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Unklare Lahmheit / Taktfehler

Diskutiere Unklare Lahmheit / Taktfehler im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Hallo Zusammen, da ich ein wenig Ratlos bin und der Tierarzt auch, bin ich neu hier und freue mich auf eine gemeinsame Unterhaltungsrunde.... Seit...

  1. Contigo

    Contigo Mitglied

    Hallo Zusammen, da ich ein wenig Ratlos bin und der Tierarzt auch, bin ich neu hier und freue mich auf eine gemeinsame Unterhaltungsrunde....
    Seit 2 Monaten habe ich einen 7 jährigen 178cm großen Hannoveraner Wallach. Ich habe ihn aus dem Schulbetrieb, der wegen einer Lahmheit/Taktfehler eingeschläfert werden sollte... Ich habe Ihn gerettet ;)
    Also anfangs war es eben "nur" ein Taktfehler bzw. ist er hinten links kürzer getreten und hat das Hinterbein vor dem abhufen nach innen gedreht ( war schnell weg, als der huf vom Hufschmied korrigiert wurde). Ich fing an mit ihm zu arbeiten ( Bodenarbeit). Mit täglicher Stangenarbeit auf dem Zirkel und ganze Bahn, da ihm Ecken deutlich schwerer fallen. er hatte zu dem Zeitpunkt keine gute Muskulatur und wollte deshalb Muskel aufbauen (allerdings tritt er trotzdem sehr gut unter und der Rücken schwingt richtig gut mit). das hat auch wirklich gut geklappt und er ist sich sicherer auf den beinen gefühlt. Habe auch mit einer Hinterhandbandage gearbeitet und fand sie sehr hilfreicht! die Muskulatur hat sich aufgebaut und er sah schon deutlich besser aus, Fell war wieder schön und er war happy. dann war ich aber eine Woche krank, und durch das Wetter wurde der Paddock gesperrt, da ich dann ja auch wieder arbeiten musste stand er nunmal in der Box und die Bewegung hat nachgelassen. Danach war die Lahmheit richtig schlimm: ich Schritt war nichts zu sehen, im trab zieht er das bein über den Boden ( das war aber schon immer ein wenig ) aber je schneller er wird desto komischer sieht es aus, als würde er sich das bein ausrengen. zieht es komisch nach und die kruppe zieht sich dabei nach unten. ein bisschen als wenn er sein bein vergisst. Im Galopp ist er flott unterwegs und mag ecken und kurven gar nicht. er läuft wie im Hasengalopp ! zieht das Sprunggelenk sehr hoch und sieht ja schon fast lustig aus...*wenn man lachen darf* naja auf jedenfall kommt er mit seinen Hinterbeinen nicht klar , das steht fest. ich dachte dann na super scheiße, Ataxie oder sowas, da noch nie in der zeit was dick oder warm/heiß war. er war auch nie druckempfindlich bei einer Berührung. ich habe alles "abgedrückt". nun gut Ataxie dachte ich dann, er war auch ziemlich schwankend beim führen und hat ein schlechte Gleichgewicht, dann hab ich mich dann durchgelesen.... probiert ,Rückwärts richten funktioniert aber gut und auch das typische wegrutschen der Hinterhand hatte er noch nie. dann Tierarzt da gehabt, aber nachdem es vor paar tagen eine verblüffende Wendung hab. und zwar:
    meinte eine frau am Stall ich soll doch mal mit trense longieren und ihn ausbinden ( als sie gesehen hatte wir er mich verarscht hat , er ist bei dem Ausgang stehen geblieben und hat sich ständig zu mir gedreht und wollte nicht weiter) nun ja okay, eigentlich halte ich nicht viel von mit einer trense longieren aber okay, ich das gemacht und ausgebunden.
    Und siehe da, Pferd hat zu 80 % keine Symtome mehr gezeigt !!! kaum du glauben aber diese extreme komisch aussehende Lahmheit war so gut wie verschwunden, er konnte im arbeitstempo traben sowie auch galoppieren ! der Galopp war kaum wieder zu erkennen. lediglich im schritt sieht man manchmal das er kürzer tritt und im trab der huf noch ein wenig über den sand schleift, aber ansonsten puff, weg. was ist da nur los ????? braucht er wohl einfach eine richtg führende "Hand" die ihn richtet und sagt wolang? weil er mit seinem langen beinen und gewicht nicht so gut klar kommt ??? der Tierarzt geht auch davon aus, weil er noch nicht perfekt bemuskelt ist, vorallem in der Hinterhand. und das er im wohl eventuell eine Blockade im becken oder woander hat.
    habt ihr änliche Erfahrungen und könnt berichten? oder Ideen ?
    freue mich über jede Nachricht :)
     
  2. ruffian

    ruffian Schimmelreiterin

    Ein 7-jähriger Warmblüter sollte wegen einer "Lahmheit" eingeschläfert werden? Dann muss es doch dazu eine Diagnose mit schlechter Prognose gegeben haben, sonst entscheidet man sich doch nicht so. Was wurde denn festgestellt, kannst du darüber etwas erfahren und es ggf. noch einmal mit einem TA deines Vertrauens besprechen?
     
