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Trainingsumstellung, weil das Pferd in Kurven abbremst?

Diskutiere Trainingsumstellung, weil das Pferd in Kurven abbremst? im Allgemein Forum; Hallo ihr Lieben, mein Pferd (10 Jahre alt, Hann., Dressurpferd, 170 cm groß, recht lang gebaut) läuft seit ca 3 Wochen ungern vernünftig tragend...

  1. Jule124

    Jule124 Mitglied

    Hallo ihr Lieben,

    mein Pferd (10 Jahre alt, Hann., Dressurpferd, 170 cm groß, recht lang gebaut) läuft seit ca 3 Wochen ungern vernünftig tragend durch Wendungen, es reicht eine Zirkellinie, da bremst er im Trab ab. Allerdings hab ich festgestellt, dass das meistens nur auf unserem Hallenboden der Fall ist. Dieser ist schön glatt, aber schon sehr fest. Gestern habe ich auf unserem Springplatz longiert (Sand), der im Moment ganz ok ist, etwas nass. Da lief er wie ein junger Gott und da geht er ja die ganze Zeit auf dem Zirkel...
    Da er eine Zeit lang auch noch ein dickes Bein hatte, habe ich den TA mal da gehabt. Das Bein ist mittlerweile wieder schlank. Er war nicht druckempfindlich dort, es war auch nicht warm. Er bekam dafür ein abschwellendes Mittel, um das Gewebe zu entlasten. Vermutung da war, dass er weggerutscht ist und dadurch eine geringe Reizung der Sehnenscheide entstanden ist. Sowieso ist sein Paddock matschig und schon etwas tief und rutschig durch den Lehmboden, den wir haben. Jedenfalls ist die Schwellung komplett weg gegangen, ich bin bein TA vorgetrabt, da lief er wirklich einwandfrei durch den Körper schwingend. Nichts zu erkennen. Beim Abtasten hat er nicht reagiert... Wir schließen daher zu 99 % aus, dass da was mit der Sehne ist, bzw. die Beinsache etwas damit zu tun hat, dass er nicht gern vorwärts durch die Ecken geht. Ich bin neulich auch mal ohne Sattel geritten, da ich ausschließen wollte, dass es der Sattel ist. Mit und ohne das selbe Spiel. Nach Schmerzen sieht er nicht aus, auch in den Kurven war er ganz zufrieden in Anlehnung und ließ sich an sich toll reiten, nur eben dieses langsam werden. Er geht dann auch nicht ungleich, sondern wirklich einfach nur langsamer und wird triebig, an der langen Seite geht er auch wieder von sich aus mehr vorwärts.

    Mein TA meinte die Hinterhand beim Pferd ist sehr komplex und so groß, dass man da natürlich schwer hinein schauen kann. Er kann sich vorstellen, dass es irgendwo aus der Hinterhand kommt, also zB Hüfte.

    Da mein Pferd aber alle 6 Monate vom Chiropraktiker kontrolliert wird und da nichts extrem gravierendes sein kann, da er so im Trab absolut einwandfrei und auch locker geht, soll ich mal probieren mein Training für 10 Wochen konsequent umzustellen, auch wegen dem Schmerzgedächtnis von Pferden. Z.B. nur longieren, ganz viel über Stangen, dass die HH aktiviert wird und dort alles beweglich und elastisch wird. Ich kann/soll nochmal den Chiro holen, wenn ich das Gefühl habe, es wird nicht besser oder da ist was. Als letzten Schritt könnte man sonst die Szyntigraphie in Erwägung ziehen. (Für die, die das nicht kennen: Pferd bekommt ein Kontrastmittel gespritzt, dadurch kann man z.B Entzündungsherde im Körper der Pferdes sichtbar machen, wenn man das Pferd dann mit einem Gerät 'durchleuchtet') Der Spaß ist ziemlich teuer.

    OK. Soviel zur Situation, nun zu meiner Frage... Findet ihr das mit den Trainingsumstellung macht Sinn für unsere Situation? Oder soll ich lieber gleich den Chiro holen... Was meint ihr? Habt ihr noch andere Ideen?

    PS: Ich stell ihn nun auch alle zwei Tage unters Solarium


    Danke,

    weihnachtliche Grüße,

    Jule

    EDIT: Bin ohne Sattel auch mal auf dem weicheren Springplatz geritten, da war das in Wendungen aber ähnlich, mit der Abbremserei... es ist irgendwie mal so und mal so...
     
  2. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich kann mir unter dem "abbremsen" so wenig vorstellen. hast du ein video dazu?
     
  3. VerenaPeace

    VerenaPeace Bekanntes Mitglied

    Ist der Hallenboden vielleicht rutschig?
     
