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unfreiwilliges Rennpferd

Diskutiere unfreiwilliges Rennpferd im Allgemein Forum; Hallo, Vielleicht könnt ihr euch noch an unsere Griffelbeinfrakturen oder Phlegmone erinnern. Es geht mal wieder um das gleiche Pferd und...

  1. GoldenGeisha1

    GoldenGeisha1 Inserent

    Hallo,

    Vielleicht könnt ihr euch noch an unsere Griffelbeinfrakturen oder Phlegmone erinnern. Es geht mal wieder um das gleiche Pferd und vielleicht kann mir ja wer weiterhelfen :) (achtung lang).

    Also:

    Ich habe meine Stute inzwischen schon seit 6 Jahren und eigentlich schon seit ich sie reite (ich hab ihr im Großen und Ganzen alles selbst beigebracht, aber diese Macke hatte sie schon immer) das gleiche Problem, nur dass es in letzer Zeit extrem ist. Sie liebt Gloppieren über alles und würde am liebsten nur rennen. Ist ja eigentlich nicht so schlimm, das Problem ist nur, dass dadurch Ausritte sehr häufig in einem riesen Stress für mich und sie ausarten. Meistens weil die anderen Pferde nicht mit ihr mithalten können (auch nicht im Schritt) und sobald ich sie versuche etwas zu parieren, ist sie total gestresst (sobald ich stehen bleibe fängt sie an zu Scharren). Ich gehe auch oft alleine raus, was eigentlich immer ganz gut klappt, weil wir uns an keine Geschwindigkeit anpassen müssen. Nur was heute passiert ist, war nicht mehr lustig. Situation:

    Ich gehe alleine mit ihr in den Wald, wollte nur eine Schrittrunde gehn. Alles ok, Pferd total entspannt. Am Heimweg dann bekommt sie Plötzlich einen Rappel und will loslaufen. Irgendwann hab ich sie nicht mehr halten können (war wegen harten Boden ziemlich blöd). Als ich sie dann eingefangen habe, ist mir leider der Zügel aufgeangen und ich habe absteigen müssen. Dann war alles aus. Sie ist die ganze Zeit angaloppiert, hat sich nicht mehr führen lassen, geschweigedenn mich aufsteigen. Irgendwie hab ichs geschafft sie ein paar Schritte zu führen, dann hat sie sich gott sei Dank wieder beruhigt und ich konnte aufsitzen. Ich habe Angst, dass sie sich in so einer Situatione mal weh tut (hatte letzten Winter ähnliche Situation).

    Sie legt auch immer einen Zahn zu, wenn wir einen neuen Weg reiten. Ich nehme mal an aus Stress. Dass sie gerne läuft ist wirklich kein Problem für mich, aber wie kann ich ihr diesen Stress nehmen?? Sie ist auch nach 4 Stunden reiten und 3 Runden auf der Galoppwiese nicht müde. Im Gegenteil je länger wir Galoppieren, desto aufgezwirbelter ist sie.

    Anmerkung: Sie ist zur Zeit sicher etwas unausgelastet, steht aber jeden Tag auf der Koppel, außerdem rennt sie meistens auch, wenn sie ausgelastet ist und es nicht kalt ist draußen. Früher hat sie das auch nach dem Galopp am Platz gemacht, ist inzwischen schon besser.

    Ich weiß mir echt im Moment nicht was ich tun kann.
     
  2. Osaka

    Osaka Inserent

    Es ist sehr gefährlich ein Pferd einfach so losrennen zu lassen. Ich würde so lange nur noch im Schritt und ein bischen Trab reiten, bis sie brav läuft und später wenn genug Muskeln da sind auch mal galoppieren. Vorher viel Bodenarbeit, immer schön durchbewegen usw.
    Vorrausgesetzt der Rückeen, Sattel und Zähne sind OK.
    Außerdem würde ich ohne Reitunterricht nicht einfach so im Gelände losreiten. Für meine eigene Sicherheit und aus Liebe zum Tier würde ich vorher mal über Reitunterricht nachdenken.
     
  3. GoldenGeisha1

    GoldenGeisha1 Inserent

    Ja da hast du völlig Recht, vor allem Bodenarbeit ist sicher gut, danke :)!! Ich bin in letzter Zeit auch nur Schritt geritten, aber leider immer sehr unentspannt, weil sie halt laufen wollte. Eigentlich sollte das ja heute auch eine Schrittrunde werden, da ich sie auf Grund der Phlegmone noch nicht zu sehr belasten will, obwohls schon ausgeheilt ist. Ich hab das mit den Schrittrunden auch in der Vergangenheit schon öfters versucht, hat aber leider wenig geholfen, dass sie entspannter war.

