Neugierde meinerseits am Pferd, Pferd war nicht krank oder so, zumindest nix ernsthaftes.
    Wenn was größeres ist, hol ich IMMER den Tierarzt. Meinem vertraue ich fast blind, ich mag den, ich schätze sein wissen, ich denke, der weiß was er tut - und wenn mal nicht, dann sagt er das und verweist einen an Kollegen.
    Bisher ist mir auch kein Problem unter gekommen, wo mein ta (in Verbindung mit meinem HufSchmied) nicht hätte helfen können.
    Falls Schulmedizinisch gar nix mehr zu machen ist, dann würde ich wohl noch nen thp zu rate ziehen, ansonsten eher nicht...
     
  3. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Mmmh, ein TA wäre für mich der erste Ansprechpartner. Mein TA regt auch immer wieder an, daß man auch homöopathisch unterstützen könnte, was ich grundsätzlich gut finde. Schulmedizin schließt ja nicht automatisch andere Behandlungsformen aus!
    Persönlich stehe ich der Homöopathie eher skeptisch gegenüber, nutze aber Kräuter und andere Substanzen zur Unterstützung. So wende ich Ingwer, Teufelskralle und Glucosamin gegen Arthrose und zur Gelenkunterstützung an.
    Andere Mittel wirken bei Atemwegsproblemen etc.
    Da sich jeder THP nennen kann, binj ich grundsätzlich sehr vorsichtig bei diesen Leuten. Die müssen schon einen sehr guten Ruf haben, ehe sie mein Vertrauen gewinnen können!
    Das ist wie mit Hufschmieden und Hufpflegern. Letztendlich muß das Ergebnis überzeugen!
     
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  4. ruffian

    ruffian Schimmelreiterin

    Ich hatte nie eine/n THP am Pferd. Einer der wenigen Vorteile dieser Gegend ist die Tatsache, dass es viele Pferdezüchter gibt und als Folge davon auch Fachtierärzte für Pferde. "Meiner" hat eine Zusatzausbildung für Zahnbehandlungen und arbeitet bei Bedarf gut mit einem netten und tüchtigen Hufschmied zusammen. Mein Pferd ist vermutlich das medizinisch am besten versorgte Mitglied der Familie.

    Eine ehemalige Mitschülerin hat schon vor langer Zeit eine Ausbildung als THP gemacht und sie betreut vorwiegend Katzen und Pferde. "Esoterisch" ist an ihr gar nichts. Sie hat eine gute Beobachtungsgabe für Tiere und ihre Menschen, einen Kreis von festen Kunden und manchmal Stress mit Leuten, die statt eigener Einsichten in Bedürfnisse ihrer Tiere Esoterik haben möchten. Die Sache mit dem Problem der fehlenden Einsicht von Tierhaltern teilt sie sicher mit TÄ.

    Edit: Sie verweist ihre Kunden im Zweifel immer an einen TA, wenn sie es für möglich hält, dass eine schulmedizinische Behandlung erforderlich ist.
     
    melisse, Frau Horst und GilianCo gefällt das.
     
  5. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Eben das ist die Frage, ist das tatsächlich immer so? Ich habe auch teilweise (siehe Bioresonanz) meine Zweifel, aber ich kann mir eben nach den THP, die ich so kennengelernt habe, nicht vorstellen, das es nicht auch "bodenständige" THP gibt, die da weniger "esotherisch" rangehen.

    Ich habe beispielsweise eine Freundin, die eine THP hat, auf die sie SEHR große Stücke hält. Und das will bei ihr schon was heißen. Die ist gerade was ihr Pferd bzw. ihre Tiere angeht, sehr anspruchsvoll....
     
  6. Ich selbst hatte noch nie eine THP an meinem Pferd und beobachte ihren Einsatz an anderen Pferden äußerst kritisch.
    Wenn der Besi eines schwer lungenkranken, alten Pferdes, das gerade im Sommer kaum Luft kriegt, von Venti und Schleimlösern abgeraten wird, weil diese "die Lunge kaputtmachen" und Heu wässern als überflüssig dargestellt wird, weil " der Staub dann halt nass ist, aber das Pferd den trotzdem mitfrisst", stattdessen aber Tröpfchen verabreicht werden, dann brauch ICH so jemanden an meinem Pferd nicht.

    Über die Ausbildung dieser Dame weiß ich aber zugegebenermaßen nichts.
     
  7. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hatte auch noch nie so jemanden am Pferd. Was ich da bei anderen Pferdebesitzern so mitbekommen habe, hat gereicht. Meine Tierärztin ist uralt, die behandelt auch mal mit alten Hausmitteln und homöopathisch. Sie hat halt wirklich schon viel gesehen und Erfahrung. Mit ihr bin ich absolut zufrieden. Gibt viele Pferdebesitzer, die können nicht mit ihr. Sie sagt halt ehrlich was sie denkt und was Sache ist. Und ich weiß, dass sie nicht irgendwas unnötig verschreiben oder behandeln würde.
     
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  8. obsession

    obsession ...mag Basketball lieber

    Ich kann den Trend, nach Alternativen zu suchen, nicht nachvollziehen.

    Das gilt bei mir in so ziemlich allen Bereichen.

    Ist mein Pferd akut krank, rufe ich den Tierarzt. Der entscheidet dann, wie behandelt wird - und das ist nicht automatisch eine Chemiekeule.

    Ist mein Pferd chronisch krank, frage ich den Tierarzt, welche unterstützende Methoden er befürwortet. Also, zusätzlich einen Physio holen oder Akupunktur oder Wärmetherapie.

    Ich käme nicht auf die Idee, den Weg anders rum zu nehmen.

    Obsi.
     
  9. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Das ist auch etwas, was einige echt nicht wollen. Ich hab mich auch mal mit einer THP unterhalten, die einen Patienten an den TA verwiesen hat, weil es eine Antibiose brauchte. Aber weil "Chemie ja per se böse ist" (oTon dieser Frau), wollte sie das nicht. Und hat gleich die THP gewechselt.
     
  10. Tequilla

    Tequilla Inserent

    Das mit der Leber und den schwarzen Fingern war die Osteopathin bei uns :cool:
    Wollte mal schaun ob sich mit Osteo was ändert oder alles beim alten bleibt. Also die kam nicht wegen Krankheit,
    da kommt hier nml in jedem Fall der TA, wobei ich mit meinem jetzt auch nicht so 100% glücklich bin.
    Trotzdem geht bei mir Schulmedizin immer vor Naturheilkunde wenn was Ernstes ist. Von mir aus THP adjuvant, wenns hilft, wobei ich die Naturheilkunde durchaus spannend finde, für so kleinere Wehwehchen, da hol ich aber keinen THP dazu, da spiel ich dann selber Kräuterhexe.
     
    Elchhexe gefällt das.
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