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Ungleiche Behandlung bei Ausbildung

Diskutiere Ungleiche Behandlung bei Ausbildung im Allgemein Forum; Ich habe mich hier mal angemeldet, weil ich mal euren Rat brauche. Bei mir im Umfeld sind alle so verblendet, dass es keinen Sinn macht, mit ihnen...

  1. Jolande

    Jolande Neues Mitglied

    Ich habe mich hier mal angemeldet, weil ich mal euren Rat brauche. Bei mir im Umfeld sind alle so verblendet, dass es keinen Sinn macht, mit ihnen darüber zu sprechen.

    Also, ich bin in der Ausbildung als Pferdewirt und im dritten Jahr. Der Hof ist eigentlich voll okay und die arbeit macht mir spaß. Am Anfang des Jahres hat es einen Wechseln bei dem Azubi des ersten Jahres gegeben. Da der Chef aber seine Familie kennt und er auch von einem Springstall kommt, bekommt er ständig extrawürste.

    So muss ich ihm beim Training oder auf Turnieren oft seine Pferde fertigmachen, er muss viel weniger beim füttern und misten helfen und darf meist immer direkt reiten. :puke:
    Dadurch habe ich auch mehr arbeit, weil dies ja zwischen den Azubis aufgeteilt ist und wenn dann einer weniger mit anpackt, dann merkt man das schon.
    Ich finde das voll unfair, bei uns gab es sonst immer eine klare Einteilung von den Leuten im ersten, zweiten und dritten Jahr und für ihn wird jetzt alles über den Haufen geschmissen.

    Letztens z.B. ist er mit zwei Pferden in der ersten Prüfung geritten. Die anderen und ich waren erst in der zweiten Prüfung dran, aber ich musste trotzdem schon morgens um halb sieben :gaen:mit ihm am Turnierplatz sein, damit ich seine Pferde machen konnte (und dabei hätte er dazwischen genug Zeit gehabt).

    Gefühlt ist die Hälfte der Einstellerinnen in ihn verknallt und er wälzt sachen wie Lederzeug pflegen auch gerne auf sie ab. Die merken gar nicht wie er sie ausnutzt weil :lv25:.
    Wenn ich das machen würde, gäbe es voll den Anpfiff, weil ich es ja "lernen" soll.

    Klar, ich könnte jetzt sagen, ich habe ja bald die Ausbildung fertig, aber eigentlich würde ich auch super gerne auf dem Hof bleiben. Ich sehe mich aber schon, wie ich als Pferdewirtin dem Goldjungen weiter seine Pferde fertig mache und sie nach dem Reiten trockenreite. :puke:

    Ich habe das ganze schon mal vorsichtig bei unserem Ausbilder angesprochen, aber der sagt nur „Anweisung vom Chef“. Der Goldjunge soll immer schön reiten und nur das nötigste an Arbeit drum herum machen, weil er ja soooooo toll reiten kann.

    Wie würdet ihr mit dieser Ungleichbehandlung umgehen?
     
  2. finncha

    finncha Bekanntes Mitglied

    Willkommen in der realen Welt. Lerne damit zu leben oder mach den Mund auf und sage was. Davor solltest du aber vielleicht einen neuen Job in der Tasche haben.
     
    melisse und Princess of Diamond gefällt das.
  3. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Hallo Jolande,

    falls es so ist, wie von Dir geschildert, bleibt wohl nur:
    Love it - change it - or leave it.
    Entweder gefällt es Dir so (tut es ja nicht) - Du kannst es ändern (scheint nicht so) - oder Du gehst (nach Abschluß der Ausbildung).

    Ich würde an Deiner Stelle nochmal ein wirklich reflektierendes Gespräch mit dem Ausbilder suchen - ist es wirklich so, wie Du es wahrnimmst? „Anweisung vom Chef“ ist keine Antwort, gib Dich damit nicht zufrieden!

    Und dann arbeite Du gut und schließ Deine Ausbildung ab, dann kannst Du Dir danach einen für Dich besseren Arbeitsplatz suchen.


    LG, Charly
     
  4. Zitrone

    Zitrone Inserent

    Wenn ich Chef eines solchen Stalles wäre, dann würde ich die Azubis, neben den normalen Dingen, die sie lernen müssen, auch der Begabung nach mehr oder weniger einsetzten. Der will seine Pferde möchlichst gut vermarktet haben und natürlich kommt dann ein besserer Reiter mehr Pferde zum Vorstellen als ein schlechterer.
    Und wer weiß, vielleicht schaut er auch schon, ob er einen Nachfolger aufbauen kann.
     
     
  5. Wuscheli

    Wuscheli Korrektur-Schüler

    Jolande, es gibt eine wichtige Sache im Arbeitsleben. Das sind DEINE definierten Ziele, die du erreichen willst, DEINE realistische Einschätzung dessen, was du bereits kannst und was dir deine Umgebung zur Verwirklichung deiner Ziele beitragen kann, und wieweit deine aktuelle Situation damit übereinstimmt.
    Dann hast DU für dich einen Fixpunkt, nach dem du dich richten kannst.
    Dann ist für dich wurscht, was der andere Azubi alles erhält.
    Aber wenn du dein Leben nicht in die Hand nimmst und selbst gestaltest, dann gestaltet es nicht niemand, sondern andere.