    Zwecks Reitunterricht: Ich bin eigentlich eine sehr erfahrene Reiterin (sowohl im Gelände als auch am Reiplatz). Bin 23 j. und Reite seit meinem 8 Lj. und bin mindestens 3 mal pro Woche im Gelände, also sollte das eigentlich kein Problem sein. Meine Stute und ich sind normalerweise auch ein super Team, bis ebena auf diese Problem. Aber du hast recht, das Loslaufen ist wirklich nicht ungefährlich und ich werde denk ich auch wieder mal meine Reitlehrerin um Hilfe bitten. Leider haben wir nur einen Reitplatz und der ist zur zeit zu hart gefroren. Ich hoffe es geht bald wieder.
     
  4. Paulsche

    Paulsche Neues Mitglied

    Sind Sattel, Zähne und Rücken ok?

    Pferde rennen von Natur aus nur, wenn sie in Gefahr sind oder dem Herdenchef folgen müssen. Sonst sind sie den ganzen Tag gemütlich unterwegs.

    Ich würde keine Bodenarbeit vor dem reiten machen, sondern generell. Also richtige Bodenarbeit evtl. sogar mit einem Trainer zusammen. Auf der Basis, dass du deine Chef-Position verstärkst. Somit bekommt das Pferd mehr Vertrauen zu dir. Ich denke, das ist hier eine Vertrauenssache/Dominanzproblem.
    Pferd hat nur Vertrauen zum ranghöheren. Egal ob Pferd oder Mensch. Das ist deren Natur.

    Was du beim reiten schon gut miteinbauen kannst, ist, wenn du reitest, er wird schneller, immer Volten einbauen. Quasi bis ihm schlecht wird:tongue:
    Und immer dem Pferd ein bisl voraus denken. Wenn du das Gefühl beim reiten hast, dass er gleich wieder anzieht, dann schon mal vorab eine oder mehrere Volten.
    Beim reiten in der Halle oder auf dem Platz schon sehr viel Abwechslung mit einbauen.
    Mit anderen Reitern üben. Andere galoppieren vorweg. Und du bleibst dahinter und machst was ganz anderes mit ihm.

    Mit engen Volten oder oft rückwärts-richten tadeln.....mit entspannten reiten am langen Zügel loben.

    Das wären jetzt meine Ideen.

    LG
     
     
  5. GoldenGeisha1

    GoldenGeisha1 Inserent

    Danke für die Tps :), klingt gut.

    Zähne muss ich mal wieder machen lassen. Sattel kauf ich mir demnächst einen neuen, der alte passt nicht mehr richtig, tut ihr aber nicht weh (obwohl sie einen leichten Gurtzwang hat, aber nicht durch diesen Sattel, vermutlich ist sie falsch eingeritten worden bzw ihr der Sattel immer gleich fest drauf geknallt worden, leider weiß ich nicht, wie sie angeritten wurde). Es liegt aber nicht am Sattel denk ich, da sie das gleiche Verhalten teilweise beim spazieren gehn im Wald am Halfter zeigt, also sie galoppiert dann einfach unmotiviert los. Ich kann sie dann aber meist halten.

    Ich habe schon zwei mal einen Natural Horsemanship Kurs mit ihr gemacht. Hat auch ganz toll funktioniert!! Aber es ist sicher eine gute Idee, das mal wieder aufzufrischen, ist inzwischen schon wieder eingerostet. Werde ich gleich morgen machen. Ein Dominanzproblem hat sie schon manchmal (oder ich, wie mans nimmt ;-)) vor allem wenn sie rossig ist. Die kleine hats manchmal faustdick hinter den Ohren.

    Super danke, die Tips beim Reiten werde ich auch gleich mal ausprobieren. Vielleicht klingts ein bisschen extrem das ganze. Sie ist normal wirklich keine Durchgängerin, Bucklerin etc. Sie rennt halt nur gern und bekommt dadurch Stress. Das was heute war, hat sie sonst erst ein mal gemacht. Ahja aber hinterher galoppieren kann sie gaaaar nicht, das hasst sie. Aber wenn ich die Möglichkeit dazu habe, übe ich es immer wieder.
     
  6. Paulsche

    Paulsche Neues Mitglied

    Ups. Sorry. Nicht er.....sondern eine Sie :biggrin:

    Wenn man nach Natural Horsemanship arbeitet, muss man es beibehalten. Sonst kann man es monatlich mit einem Kurs auffrischen. Man muss stets, egal was ist, gleich agieren.
    Die Pferde arbeiten in ihrer Rangordnung tgl. und das ganze Leben lang. Die schlafen nicht, auch wenn man es manchmal meint.
    Es braucht nur einige Worte, um das "Leben" eines Pferdes zu beschreiben:
    Herde, Rangordnung, fressen, und aufpassen dass man nicht gefressen wird.

    KEIN Pferd rennt gerne von Natur aus. Sie rennen dann aus Stress und werden dadurch nur stressiger.

    Sie ist jeden Tag auf der Koppel. Dann ist sie eigentlich recht ausgeglichen. Dass sie aber sogar am Halfter beim spazieren gehen abgeht, zeigt für mich doch, dass sie dich als Boss nicht so wahrnimmt.

