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Unklare Lahmheit - Pferd soll eingeschläfert werden!

Diskutiere Unklare Lahmheit - Pferd soll eingeschläfert werden! im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Hallo zusammen, ich brauche dringend Hilfe/Tipps! Pferd, Wallach, ca. 22 Jahre, steht noch super da. Rasse: Criollo (Importpferd) Vollbeschlagen...

  1. Acatenango

    Acatenango Mitglied

    Hallo zusammen, ich brauche dringend Hilfe/Tipps!

    Pferd, Wallach, ca. 22 Jahre, steht noch super da.
    Rasse: Criollo (Importpferd)
    Vollbeschlagen

    Bevor er seine aktuelle Lahmheit zeigte, war er ein lauffreudiges Pferd, welches überwiegend im Gelände geritten wurde.
    Allerdings zeigte er bereits seit einem guten Jahr eine leichte Stützbeinlahmheit im Trab auf dem nun kranken Bein. Dieses Problem trat auf, seit der neue Schmied bestellt wurde. Der bisherige Schmied hörte aus gesundheitlichen Gründen auf.

    Der Wallach hatte im Gelände vermehrt ein „Entzugsstolpern“, es kam nicht von Unachtsamkeit sondern er entzog den Huf beim Auftreten, um einem Schmerz zu weichen.

    Zur jetzigen Situation kam es wie folgt:

    Ende August 16: Pferde sind auf der Koppel und rangeln.
    • Pferd wird dabei getreten von unbeschlagenem Pferd, hat eine ca. 0,5 cm lange und 5 mm tiefe Wunde Region Vorderfußstrecker, Fleischwunde
    • Geht 2 Tage leicht lahm. Reitpause für 1 Woche
    • Nach der Woche Schonung läuft das Pferd 2 Wochen lang lahmfrei, geht im Gelände in allen drei Gangarten wie immer, keine Anzeichen von Lahmen, Schonung o.ä.
    • Dann kommt Schmied für neuen Beschlag
    • Schmied nagelt an die Hinterhufe Keile, je 1 Keil (ca. 0,5 cm hoch) seitlich unter die äußere Trachte (wieso er das tat, weiß ich nicht, er hatte zuviel Abrieb außen unter den Eisen wurde mir gesagt!?)
    • 1 Tag nach dem Schmied starkes Enzugsstolpern vorne rechts
    • 1 weiteren Tag danach: Pferd stocklahm, kann das rechte Vorderbein nicht mehr nach vorne anheben zum anlaufen, optisch klare Hangbeinlahmheit aus der Schulter
    • Diese Situation wird mit Equipalazone behandelt.
    • Zusätzlich Pferd in Klinik. Hier Synthi und Röntgen. Ergebnis: Knochenhautentzündung am Ellenbogen mit leichter Arthrose, welche von dem Tritt (aus August) kommen soll?!
    • Wallach bekommt für ca. 2 Monate Equi (anfangs 1 Beutel abends, später 2 Beutel am Tag)
    • Bemerke, dass er das „kranke“ Bein nicht voll belastet und seit Wochen vermehrt auf linkem Vorderhuf und rechtem Hinterhuf steht. Optisch fiel dies nicht auf, aber wenn man von hinten gegen das Vorderfußwurzelgelenk stubbst, dann sackt er in dem Bein leicht ein und es wippte.
    • Lahmheit bessert sich, Equi abgesetzt. Immer noch Belastung von überwiegend nur 2 Beinen.
    • er läuft am 09.12.16 trotz allem gut, auch im Trab. (ohne Reiter)
    • 2 Tage danach tritt plötzlich die auf dem Video erkennbare Hinterbeinproblematik auf und er will gar nicht mehr vorwärts laufen und biegt sich beim Stehenbleiben immer nach rechts hinten.
    • Zwischendrin nochmal 5 Tage Equi gegeben, aber Hinterbeinproblem reagiert nicht auf das Schmerzmittel
    • TA hat tippt auf Hufgeschwür, Huf mit Zange mehrfach abgedrückt, keine Reaktion vom Pferd.
    • Huf wurde noch abgespritzt mit der Begründung, er müsse mit dem betäubten Huf nun korrekt laufen. Da er dies nicht tat, soll es nun doch an dem Ellenbogen liegen.
    • Am gleichen Abend beim Füttern (es gab Mash und da steht er total drauf!) hat er aber mit dem kranken Bein in der Luft "gescharrt" vor Freude…und zwar so hoch, als würde er einen spanischen Schritt machen, er hielt das Bein für bestimmt 4 Sekunden wippend, lang ausgestreckt in der Luft! Geht das mit einem kaputten Ellenbogen??
    • Da der TA nun „mit seinem Latein“ am Ende ist, soll das Pferd nun eingeschläfert werden nach den Feiertagen…..wenn nicht noch ein Wunder passiert.
    • Am 02.01.17 war eine Ostheo da. Pferd durchgeckeckt wirbeltechnisch, leichte Verbesserung des Hinterbeins.
    Wer hatte so einen Fall schon?

