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Total traumatisiertes Pferd

Diskutiere Total traumatisiertes Pferd im Pferdeflüsterer Forum; Hallo Zusammen .. ich weiss,dass ich hier sicher nicht die Einzige mit so einen Thema bin,weiss aber nicht weiter, was der richtige nächste...

  1. Saskia4321

    Saskia4321 Neues Mitglied

    Hallo Zusammen .. ich weiss,dass ich hier sicher nicht die Einzige mit so einen Thema bin,weiss aber nicht weiter, was der richtige nächste Schritt sein kann.. Meine Schwägerin hatte Mitleid und hat ein bildhübsches Pferd gekauft-welches ursprünglich wohl aus Belgien stammte..Das Tier hatte einen Schädelplattenbruch-ob er sich das selbst zugefügt hat oder ihm zugefügt wurde ist unklar,ebenfalls Fesselnarben (-ggf.durch Drähte zugefügt worden.) ...das Tier ist 5 Jahre alt und ging in der Zeit durch mindestens 5 Hände, kerngesund,leider aber total traumatisiert...er lässt weder Tierarzt noch Schmied oder andere Personen an sich ran, so dass allein schon die Grundversorgung ein Problem darstellt. Je länger er im Stall ist und sicherer wird,umso schwieriger wird er....tritt, riss bereits Halfter durch, hat einen Hänger zerlegt und geht durch geschlossene Türen durch und ist von jetzt auf gleich total unberechenbar...Teils lässt er sich von einzelnen Personen halftern,striegeln und Hufe auskratzen- andere dürfen sich ihm nicht nähern,werden in die Ecke gedrängt,getreten und gebissen.Ich habe mich an Sie gewendet,in der Hoffnung,dass Sie jemand kennen,der die nötige Erfahrung mitbringt,sich einem sehr traumatisierten Tier anzunehmen und ihm ein gutes Zuhause schenken möchte..Denke er bringt viel zu viel Potential mit für weitere Maßnahmen und soll nur in Profihände! und erst Recht kein Wanderpokal mehr darstellen. Das Pferd steht in NRW.

    Viele Grüsse,Saskia
     
  2. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    Klingt vielleicht hart aber Pferde, die sich nicht mal gefahrlos füttern und versorgen lassen, sollte man der Welt dann vielleicht ersparen und die endgültige Lösung wählen.
    Wobei ich dann mal ganz einfach mal zuerst den Zugang auf die Personen beschränken würde, die das Pferd an sich ranlässt. Bei plötzlichem und nicht vorhersehbaren Austicken und bekannter schwerer Schädelverletzung tendiere ich aber zur Lösung im ersten Absatz.
     
    Jessica82, Barrie, Lynne und 6 anderen gefällt das.
  3. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    "profihände" wollen so ein pferd meistens nicht...
     
    Frau Horst und GilianCo gefällt das.
  4. Magfin

    Magfin Vom Doppelten das Eine

    Man kann nicht alle retten.
     
    GilianCo gefällt das.
     
  5. Kröti

    Kröti Bekanntes Mitglied

    Klingt nach meiner Stute vor einem Jahr. Mit viel Liebe, Geduld und Ruhe sollte das machbar sein, ich würde diesem Pferd aber viele Personen ersparen.

    Meine ist nach wie vor ein 1-Mann/Frau-Pferd, ganz langsam und vorsichtig testet sie sich inzwischen aber auch an neue Personen selbstständig ran. Am Anfang ging Hufschmied etc. auch nur mit Sedierung, je größer das Vertrauen ist desto besser wurde alles, viele die sie damals und heute im Vergleich kennen meinen, dass man sie nicht wieder erkennt und sie mit mir zusammen wie ein ganz normales, nettes Pferd wirkt.

    Vor allem über die eigene Haltung hat sie mir sehr viel beigebracht, weil es nicht funktioniert hat zu beschließen "heute möchte ich putzen/longieren/what eher" sondern ohne Erwartungshaltung an sie ran zu gehen und auf sie zu hören, wie weit sie ist und was okay ist. Sie hat es nicht gemacht, weil sie böse ist, obwohl sie als lebensgefährlich galt, sondern weil sie Angst hatte und gelernt hat, dass Angriff die beste Verteidigung ist.
     
    melisse gefällt das.
  6. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Zufällig ein zierlicher Fuchs mit einem blinden Auge?
     
  7. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Ich würde das Tier für mindestens 6 Monate in eine große Herde stellen und erstmal ankommen und runterkommen lassen.
    So naturnah wie möglich - Hufe zur Not jetzt unter Sedierung, danach ablaufen lassen.

    Menschenkontakt nur indirekt über die anderen Pferde der Herde und die täglichen Arbeiten - Heufütterung, Misten, Zäune kontrollieren etc.

    Kein direkter Kontakt!

    Im Frühjahr neu anfangen wie mit einem 2- oder 3-jährigen und OHNE irgendetwas "speziell" zu machen - händeln wie einen normalen Rohen und mit Souveränität und SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT!


    LG, Charly
     
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  8. Magfin

    Magfin Vom Doppelten das Eine

    Kann funktionieren, Charly, kann aber auch in die Hose gehen. Selbst erlebt und ich hab immer noch die Schäden zu tragen...
     
  9. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Die Chance mit nochmal wegstellen sollte man dem Pferd geben , wenn man die Möglichkeiten hat. Aber immer im Hinterkopf behalten , dass nach einer schweren Kopfverletzung auch einfach ein unheilbares körperliches Problem bestehen könnte.
     
    kaawa und melisse gefällt das.
  10. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Es ist ja auch nicht auszuschließen, daß das Pferd durch die Kopfverletzung eine Hirnverletzung erlitten hat, die sich jetzt durch Aggression und Unberechenbarkeit äußert.
    Soetwas gibt es ja nachweislich auch beim Menschen. Die Psyche verändert sich, der Charakter des Menschen ändert sich, das Gewaltpotential steigt. Soetwas habe ich selber schon erlebt!
    Andere Möglichkeit: Hat das Pferd evtl. dauerhaft Schmerzen, quasi Kopfschmerzen? Äußerlich mögen die Verletzungen verheilt sein, aber die Schmerzen bleiben.

    Nächste Frage: wie wird es gehalten, und wie verträgt es sich in dr Gruppe!

    Es wäre ein Versuch, das Tier ein Jahr lang in eine Herde zu stellen und möglichst in Offenstallhaltung mit ganzjährigem Weidegang. Ein Stallwechsel zum Winter ist leider sehr ungünstig...
     
    Frau Horst und satine gefällt das.
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