  4. Jule124

    Jule124 Mitglied

    @ulrike twice gerade habe ich noch kein Video davon, weil er meistens auch nur macht wenn ich drauf sitze. Obwohl das longieren in den Halle auch nicht so pralle war... da trat er ungern so richtig unter, son bissl schlurfig. Ich hab schon alle Variationen ausprobiert, mit Sattel, ohne, Platz oder Halle, Longe oder reiten...
    Also tja wie soll ich das erklären, neulich war es so, als ich das erste mal angetrabt bin an dem Tag, auf der langen Seite, da ging er frisch vorwärts und wollte auch, dann kam ich in die Ecke und da war dieses Vorwärts von ihm selbst direkt weg. Er ging dann sehr verhalten, das ist eigentlich das richtige Wort. Aber wie gesagt ich hatte nicht das gefühl, dass er Schmerzen hatte, er war da auch nicht angespannt, sondern in lockerer, zufriedener Anlehnung.

    @VerenaPeace Nein, das überhaupt nicht, vielleicht eher etwas stumpf und wir gesagt recht fest...
     
     
  5. murphilu

    murphilu Bekanntes Mitglied

    Hallo Jule, für mich klingt es so, als hätte er einfach ein Problem mit dem Gleichgewicht. Du schreibst, dass der Hallenboden recht glatt und fest ist. Vielleicht ist der Boden für ihn einfach zu rutschig, dnd er fürchtet, hinzufallen. Für mich hört es sich das jedenfalls nicht nach etwas medizinischem an, auch weil du sagst, an der Longe passt das. Wenn du dir vorstellst, dass dein Pferd dich als Reiter auch ausbalancieren muss, spricht schon einiges dafür, dass ihm das mit dir und dem glatten Boden unheimlich ist. Ich würde da gar nichts groß ändern, ausser vermehrt darauf achten, dass er auf dem Zirkel wirklich gut mit dem inneren Hinterbein untertritt und von der inneren Schulter wegkommt. Frag doch mal im Stall herum, ob andere Leute und Pferde den boden auch arg glatt finden und vielleicht kannst du beim Stallbesitzer das mal freundlich ansprechen? Wir haben vor zwei Wochen ganz tolle Hackschnitzel in die Halle bekommen für genau solche fälle und damit der Boden sich nicht immer so festläuft. Mit den Holzschnitzeln läuft man jetzt schön federnd oben drauf und nicht im sand drin. Klingt nach einem braven Pferd, was du hast, ich würde das Problem nicht bei ihm suchen sondern eher am Boden. Kannst du vielleicht draußen mal auf einer Wiese o.ä. einen Zirkel reiten? Übrigens, bei meinem Pferd habe ich immer wieder festgesetellt, dass die Angst, sich nicht ausbalancieren zu können, viel im Pferd anrichtet. Meine springt halt weg oder rast los, deiner wird halt langsam. Ist doch ok.
    lg
     
  6. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    zu viel druck auf dem inneren zügel?
    ohne video kann man nur vermuten, dass es wohl ein reiterliches problem sein wird. aber welches?
    was sagt der reitlehrer?
     
  7. Jule124

    Jule124 Mitglied

    @murphilu glatt ist der Boden nicht, eher stumpf, aber halt recht hart. Mit glatt meinte ich eben. Sorry, Missverständnis :) Hmm, aber auch am langen Zügel, wenn ich eigentlich nicht wirklich was von ihm fordere? Das war ja vorher nicht so, ist recht plötzlich seit zwei/drei Wochen so.

    @ulrike twice
    ich versuche mal n Video zu machen :). Klar, sicher trage ich ungewollt irgendwie dazu bei, so richtig gerade ist auf dem Pferd ja fast niemand. Und ich erst recht nicht, ich weiß, dass ich in der Hüfte eher schief bin, ich kann nicht so gut rechts runter sitzen. Zügel/Hände... da achte ich immer extrem drauf, die weich hinzustellen und einwirken zu lassen. Ich hab ihn in letzter Zeit nicht aufgerichtet, eher am langen Zügel vorwärts abwärts geritten, nur mal kurz getestet. RL kann sich das nicht wirklich erklären, ja mein Hüftproblem ist bekannt, aber vorher hat er das ja auch nicht gemacht und was neues fordern wir gerade nicht.
     
  8. VerenaPeace

    VerenaPeace Bekanntes Mitglied

    Aber wenn der Boden (zu) hart ist, wird er doch automatisch glatt(er).
     
    Charda gefällt das.
  9. Raketenerna

    Raketenerna Die geballte soziale Inkompetenz

    Probier das doch mit der Traimingsumstellung, vielleicht braucht das Bein auch noch mehr Ruhe und reagiert eben nur bei Lastaufnahme in der Biegung.

    Ansonsten: vielleicht Thermografie vor Szinti.
     
  10. Ansonsten fällt mir noch ein:
    Ist eine Arthrose bekannt?
    Viele Pferde mit einer leichten Arthrose reagieren mit Tempoverminderung, wenn der Boden (zu) hart ist.
     
    Semmel gefällt das.
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