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Trittverletzung im Offenstall, "Täter" unbekannt

Diskutiere Trittverletzung im Offenstall, "Täter" unbekannt im Versicherungsfragen Forum; Hallo ihr Lieben, jetzt hat es mich auch, bzw mein Pony erwischt. Er hat einen Tritt an den Kiefer bekommen, Verdacht auf Kieferbruch und ein...

  1. Lysett

    Lysett Inserent

    Hallo ihr Lieben,
    jetzt hat es mich auch, bzw mein Pony erwischt.
    Er hat einen Tritt an den Kiefer bekommen, Verdacht auf Kieferbruch und ein Zahn ist tief im Kiefer gebrochen.
    Waren heute in der Tierklinik, nachdem unsere Tierärztin gestern am Hof nichts machen konnte.

    ich meine mich jetzt erinnern zu können in einem der letzten Treads gelesen zu haben, dass man bei unbekanntem "Täter" sämtliche anderen Besitzer, bzw deren Versicherungen haften. Also 50:50? Habe ich da etwas durcheinander gebracht oder ist das so? Und wenn, wie und an wen wende ich mich? Müssten alle anderen Pferdebsitzer die ebenfalls ein Perd in der Hede stehen haben den Vorfall ihrer Versicherung melden oder kann man das auch iwie gebündelt machen? Quasi ich würde ein Schreiben aufsetzen welches nur eingeschickt werden müsste?

    Kosten werden sich auf +\- 1000€ belaufen, eher mehr.

    Vielen Dank und lieben Gruß

    Lissi
     
  2. User4711

    User4711 gelöscht

    So habe ich das auch im Kopf, dass dann Anteilig alle Pferdebesitzer mit haften.
    Ergo mach ein Standardschreiben an alle, freundlich die Lage schildern mit der Bitte dies der Versicherung mitzuteilen und dir die Kontaktdaten weiterzureichen.
     
  3. satine

    satine Inserent

    darüber habe ich neulich mit meiner freundin gesprochen, die bei einer versicherung arbeitet. sie meint, dass es da ein urteil gab und diese "alle anteilig" regelung gekippt wurde. frag am besten bei deiner versicherung nach.

    gute besserung ans pony!
     
  4. Smigel

    Smigel KvD- Klugscheißer vom Dienst

    Hallo Lissi,


    Du musst es nicht so umständlich machen, sondern kannst Dir einen einzigen der anderen PE rauspicken. Die Aufteilung müssen die dann intern klären (bzw. machen das dann die Versicherer unter sich aus).

    Das mit der 50:50-Sache ist so eine ganz eigene Geschichte, die nicht pauschal angewandt werden kann. Es gibt hier inzwischen immer wieder ganz anderslautende Urteile, in denen von 0 bis 100% Haftung der anderen geurteilt wurde.

    Die 50% kommen von einer "Mitschuld" Deinerseits, weil Du die Gefahr eines Tritts ja bewusst in Kauf genommen hast. Andere Gerichte haben genau das aber auch wieder verworfen. Dann kommt die Frage hinzu, ob Dein Pferd aktiv mitgemacht hat vielleicht sogar selbst der Aggressor war. Wenn keine Zeugen dabei waren, steht nur EINS fest: nämlich die Tatsache dass Dein Pferd getreten wurde. Dass Dein Pferd aktiv an der Klopperei beteiligt war, kann dann ja nicht bewiesen werden. Daher ist die Tendenz dann sogar in Richtung 100% Schadensersatz (wenn man die "Mitschuld" unter den Tisch fallen lässt).

    Mein Ratschlag an Dich: Mach es so, wie ich das oben beschrieb (nur EINEN rauspicken). Am besten nimmst Du jemanden, mit dem Du Dich verstehst UND der bei einem Versicherer versichert ist, der auch Pferdeahnung hat (wie zum Beispiel die Uelzener). Dann sollte die Schadenabwicklung tendentiell besser laufen als bei irgendwelchen VR, die nur wissen, dass ein Pferd Borsten hat, auf Klippen rumkraxelt und Milch gibt. :bae:

    Sollte man Dich mit kleinen Kleckersümmchen (unterhalb 50%) abspeisen wollen, dann nimm Dir ggfs. einen RA zu Hilfe. Auch bei 50% würde ich persönlich noch nachverhandeln bzw. einen RA zu Rate ziehen.

    Die eigene Versicherung im Vorfeld zu befragen kann zwar auch helfen, aber eher nur dann, wenn es sich um einen der o. g. VR handelt, die Pferdeerfahrung bzw. Erfahrung in der entsprechenden Schadenabwicklung haben.


    LG


    Dennis
     
     
  5. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    ja, aus leidiger erfahrung derzeit kann ich da smigel nur beipflichten. lass dich ja nicht gleich abspeisen....wir fingen beim betrag von läpischen 90 öre an....sind mittlerweile bei bisl ü 300 und ich will aber den kompletten betrag raushandeln.....

    da sind wir grad dabei.... :) mitm anwaltscheffe......! da geht noch was....dauert halt nem.....:mx10:
     
  6. Lysett

    Lysett Inserent

    Huhu, vielen Dank für eure Antworten.

