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Umgang mit leichten Lahmheiten

Diskutiere Umgang mit leichten Lahmheiten im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Sicher sollte sich das Pferd auch möglichst viel selbst bewegen können. Das wäre für mich auch Grundvoraussetzung. Ich besitze ja so ein Pferd,...

  1. honey.79

    honey.79 Aktives Mitglied

    Sicher sollte sich das Pferd auch möglichst viel selbst bewegen können. Das wäre für mich auch Grundvoraussetzung.
    Ich besitze ja so ein Pferd, für die wäre Boxenruhe Folter. Rein nur in der
    Paddockbox für ein paar Tage ok, aber dann würde die schon ungemütlich werden und mehr wollen.

    Wenn der in der Pause aber beschwerdefrei ist muss man halt wirklich mal schauen was noch reiterlich geht. Ist ja auch die Frage, was bzw. wieviel unter „antrainieren“ verstanden wird. Aber gerade einfach mal nur bisschen locker Schritt/Trab - vielleicht auch im Gelände oder als Spaziergang als tägliche Bewegung könnte hier die Grenze zeigen. Auch eben unter dem Gesichtspunkt, dass dadurch auch bisschen Routine einkehrt, was vielleicht hilfreich sein könnte. Wenn die wenige Belastung natürlich auch nur zu zusätzlichen Beschwerden führt, muss man sich halt wirklich überlegen ob reiten überhaupt noch Sinn macht.
     
  2. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken

    @hawkeye , ham wir Dich jetzt vergrault?
     
  3. hawkeye

    hawkeye Bekanntes Mitglied

    Nee, nee, keine Sorge. So leicht werdet ihr mich nicht los :biggrin:.

    Ich hatte nur ehrlich gesagt eine ganz andere Diskussion erwartet und bin nun ein wenig erschlagen von dem ganzen Input. Zudem musste ich gestern und heute lange arbeiten und bin auch jetzt nur vom Handy aus online und da tippt es sich so doof. Ich möchte euch schon in aller Ruhe und ausführlich antworten und das geht vom Rechner einfach besser. Daher wollte ich dann morgen in aller Ruhe antworten.
     
    friederike43, melisse, Melli130 und 6 anderen gefällt das.
  4. Pusteblume23

    Pusteblume23 Mitglied

    Lass dich nicht erschlagen von dem ganzen Input und nimm dir Zeit die Antworten zu lesen und zu verarbeiten. Was du damit machst ist deine Sache ;) grüßchen

    Gesendet von meinem ALE-L21 mit Tapatalk
     
     
  5. hawkeye

    hawkeye Bekanntes Mitglied

    Ich hab euch nicht vergessen. Allerdings durchkreuzten Pferd und zu wenig Zeit mal wieder all meine Pläne. Daher, entschuldigt bitte meine verspätete Antwort. Außerdem bin ich selbst nicht ganz fit, wenn ich vergesse, auf jemanden oder auf spezielle Fragen einzugehen, dann ist das nicht böse gemeint. Dann einfach, sollte noch Interesse bestehen, nachfragen :).

    Also, ich gebe zu, ich war schon eine wenig geschockt von euren Beiträgen und wollte mit dieser Diskussion auch gar nicht explizit auf mein Pferd und seine vielen Baustellen eingehen. Ich hatte was anderes im Sinn und war deswegen im ersten Moment schon entsetzt und traurig. Denn hier herrscht ein falsches Bild meines Pferdes und auch von mir vor. Dass das an mir und dem, was ich geschrieben hab, liegt, das weiß ich. Deswegen war ich ein fassungslos und frage mich, wie es dazu kommen konnte. Es muss logischerweise an mir und meiner Art zu schreiben liegen. Oder auch nicht? Denn wie einige von euch wissen, bin ich aj noch in einem anderen Forum aktiv und schreibe da so ziemlich das gleiche und da sind die Reaktionen ganz anders.

    Also, zu euren Fragen bezüglich der Haltung. Er steht im Winter mit Kumpels auf einer Winterweide, je nach Wetter so von 8-15h. Mal länger, mal etwas kürzer, wenn es Dauerregen gibt. Im Sommer ist er von 8-18h draußen diese kommende Saison. Dazu hat er eine Paddockbox, wobei der angrenzende Paddock deutlich größer ist, als man das so von Boxen mit Balkon kennt. Ja, ich hatte im November überlegt, ihn nicht mehr auf die Winterweide, sondern auf einen Sandpaddock zu stellen. Das wären dann nur zwei Stunden gewesen. Letzten Endes hab ich mich für die Winterweide entschieden. Raus kommt er also jeden Tag und für unsere Region lange. Und er spielt auch nicht jeden Tag so wild. Aber es sind Wallache im besten Alter, je nach Wetter und Lust und Laune geht schon mal die Post ab und er ist mittendrin bzw. ganz vorne mit dabei. Deswegen gehe ich nicht davon aus, dass es ihm so schlecht geht. Dauerhafte Schmerzen hat er definitiv nicht! Die Truppe, in der er steht, ist im Stall als Chaos Truppe bekannt. Und wenn man beim Personal nachfragt, wer die Unruhestifter sind, dann heißt es einstimmig "deiner und sein bester Kumpel, D." Die haben nur Blödsinn im Kopf. Und sei es nur, in Teamarbeit das Tor öffnen und dann in getrecktem Galopp abhauen und über die angrenzenden Wiesen fetzen. Welches wirklich kranke, schmerzgeplagte Pferd macht das? Abgehauen sind nur meiner und sein bester Kumpel, drei andere Pferde bleiben brav auf dem Paddock bzw. grasten am Rand. Der Kumpel überstand die Flucht unbeschadet, meiner lahmte danach zwei Tage leicht.... Danach war dann wieder gut. Und ich tue mich schwer, auch bei leichten Lahmheiten einfach weiterzumachen. Das stimmt.

