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Und täglich grüßt der Sehnenschaden

Diskutiere Und täglich grüßt der Sehnenschaden im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; aus gegebenen Anlass habe ich mal ein neues Thema veröffentlicht... Mein Pferd und ich leben seid fast 6 Wochen mit der Diagnose "Sehnenschaden...

  1. Rasti524

    Rasti524 Inserent

    aus gegebenen Anlass habe ich mal ein neues Thema veröffentlicht...

    Mein Pferd und ich leben seid fast 6 Wochen mit der Diagnose "Sehnenschaden tiefe Beugesehne hinten links"

    meine "Erfahrung" mit der Klinik war nahezu niederschmetternd und mein Pferd wurde als "unheilbar" und "nicht mehr lebenswürdig" bezeichnet...mein Haus-TA widerrief dies und machte uns wieder Hoffnung

    da meinem Lieben das aber noch nicht reichte hat er sich vor 2 Wochen so dermaßen irgendwas im Knie gezerrt (mein TA konnte nicht sagen was es genau war, den das Knie zu berühren grenzte für ihn an Überlebenstraining) das er wirklich nur noch auf 3 Beinen lief...jetzt geht es langsam wieder und Samstag habe ich zum ersten mal wieder drauf gesessen und bin eine kleine Runde ausgeritten...

    Ja...da denkt man das reicht an dämlichen Verletzungen und wir haben ja nu genug was heilen muss...NEIN findet mein Pferd nicht...jetzt ist plötzlich vorne links, auch an der Sehne etwas dick und minimal warm...:eek::eek::eek:

    Vielleicht lebt hier ja auch einer zur Zeit mit einem Sehnen-Patienten und hat Lust sich etwas darüber aus zu tauschen oder (so wie ich :joyous:) den ganzen Kram von der Seele zu schreiben...
    oder jemand hat Erfahrungen und Tipps was man hilfreiches tun könnte...



    noch eine Frage am Ende...diese beschriebene Schwellung vorne: kann das die Sehne sein? es ist hinten am Bein, direkt unter dem Wurzelgelenk etwas dick und leicht warm. Sollte dann nicht die ganze Sehne dick sein, nicht nur ca. 3 cm davon?

    Mein TA kommt eh a Freitag..der wird sich wieder freuen:eek:
     
  2. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Leider kann das vorne sehr wohl auch die Sehne sein... die kann ja auch an einer Stelle kaputt sein, und muß nicht komplett geschwollen sein. Vielfach findet man kaum Schwellung und Wärme, und erschrickt sich, wenn man dann einen Ultraschall machen läßt...

    Wo verletzt er sich denn immer so doof, ist er so wild auf der Weide, oder tobt er in er Box?

    Wie sieht es mit einem Rehaprotokoll aus? Solltest Du wieder Schritt reiten? Ich weiß gar nicht so genau, aber bei mir käme das glaub ich hin, nach sechs oder acht Wochen durfte ich wieder Schritt reiten.

    Zur Motivation erst einmal, die meisten Sehnenschäden, denen die entsprechende Zeit gegeben wird, heilen aus. Die Sehne ist in der Regel auch hinterher wieder genauso belastbar, allerdings nicht mehr so elastisch, weil in der Heilung Umbauprozesse stattfinden, die dafür sorgen, das die Stabilität wiedererlangt wird.

    Dann mal zur weiteren Motivation noch unsere Geschichte:

    Mein Pferd hat 2003 auf der Weide mit einem neuen Wallach im Stall so wild getobt, und wohl das eine oder andere Hasenloch mitgenommen, daß er lahm war. Eine nähere Untersuchung (incl. Leitungsanästesien und Ultraschall) ergab damals die Diagnose Fesselträgerschaden des lateralen Fesselträgerschenkels am rechten Vorderbein. Mein Pferd hat ja eine Fehlstellung, die zu dem Zeitpunkt gerade wieder richtig zum tragen kam. Heute weiß ich, er dreht das Bein immer vermehrt nach innen, wenn es ihm weh tut. Deswegen hatte ich damals jedenfalls schon den Schmied gewechselt, nun war das Kind aber in den Brunnen gefallen, und das Pferd leider lahm. Ich habe ihn damals einfach den Sommer über auf der Weide stehen lassen, und habe im Herbst mit Sehnen-Reha-Programm langsam wieder antrainiert, was uns auch gut gelungen ist.