    Ich habe vor einigen Tag das Pferd mit Heizkissen eingedeckt und eine Abschwitzdecke drüber getan. Nach 45 Min. Wärme war eine kleine Besserung ersichtlich.

    Wen kann man nun kontaktieren? Wer kennt sich mit Muskelverspannungen gut aus?
    Eher ein Physio?

    Da der Schmied m. E. nicht ganz auf die physiologischen Gegebenheiten des Hufs achtet und durch den Beschlag die Trachten leicht untergeschoben sind, würde ich noch tippen, dass es aus dem Huf kommt? Sollte man auf Barhuf umstellen? Er war noch nie Barhufer.

    Ich bin nur die RB und so ratlos…und es bleibt nicht mehr viel Zeit, weil der TA schon davon spricht, das Pferd einzuschläfern und die Besi wird es auch nicht mehr lange mitmachen und vermutlich bald dem Einschläferungs“Tipp“ nachgeben.
    Wenn ich nicht irgendwas finde, um dem Pferd zu helfen, wars das!
    Die Besi ist nicht sehr Pferdeerfahren. Sie reitet selber nicht und informiert sich nicht wirklich über die Thematik allgemein.

    Das Video findet ihr hier:


    Danke für viele hilfreiche Ratschläge! Bitte alles erwähnen!
    Ich möchte das Pferd nicht gehen lassen!!!!

    VG

    Acatenango
     
  2. gabi

    gabi Bekanntes Mitglied

    Ich denke durch die Keile hat es die ganze Statik im Pferd verschoben. Wieso braucht der Keile? Kannst du das erfragen? Also für einen Abszess hinten läuft er untypisch. Läuft als hätte er sich im Knie was getan. @GilianCo was denkst du?
     
    GilianCo gefällt das.
  3. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich würde sofot den schmied wechseln.
     
  4. ruffian

    ruffian Schimmelreiterin

    Es schaut so aus, als wären Vor- und Hinterhand nicht koordiniert? Dazu der wechselnde Verlauf mit "Schmerz"freiheit zwischendurch und die fehlende Reaktion auf Schmerzmittel und Hufzange - ist da überhaupt Schmerz im Vordergrund oder ist das eine fortschreitende Ataxie? Da würde mich Gils meinung auch sehr interessieren.

    Jedenfalls tut schon das Zusehen so weh, dass ich bei einem Pferd in dem Alter bei völliger Ratlosigkeit der TÄ auch ans Ende denken würde. Allerdings nicht ohne zweite und dritte Meinung. Könntet ihr das Pferd in einer zweiten guten Klinik durchchecken lassen?
     
    Semmel und Lynne gefällt das.
     
  5. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Das ist schon mal Schwachsinn. Sollte der Schmied das gesagt haben, disqualifiziert der sich damit fachlich. Würde ich definitiv nicht noch einmal rufen.

    gabi, wie lustig, das erste, was mich ansprang, waren genau die Keile. Wenn nicht gerade ein akutes Problem vorliegt, oder ein gibt es KEINEN Grund für Keile. Jedenfalls ist der hier genannte Grund Blödsinnig und nicht schlüssig. Leider gibt es Schmiede, die so arbeiten - mir hat auch mal ein Schmied bei meinem Pferd vorgeschlagen, das er auf einer Seite Keile druntermacht, weil mein Pferd vorne links flacher steht, als vorne rechts. Blödsinnig, sorry.

