1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Totale Wesenveränderung! Pferd ist unberechenbar!

Diskutiere Totale Wesenveränderung! Pferd ist unberechenbar! im Pferdeflüsterer Forum; Hallo :) Und zwar habe ich folgendes Problem: Es geht um das Pferd einer Freundin, das sich innerhalb kürzester Zeit total verändert hat. Wir...

  1. Monty1

    Monty1 Neues Mitglied

    Hallo :)
    Und zwar habe ich folgendes Problem:
    Es geht um das Pferd einer Freundin, das sich innerhalb kürzester Zeit total verändert hat. Wir wissen echt nicht mehr weiter.

    Das Pferd stand mit 2 anderen Pferden ( 1 Wallach, 1 Stute) zusammen in einem kleinen Offenstall. Die 3 standen seit knapp 13 Jahren zusammen. Vor einigen Monaten hat der Wallach den Stall gewechselt. Die erste Zeit hatten wir den Eindruck, dass die beiden Stuten mit der Trennung gut klar kommen. Bis auf einmal das Pferd meiner Freundin anfingt komplett an der anderen Stute zu kleben und total 'hysterisch' wird. Es wird von Tag zu Tag schlimmer.
    Man kann sie nicht mehr allein von der Weide führen, ohne dass sie einen über die Weide zieht. Sie ist dabei total unruhig, rennt im Kreis um einen herum und möchte immer zurück.
    Anbinden wäre in dem Fall unverantwortlich, da sie sich und andere verletzen würde.
    Man kann sie nicht mehr reiten, da dies viel zu gefährlich wäre.
    Heute wollte meine Freundin ihr Pferd auf dem Reitplatz laufen lassen. Das Pferd ist total durchgedreht. Sie rannte die ganze Zeit an der einen Zaunseite hin und her, schlug aus und bockte als wenn sie einen Handstand machen wolle.
    Es ging so weit, dass sie am Ende einfach über den Zaun gesprungen ist, im Zaun hängen geblieben ist, ihn hinter sich her gerissen hat und zurück zur Weide gelaufen ist. Dem Pferd ist zum Glück nichts passiert.
    Das ein anderes Pferd auf dem anderen Platz nebenan geritten wurde hat sie überhaupt nicht interessiert.

    Das Pferd wird erst ruhiger, wenn es bei der anderen Stute auf der Weide steht. Aber selbst dann rennt sie des öfteren wie eine Verrückte über die Weide.

    Wir sind echt verzweifelt und wissen nicht weiter..
    Bitte helft uns!

    Viele Liebe Grüße
     
  2. Mabel

    Mabel Gesperrt

    Wie lange dauerte es, bis die Stute die ersten Anzeichen nach dem der Wallach weg war zeigte?

    War der Wallach vorher schon mal länger weg? BZW wurde der sonst alleine geritten?
    Wie alt war die Stute als sie in die Gruppe kam?
     
  3. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Offenbar ist die Stute nie allein gewesen, oder? Nun ist ein Freund dauerhaft weg, die Freundin wird auch geholt, das übriggebliebene Pferd steht allein, bekommt Panik!
    Das Verhalten ist natürlich lästig und kann gefährlich werden, ist aber keinesfalls ungewöhnlich. Ob man das Pferd noch gegen das Alleinsein abhärten kann, keine Ahnung.
     
  4. Mabel

    Mabel Gesperrt

    Also ich hab den Text so verstanden, das die Stute sich nicht VON der anderen Stute wegholen lassen will.
     
     
  5. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich denke, ihr kommt nicht drumherum, wieder ein 3. oder besser noch ein 4. pferd dazuzuholen.
    ich denke, die stute wurde in die leitstutenfunktion gedrängt, und dieser stellung ist sie nicht gewachsen. das ist nichts für sie. das ist der nachteil an einer zu kleinen gruppenhaltung.
     
