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Unklare Lahmheit / klammer Gang

Diskutiere Unklare Lahmheit / klammer Gang im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Hallo, da ich momentan etwas ratlos bin, hoffe ich hier auf eure Tipps, Ideen und Erfahrungen.. Ich habe mir vor nicht ganz 2 Monaten eine 3...

  1. banny

    banny Mitglied

    Hallo,

    da ich momentan etwas ratlos bin, hoffe ich hier auf eure Tipps, Ideen und Erfahrungen..

    Ich habe mir vor nicht ganz 2 Monaten eine 3 jährige Stute gekauft- mit AKU- dort war alles i.O.
    Bei dem Züchter stand sie bis dato noch in der Box und stundenweise auf einem weichen Sandpaddock.
    Da alle anderen Pferde bei uns schon 24h draußen auf Weide waren als sie kam, stand sie anfangs etwas mehr auf dem Paddock (eingebettet in die Koppel) als auf der Koppel zwecks anweiden.
    Bei uns zu Hause lief sie von Anfang an etwas klamm, wir haben ein wenig Schotter/ Steine auf unserem Paddock an der Koppel. Heißt sie ging etwas stockig/ fühlig, wenn man sie von der Koppel geholt hat -> habe das auf den für sie ungewohnten Untergrund geschoben.
    Gefühlt waren ihre Hufe auch relativ kurz und platt und sie hat leider eine leichte Zehenengstellung -> laut TA aber unbedenklich.
    Die Eingliederung in die Gruppe war absolut unproblematisch, kein Gerenne, Getrete oder derartiges, soweit zu beurteilen.

    Zusätzlich begannen wir ca. eine Woche nach Ankunft mit der weiteren Ausbildung, die Stute war bis dato einigermaßen Halfter/Trensenführig, ließ sich anbinden und putzen.
    Wir fingen also auch an sie zu longieren, erst am Halfter, dann mit Sattel, dann mit Trense und schließlich auch mal ausgebunden.
    Möchte hierbei kurz betonen, dass ich bereits >20 Pferde angeritten/ antrainiert habe, ich also schon weiß was ich tue und sie auch nicht übermäßig belastet habe.
    So haben wir also ca 3x die Woche für 10-15 min gearbeitet.
    Nach etwa 2-3 mal mit Reiter (Schritt und etwa 2 Runden Trab auf beiden Händen) fing sie an immer klammer/ gebundener vorne zu laufen.
    Es ging soweit, dass man, wenn man sie von der Koppel holen wollte gar nicht los laufen mochte, gar lief wie ein Pferd mit Hufgeschwür.
    Sie läuft sich dann im Schritt aber innerhalb von 3-4 metern ein. Was man aber deutlich hört sind die knackenden Gelenke beim Anheben der Vorderbeine.

    Als sie auf der Koppel so schlecht los lief, rief ich auf einen Sonntag den TA, da sie wirklich sehr schlecht lief im Schritt.
    Wir haben uns dann mehr bzw. weniger gut in den Stall (etwa 100m) bewegt. Dort angekommen lief sie schon wieder deutlich besser.
    Als die TA dann kam, war sie auf hartem Boden kaum noch lahm, gering auf der Wendung.
    Laut TA vorne links. In der Halle an der Longe war es deutlicher zusehen, aber auch nicht mehr "Hufgeschwür schlimm".
    TA verordnete 1 Woche Boxenruhe, Contacerra, nur Heu, kein KF, zusätzlich wurde ein großes Blutbild gemacht, welches aber komplett unauffällig war, auch die Entzündungswerte waren i.O.

    Nach der Woche Boxenruhe und dem Absetzen des Medikamentes lief sie wieder normal, also begannen wir wieder mit Anweiden und sie kam dann wieder raus zu den anderen.
    Ca. eine Woche später begannen wir wieder mit dem"normalen" Training, nach ca. 3x Longe wieder mit Reiter, etwa 5 min.
    Und was war? Am nächsten Tag lief sie wieder schlecht.
    Mit Absprache des Ta "experementierten" wir etwas rum, ließen sie also auch mal über den Schmerz hinweg laufen und sie läuft sich innerhalb von etwa 2min einigermaßen ein.

