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Unklare Lahmheit vorne links, brauche Rat

Diskutiere Unklare Lahmheit vorne links, brauche Rat im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Hallo, ich bin im Moment ein wenig ratlos und brauche einfach mal Rat zur weiteren Vorgehensweise: vor ca. 6 Wochen hatte ich auf meinem 18...

  1. Die_Meier

    Die_Meier Aktives Mitglied

    Hallo,

    ich bin im Moment ein wenig ratlos und brauche einfach mal Rat zur weiteren Vorgehensweise:

    vor ca. 6 Wochen hatte ich auf meinem 18 Jahre alten Freizeitpferd, welches ich Dressur reite, noch eine Reitstunde, in der das Pferd- wie immer in den fast 2 Jahren, die ich das Pferd habe - völlig normal, taktrein, mit gutem Vorwärtsdrang und total locker lief.
    2 Tage später habe ich longiert und mir fiel eine leichte Lahmheit vorne links auf. Ich bin erstmal davon ausgegangen, dass das Pferd sich auf der Wiese vielleicht einfach vertreten hat und habe ca. 10 Tage abgewartet. Das Pferd war aber immer noch leicht lahm.
    Ich hatte dann meine TA da, die meinte aber, das wäre so gering zu sehen, ich sollte mal noch etwas abwarten....in der Zwischenzeit hatten wir auch einen Hufschmiedetermin und ich habe den Schmied gebeten, doch mal abzudrücken, auch dies war ohne Auffälligkeiten. Auch hatte ich eine Osteopathin da, die nichts finden konnte und mir sagte, mein Pferd wäre in einem Top Zustand.
    Vorletzte Woche Freitag dann (in der 5. Woche) war ich bei meinem TA in der Praxis, es wurde von unten hoch bis zum Vorderfußwurzelgelenk geröntgt, ohne besonderen Befund.
    Dann wurde im Bereich Hufgelenk/Hufrolle betäubt und die Lahmheit war besser (ich muss dazu sagen, dass das Pferd sehr lauffreudig ist und dass er sich in der Praxis beim TA zeitweise recht hochgepusht hat und die Lahmheit oft eh kaum zu sehen war, ich hatte sie dem TA dann anhand eines Videos gezeigt, das ich am Stall gemacht hatte), der TA vermutete also eine Entzündung/Arthrose in diesem Bereich und er hat sowohl ins Hufgelenk, als auch in die Hufrolle Cortison gespritzt und ich sollte nach einer Woche nochmal schauen, ob er lahmfrei ist, dann wäre seine Vermutung so gut wie sicher...also habe ich letzten Freitag longiert, doch das Gangbild war unverändert :-(
    Nun sollte ich heute, morgen und übermorgen nochmal schauen, aber auch heute war es unverändert, das Pferd läuft sich nicht ein, die Lahmheit wird weder besser noch schlechter, der Doc meinte schon, dass wir dann vielleicht doch eine andere Baustelle hätten und ich dann nochmal mit dem Pferd vorbei kommen sollte.
    Ich bin aber nun unsicher, da ich bei einem anderen Pferd z.B. mal vor Jahren den Fall hatte, dass das Pferd auch vorne immer leicht lahmte und sich das Ganze nach 3 Tagen Klinik und einer Szinti als Prellung im Hufbein herausgestellt hatte. Damit will ich nicht sagen, dass das jetzt auch der Fall sein muss, aber die Lahmheit kann ja Gott weiß woher kommen und ich bin nun unsicher, ob ich das Pferd einfach mal bis zum Herbst auf der Wiese lassen sollen und dann nochmal schauen soll, oder ob ich nochmal zu meinem TA in die Praxis fahren soll, damit er ggf. weiter oben mit der Lahmheitsdiagnostik weiter macht oder ob ich gleich in eine größere Klinik fahren soll, die ggf. auch eine Szinti oder ein CT machen können.....
    Ich muss dazu sagen, dass es sonst null Auffälligkeiten am Pferd gibt, es ist nichts dick, nichts warm, nichts gefüllt oder angelaufen, keine Pulsation.....einfach nichts....
    Was würdet ihr mir raten?
     
  2. Mirage

    Mirage Bekanntes Mitglied

    Ehrlich gesagt würde ich in eine Klinik fahren zur ganzheitlichen Diagnostik. Das Problem mit dem bis Herbst wegstellen ist halt der Punkt, dass je nach Ursache freie Bewegung Gift sein kann und das Problem verschlimmert. Stand er nach dem Cortiso einspritzen komplett ohne freie Bewegung?
     
  3. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken

    Bei welcher Ursache ist freie Bewegung Gift?

