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Unfair behandelt als RB?

Diskutiere Unfair behandelt als RB? im Reitbeteiligung Forum; Hallo zusammen, ich habe seit fast 9 Jahren eine Reitbeteiligung an einer älteren Vollblutstute, bin aber seit einiger Zeit nicht mehr glücklich...

  1. rocher

    rocher Neues Mitglied

    Hallo zusammen, ich habe seit fast 9 Jahren eine Reitbeteiligung an einer älteren Vollblutstute, bin aber seit einiger Zeit nicht mehr glücklich mit der Situation und fühlen mich irgendwo auch etwas ausgenutzt. Jetzt wollte ich mal eure Meinungen dazu hören.
    Erstmal zum Finanziellen: Ich zahle 80€ im Monat für 2 mal die Woche, natürlich kommt durch Verhinderung der Besitzerin auch immer mal wieder ein Tag mehr dazu. Der Stall kostet knapp 300€, Pferd ist nur noch vorne beschlagen. Unterricht müsste ich selber bezahlen, klappt meistens aber wenn überhaupt nur einmal im Monat. Das Pferd wird dieses Jahr 24, ist zwar noch reitbar, aber gesundheitlich leicht angeschlagen, d.h. ausreiten ist möglich, Dressurarbeit in der Halle für ca 30 Minuten, dabei aber auch fast nur locker vorwärts/abwärts reiten, eventuell mal etwas Stangenarbeit. Mittlerweile bin ich ehrlich gesagt der Meinung, dass sie zu viel Geld verlangt für etwas rücksichtsvolles Bewegen des Pferdes, zumal noch weitere Arbeit für mich dazu kommt.

    Der Stallbesitzer holt die Pferde im Sommer immer schon mittags von der Weide rein, das findet die Besitzerin meiner RB und einige andere Besitzer aber schade, deswegen lassen wir eine Gruppe von 6 Pferden länger draußen stehen und wechseln uns so ab, dass jeden Tag ein anderer Besitzer alle Pferde reinholt. Da die Besitzerin von meinem Pferd angeblich immer länger arbeiten muss und keine Möglichkeit hat sich am Reinholen zu beteiligen, habe ich den ganzen Sommer einen Tag die Woche die Pferde reingeholt, und zwar an einem Tag, an dem ich eigentlich zum Reiten gar nicht da war. Ich fande es sehr enttäuschend, dass sie noch nicht mal angeboten hat alle reinzuholen, als sie Urlaub hatte und sowieso am frühen Nachmittag zum reiten kam (sodass ich natürlich trotzdem kommen musste, um die anderen Pferde reinzuholen). Dadurch, dass ich die Pferde reinhole, spart sie sich immerhin das halbe Jahr Reinholgeld für den Stallbesitzer.

    Außerdem hat sie seit ca einem Jahr eine zweite RB für das Pferd (weil für sie das allerwichtigste ist, dass das Pferd jeden Tag geritten wird, scheinbar egal wie und um welchen Preis), die zwar auch etwas jünger ist und weiter weg wohnt, aber deutlich weniger machen muss als ich.
    Z.B. sagt die Besitzerin mir immer wieder, dass ich die Box misten soll (vom Stall wird jeden Morgen dick eingestreut, aber nicht täglich gemistet), was ich dann natürlich auch mache, von der anderen RB wird das aber nicht so verlangt.
    Am Wochenende müssen wir uns selbst um das Rein- und Rausbringen der Pferde kümmern. Hier haben wir Gruppen aus 10 Leuten/Pferden gebildet, sodass man sich abwechseln kann. Mein fester Reittag ist der Samstag, dementsprechend muss ich mich daran beteiligen. Die andere RB reitet sonntags und sonntags kümmert sich die Besitzerin dann selbst um den Weidedienst.

    Es kann natürlich auch Zufall sein, aber vor allem wenn das Pferd mal wieder krank oder verletzt ist, renoviert die Besitzerin ihr Haus, hat Arzttermine.. sodass ich dann fürs Spazierengehen, Misten und Medikamente geben zuständig bin. Mach ich gerne, keine Frage, aber es ist halt auffällig, dass sie gerade in solchen Phasen noch weniger Zeit für ihr Pferd hat.