    Ich ging auch mit ihr Spazieren an der Hand, hier hatten wir es auch, dass sie ganz normal lief, dann auf einmal stocklahm war, also blieb ich kurz stehen und wollte schon überlegen was ich jetzt mache.., da lief sie wieder los - als wäre nichts gewesen. :o

    Da ich so aber nicht weiter machen wollte, machte ich einen Termin in der Klinik bei einer Ta die ebenfalls Chiropraktikerin ist, meine Idee war noch ein Problem in der HWS oder ein eingeklemmter Nerv, oder eben doch ein verstecktes Hufgeschwür oder Lederhautentzündung o.ä.

    Erwartungsgemäß zeigte sie in der Klinik keine richtige Lahmheit sondern nur einen minimal klemmigen Gang, Beugeprobe VR war 2 Tritte leicht positiv. TA meinte heute wäre es vorne rechts etwas deutlicher, aber iO wäre sie beidseitig nicht. Da wir schon vermuteten, dass sie in der Klinik nicht so läuft wie zu hause haben wir einige Videos gezeigt.

    Wir haben dann RöBilder der HWS und LWS gemacht, in beiden gibt es eine minimalistische Engstelle, die aber laut der TA als absolut unbedenklich eingestuft werden wurden.
    Zusätzlich wurde der Huf noch beidseitig geröntgt sowie ein kleines Überbein am rechten Röhrbein. Hufe waren iO, keine Anzeichen auf Hufrehe, Hufrollenentzündung.
    Es gibt eine kleine Knochenreaktion am Überbein, welche aber nicht zu einem beidseitigen Problem führt. Daher von der TA als Ursache erstmal ausgeschlossen.

    Wir sollten dann Eisen drauf machen undeine Woche nur auf weichem Boden "arbeiten" obwohl sie auf die Hufzange nicht reagiert, sagte sie es könnte trotzdem sein - manche sind ja empfindlicher..
    Nun ja, Eisen sind jetzt drauf, es gibt aber keine Besserung.

    Leitungsanästhesie ist eher ausgeschlossen, da sie sich dafür zu schnell einläuft und nicht lahm "genug" ist.

    Hattet ihr sowas schon mal? Ich bin am überlegen ihr Teufelskralle zuzufüttern, dies soll ja bei allen möglichen Problemen helfen, kenne mich damit aber nicht wirklich aus.. :/ und dann abzuwarten.
    Sie läuft gefühlt mit Ausbindern schlechter los, die TA schließt trotzdem HWS und Rücken als Ursache aus.., sagt es liegt daran, dass sie ja in eine Haltung gebracht wird und es daher kommt, dass es ausgeprägter ist.
    Fesselträger o. Sehne ist mit dem "plötzlich stocklahm" auch eher unwahrscheinlich..


    Es ist jetzt mega lang geworden, sorry dafür, aber ich hoffe es hat sich trotzdem jemand die Mühe gemacht es durchzulesen und hat eine Idee?


    VG
    Banny
     
  2. Askja

    Askja Bekanntes Mitglied

    Was für eine Rasse ist es denn?
    Mit 3 Jahren können die ja auch einfach noch einen Wachstumsschub haben. Und wenn Knochen wachsen tut es eben auch mal weh....
     
    GilianCo, Charly K. und Farooq gefällt das.
  3. banny

    banny Mitglied

    Halo Askja, ist eine Hannoveranerstute, sieht auch schon relativ fertig aus, also nicht mehr typisch babyhaft, sondern körperlich! eher schon wie eine 5j.
     
  4. Askja

    Askja Bekanntes Mitglied

    Bei dem Alter und keinen Befund trotz Klinik wäre das mein erster Gedanke.
    Noch einen Sommer auf der Weide gönnen und dann eben wieder anfangen.
    Aber hier sind ja noch andere. Vielleicht haben die andere Ideen
     
    Kigali, Luki, Elchhexe und 4 anderen gefällt das.
     