    Natürlich bin ich sensibler als der durchschnittliche Besitzer, was mein Pferd angeht. Und auch besorgter. Auch das weiß ich. Doch das hat nichts damit zu tun, dass ich eine Ausrede zum tüddeln brauche. Will ich tüddeln, dann sag ich das und stehe dazu. Mein Pferd, ich muss mich für nichts rechtfertigen und mir keine Ausreden ausdenken, um tüddeln zu "dürfen". ICH WILL ABER NICHT TÜDDELN!!! Ich habe mir (m)ein Pferd gekauft, um zu reiten. Gute Pflegebeteiligungen werden zuhauf an jeder Ecke angeboten. Gute Reitbeteiligungen nicht. Hätte ich nur wenig Lust aufs reiten, hätte ich mir eine PB suchen können und würde monatlich rund 700€ sparen. Von den Nerven ganz zu schweigen. Aber genau das wollte ich nicht. Ich wollte nach Lust und Laune reiten können, mal ein Turnier mitgehen, viel ausreiten. Dass es nun mit meinem Pferd anders gekommen ist, geschenkt. Wie gesagt, ich bin aufmerksamer und hab ein ganz gutes Gefühl für mein Pferd. Dass das vielleicht manchmal übertreiben reagiert, ist was anderes. Doch andererseits, ohne diese Besorgtheit und Aufmerksamkeit wäre mein Pferd heute nicht mehr. Dieses Wissen fördert das genaue Hingucken. Dennoch würde mich interessieren, was meint ihr mit kaputt gepflegt? Ich pflege nicht übermäßig viel. Pferd darf jeden Tag raus, außer der TA verordnet Boxenknast. Ich finde Pferd putzen nervig, mein Pferd auch. Also wird wenig geputzt. Macken werden gesäubert und das wars. Nichts mit zig Salben und so.

    Zu dem Video, das ihr im Kopf habt. Ich weiß, welches ihr meint. Bitte vergesst nicht, ich habe das Video eingestellt und im Anschluss einen TA geholt, weil mir das überhaupt nicht gefallen hat. Wie sich später heraus gestellt hat, war mein Pferd ernsthaft verletzt und hatte zu diesem Zeitpunkt bei Bewegung Dauerschmerzen. Auch wenn das angezweifelt wurde. Das war so. Dieses Video gibt nicht die Realität oder gar unser Training wieder. Hier mal beispielhafte Videos, wie sich mein Pferd normalerweise bewegt:


    An diesem Tag war er so grell, dass er sich vor der eigentlichen Arbeit an der Longe erst mal austoben musste. Trotz Auslauf. Sieht mir nicht nach einem dauerkranken Pferd aus.

    Hier wurde ich mal im Unterricht gefilmt:


    Und Freispringen (an der Technik arbeiten wir noch...)


    Wir waren in zwei Kliniken und ich hatte insgesamt vier Tierärzte dran. Komplett untersucht, die Haxen. Die Hufknorpelverknöcherung hat er schon lange und die macht seit dem Spezialbeschlag wirklich keine Probleme mehr und ist auch nicht ausschlaggebend dafür, dass er immer mal wieder lahmt. Alle sagen übereinstimmend das Gleiche, er ist anfällig, ohne, dass es nun die eine Ursache dafür gibt. Vieles ist einfach Pech. Die Praxis, die ihn durchgehend betreut und seine Krankenakte besser kennt als ich, sagt, unbedingt bewegen. Nicht wegstellen. Normal bewegen, wann immer es möglich ist. Für die Lunge, um Muskulatur aufzubauen und ihn insgesamt zu stärken. Von nur (Teilzeit)-Rente oder gar erlösen redet keiner, im Gegenteil. Das wäre nicht hilfreich bis kontraproduktiv. Das Problem mit dem Lymphsystem ist leider hausgemacht und besteht nur an einem Bein. Das hat mit zu wenig Bewegung nichts zu tun. Natürlich wäre ein Offenstall, der seine Bedürfnisse abdeckt, optimal. Doch den gibt es hier nicht. Also haben wir den Kompromiss mit optimierter, an ihn angepasste Haltung in der Paddockbox mit täglichem Auslauf. Das funktioniert gut. Die Vorbesitzerin hatte ihn im Sommer auf einer 24h Weide stehen. Da stand er auch beim Kauf. Pferd zur AKU von dort geholt. Pferd hat dickes Bein und lahmt nach Beugeprobe. Alles untersucht und nichts gefunden. Nach drei Tagen war es weg. Das Problem hat also schon damals in anderer Haltung bestanden.