    Ich fühle mich einfach ungerecht behandelt, einmal der anderen RB gegenüber, die genauso viel zahlt und nur zum Reiten kommt, und andererseits finde ich 80€ für Spazierenreiten und Mithilfe im Stall auch einfach zu viel.
    Wie seht ihr das und wie würdet ihr damit umgehen?

    Dazu kommen dann noch so Sachen wie: Kannst du mal eben den Schmied- oder TA-Termin übernehmen oder überhaupt Termine ausmachen..
    Und wenn es dem Pferd nicht gut geht, werde meistens direkt ich angerufen, und falls sie angerufen wird, leitet sie es an mich weiter. Ich fahr dann natürlich hin wenn ich die Möglichkeit haben, man hängt ja nach so langer Zeit an dem Pferd, und sie kommt nur, wenn ich ihr sage, dass es wirklich ernst ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Jan. 2018
  2. Tequilla

    Tequilla Inserent

    Zu viel finde ich es nicht, aber frag die Besi doch mal ganz unschuldig, wieviel mehr die andere RB bezahlen muss, weil sie ja keine Dienste macht wie Du :)
     
    sarah2010 gefällt das.
  3. Otterchen

    Otterchen Bekanntes Mitglied

    Zum Finanziellen kann ich nicht viel sagen, außer dass es natürlich ungerecht ist, wenn du dasselbe zahlst wie die andere RB, du aber deutlich mehr Arbeiten erledigst. (Ich selbst habe noch nie für eine RB bezahlt und kann deswegen einen angemessenen Preis nicht abschätzen.)

    An deiner Stelle würde ich die Besitzerin um ein klärendes Gespräch bitten. Dabei kannst du ihr am besten möglichst sachlich die Dinge erzählen, die dich stören. So hat auch sie die Möglichkeit, überhaupt etwas zu ändern. Vielleicht weiß sie ja gar nicht, dass du mit der Situation unzufrieden bist. Gerade, weil du schon so lange die RB hast und anscheinend auch immer schon viel mithilfst, kann es gut sein, dass die Besitzerin es gar nicht böse meint und dich auch nicht ausnutzen möchte, sondern dass sie einfach nicht darüber nachdenkt, weil es eben schon lange so ist.

    Grundsätzlich kann ich schon nachvollziehen, dass es sich für dich ungerecht anfühlt, dass die andere RB anscheinend nichts machen muss.
     
  4. Steady

    Steady Nur echt mit dem Q!

    Schwierig, also, für diese lange Zeit, die du schon RB machst und die angesprochenen Zusatzaufgaben + die mittlerweile etwas eingeschränktere "Nutzung", finde ich es ehrlich gesagt schon "viel".

    Aber es bleibt natürlich letztendlich die Entscheidung des Besitzers, auch, wie er oder sie sein Pferd finanziert.

    Als RB muss man dann leider immer in den sauren Apfel beißen und entweder, dem Pferd zuliebe, dabei bleiben oder sich etwas anderes suchen.
    Dass das emotional sehr schwierig ist, kenne ich auch aus eigener Erfahrung.

    Schade ist es auch, dass ihr, trotz der langen Zeit, wohl ein eher distanziertes und kühles Verhältnis zueinander zu haben scheint. Also die Besitzerin und du.
    Ich finde, das Allerwichtigste bei so einer Konstellation ist die (Vertrauens)Basis.
    Dass man Probleme etc. ansprechen und solche offenen Fragen klären kann.





