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Traumpferd mit Handicap kaufen?

Diskutiere Traumpferd mit Handicap kaufen? im Pferde Allgemein Forum; Hallo :) Kurz zu meiner Vorgeschichte: Vor zwei Monaten bin ich ganz zufällig auf mein kleines Traumpferd gestoßen. Ich musste meine RB schweren...

  1. rakkash18

    rakkash18 Neues Mitglied

    Hallo :)
    Kurz zu meiner Vorgeschichte: Vor zwei Monaten bin ich ganz zufällig auf mein kleines Traumpferd gestoßen. Ich musste meine RB schweren Herzens verlassen und war auf der Suche nach einer neuen RB. Zufällig hat mir eine Bekannte einen Stall gezeigt wo für einen kleinen Araber ein Mitreiter gesucht wurde. Eigentlich hat er mich gar nicht interessiert, da ich mir unter einem Araber nicht viel vorstellen konnte, als ihn aber gesehen habe war ich sofort verliebt. Es hat auch von Anfang an super gepasst zwischen uns. Er war leider sehr dünn und sah nicht so gut aus, da er vorher viele Stallwechsel durchgemacht hat und sehr vernachlässigt wurde von der Vorbesitzerin. Hat sich aber in der kurzen Zeit schon sehr gut entwickelt und aufgebaut. Leider wurde er trotzdem weiterhin für den Schulbetrieb meistens für kleinere Kinder genutzt. Ich habe ihn damals als Mitreitpferd genommen mit der Option ihn nach einiger Zeit kaufen zu dürfen.
    So jetzt habe ich es aber in die Wege leiten können, dass ich ihn jetzt schon kaufen kann, da mir das mit dem Schulbetrieb, einem nicht passenden Sattel und weitern Dingen nicht gepasst hat und ich ihn von Anfang an sowieso haben wollte. Gestern hatten wir die Ankaufsuntersuchung und leider war diese nicht so gut. Er hat auf 2 Beugeproben reagiert auf eine leider stark (links vorne) und hat dann auch bei der Gangbildanalyse links vorne leicht gelahmt. Nun sagte sie dass das Fesselgelenk etwas verschoben ist auch geschwollen leicht und warm und dass deshalb auch der Huf so schief gewachsen ist. Zudem ist dazu rechts hinten das Knie etwas geschwollen und laut TA hat er auch Schmerzen im Rücken. Sie ist sich aber nicht sicher ob das alles einfach mit seinem schlechten Gesamtzustand zu tun hat und ob es mit ordentlichem Futter, guten Hufeisen, gemachten Zähnen, passenden Sattel und angepasstem Training besser wird oder im Gegenteil schlechter.
    Die Besitzerin meinte das liegt mit der TA zusammen und macht jetzt nochmal eine extra Ankaufsuntersuchung auf ihre Kosten und lässt das Gelenk röngten, was mir natürlich das röngten erspart, da ich es sowieso gemacht hätte würde ich ihn nehmen.

    Jetzt bin ich einfach total im Zwiespalt. Ich finde er hat eine Chance verdient, dass sich mal jemand um ihn kümmert und fördert. Er hat sich in den zwei Monaten schon so gebessert und ist immer total bemüht. Andererseits weiß man nicht ob es mit Training besser wird oder die Belastung dann zu groß wird. Laut TA ist er sehr hart im nehmen und lässt sich die Schmerzen nicht wirklich ansehen und ich habe einfach Angst dass es ihm zu viel wird er aber es nicht anzeigt. Außerdem darf ich die Kosten die auf mich zukommen werden nicht außer Acht lassen.

    Habt ihr Erfahrungen mit Pferden mit so einem Handicap bzw Problemen? Ich denke, dass man durch Geduld und ordentliche Pflege und Training doch viel weiterbringen und verbessern kann.

    Liebe Grüße :)
     
  2. Tequilla

    Tequilla Inserent

    Das ist halt immer die Frage. Kannst Du Dir die TA Kosten leisten die da evtl. auf Dich zu kommen? Gehts Dir nur um dieses Pferd? Sprich würdest Du dieses Pferd auch weiter behalten und aufpäppeln, wenn Du weisst, da ist was sehr im argen und es wird nie wieder reitbar sein? Wenn ja, spricht ja nix dagegen, wenn nein, dann mach es nicht.
    Frage ist auch immer, wie gehts Dir wenn dieses Pferd woanders hin verkauft wird?
    Du bindest Dir halt evtl. was ans Bein mit dem Pferd, aber wenn genau das Pferd dein Traumpferd ist, dann soll es halt so sein, so zumindest meine Einstellung dazu :)
    Wie alt ist das Pferd eigtl?
     
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  3. rakkash18

    rakkash18 Neues Mitglied


    Ja das ist es halt ich könnte jetzt nicht einfach gehen und ihn dort stehen lassen. Irgendwie bin so durch Zufall auf ihn gestoßen und es hat so gut gepasst, dass ich mir eben denke es musste so sein. Er ist erst 7 Jahre alt.
     
  4. emmski

    emmski Bekanntes Mitglied

    Ich finde es schon mal sehr vernünftig von Dir so an die Sache ran zu gehen und abzuwägen. Es ist natürlich eine schwierige Entscheidung, denn ein Pferd, vor allem ein nicht gesundes, kostet auch nach der Anschaffung immer wieder Geld. Schaffst Du das finanziell?
    Ich fände auch interessant wie alt das Pferd ist und wie es sich aktuell gibt wenn du reitest. Klappt da alles zwischen euch? Merkst du etwas von der Einschränkung? Was hast du für Pläne mit dem Pferd und passen diese mit der Diagnose zusammen?