  5. banny

    banny Mitglied

    Danke für die schnellen Antworten.
    Ja, hätte ich sie jetzt seit Fohlen an, würde ich es vermutlich auch so machen. Nur, wenn man ein Pferd so frisch hat, ist es natürlich meeeega sch****, weil man ja auch nie ganau weiß war vorher war und wenn es was wirklich schlimmes ist, muss man es ja auch recht schnell dem Züchter melden, aber eben mit Diagnose :/
     
  6. Princess of Diamond

    Princess of Diamond Bekanntes Mitglied

    Sowas hatte eine Freundin bei ihrem Hafi. Ergebnis eines unpassenden Sattels.
     
  7. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    Stand das pferd bis 3 nur in Box und auf dem paddock?? Oder verstehe ich das falsch?
     
  8. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken

    Ich würde wohl eher das Pferd zurückgeben. Wenn nach minimaler Belastung so ein Problem da ist, Du aber sagst, dass sie nicht überlastet ist, der TA nichts findet.... Sorry nee.
     
    terrorschaf, Mirage und Askja gefällt das.
  9. banny

    banny Mitglied

    @Princess of Diamond
    uff ok, also der Sattel ist jetzt zwar nicht extra für sie angepasst (Schande über mich..), aber er liegt im Schwerpunkt, drückt nicht auf die Schulter und hat am Widerrist genügend Platz. Daher glaube ich das eher nicht. Zudem müsste sie dann ja beim Abdrücken am Rücken auch eine Reaktion zeigen..
    @Farooq
    Nein, sie stand nicht ihr ganzes Leben bis 3 jährig in der Box, aber viele haben ja ihre Pferde vorallem in den Wintermonaten nachts in der Box und tagsüber auf dem Paddock, wenn es keine Winterweide gibt. Und sie war eben noch nicht angeweidet, darum ging's mir in der Aussage :D

    @*FrogFace*
    Tja, so einfach ist das glaube ich nicht.. Laut Vertrag habe ich innerhalb von 6 Wochen Mängel anzuzeigen.. Das habe ich auch schriftlich getan, allerdings ist es eben nicht so einfach und kein Züchter nimmt gerne (so) ein Pferd zurück.
    Er pocht eben darauf, dass die AKU gut war und sie bei ihm nichts hatte...
    Ich hab ihm auch mehrfach gesagt, dass sie bei ihm ja nicht belastet wurde, da kontert er dann immer, dass sie ja aber draußen stand und ihm nie was aufgefallen ist und sie nie lahm war. Nun muss man ja aber auch sagen, es ist ein Unterschied ob das Pferd sich selbst auf der Koppel "belastet", wenn man das überhaupt so nennen kann.. oder ob man es arbeitet, wenn auch nur gering. Zudem sieht man nur beim Reinführen ja auch nicht unbedingt was, damit die im Schritt lahmen muss es ja schon ordentlich weh tun.
    Grundsätzlich muss ich auch sagen, will ich sie gar nicht zurück geben, nur klar, ein quasi gar nicht zu reitendes 3 jähriges Pferd ist für mich einfach unbrauchbar, so leid es mir tut und so böse es für manchen klingen mag..
    Daher bin ich momentan auch einfach hin und her gerissen.. :(
    Ich bin nur auch nicht willig jetzt Szinti und wer weiß was alles zu machen und die 100er oder 1000er in die Klinik und die Tierärzte zu investieren.
    Und es ist ja einfach nicht normal, dass ein 3j Pferd so reagiert, dass die mal ihre Wehwehchen haben ok, aber so?!

    Kann man hier Videos hochladen?
     
  10. aquarell

    aquarell Inserent

    Als was hast du sie denn lt. Vertag gekauft? Als Pferd oder Reitpferd?
    Wenn als Pferd wird es schwierig zu zurück geben zu wollen. Beim Reitpferd muß man sehen.
     
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