    Als erstes würde ich diese Korrekturmaßnahme, die scheinbar problematisch ist, direkt entfernen lassen. Und danach würde ich dann weiter gucken. Denn das alles nützt nix, wenn das Pferd mit diesem Beschlag nicht zurechtkommt.

    Und ja, ein Pferd kann auch mit kaputtem Ellenbogen noch einiges machen. Mein Pferd läuft ja auch wieder fein, obwohl sein Hufgelenk gruselig ausschaut auf dem Röntgenbild.

    Ob hier eine Ataxie vorliegt - wäre möglich. Das Pferd wirkt unkoordiniert, das kann an verschiedenen Dingen liegen. Dazu müsste man das Pferd gezielt untersuchen können. Aber es läuft ja schon ein wenig wie ein Krebs, also, man hat den Eindruck, normal vorwärts ist das, was eher nicht so gut geht.
     
    gabi gefällt das.
  6. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Ein halber cm einseitig ist schon ne Nummer und kann dir das ganze Pferd verziehen.
    Der läuft als wenn ihm einfach alles weh tut.
    Ich sehe auch den Sinn nicht einem so alten Pferd jetzt mit einer Stellungskorrektur zu kommen wenn es vorher lief.
     
    Habiba, Charly K., GilianCo und 3 anderen gefällt das.
  7. Askja

    Askja Bekanntes Mitglied

    Ich konnte zuerst gar nicht erkennen WO er lahmen soll.
    Der läuft auf allen 4 Beinen unrund. Die linke Seite, vorne wie hinten finde ich deutlich schlechter.
    Das wirkt auf mich nicht nur nach einem falschen Beschlag. Der wirkt ataktisch...
    Gute Besserung
     
    Frau Horst gefällt das.
  8. Acatenango

    Acatenango Mitglied

    Da das Pferd schon einmal 3 Tage in der Klinik war, und dies 2500 EUR gekostet hat, ist die Besi nicht wirklich bereit, ihn nochmal in eine Klinik zu stellen. Der dortige "Fachmann" sagt, der Ellenbogen wäre das Problem und wollte schon längst einschläfern. Allerdings ist das Pferd noch an allem interessiert, bettelt, wiehert, guckt neugierig usw.

    Bevor das alles angefangen hatte, war er topfit. Ich kann einfach nicht verstehen, wie jetzt nach 4 Monaten das Pferd plötzlich schlachtreif sein soll?!

    Schmiedwechsel kommt nicht in Betracht..ich weiß auch nicht wieso, aber sie hört auf den Schmied (ohne sich selbst mit dem Thema Huf mal auseinander zu setzen) und lässt ihn machen.
    Das Argument, dass die ganze Problematik nach dem SChmied auftauchte, beeindruckt sie nicht wirklich.
    Mich wundert auch, dass Haus-TA UND Klinik beide meinten, die Keile hätten keinen Einfluss auf die Gangproblematik!! Wie kann man sowas ausschließen? Und das in einer Klinik?

    Er will laufen...aber er hört nach 4 Schritten auf und biegt sich nach rechts weg....was hat das zu bedeuten?
    Noch vor 3 Wochen lief er ja fast wieder wie früher, wie kann sich das jetzt so verschlechtern?

    Mittwoch kommt der Schmied...ich werde erneut auf die Besi einreden, dass die Keile rauskommen. Ich hoffe, sie macht es!
     
  9. Askja

    Askja Bekanntes Mitglied

    Der läuft seit 4 Monaten so?
     
  10. Acatenango

    Acatenango Mitglied

    nein, so schlimm ist es ca. seit 3 Wochen. Davor schien seine Lahmheit ausgeheilt....er lief ohne Equi fast wie früher.
     
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