    Aktuell steht mein Pferd leider seit Freitag wieder mit einem wirklich dicken Bein und lahmt. Und das Eisen war ab. Auslöser also ersichtlich. Da das Bein wirklich sehr dick war und er kaum laufen konnte, kam noch am selben Tag meine TÄ. Das ist eine Lahmheit, die nicht vergleichbar ist mit dem, was ich im Eingangsposting meinte. Da es dieses Mal nicht so gut aussieht, muss ich erst mal abwarten, wie sich alles entwickelt und mag nicht an die weitere Nutzung denken. Fakt ist, egal, was es nun ist, antrainiert wird dieses Mal sehr, sehr langsam. Und dann hoffen.

    So, ich kann nicht mehr, ich hoffe, ich habe nichts und niemanden vergessen.
     
  6. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Ich mag einfach nur kurz die kleinen Videos kommentieren:

    In dem Reit-Video spiegelt er Dich krass deutlich: Du hast kaum Körperspannung und fällst nach vorne.
    Genau so läuft er vorhandlastig und untertourig.

    In dem Freilauf-Video kann ich kaum etwas erkennen, außer ein lebensfrohes (schön!) Fetz-Pferd, das freilaufend Tendenzen zum Kreuzgalopp zeigt, was mich alarmieren würde.

    Das Freispring-Video gefällt mir ganz gut, allerdings auch da sehr "haftender" Galopp und seltsames Geschnauf.


    Für die jetzige Genesung wünsche ich Euch viel Erfolg!


    LG, Charly
     
  7. obsession

    obsession ...mag Basketball lieber

    Ich kann nur sagen, warum ich geantwortet habe, wie ich geantwortet habe:

    Ich kenne keine beständig wiederkehrenden Lahmheiten bei Pferden durch Toben.

    Unsere Wallache fetzen auch draußen rum, und das durchaus auf suboptimalen Böden dank Wetter (Matsch, huggelig gefroren oder so).

    Wenn mal einer lahmt, dann HAT er was. Kein Pferd hier lahmt grundlos immer wieder. Sowas kenne ich einfach nicht.

    Und hier rennen 36 Stück rum.

    Obsi.
     
    Rotkäppchen, Lorelai und Charly K. gefällt das.
  8. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    (Ich hoffe nicht, dass meine antwort nervt)
    meines erachtens bist du bzw v.a. dein pferd opfer des "anderen weges".

    ich sehe das video von dir wie du reitest und ich denke, dass nicht du dein pferd so ausgebildet hast sondern dass es vorher jemanden gehörte, der diesen "anderen weg" wesentlich kompromissloser für dein pferd eingeschlagen hat.
    kurz beschrieben: ein schwerer sitz, der den rücken zum absenken brachte, der die lende tief machte und den schweifansatz so in die höhe zog. dein pferd läuft mit tiefem widerrist.
    die hilfengebungen mit verbundenem ungleichgewicht des vorherigen ausbilders haben bei deinem pferd körperliche beschwerden ausgelöst, weil dieser weg den bewegngsablauf bis heute ins schmerzhafte (blockaden, verspannungen) verändert. dein pferd kann mit diesem nun hochgekommenen schweif seine hinterhand nicht mehr zur unterstützung seines rückens benutzen.
    ich denke, der vorherige reiter wirkte sehr massiv ein. nicht laienhaft. ein laie schafft das so nicht. (ich las jetzt nicht nach woher dein pferd stammt)
    dies so graviernd, dass er bis heute im freilauf seinen rücken immer noch nicht wieder normal benutzen kann.
    du hast dich im reiten seinem antrainierten bewegungsablauf angepasst und verbesserst die situation nicht für ihn. dusitzt viel zu schwer und seine nase scheint wie festgetackert tief(durch hilfszügel). mit diesem rücken und hochtrainiertemschweif müsste die nase erstmal ermutigt werden, wieder in die luft zu kommen.

    ich würde in solch gravierenden fällen immer empfehlen, das pferd für 1 jahr auf die dauerweide zu stellen um dann mit gänzlich konträren unterricht dann hoffentlich mit einer "remonte" in einem jahr neu starten zu können. am besten ewig lang nur ausreitend mit langen zügeln. mit einem reiter nicht im schwersitz und mit einer hand, die die nase hoch lässt. in der hoffnung darauf, dass er nach einem jahr seinen naturgegebenen bewegungsablauf noch einmal wieder finden konnte.
     
    dani.amy, Charly K. und obsession gefällt das.
  9. sarah2010

    sarah2010 Bekanntes Mitglied

    Ich wünsche deinem Patienten auf jeden Fall alles gute! Echt blöde :/

    Ich bin bei Lahmheiten feige. Ich hatte jetzt noch nicht viele und rufe nur dann nicht sofort den TA wenn es nen klar ersichtlichen und scheinbar harmlosen Grund hat. Und auch dann warte ich maximal 2 Tage.

    Gesendet von meinem SM-A310F mit Tapatalk
     
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