    Dann kam der Tag im Jahr 2004, an dem ich wegen seinem Kniebandproblem mit ihm in der Klinik war. An sich wollten wir das Knie röntgen, um sicher zu gehen, daß es sich bei seinem Bänderproblem nicht doch um etwas anderes (vielleicht auch zusätzlich) handelt. Er war für seine erste M Dressur im großen Viereck genannt, und da möchte man natürlich ein fittes Pferd haben. Heraus kam dabei ein röntgenologisch einwandfreies Knie, aber ein Pferd, was - wieder mal - vorne rechts lahm war. Nach eingehender Untersuchung (auch wieder Leitungsanästesien, Gelenksanästesien um eine Hufgelenksentzündung auszuschließen und einigem mehr) stand fest, daß es sich erneut um einen Fesselträgerschaden handelte, eine sogenannte Inserzionsdistorsion. Dabei geht beim Fesselträger nicht die Stelle kaputt, die kaputt war und vernarbt ist, sondern der Ansatz des Fesselträgers am Knochen. Das kommt dadurch zustande, das eben wie schon erwähnt die Sehne nach dem Schaden nicht mehr so elastisch ist wie vorher, und daher dann am Ansatz der Sehne zum Knochen ein Schaden entstehen kann, weil die vorherige Narbe zu stabil ist, um direkt wieder kaputtzugehen.


    Ich war verständlicherweise am Boden zerstört, und habe erst mal heulend bei meinem Pferd in der Box gesessen, und die Boxensaison mit einem sehnenkranken Pferd türmte sich vor mir auf wie der Himalaya. Irgendwie ist es uns (mit zwischendurch mal weniger, mal sehr viel mehr Kampf) gelungen, diesen Winter zu überstehen. Ab Januar durfte Charles dann erst mal auf ein Krankenpaddock, damit er wieder etwas Kontakt zu anderen Pferden hatte, weil er einfach vorher nur in der Box gestanden hatte, und die anderen Pferde durften ja tagsüber aufs Paddock. Mein Pferd mit Sehnenschaden natürlich nicht.

    Mitte Januar (glaube ich) durfte ich dann endlich wieder fünf Minuten Traben, wieder Sehnen-Reha-Programm. War total schön, ich habe mich total gefreut. Bis nach einer Woche der Schmied kam, und das Pferd zwei Tage später komplett lahm war, und zwar deutlich schlimmer als zu Beginn der Sehnengeschichte. Na, also wieder Tierärztin geholt, und weiter untersucht. Was wir fanden, begeisterte uns nicht wirklich. Mein Pferd hat ein schlechtes Gleichbein sowie Strahlbein. Das beste daran war noch, daß beide Erkrankungen in derselben Art behandelt werden konnten. Aber "Equine Palmar Foot Syndrome", wie es heute genannt wird, ist halt schon keine schöne Diagnose.


    Ich habe noch einige Male im Laufe dieses Frühjahrs versucht, ihn wieder anzutraben, und irgendwann bekam man einfach das Gefühl, der ist so eingelaufen in seine geringgradige Lahmheit (mittlerweile mit Spezialeisen, Polster der Marke Wolke Sieben, und Rundeisen für die Sehne weiterhin), daß er so trotz aller Behandlungsversuche, die wir starteten, nicht aufhörte lahm zu sein. Zwischendurch lief er mal zwei Wochen lahmfrei, dann tickerte er wieder, meine TÄ meinte, das ist kaum zu sehen, ich bin also auf anweisung weiter getrabt, zwei Tage später war das Pferd wieder komplett lahm.


    Irgendwann haben wir dann entschieden, daß mein Pferd einfach den Sommer auf die Weide kommt. Gesagt, getan, mein Pferd kam also Anfang Mai auf die Weide. Als ich ihn abends von der Weide holte, dachte ich ernsthaft, das ist der Anfang vom Ende. Mein Pferd, der sich natürlich (trotz Paddockgang seit Januar, halt aber alleine) so tierisch gefreut hatte, endlich wieder laufen und auch mal bocken zu können, ist fast eine Stunde lang nur auf den Vorderbeinen wild ausschlagend über die Weide getobt. Abends kam er dann auf mich zu, und setzte rechts vorne sein Bein fast nicht mehr auf.