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  5. rocher

    rocher Neues Mitglied

    Ich reite das Pferd schon seit ich 12 bin, damals kannte ich mit Preisen auch nicht näher aus, und jeder hat da am Stall ungefährt so viel genommen.
    Wenn ich dafür jetzt ein wirklich "gutes" Pferd hätte, mit dem ich auch reiterlich weiterkommen würde, wäre das auch okay. Ich halte mich nicht für den Superreiter, habe das Pferd mittlerweile auf A-Niveau. Weder die Besitzerin noch die andere RB sind in der Lage, das Pferd überhaupt an den Zügel zu reiten, und wenn ich dann nach 4 Tagen wieder reiten, muss man mit dem Pferd dementsprechend erstmal so grundlegenden Dinge wie Reaktionen auf den inneren Schenkel usw klären, bevor man überhaupt so reiten kann, dass es Spass macht.

    Und dafür dann 80€ und Arbeit..
     
  6. rocher

    rocher Neues Mitglied

    Und zum Verhältnis mit der Besitzerin ist es einfach so, dass wir nicht allzu viel miteinander zu tun haben. Wir sehen uns natürlich selten, telefonieren zwischendurch, da erzählt sie immer sehr viel sodass ich eh kaum zu Wort komme. Sie ist aber auch einfach kein Mensch, mit dem ich meine Freizeit verbringen möchte, von daher ist das schon okay so.
    Je älter das Pferd wird, desto mehr merke ich auch, dass wir einfach andere Einstellungen zum Pferd haben, z.B. jetzt Aktuell Antrainieren nach 3 Wochen Pause. Mir ist aber klar, dass es ihr Pferd ist und sie dementsprechend Chef ist, deswegen fände ich allgemein Fragen angebracht, Diskutieren aber eher nicht. Deswegen erhoffe ich mir auch von einem Gespräch nicht allzu viel, da ist sie meist eher abweisend.
     
  7. satine

    satine Inserent

    Ohhh, da finde ich mich als Teen und Twen wieder.
    Also in der Zeit, bevor ich selber Pferde hatte...

    Zum finanziellen: Ein Pferd kostet. Immer. Egal, was man damit anstellen kann, ob es alt oder gesund ist.
    Du reitest min. 8x im Monat und kannst zwischen Halle und Gelände frei wählen.
    Auch verursacht ein Pferd immer Arbeit. Egal, was man damit anstellen kann, ob es alt oder gesund ist.

    wenn das Pferd deinen Ansprüchen nicht mehr genügt, dann beiß in den sauren Apfel und such dir ein anderes.
    Grundsätzlich finde ich die 80€ nicht viel, wenn ich die 300€ Stallmiete, Schmied, Tierarzt, Versicherung u.ä. dagegenrechne.
    Vom Arbeitspensum weißt du jetzt ja auch schon annähernd was es heißt, Pferdebesitzer zu sein.

    Von daher mein Rat: eigenes Pferd oder anderes RB Pferd suchen. Oder im RV auf Schulpferden deine reiterl. Fähigkeiten mit 2x Unterricht in der Woche verbessern. Da kommst du mit deinen jetzigen 80€ nämlich gut mit hin.

    Und da das allen RBs beinahe IMMER so geht, würde ich das lassen. RB Pferde werden nämlich grundsätzlich ausschließlich von der jeweils schreibenden RB korrigiert und richtig geritten. Die immer faulen und nie eine Ahnung von irgendwas habenden Besitzer kriegen das nämlich nicht hin.
    Bazinga... oder auch nicht?
    Wer weiß :biggrin:

    Richtig. Und vielleicht ist ihr das Reiten gar nicht mehr so wichtig...
    Was muss man nach 3 Wochen denn groß "antrainieren"?
     
    sokrates und sarah2010 gefällt das.
  8. Otterchen

    Otterchen Bekanntes Mitglied

    Liest sich fast so, als hättest du bereits eine Entscheidung gefällt (wäre auch absolut in Ordnung).
    Würdest du denn überhaupt Spaß daran haben, weiter das Pferd zu reiten, auch wenn es weniger Kosten würde und du weniger drum herum machen müsstest?
    Ich kann mir schon vorstellen, dass es echt ätzend ist, wenn das Pferd von den anderen beiden komplett anders geritten wird. Nur wird sich daran wohl sehr wahrscheinlich nichts ändern.
    Trotzdem fände ich ein ehrliches Gespräch mit der Besitzerin am besten.
    Mach dir vorher Gedanken, was du von einer RB erwartest, womit du gut leben kannst und womit eher nicht.
     