    Wie Tequilla schon geschrieben hat ist das vor allem eine Frage Deiner Einstellung :)
    Ich finde aber auch wenn es wirklich DAS Pferd ist und du Dir ganz sicher bist - dann soll es vielleicht so sein. Du musst Dich nur gedanklich damit arrangieren können dass das Pferd später nicht mehr voll reitbar sein könnte und immer wieder Kosten auf Dich zukommen. Wenn das okay für Dich ist - warum nicht?
     
     
  5. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Leider selten. Pferde werden nicht aus Liebesentzug krank und bleiben es meist auch, egal wie man sie mag.

    Ich finde, du solltest vom schlimmsten ausgehen, dass der nicht schmerzfrei reitbar ist. Wenn du ihn trotzdem haben willst, alles gut.
    Wenn du aber die Hoffnung kaufst, du kriegst das wieder hin, weil die anderen sich nicht gut genug gekümmert haben - Kauf dir kein Luftschloss. Dann hol dir lieber mehr fachmännische Sicherheiten. Finde die aktuelle recht schwammig.
     
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  6. rakkash18

    rakkash18 Neues Mitglied


    Hey :) also er ist 7 Jahre und beim Reiten merkt man nichts. Das ist es ja er kann noch nicht viel, bemüht sich aber und man merkt von Stunde zu Stunde deutliche Fortschritte. Vor allem springen macht ihm sehr viel Spaß. Meine Pläne muss ich natürlich dann an ihn anpassen.
     
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  7. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Er lahmt, hat Schmerzen in Beinen und Rücken, krumme Gelenke, Schwellungen und du springst damit?! Das ist kein verantwortungsvoller Umgang. Pferde mit Schmerzen reitet man nicht!
     
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  8. Du konntest dir unter einem Araber "nicht viel vorstellen", hast dann aber erkannt, dass er dein Traumpferd ist?
    Sei mir nicht böse - das passt für mich nicht!

    Ich vermute, du findest das Pferd sehr sympathisch und es tut dir irgendwie leid.
    Ob das günstige Voraussetzungen für einen Pferdekauf eines anscheinend doch sehr gehandicapten Pferdes sind, sei dahingestellt.

    Hast du die finanziellen Mittel, das Pferd 20 Jahre durchzufüttern, ohne es vielleicht jemals schmerzfrei reiten zu können? Magst du Arbeit, Versorgung reinstecken ohne "Gegenwert"?
    Dann nur zu.
    Ansonsten Finger weg.
     
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  9. Minasternchen

    Minasternchen Mitglied

    ich kann dir mal ein Beispiel geben, wie ich es leider selbst in meiner Vergangenheit getan habe. Und spreche somit aus Erfahrung.
    Ich habe eine RB gehabt. Super nettes Pferd allerdings ein Schulpferd, für die Anfänger. Das Pferd stand schlecht im Futter, war bereits Kolik operiert und hatte hier und da kleine Wehwechen. Das Pferd war zu dem Zeitpunkt 13 Jahre alt. Ich hatte einerseits Mitleid andererseits wollte ich mit dem Pferd wirklich was erreichen, da es sehr sehr gut ausgebildet war. die AKU hatte ein paar kleine Befunde aber laut Tierarzt "nichts, was das Pferd unreitbar machen würde" Dann kamen nach und nach immer mehr kleine, temporäre Krankheiten. Alles in allem hatte ich das Pferd bis zu seinem Lebensende, aber es hat unfassbar viele Kosten verschlungen und auch dementsprechend viele schlaflose Nächte bereitet. Auch das ein oder andere Mal war ich traurig, da ein stetiger unreitbarer Pflegefall eigentlich nicht meinem Wunschtraum vom eigenen Pferd entsprach und ich nicht am Training mit anderen Mitreitern oder an Ausritten teilnehmen konnte.
    Ich würde es NICHT mehr tun. Das Pferd war so nach zwei Jahren mehr eine Belastung als ein Geschenk und ich habe auch sehr sehr schnell nicht mehr DAS Traumpferd in ihm gesehen. Habe es aber nie abgegeben oder verkauft, da man dann doch an dem Tier hängt. Aber Nein, raten würde ich sowas keinem.
     
  10. friederike43

    friederike43 Bekanntes Mitglied

    Ich möchte mich gerne auf meine Finger setzen, aber ich schaffe es nicht...

    Ich habe eine mittlerweile 6 Jährige Stute zu Hause, gekauft habe ich sie mit 4einhalb. Geritten auf ihr bin ich unglaubliche 4 Mal. Jetzt ist sie nicht reitbar, vielleicht wird sie es wieder, aber ich erwarte es nicht. Ich würde sie nie abgeben und hoffe, sie wird mindestens 30. Für mich ist ein Pferd nicht nur dann wertvoll, oder "gibt etwas zurück", wenn ich mich auf seinen Rücken setzen kann.
    Aber sind ja nicht alle so.
    Wenn ich mir allerdings Deinen Text so durchlese, dann hoffst Du doch ein scheinbar recht ramponiertes Pferd bald wieder voll reiten zu können, als wäre nichts. Wenn das Dein festes Ziel ist und Du nur durch das Erreichen dessen bei der Stange zu halten bist, dann lasse es lieber sein.
    Dann mutest Du diesem Pferd unter Umständen Dinge zu, die es nicht leisten kann, aber vielleicht doch eine Weile zumindest leistet, weil es brav ist und seine Schmerzen nicht zeigt. Wenn man nicht bereit ist, auch die Alternative zuzulassen, nämlich dass das Pferd tatsächlich unreitbar sein wird, dann versucht man evtl. auch unmögliche Wege, die einen aber nicht weiterbringen. Bist Du offen für Beides und möchtest einfach nur dieses Pferd, unabhängig davon was später möglich sein wird, dann mach es.
     
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