    Unterstützend zur Arbeit würde ich Hafer/Müsli etc. weglassen.

    LG
     
  7. GoldenGeisha1

    GoldenGeisha1 Inserent

    Ja genau ist eine Stute ;).

    Ja du hast sicher recht, dass ich diese Übungen wieder auffrischen muss. Hab mir sogar die ganze Montur gekauft: Kontenhalfter, Strick und Kontaktstock. Werde ich gleich in Angriff nehmen.

    Hmm, ja sie ist schon ein kleines Energiebündel (war sie schon immer) und so gut wie nicht müde zu kriegen. Aber ich glaube auch, dass diese Rennerei häufig Stress ist, obwohl ich eigentlich versuche das Reiten immer so entspannt wie möglich zu gestalten (ich rede dann auch ruhig mit ihr, wenn ich merke, dass sie Stress hat). Ist leider nicht immer leicht, weil ich irgendwann dann auch gestresst bin.

    Leider steht sie im Moment fast nur auf der Koppel rum und bewegt sich wenig, da der Boden so hart gefroren ist. Da will ich sie auch nicht so gerne auf eine der großen Koppeln lassen, nachdem sie sich ja sowieso so gerne verlezt. Wird hoffentlich bald wieder besser.
     
  8. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    juhu,

    also, ich denke nicht, dass das ein dominanzproblem ist!? :nah:
    was ihr nur immer damit habts! grins......

    wir haben zuhause auch ne stute, die sowas in der art macht. is eine araberstute und sie hat das "gezicke" schon, seit wir sie haben. ich denke, das wurde ihr anerzogen!? kann ich aber nicht genau sagen.

    sie geht im gelände manchmal super brav ihre runde. ein ander mal, tickt sie regelrecht von einer sekunde auf die andere aus. dann zappelt und tippelt sie auf der stelle und kommt garnimmer vorwärts! äätzend....

    manche strecken kannst kaum gehn weils da vorab schon bei manchen stellen dermaßen durchknallt, dass es keine spass macht.

    ich kann mir gut vorstellen, wie du dich fühlst. es nervt einfach. kenn ich und man wird dann wirklich leicht gestresst, bis hin zur völligen aufgabe. bin auch oft abgestiegen dann, weils mir einfach zu blöde war (abgesehen davon: dass ich durch das geschuckel dann immer gleich auf klo muss!:twitcy:)

    im sommer hab ich dann angefangen, mir was einfallen zu lassen, weil so gehts dann ja auch net! also, bei ihr funzt es ganz super, wenn sie anfängt mit dem gezippel, dass du sie auf jeden fall im schritt halten musst. also zumindest soweit versuchen, wies geht. und dann musst einfach "gegensitzen". (hoffe, du weisst was ich damit meine). ist anfangs nicht leicht, aber nach ner zeit klappts bei ihr gut. sprich, du gibst mit deinem körper de bewegung vor. klar anfangs sitzt du völlig daneben und im krassen gegentackt zum pferd. aber wirst sehen, sie stellt sich dann auf deinen "rythmus" ein. also bei meiner stute klappts immer besser.

    ist zwar anstrengend, aber evtl versuchst es ja.

    alles gute. uli
     
  9. blackbeauty

    blackbeauty Sieger Fotowettbewerb September 09

    Ergänzend zu dem, was Uli schreibt (gegensitzen etc.) kannst du die dabei auch im Schulterherein gehen lassen. Das ist auf Dauer sauanstrengend für die Pferde, so dass sie irgendwann ruhig werden. Das kann unter Umständen auch den halben Ausritt dauern. Ich hatte mal so nen Kanditaten, der dann aber irgendwann ganz entspannt lief. Man darf nur nicht aufgeben da oben drauf.
     
  10. GoldenGeisha1

    GoldenGeisha1 Inserent

    hmm, also ich denke auch, dass das rennen und zappeln an sich kein Dominanzproblem ist. Aber Paulchen hat schon recht, dass sie an der Hand nich einfach so munter los rennen darf und mich im Prinzip dabei ignoriert. War gestern mit Kontenhalfter spazieren, da wollte sie schon wieder los rennen. Hab sie dann mal in die Schranken gewiesen und rückwärts gerichtet, dann hat sie sich zusammen gersissen :D.

    Mir gehts ganz ähnlich, es gibt auch bestimmten Strecken bzw Stellen wo sie dann total durchdreht. Dann ist sie nur mehr am Zappeln und kriegt sich gar nicht mehr ein.

    Das mit dem Sitzen hört sich nicht schlecht an. Könnte eventuell klappen. Ich weiß auf jeden fall, dass wenn man vorfällt sobald sie rennt, dann rennt sie noch mehr (ist mir ganz am Anfang ab und zu passiert). Also warum sollts nicht in die umgekehrte Richtung auch gehn ;-). Knie bewusst zumachen habe ich auch schon mal gehört, weil dann der Schenkel vom Bauch weg kommt.

    lg
     
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