    The Jack, Lynne, Lorelai und 3 anderen gefällt das.
  3. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Ich wäre ja auch erst mal dafür, da eingehender zu gucken. TA ratlos klang für mich nach, diagnostisch alles mögliche gemacht, und nix gefunden. Hier scheint ja noch keine besondere Diagnostik betrieben worden zu sein.

    Also, ich würde tatsächlich zunächst einmal gucken lassen (guter Osteopath, etc) ob Blockaden vorliegen. Becken wäre selten (das ist ja kein "Gelenk", und ein schiefes Becken hätte dem TA eigentlich auffallen müssen), ISG und Lendenwirbelsäule, wie auch Kniegelenk durchaus häufiger.

    Erst mal muß hier fundierte Diagnostik ran - ausbinden und longieren löst keine Lahmheit.
     
  4. Contigo

    Contigo Mitglied

    Tierarzt und Chiropraktiker waren damals vor mir auch da und konnten außer Blockaden nichts feststellen.danach war es auch wieder weg, aber mit dem Pferd wurde trotzdem nicht weiter gearbeitet. keine zeit wohl und auch weil der Verein/Betrieb nicht mehr Geld ausgeben wollte und das Pferd einfach loswerden wollte ( es war ja nicht mehr zu gebrauchen, kinder konnten nicht mehr drauf reiten....
     
  5. Contigo

    Contigo Mitglied

    ich lasse auf jeden fall mal eine Chiropraktikerin kommen :) !
     
  6. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    So einer sollte wohl einer Klinik durchleuchtet werden. Das kann ein paar Stunden dauern und ein paartausend Euro kosten, aber dann kriegt man normal ein Ergebnis.

    Deswegen würde ich niemals ein krankes Pferd "retten".
     
    Lynne, Josy, PAweide und einer weiteren Person gefällt das.
  7. kaipi22

    kaipi22 Absolut verhaltensoriginell

    Hmm, 7-jährig und 178 cm groß, aus einem Schulbetrieb kommend. Läuft ausgebunden ganz "passabel".....
    Wenn ich das so lese, kommt mir der Gedanke, dass dieses Pferd absolut nicht ausbalanciert ist und eben das Maul als 5. Bein braucht.
    Hat das Pferd in den letzten Jahren auch mal Koppel gesehen oder stand es nur im Stall (Box) und konnte sich nur mit Reitschülern auf dem Rücken bewegen?
     
    NaBravo und gabi gefällt das.
  8. Contigo

    Contigo Mitglied

    Er war 1 Jahr im schulbetrieb davor beim Züchter und ging Turniere. Hat wohl eine sehr gute Abstammung...Aber das ist irrelevant ( mir zumindest). Doch hatte Weidegang mit anderen Pferden. Aber ein paar Wochen wurde er nicht Trainiert und stand im Stall oder stundenweise weide. Da durch hat er sehr abgenommen auch an Muskeln. Die "Rb" von ihm hatte mir Videos und Fotos gezeigt, sie ging auch noch vor kurzem auf Turnier(als ich ihn mir angeschaut hab).Bei mir hat er Weidegang von morgens bis abends und in dieser Jahreszeit paddock.
     
  9. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Und denkst du nicht, dass es einen Grund hat, dass er vom Turnierpferd zum Schulpferd wurde? Das ist ja ein enormer Wertverlust, bzw. keine Reitschule kauft ein Sportpferd zu seinem Preis. Es sei denn, es ist platt. Ich würde also vermuten, welchen Schaden auch immer dein Pferd hat, dass er bereits da festgestellt wurde.

    Für den Fall, dann bräuchtest du doch nicht zum Tierarzt, denn dann war er da schon. Dann brauchst du nur ein bisschen Vergangenheitsforschung, obwohl Vorbesitzer ungern mit Krankheiten rausrücken, aus Angst, das Pferd zurücknehmen zu müssen.
     
    GilianCo und Lorelai gefällt das.
  10. obsession

    obsession ...mag Basketball lieber

    Google mal Shivering Syndrom. Oder lies hier im Forum den Thread dazu.

    Mein Pferd hat eine ähnliche Geschichte. Falls du dein Pferd in der Krankheit wiedererkennst, tausche ich mich gerne mit dir per PN aus.


    Zusammenfassend kann ich schon mal sagen: mein Pferd war, laut Papier, auch mal eher für den Turniersport gedacht, ist aufgrund eines Taktfehlers aber im Schulbetrieb gelandet, dort "relativ" normal gelaufen so lange er ausgebunden war weil er dadurch ein fünftes Bein als Stütze hatte.

    Schritt und Trab relativ unauffällig, im Galopp nicht fähig durch eine Kurve zu laufen, bevorzugte Gangart war Tralopp und Kreuzgalopp.


    Obsi.
     
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