  6. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Mit Leitstutenfunktion hat das für mich nichts zu tun.
    Eher kommt hier das Typische "2 Pferde Problem" zum tragen. 2 Pferde schließen sich oft sehr eng zusammen. Wir haben ja auch immer 2 bis drei Pferde Nachts zusammen, Tagsüber sind die Gruppen dann zusammen, und auch da bemrkt man schon das die die Nachts zusammenstehen eine viel stärkere Bindung aneinander haben. Wenn ich meine hole ruft ihre kleine Freundin die ganze Zeit und wartet am Tor bis sie wieder kommt.
    Als ich meinen Wallach noch hatte und meine beien Pferden zusammen hatte war es auch schon so: Meine Stute blieb Problemlos alleine auf der Weide, mein Wallach hat da lange für gebraucht entspannt zu bleiben.
    Man kann solche Dinge wie alleine bleiben oder alleine gehen aber gut üben.
    Ich würde das Pferd dafür aber nicht unkontrolliert frei laufen lassen, sondern ganz kurz mit dem Pferd weggehen, was total belangloses machen, wieder hin bringen zum anderen Pferd und das ganze wiederholen.
    Und erstmal nicht ans arbeiten denken in der Situation, das kann das Pferd so eh nicht.
    Je nachdem wie gut das Pferd sich darauf einlässt und ruhig bleibt kann man den Zeitraum dann steigern und auch die Anforderungen ans Pferd.
    Vermeiden würde ich alles was dem Pferd Stress macht, alo einen Grund gibt zum anderen Pferd zurück zu wollen.
     
  7. terrorschaf

    terrorschaf Bekanntes Mitglied

    Um an der Sache zu arbeiten muss man zunächst einmal seine eigene Erwartungshaltung herunter schrauben "das ging doch sonst auch". Und das nicht nur ala "gut,hab ich keine Erwartung", sondern das wirklich verinnerlichen.
    Das Pferd ist ein Pferd. Pferde sind Gewohnheits- und Fluchttiere. Seine Herdensituation hat sich dramatisch verändert. So dramatisch, dass es sich in sein natürliches Verhalten (Flucht) stürzt.
    Man muss sich klar machen, dass das Tier ein wirklich elemantares Problem hat und 13 Jahre Friede Freude Eierkuchen ausblenden.
    Man startet bei null, sprich Zeit mit dem Pferd verbringen, Übungen in kleine Happen aufsplitten und über mehrere Tage und Wochen verteilen.
    Zunächst weg führen auf der Weide, später von der Weide, weiter weg gehen,etc. Zunächst mit Futter arbeiten (gesenkte Kopfhaltung beruhigt) bei jedem neuen Schritt, wenn dieser akzetiert wird kleine Führübungen, ZL,arbeit am langen Zügel einbauen, ergo Pferd beschäftigen.
    Vor allem darf man eins nicht. Ungeduldig werden oder das Pferd in seiner Angst beruhigen=Bestätigen in seiner Angst. Eine innerliche Gleichgültigkeit=Ruhe aufbauen und dem Pferd so Sicherheit vermitteln.
     
  8. Monty1

    Monty1 Neues Mitglied

    Vielen Dank für die zahlreichen Antworten! :)

    Genau, die Stute meiner Freundin lässt sich von Der anderen Stute nicht wegführen.

    Der Wallach war nie länger weg. Er wurde höchstens mal allein gearbeitet aber wurde dann wieder gebracht. Das war für die Stute auch kein Problem!

    Das mit dem 3. Pferd haben wir auch probiert. Der Wallach steht jedoch erst knapp eine Woche auf einer Nachbarweide, zum beschnüffeln, von daher haben wir durch das 3. Pferd noch keine Besserung erwartet.

    Dass die Stute die Führungsrolle übernommen hat denke ich nicht, da ihre Freundin eigentlich die Leitstute war/ist.
    Sicher bin ich mir da aber nicht, da die Leitstute wesentlich neutraler auf das neue Pferd zugeht als die Stute meiner Freundin.
    Und eigentlich müsste das doch anders herum sein, oder?

    Die wesenveränderung hat bestimmt erst nach 2-3 Wochen angefangen. Vorher konnte meine Freundin auch noch allein mit ihrem Pferd arbeiten ohne dass die Stute Stress gemacht hat. Das kam von einem Tag auf den anderen.

    Viele Liebe Grüße!
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Okt. 2013
  9. Mabel

    Mabel Gesperrt

    Wie alt ist die Stute?
     
  10. terrorschaf

    terrorschaf Bekanntes Mitglied

    es ist völlig egal was war und was ging. Man hat eine aktuelle Situation in der nichts mehr so ist wie es war und nichts so geht wie es ging und an der man arbeiten muss.
     
Die Seite wird geladen...

Totale Wesenveränderung! Pferd ist unberechenbar! - Ähnliche Themen

Totale Angst im Gelände, was kann ich tun?
Totale Angst im Gelände, was kann ich tun? im Forum Dressur
Thema: Totale Wesenveränderung! Pferd ist unberechenbar!