  9. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Kommt halt drauf an, wie gern du das pferd hast und wie sehr du dran hängst.

    Den Preis find ich okay und auch irgendwo "gerecht". Bei 300 Euro Stallmiete sind das zehn Euro pro tag. 8 tage im Monat das pferd nutzen, 80 Euro. Das ist, denke ich, schon fair.
    Dass man das pferd jetzt im alter weniger nutzen kann, ist natürlich blöd, aber kosten tuts deswegen ja nicht weniger.

    Ich kann dich da schon auch verstehen, man will ja schon auch was haben für sein Geld und vermutlich würdest du für die gleiche summe auch ein jüngeres/besser gerittenes pferd zum reiten finden.
    Drum eben die frage, wie sehr du an diesem pferd hängst. So rein Vernunftsmäßig wärs natürlich sinniger, sich was anderes zu suchen.
    Aber so rein von der Vernunft her sollte dann auch keiner mehr alte/kranke pferde behalten - und man tuts trotzdem, weil das Herz halt auch noch mit drin hängt.
     
    sokrates gefällt das.
  10. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Was genau willst DU?
    Für mich liest sich dein Posting,als ob du vollwertig zum Stallteam gehörst.
    (es keine Unterschiede zwischen RB u. PB gemacht werden)
    Finde ich, generell positiv.
    80 € finde ich, dann nicht zu viel, wenn das Geld ins Pferd gesteckt wird.
    Heißt, hat das Pferd alles, was es benötigt? Kommt der Schmied regelmäßig, der TA wenn nötig?
    Gerade ältere Pferde kosten oftmals mehr als junge. (Zusatzfutter, Spezialbeschlag, Zähne...etc.)

    Ich an deiner Stelle würde mir genau überlegen, was ICH will.
    Wäre es dir lieber, du dürftest nur an deinen festen Tagen kommen und ansonsten würde dich das Pferd nichts angehen?
    Das die Besitzerin mit dir Termine abspricht, ist nicht selbstverständlich und sollte dich statt zu ärgern, stolz machen.
    Nicht jede RB, darf beim TA dabei sein.
    Im Gegenteil, oft werden RBs vor vollendete Tatsachen gestellt.
    Wenn du das Gefühl hast, die PB zieht sich aus Gemütlichkeit raus, dann sag einfach mal "NEIN"
    "Ich habe keine Zeit, um beim Schmiedtermin da zu sein"
    Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.

    Was mir bei vielen RBs immer wieder negativ auffällt, sie bilden sich ein, besser zu reiten als andere RBs oder PB.
    Selbst wenn das so ist, warum muss das immer und immer wieder erwähnt werden?
    Was bezweckt man als RB damit?

    Ich hatte an einem Pferd, eine RB, die deutlich (Dressur)besser als ich, geritten ist. Leider ist sie in ein anderes Bundesland gezogen und musste deshalb die RB aufgeben.
    Trotz das sie mit großem Abstand die beste Reiterin im Stall war, hatte sie die selben Pflichten wie jeder andere RB.
    Und nur weil mein Pferd unter der RB, M Dressuren gewonnen hat, bin ich ihn dennoch geritten.
    Und zwar so, wie ich es für richtig gehalten habe immerhin war es MEIN Pferd und ich zahlte den Unterhalt. Die 80 € (wie in deinem Fall) sind eine kleine finanzielle Erleichterung, aber weit davon ab, um damit ein Pferd zu halten.
    Muss der TA kommen, sind 80 € schneller weg, als man "guten Tag" sagen kann.

    Nochmal, überlege dir, was DU willst.
    Dann spreche mit dem PB und überlegt gemeinsam, ob ihr einen Weg findet.
    Letztendlich entscheidet aber der PB. Das heißt für dich, damit leben oder die RB aufgeben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Jan. 2018
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