    Wenn du weißt, was du willst, und eine Förderung darin erhältst, kannst du deinem Azubi auch locker Pferde fertigmachen, wenn es zeitlich paßt. Wenn du für dich auf keine definierten Ziele hinarbeitest, wirst du da eingesetzt,wo man dich braucht.
     
    Kröti gefällt das.
  6. Mirage

    Mirage Bekanntes Mitglied

    Wie die anderen schon sagten, ändern wirst das nicht und Du hast ja nicht mehr lange. Und was Deine Zukunftspläne betrifft, kann ich nur empfehlen sowieso den Arbeitgeber zu wechseln, denn einmal Azubi ist meistens immer Azubi im gleichen Betrieb. Selbst mein Ausbilder damals - der mich gerne übernommen hätte - empfahl mir den Wechsel für mein berufliches Vorankommen.
     
    ruffian gefällt das.
  7. Sancta

    Sancta Bekanntes Mitglied

    DAS kann ich nur so unterschreiben! Ich war jetzt 8,5 Jahre in meiner Firma wo ich auch gelernt habe und habe mich immer über das Gehalt beschwert. Der Chef war nicht bereit mehr zu zahlen, obwohl ich wusste das neu dazu gekommene Kollegen, mit der selben Ausbildung, deutlich mehr verdienten.
    Mein Ausbilder damals hatte mir auch zum Wechsel geraten, wenn man finanziell was reißen will.

    Jetzt hab ich den Schritt endlich gewagt und siehe da: mein Bruttogehalt habe ich auf einen Schlag um 52% gesteigert und meine Arbeitsleistung wird endlich wieder wert geschätzt.

    So schön es auch anfangs ist, bleibe nicht dort wo du gelernt hast.
     
    ruffian gefällt das.
  8. Jolande

    Jolande Neues Mitglied

    Wenn man ausgelernt hat, dann verstehe ich ja noch, das alles verhandlungssache ist, aber als Auszubildender gibt es doch bestimmte sachen, die man machen muss. da kann man einem doch nicht nur die Sahnestücke geben, auch wenn man das gerade möchte...

    Ich finde es halt einfach unfair und würde gerne etwas dagegen machen, aber ich will mir natürlich auch nicht meine letzte Zeit und das Arbeitszeugnis versauen.
    Wir haben heute den Arbeitsplan für das nächste Turnier bekommen und da darf ich dem Goldjungen jetzt auch noch sein eigenes Pferd (das also nichts mit den Pferden vom Hof zu tun hat) fertig machen, damit er sich aufs Reiten konzentrieren kann. Finde ich unmöglich.

    Ist immer einfach gesagt, dass man sich auf sich selbst konzentrieren soll, aber, jetzt mal als Beispiel: wenn ch 2000€ verdiene und damit zufrieden bin und ein anderer für de gleiche Arbeit 2.500€ bekommt, dann finde ich das trotzdem unfair.

    Als Nachfolger kommt er nicht in Frage, seine Eltern haben ja einen eignen Hof und da wird er sicher eher den übernehmen.
     
  9. pjoker

    pjoker Bekanntes Mitglied

    Das ist leider wie in jeder Ausbildung die Sache vom Chef, was er seinen Azubis zuteilt, egal wie unfair man es findet.
    In meiner Ausbildung in einer PK konnte ich es mir auch nicht aussuchen, fand manches auch ungerecht und dennoch muss man damit leben.
    Nächster doofer und dennoch wahrer Spruch: Lehrjahre sind keine Herrenjahre
     
  10. Elchhexe

    Elchhexe Bekanntes Mitglied

    Jolande, ich kann absolut verstehen, dass Du das ungerecht und unfair findest.
    Das Problem hat Charly aber schon sehr schön beschrieben. Du hast nur die Wahl Dich zu wehren, was natürlich ungute Folgen für Dich haben kann, stillzuhalten und Dir sofort nach Ausbildungsende etwas anderes zu suchen oder zu versuchen die Ausbildungsstelle zu wechseln.
    Falls Du Dich wehren möchtest, würde ich Dir raten Deinen Chef um ein Gespräch zu bitten und Dir vorher die Punkte zu notieren, die Dich stören. Anschließend könntest Du ihn nach den Gründen fragen, die ihn veranlassen, Dich so einzusetzen und den anderen Azubi anders. Vielleicht gibt es ja gute Argumente?
    Falls nicht, könntest Du ihn bitten die Pläne zu ändern, damit Du z.B. mehr zum Reiten kommst. Das wäre im Hinblick auf Deine Prüfung ja nicht unwichtig.
    Nicht einfach nur beschweren sondern sachlich argumentieren könnte Dir evtl weiterhelfen. Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück!

    Edit: PJoker, ich denke, auch wenn die eigene Ausbildung vielleicht suboptimal gelaufen ist, ist das kein Grund, dass ein Azubi jede unfaire Behandlung kommentarlos hinnehmen muss. Für sich selber einstehen finde ich nicht verkehrt.
     
    aquarell und ayla-fan gefällt das.
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Thema: Ungleiche Behandlung bei Ausbildung