    Heulend habe ich daraufhin alle Möglichkeiten, die wir haben, durchgedacht, und auch mit meiner Tierärztin gesprochen, ob dies nicht der Zeitpunkt wäre, mein Pferd zu erlösen. Eine Woche lang habe ich nur geheult, bei dem Gedanken mein Pferd zu verlieren. Nach einer Woche innerem Kampf habe ich mich (wie man ja sieht) gegen das einschläfern entschieden. Auch dank des deutlichen Zuredens meiner TÄ, die sich schlicht geweigert hätte, ihn zu dem Zeitpunkt einzuschläfern. (da ich schon sehr lange bei ihr in der Praxis mitfahre, ist das noch eine andere Geschichte, nicht wundern ;) ) Ich bin zwei Wochen lang zweimal am Tag mit meinem Pferd grasen gewesen, einmal morgens, einmal abends, und hatte jeden Tag, morgens und abends, einen tobenden Hengst an der Hengstkette. Der sich dann nach fünf Minuten einbekam, und sich aufs Gras stürzte.


    Mitte Mai bekam mein Groer dann eine Sedation, und wurde auf die Weide gestellt. Diesmal ging alles gut, und dort stand mein Pferd dann den Sommer über... wurde unglaublich fett (für ein Sportpferd, was tägliches Training gewohnt war nur noch Weide setzt halt an), und genoß erst mal sein Leben. Ich bin auch wirklich eine Zeitlang gar nicht auf die Weide gegangen. Hab ihn tatsächlich die Sommermonate nicht mal für den Schmied runtergeholt, der kam auch auf die Weide zum ausschneiden....



    Nach dem langen Sommer, in dem das Pferd auf der Weide stand, hab ich dann irgendwann im September angefangen, das Pferd wieder anzutrainieren, erstmal im Schritt an der Doppellonge. War eine gute Art, wieder anzufangen, weil ich so viel machen konnte, ohne ihn mit dem Reitergewicht zu belasten. (so bin ich letzten Endes auch dazu gekommen, das ich ihn heute fast nur noch am Langzügel arbeite... weil er mit 20 Jahren einfach in meinen Augen nicht mehr ständig geritten werden muß, aber sein Training grundsätzlich auch braucht, um gesund zu bleiben... und ich durch das Studium eh etwas zugenommen habe, und ihm dann nicht "ständig" mein Gewicht zumuten möchte....)

    So... somit hatten wir damit dann drei Sehnenschäden. Was man vor allem braucht für Sehnenschäden ist Geduld, Geduld, Geduld... und man darf sich echt nicht frustrieren lassen. Irgendwann freut man sich echt über Kleinigkeiten (boah, der erste Trab... hab ich mich gefreut!!), und kann auch das antrainieren wieder ein wenig positiv sehen, wenn es denn so weit ist.
     
  3. Rasti524

    Rasti524 Inserent

    Wenn ich das wüsste wie er das immer macht :no:

    Er stand, bis das mit dem Knie kam, auf einer kleinen Wiese zusammen mit einem Kumpel. Das hat erstaunlicherweise PRIMA geklappt (unsere eigentlichen Wiesen sind wirklich riiesig und eher uneben und da sie da mit 15 Wallachen drauf stehen und da eigentlich immer mal einer auf die Idee kommt zu rennen habe ich ihn lieber auf die kleine Wiese gestellt und halt dumme Verletzungen zu vermeiden -Plan fehlgeschlagen).

    Als er dann, an dem besagten Knie-Tag von der Wiese geholt wurde lief er noch völlig normal (der, der ihn immer mit rein nimmt schwört das es so war und das kann man ihm auch glauben!), eine Freundin wollte ihn fertig machen, weil ich an diesem Tag mit ihm zum TA zum schallen fahren wollte...sie holte ihn lahm aus der Box...er muss sich innerhalb einer Stunde in der Box so dermaßen Verletzt haben das er wirklich STOCKlahm war...weiß Gott wie er das gemacht hatte...

    Mein TA, der aber wie gesagt nicht dran packen konnte, hoffte auf "nur" eine fiiiese Zerrung und meinte wir sollen alle beten das da nix gerissen ist...aber hei...die Sehne sah gut aus, wenn das mit dem Knie nicht gewesen wäre hätte ich von da an schon wieder Schritt reiten können...

    mein TA kam von da an alle zwei Tage und guckte sich das Spiel an...verordnet war Boxenruhe (er wäre wahrscheinlich den kl. Berg zur Wiese nichtmal mehr runter gekommen so wie der lief...)
    Mein kratives Pferd hat sich dann aber ein anderes Spiel überlegt "wie nehme ich am effektivsten eine Box auseinander"..nach 1,5 Wochen standen nur noch 3 Bretter der Mittelwand...wir waren alle sehr begeistert...