    @Die_Meier

    Ich würde es machen wie Du es Dir vorstellen kannst. Vielleicht nicht bis zum Herbst wegstellen, aber mal für 4-6 Wochen. Da beim Abspritzen noch nicht mal zu 100% der betroffene Bereich gefunden wurde, halte ich eine weiterführendende Diagnostik mit Scinti, CT oder MRT zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht. Befunde kommen da sicher raus. Geht kaum anders bei einem 18jährigen Pferd. Aber ob die ursächlich sind für die Lahmheit?
     
    Kigali, Otterchen, sokrates und 5 anderen gefällt das.
  4. Mirage

    Mirage Bekanntes Mitglied

    Ich sehe hier der Beschreibung nach ehrlich gesagt noch gar kein CT, MRT o. ä., gibt noch eine Menge mehr, das ursächlich sein könnte, nachdem sich die Diagnostik aufgrund leichter Lahmheit und Aufregung des Pferdes ja sowieso als sehr schwierig zu gestalten scheint. In einer Klinik gibt es halt bessere Erfahrungswerte.

    Beispielsweise Fissur, Fraktur, Entzündungen die ruhig gestellt werden müssen damit sie nicht chronisch werden.
     
     
  5. CSantana

    CSantana Aktives Mitglied

    Hallo,

    also ich denke, das es sich weiterhin um eine Hufgelenksentzündung handelt, bzw. vielleicht auch Hufrolle (wurden auch Oxspring Aufnahmen gemacht vom Huf?). Nach einer Woche nach einer Gelenksinjektion das Pferd lahmfrei bekommen, das ist sportlich. HGEs können sich über Wochen ziehen, da ist eine Woche sportlich angesetzt. Da ist nie was warm oder dick und auch die minimiale Lahmheit könnte dafür sprechen.

    Ist dein TA auf Orthopädie spezialisiert?

    Bei meinem Pferd vor 12 Jahren haargenau dasselbe. Röbis unauffällig, Lahmheit so minimal das man schon genau suchen musste. Es war das Hufgelenk, Injektionen haben nicht geholfen also wurde er arthroskopiert und er hatte einen Knorpelschaden Grad 4 (Knorpel sieht man ja auf Röntgenbilder nicht).

    Übrigens ist es nicht immer so, das bei einer Lokalanästhesie die Pferde danach 100% lahmfrei ist, oft ist es so, dass wenn man den Betroffenen Bereich trifft, das es nur besser ist, aber nicht weg und das aber ein Indiz ist, das in dem Bereich was im Argen ist.

    Ich würde das Pferd auch nicht wegstellen, da wie gesagt, eine Woche nach HGE, das ist keine Zeit und spricht nicht unbedingt für den TA. Normalerweise sind zum Teil erst nach 4-6 Wochen Nachkontrollen und die Pferde gehen kontrolliert Schritt oder eben kontrolliert auf einen kleinen Auslauf.

    LG
    CS
     
    Lorelai gefällt das.
  6. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Eine Woche nach der Injektion ins Gelenk schon großartig Besserung, bzw Verschwinden der Lahmheit zu erwarten, find ich auch sportlich.
    Oft muss man bei sowas auch mehrmals spritzen, außerdem kenn ich es so, dass danach erstmal längere Zeit nur kontrolliertes Schrittgehen angesagt ist, das dann über ein paar Wochen langsam gesteigert wird.

    Ansonsten: Wurde auch ein Ultraschall gemacht? Fesselträger und Beugesehne befinden sich auch in dem Bereich, bzw Schmerzen dort können bis "da unten" abstrahlen.
    Wie weit seid ihr denn hoch bei der Leitungsanästhesie? Normal spritzt man ja weiter, bis die Lahmheit völlig verschwindet, bzw zumindest noch weiter hoch als nur Hufgelenk/Rolle.
     
    Frau Horst und Princess of Diamond gefällt das.
  7. Mirage

    Mirage Bekanntes Mitglied

    Eine Hufgelenksentzündung würde man allerdings erkennen wenn man einspritzt. Als mein TA damals ins Hufgelenk einspritze, kam die Gelenksflüssigkeit total flüssig raus, normalerweise wäre die aber zähflüssig, was somit den HGE-Verdacht bestätigte (die Entzündung verflüssigt die Gelenksflüssigkeit wohl). Hat mir zumindest mein TA damals so erklärt. Auch sagte er mir, dass nach dem einspritzen von Cortison/Hyaluron die ziemlich flott (max. 48 Stunden später) lahmfrei werden (meine war auch im Schritt lahm), trotzdem aber für mindestens 10 Tage außer 10 Minuten Schritt führen am Tag keine Bewegung rein soll, auf gar keinen Fall longieren oder sowas (hatte 20 qm Freiluftbalkon tagsüber), das muss sich beruhigen. Nach 10 Tagen bei kompletter Lahmfreiheit durfte sie dann wieder in die Herde (beim zweiten Mal zwei Jahre später übrigens genauso behandelt und genauso schnell lahmfrei), wäre sie nicht lahmfrei gewesen, wäre der TA nach 10 Tagen erneut gekommen, so war es vereinbart. Trotzdem nach den 10 Tagen nochmal 14 Tagen keine Belastung außer der freien Bewegung in der Herde, danach durfte ich wieder mit dem Reiten beginnen. Longieren erst nach einem Monat.
     