    Smigel, meinst du, dass ich quasi einfach jemanden fragen sollte :"sag mal, Anna, könnten wir das nicht über deine Versicherung laufen lassen?" Wäre das Betrug da wir eben nicht wissen dass es das Pferd war? Ich bin mir nicht sicher, dass das jemand machen würde, so ganz nach dem Motto, nö, wieso sollte ich jetzt die Jenige welche sein, wenn es ja niemand gesehen hat?! Dass sich mein Pferd die Verletzung nicht selbst zugeführt haben kann, ist klar.

    Lg Lissi
     
  7. Smigel

    Smigel KvD- Klugscheißer vom Dienst



    Ganz klar: NEIN!

    Zur Erklärung: Zu allererst ist schon Deine Frage falsch. Die Sache läuft nicht "über Versicherung". Du meldest hier stattdessen ganz einfach nur einen Schadensersatzanspruch, u. a. basierend auf §§ 833 und 421 BGB, an. Punkt. Dieser Schadensersatzanspruch kann versichert werden - über diverse Haftpflichtversicherungen. Ob der Schädiger eine solche Versicherung hat oder nicht - ist grundsätzlich scheissegal.

    Richtig ist: Ja, Du kannst / darfst Dir EINEN Schuldner rauspicken, Deine Ansprüche von dieser einen Person komplett befriedigen lassen (man spricht hier vom Aussenverhältnis), während sich diese Person dann die entsprechenden Anteile bei den anderen "Schuldigen" zurückholt (Innenverhältnis).

    Das ist sogar gesetzlich so verankert (siehe § 421 BGB) und dient ganz gezielt dem Schutz des Geschädigten / des Gläubigers, damit dieser nicht von Pontius zu Pilatus rennen muss, sondern gleich den Erstbesten packen und das Geld aus ihm herausschütteln kann.

    Fazit: JA, das wäre völlig legal und angesichts der Situation sogar Deine einzige reale Chance. Und noch einmal: NEIN, es ist kein Betrug.



    Auch hier gehst Du die Sache falsch an. ;) Nicht Du bist hier diejenige, die sich was sagen lassen muss, sondern Du bestimmst hier, wie die Sache läuft - Punkt. Wenn Du Deine Forderung an eine entsprechende Person stellst, dann muss diese reagieren. Entweder wehrt sie sich (was ihr gutes Recht ist), sie zahlt selbst oder aber - sie meldet es ihrem Versicherer (was der logischste Weg wäre). Diesem Versicherer werden alle anderen "Schuldigen" benannt, der Versicherer wird den Schaden gemäß unserer Rechtsprechung bzw. gemäß seiner Interpretation desselbigen regulieren und dann bei den anderen anklopfen und von denen deren mitzutragenden Anteil einfordern (oder auch nicht - wegen einem Fuffi rennt kein VR einem anderen hinterher).


    Mein abschließender Rat an Dich: Ruf Deinen Versicherungsmenschen an und lass Dir mal die Grundzüge einer Schadenmeldung / Schadenbearbeitung in der Haftpflichtversicherung erklären. Vielleicht hilft er Dir ja sogar dabei. Und hör bitte nicht auf das Gelaber der Leute - die quatschen zum Thema Versicherungen zu 95% - pardon - nur Scheisse. "Versicherung" - ein Thema an dem sich viele versuchen aber zu über 90% scheitern, ein Produkt, dass nahezu jeder in irgendeiner Form sein Eigen nennt, trotzdem kaum einer durchblickt, aber dennoch fast jeder meint, etwas dazu sagen zu können, weil er mal einen kannte, der einen guten Kollegen hatte, der glaubte was verstanden zu haben und und und. Das ist übrigens auch einer der Hauptgründe, warum so viele Beamte bei der Debeka und HUK (kranken)versichert sind. Die armen Schweine... Hätten sie mal bloß keinen Kollegen gekannt, der einen kannte, der mal glaubte.... Aber ich drifte ab. :mx10:


    LG


    Dennis
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Mai 2015
  8. Lysett

    Lysett Inserent

    Hallo Dennis, vielen Dank für deine Antwort, ich habe es verstanden.

    Meinst du ich könnte gleich mal ein kurzes Anschreiben schreiben und du liest das einmal über?
    oder meinst du ich sollte wirklich direkt ein Schreiben von einem Anwalt anfertigen lassen?

    lg Lissi
     
  9. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Was willst du denn JETZT mit einem Anwalt? Oder einem Anschreiben? Du suchst dir einen aus der Truppe und forderst ihn auf den Schaden bei seiner Versicherung anzuzeigen. Weiter doch erst einmal nichts.
     
  10. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    derjenige der es meldet kriegt da nen formular für schadensmeldung, dass füllt ihr aus und wartet erstmal ab....mehr kannst da am anfang nicht machen, stimmts smigel!? also bei uns lief das so...

    die schreiben dich dann an und dann gehts weiter, oder auch nicht :)

    faro-uli
     
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