    Freitag war der TA das letzte mal da und meinte wir sollen ihn wieder auf die kl. Weide lassen (gucken das er ruhig ist) den das getrete bringt ja nix...ich könnte auch wieder schritt reiten, es sah eigentlich gut aus...

    Joar, Samtag war das das besagte Vorderbein dick (ich wette von dem getrete)...ich bin trz. eine kl. Runde raus geritten und er ging auch völlig klar...

    Gestern bin ich nochmal geritten, alle Beine bandagiert und nach dem ausritt sah der "Knubbel" auch schon besser aus...war etwas kleiner und ich fand es auch nicht mehr ganz so warm...


    Ach herje...GilianCo..du weist ja wirklich wie es ist...

    wir haben ein wirklich ähnliches Schicksal...das ist ja auch nicht die erste Verletzung die Herr Pferd hat...im Winter hatte ich ihn auch schon 3 Monate stehen...ich hab erst im Februar wieder angefangen richtig zu reiten...und vor der Geschichte im Winter hat er sich auf der Wiese hingelegt = Gelber Schein und als ich ihn wieder reiten konnte tadaa Ballen tritt...aber das zog sich "nur" über 6 Wochen..


    aber das mit der Geduld...ja genau das fehlt mir...aber ich gebe mir echt mühe:nevreness:
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Aug. 2012
  4. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Das mit der Geduld ist so eine Sache, irgendwann ist sie halt auch erschöpft. Mir hat geholfen, das ich im einen Sommer, den der Große ganz auf Weide war, meinen Freund kennengelernt habe ( oder mit ihm zusammengekommen bin), und entsprechend viel Ablenkung hatte *g*
     
  5. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    OH die Sehnen. Die Verfolgen mich!

    Von Vorne:

    Februar diesen Jahres war mein Pferd von heute auf Morgen Stocke Lahm. Ging nur noch auf 3 Beinen. Sofort TA angerufen, eingeladen, in die Praxis.

    Nach 22. Röntgenbildern (!!!!!!! Und jaaaaaaaa, die musste ich alle bezahlen!!!!!) stand noch immer nichts fest. Ich frag mich ja eh, wie man 22. mal Röntgen kann wenn man nach dem 5. Bild schon nichts entdeckt, aber das soll eine andere Geschichte sein.
    Pferd bekam Gips, eine Woche Klinikaufenthalt.
    Zuhause 8 Wochen Boxenarrest. Die Geduld die er erbrachte lag Tot im letzten Eck der Box... BEschäftigung durch Spielchen in der Box. Übungen zur Lockerung usw.

    Nach 8 Wochen kam der Doc also nicht um wie versprochen die Spezialaufnahme zu machen, aber der Gips kam runter. Übels Druckstellen, offene Stellen, ekelhaft. Das Bein schwoll sehr stark an. BElastund die er vorher mit Gips zeigte war wie der Gips im Müll gelandet. Pferd stand auf drei Beinen. Verbesserung keine, Geld war auch weg. TA riet zum einschläfern. Prophezeihte uns eine Belastungsrehe und überhaupt....

    Hab dann eine Physio geholt. Die machte mir Mut. Schickte PFerd auf die Weide. Gab mir noch ein paar Tricks für Rückenübungen.

    Zweiter TA, zweite Meinung. Der sah schon beim heranführen, dass das wohl die Sehne sein müsste. Kurz geschallt, und es war klar: Tiefe BEugesehne, vorne links. auf beiden Seiten "Eingerissen". Irgendeine Starke Drehbewegung muss zu dieser Verletzung geführt haben.

    Ta dachte an ca 6 Monate. Jetzt ist August und wir haben ca 2/3 lt. TA geschafft. Pferd steht lediglich auf der Weide. Bekommt Homoöpathische Mittel. Läuft mittlerweile Barfuß. Osteo kommt immer mal wieder um die Beckenschiefe von der Lahmheit zu korrigieren. Pferd geht mal gut, mal schlecht. Bockt viel, Bewegt sich selbst. Klar gehen ist anders. Momentan geht er eher wieder deutlich schlechter.