  8. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Das ist zwar oft, aber nicht immer so.
    Manchmal kommt auch fast gar nix mehr an Flüssigkeit (deutet auch auf eine Entzündung), oder es sieht relativ normal aus.
    Kann also ein Indiz sein, aber ist lange nicht immer der Fall.
     
  9. Die_Meier

    Die_Meier Aktives Mitglied

    Moin,

    erstmal danke für eure Tipps und Erfahrungsberichte!
    Ich werde mal versuchen, eure Fragen zu beantworten:

    Er stand nach den Cortisonspritzen nur für 1 Tag in der Box und ging dann wieder ganz normal mit raus, ich muss aber dazu sagen, dass er auf Wiese und Paddock Gott sei Dank der total gechillte ist, also keiner, der da wilde Sachen macht, deshalb hat der TA auch erlaubt, dass er mit raus geht, da er sich wirklich sehr ruhig verhält draußen...in der Box würde er mehr Theater machen und das fände ich persönlich kontraproduktiv.
    Ein Ultraschall wurde nicht gemacht und es wurde auch nur der Bereich Hufgelenk/Hufrolle betäubt, da er da ja schon voll drauf angesprochen hatte, der Doc und ich waren also recht sicher, dass der Schmerz aus dem Bereich kommen muss.
    Bei der Cortisongabe ins Hufgelenk kam übrigens so gut wie keine Gelenkflüssigkeit, was laut dem TA auch ein Hinweis auf eine Entzündung/Arthrose wäre.
    Insgesamt ist die Lahmheit aber wirklich geringgradig und es ist echt schwer, jetzt zu sagen, ob es nach dem Cortison besser oder schlechter ist, da mein Pferd halt beim reiten oder longieren immer sehr fleißig unterwegs ist....der TA meinte aber, ich sollte ihn jetzt mal 3 Tage hintereinander etwas bewegen, damit sich evtl. eine Tendenz herauskristallisiert, ob es gleich bleibt, ob er sich einläuft, ob es schlechter oder besser wird.....weitere Untersuchungen sind sonst echt schwierig und wie rumstochern im Nebel, weil man es halt so wenig sieht :-(((
    Er meinte, ihm wäre es immer lieber, wenn die Pferde richtig lahm wären, weil das die Ursachenforschung doch enorm erleichtern würde. So kann er nur vom wahrscheinlichsten Fall ausgehen und das wäre eine Arthrose.
     
  10. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Also irgendwie ist das schon ein bisschen seltsam.

    Der Tierarzt hat Recht, so undeutliche, leichte Lahmheiten sind ätzend, eben weil man beim Abspritzen oft nur wenig sieht.
    Hab selber so nen Kandidaten daheim, Hufrollenbefund, war anfangs echt blöd, das genau zu lokalisieren und zu bestimmen, weil er auch nur leicht lahm ging, manchmal gar nicht usw.
    Was da helfen kann: Kleine Zirkel longieren, je enger der Kreis, desto besser sieht mans meist.
    Gucken, ob ein Wendeschmerz da ist. Bei der Anästhesie sowohl auf hartem als auch weichem Boden laufen lassen, oft sieht man es auf dem einen oder anderen besser, ob die Betäubung anschlägt oder nicht.

    Oder, so böse das klingt, mal ein paar Tage gut belasten und gucken, obs schlimmer wird, und genau dann die Leitungsanästhesie machen, wenns Pferd deutlicher lahm geworden ist, einfach weil man da mehr/deutlicher sieht. Auch darauf achten, ob das Pferd zB nach der Anästhesie schwungvoller geht, längere Tritte macht usw.
    Bei meinem hat mans erst ganz deutlich gesehen, als vorne beide Beine im Bereich Hufrolle betäubt waren (es sind meist beide betroffen bei sowas, genau darum sieht man es auch so schlecht). Der ging nur minimal unrein, machte aber allgemein eher kurze Schritte vorne, das kann man aber ohne Vergleich schlecht einschätzen und beurteilen. Als beide Vorderbeine schmerzfrei waren, war viel mehr Raumgriff da.

    Was die Arthrose-vermutung angeht - die müsste man ja auf dem Röntgen sehen? Ich dachte, da war nix?
     
    Frau Horst gefällt das.
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