    Er bekommt kalte Duschen /Kneiptherapien morgens und Abends um die Durchblutung an zu regen. Bei dem Irre Heißen Wetter derzeit bekommt er morgens eine Thymianpaste drauf. Die soll kühlen und ebenfalls die Durchblutung anregen. Wir machen immer mal wieder Bodenarbeit /Kopfarbeit um die Geduld zu erhalten und die Birne fit zu behalten. Rückenübungen und Massagen gibts jeden Tag. Globulikuren ebenfalls. Zwischendurch gabs noch eine Vitalpilz-Mischung, die aber eher nicht viel brachte. MSM gibts auch im Kurpaket....

    Tja. GEduld, Geduld, Geduld! Irgendwann werd ich das Wort wohl nicht mehr hören können. Aber ich bin wohl nicht allein ;)
     
  6. Wildgirl

    Wildgirl Inserent

    Da kann ich leider auch mitreden :-(
    Meine Stute habe ich Mitte Januar mit nem dicken rechten Hinterbein im Offenstall angetroffen. Der Tierarzt kam sofort und sie musste Equi etc haben. Nach drei Tagen kam der Doc wieder und machte Ultraschall und sagte, wir haben ne Sehnenscheidenentzündung. Naja, klingt ja im ersten Momentan nicht ganz so schlimm. Mit den Medis schwoll das Bein super ab, aber sobald die abgesetzt waren, war es wieder übelst dick. Doc kam wieder, aber diesmal mit Verstärkung eines Ultraschallspezi´s. Nun bekamen wir zu der Sehnenscheidenentzündung auch noch ein Loch im medialen Gleichbeinband zu hören. Na toll!! Die Saison war im Januar schon zu Ende :-( Stute hatte die ganze Zeit über Stehpause, aber das Bein wurde nicht dünner. Haben dann den Offenstall so abgeteilt, dass sie zwar alleine und unter Dach, aber mit den anderen zusammen stand. So war sie auch wesentlich ruhiger. Dann kam Doctore wieder und diagnostizierte noch ein Hufgeschwür (alles am selben Bein). Das hat er dann aufgemacht und der Schmadder lief da nur so raus. Verbände, Medi´s etc. folgten. Ich war nur noch fertig und Stuti fing an zu beißen, weil sie einfach total unzufrieden war. Plötzlich wurde das Bein wieder dick, wieder Doc, wieder Geschwür.... Nach dem das ausgestanden war, bekam sie rundeisen und durfte mit den anderen wieder raus. Denn die Weidezeit fing an und sie rannte in ihrem "Gefängnis" nur noch hin und her und drehte sich immer auf dem kranken bein, was nicht wirklich förderlich war! Seit dem steht meine Stute auf der Koppel. Sie hat noch bis mindestns Weihnachten Pause und dann ducken wir weiter. Der Doc kommt alle 3-4 Wochen zum schallen, das Loch wächst sehr langsam zu, bis jetzt sind gerade mal knappe 65% zu. Ob ich Stuti je wieder reiten kann, weiß nur Gott im Himmel! Aber ich bete jeden Tag, dass dieses junge Tier nicht in Rente gehen muss! Achso, das ganze ich wohl passiert, in dem sie sich das bein quasi auf nem Eishuggel (gefrorener Boden) (sind ja leider im offenstall im winter an der tagesordnung) verdreht hat...

    Mein Doc sagte mir nur beim letzten Besuch, meiner Stute kann momentan nur noch Doctor Zeit und Doctor Weide helfen. Wir haben alles Mögliche gemacht, mehr geht nicht....
     
  7. Wildgirl

    Wildgirl Inserent

    Text von Charda:
    Ta dachte an ca 6 Monate. Jetzt ist August und wir haben ca 2/3 lt. TA geschafft. Pferd steht lediglich auf der Weide. Bekommt Homoöpathische Mittel. Läuft mittlerweile Barfuß. Osteo kommt immer mal wieder um die Beckenschiefe von der Lahmheit zu korrigieren. Pferd geht mal gut, mal schlecht. Bockt viel, Bewegt sich selbst. Klar gehen ist anders. Momentan geht er eher wieder deutlich schlechter.



    Genau wie bei meiner! Meine läuft auch immer noch unsauber, allerdings meint mein Doc sie geht klar, aber das muss ich noch mal genau mit ihm bereden! Sie bockt und tobt wie ein normales Weidepferd! Habe ihr zwar schon hundert Mal ins Ohr geflüstert sie soll das nicht, aber mit 5 Jahren hat man einfach noch Lebensfreude und ein Jahr einsperren geht nun wirklich nicht! Da ich selber Osteo bin, mache ich meine Stute selber regelmäßig und ich egel sie! Das hilft sehr gut!! Wie (un)schön, dass es bei euch auch so ist!
    Und auch ich kann das Wort "Geduld" nicht mehr hören :)
     
  8. Rasti524

    Rasti524 Inserent

    Ach herje...ihr beiden habt ja echt ähnliche Schicksale...

    @Charda: Was gibst du den für Homoöpatische Mittel? Würde mich sehr Interessieren!
    Das mit den 22. Röntgenbildern ist ja der kracher...aber als ich mit meinem großen in der Klinik war habe ich mich auch gefragt worum es hier eigentlich geht...um das Pferd, ein Lebewesen wo sich die Ärzte ja alle soo drum sorgen (pahh) oder doch eher um die klingelnde Klinik Kasse...

    @Wildgirl: Dein Pferd ist erst 5?! Oh man...was soll man dazu sagen...es ist doch wirklich zum heulen...mein TA ist ja in 90% der fälle optimist (bisher hatte er aber auch immer recht damit, egal wie fies es aussah) und er meint mit der lieben Geduld wird eine Sehne in den meisten fällen wieder...aber ich kann das mit der Geduld schon nach 6 Wochen nicht mehr hören :D vorallem wenn ich daran denke wie lange es noch dauern kann...und ich bin absolut kein Geländereiter...mich sieht man höchstens 1x die Woche im Wald...nun täglich :D
    Vorallem graut es mich vor dem Winter:confused:


    Aber so richtig lahm war mein Pferd nie...die ersten Tage hat er gut und deutlich getickert, aber nicht dieses "auf 3 Beinen" und bevor die Nummer mit dem Knie kam lief er fast wieder klar (obwohl wir tägl. mindestens eine Stunde im Schritt auf hartem Boden unterwegs waren)

    Oh mann ich hoffe und hoffe und hoffe:D

    Aber, ich fände es sehr schön wenn wir uns vielleicht alle etwas austauschen könnten über den "Heilungszeitraum" hinweg...vielleicht hat ja einer Tipps für den anderen:ti9:
     
  9. Wildgirl

    Wildgirl Inserent

    Ja! Meine ist erst 5!
    Da sie prämiert ist und die Stutenleistungsprüfung sehr gut gelaufen ist, wäre es einfach Sünde die Maus wegzustellen. Habe mir die Große 3 jährig als Nachwuchspferd zugelegt und nun das. Aber gut, die Gesundheit geht vor! Und momentan würde ich die Weltumarmen, wenn mir mein Doc sagen würde, dass ich zumindest wieder durch den Wald eiern könnte... Auch wenn ich nicht der ausreitfan bin.
    Ich gedulde mich jetzt seit 8 Monaten und so langsam habe ich mich schon etwas dran gewöhnt :-(
    Vor dem Winter habe ich auch Angst! Vorallem das wieder so was bei dem gefrorenen Boden passiert! Man macht und tut und am Ende ist es doch nicht genug....

    Fände es auch gut, wenn wir "Sehnengeschädigten" uns weiter austauschen würden!!


    Achso! Richtig lahm war meine nur bei den Geschwüren, sonst hat sie eher getickert mal mehr mal weniger.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Aug. 2012
  10. Rasti524

    Rasti524 Inserent

    oh mann...du tust mir echt leid...das ist ja die A****Karte vom feinsten...

    Klar, sie "einfach" zu reiten ist ja nochmal ein unterschied zum Springsport:confused:

    Ihn nochmal zu Springen hat mein TA mir auch abgeraten...schon aus sicherheit...
    obwohl ich und auch mein TA da unterscheiden...springen ist ja nicht springen...mal, wenn ich grade lust hab, über ein Kreuzchen oder zwei ist ja was anderes wie regelmäßiges Training, dabei hat man ja auch das Ziel höher/weiter zu kommen...

    das stört mich aber mäßig....ich bin nämlich begnadete Dressur-Tussi :laugh::gi69::laugh:

    und solange ich noch daheim Dressur reiten und ab und an mal auf die Turniere bei uns im Kreis fahren kann bin ich zufrieden...

    Meiner ist ja auch "schon" 15...im Stall hab ich auch schon sowas gehört wie "der is alt, stell ihn weg und hol' dir was vernünftiges neues.." bei sowas könnt ich immer kotzen..oder doch eher weinen...

    oh mann....er soll wieder fit werden...

    aber winter...ahhhh:schneemann_29:
     
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