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Unser ,,Traumpferd..

Diskutiere Unser ,,Traumpferd.. im Pferdeflüsterer Forum; Hallo , wir haben uns Anfang des Jahres unseren Traum vom Pferd erfüllt. Leider sind manche Träume nicht immer das, was man sich so gewünscht...

  1. Herbst

    Herbst Neues Mitglied

    Hallo ,

    wir haben uns Anfang des Jahres unseren Traum vom Pferd erfüllt. Leider sind manche Träume nicht immer das, was man sich so gewünscht hat.
    Wir wollten ein liebes Freizeitpferd, was Mutter und Tochter reiten können , vielleicht irgendwann mal eine kleine E Dressur oder ein Springen. Gemütlich und verläßlich ins Gelände gehen, Freude und Spass mit dem neuem Familienmitglied.
    So haben wir uns auf die Suche nach ,,unserem,, Pferd gemacht und sind bei ,,ihr,, hängen geblieben.
    Eine hübsche Stute, 10 Jahre alt, sehr brav im Umgang, zwar ,,flott,, unterwegs beim Probereiten und auch ,,am Zügel gehen,, war ein Fremdwort, aber nach Rücksprache mit unserer RL, bekommen wir das schon hin...
    So zog sie Anfang des Jahres in unseren RV in eine Box, und es wurde angefangen, sie zu trainieren. Da ich selber mir die ,,Korrektur,, nicht zugetraut habe, wurde ein Bereiter dazu geholt.Fazit nach einem Monat....verkauft den Gaul ja wieder. Der ist lebensgefährlich, der setzt Euch in den Sand. Was war passiert ? Nun, unser Pferd ist gestiegen und hat sich mit Reiter wohl auf die Seite geschmissen. So wurde mir berichtet, dabei war ich leider nicht. Zudem hat unser Pferd beim reiten gezielt nach anderen Pferden geschlagen, so das sie nur alleine in der halle bewegt wurde.
    Fazit.....sie ist für mich und vor allem meine Tochter (13) eine ,,Gefahr,, und sollte verkauft werden. Nur wem verkaufen, ohne ,,schlechtem,, Gefühl? Also nochmal zwei Monate Beritt, als ,,letzte Chance,, sozusagen.
    In der Zwischenzeit haben wir uns viele Foren, viele Meinungen und noch mehr ,, Lösungswege,, angesehen.
    Seid vier Wochen steht sie nun bei uns in einem schönen Offenstall in Selbstversorgung.
    Ganz langsam haben wir mit ihr viel Bodenarbeit gemacht und sie longiert. Am Boden ist sie absolut unerschrocken und folgt uns aufmerksam. Sie läuft mit uns ,,frei durch die ganze Halle und hat sehr schnell verstanden, das sie uns z.B weder umrennen noch überholen darf.
    Nach einiger Zeit, als auch wieder etwas Vertrauen in sie bekommen habe, gings weiter mit dem Reiten.
    Ganz sachte, erstmal nur Schritt, Trab, kein Galopp. Ich möchte es so beschreiben....es ,,ging,,. Sie war recht angespannt und man muss sehr mit dem Bein achtgeben. Kommt der Schenkel zu deutlich, quittiert sie das sofort mit Ohrenanlegen und einem wiederwilligen ,,reinrennen,, in die nächste Gangart. Das ging ein paarmal also relativ gut, bis plötzlich gar nicht mehr ging. Beim aufsteigen hab ich schon ihre Anspannung gemerkt und beim ersten vorsichtigem andrücken der Beine klappten die Ohren zurück und sie ging rückwärts und drohte. Ich hatte aber das Gefühl, das es nicht aus Boshaftigkeit war, sondern weil ich fühlte, das sie Schmerzen hat. Also absteigen, Sattel runter, ganz locker longiert.
    Am nächsten Tag hatten wir gleich einen Osteopathen bei uns, der uns von einigen schmerzhaften Blockaden berichtet hat. Diese also behandeln lassen.
    Drei Tage haben wir nun locker longiert, auch wie empfohlen vorwärts abwärts mit Stangen.
    Ich hatte das Gefühl, es war für sie recht ,,neu,, ohne Schmerzen zu laufen, sie war munter, und senkte ihren Kopf , ließ sich sogar an den Ohren kraulen.
    Heute dann wieder mit Sattel versucht und es ging deutlich besser als vor der Behandlung.
    Vor Ort habe ich jemanden, der unser ,,Problem,, kennt und selber ,,Problempferde,, zureitet. Er bat mich, sie mal reiten zu dürfen um uns ggf zu helfen.
    Fazit ist eigentlich das, was mir mein Gefühl schon die ganze Zeit sagt.
    Wir haben ein ganz liebes Stütchen gekauft, was sehr auf den Menschen bezogen ist und die Nähe sucht. Nur leider eben auch kein ,,Anfängerpferd,, , da sie sofort Panik bekommt sobald jemand auf ihr sitzt. Schenkel sind ihr ein Graus und Zügel ,,normal,, aufnehmen scheint auch furchtbar für sie zu sein.

    Würde ich nun auf andere hören, , würden wir sie verkaufen und uns was ,,passendes,, neues suchen nur haben wir dabei ein großes Problem!
    Wir lieben dieses Pferd einfach und möchten ihm zeigen, das alles auch ohne Gewalt und Schmerzen geht. Wir haben uns neue Ziele gesetzt, die nichts mehr mit kleineren Turnieren zu tun haben. Wir haben so viel mit dieser ( im alten Stall) ,,verpönten,, Bodenarbeit erreicht, das wir denken, da geht noch mehr....
    Und wenn wir sie erst sicher und zuverlässig in ein paar Jahren reiten können. Es wird doch auch da Fortschritte geben denke ich.

    Ich weiß nicht, was sie erlebt hat in der Vergangenheit; etwas Gutes sicher nicht...
    Nun denke ich, wir haben alles Zeit der Welt und das wichtigste ist, das sie nicht wirklich boshaft ist, sondern nur wahnsinnig unsicher.

    Ich bin vielleicht ein bischen naiv aber trotzdem bin ich für Ratschläge sehr offen, wie wir weiter machen können.
    Im Vordergrund steht momentan die Vertrauensarbeit, das sie uns ,,oben,, akzeptiert. Das heißt, leichter Sitz, nur Schritt, Tab, Schenkel weg, Zügel ganz locker und einfach locker vorwärts.

    Oh je....ich brauche Leute, die mir Mut machen, mich ggf auch kritisieren , und vielleicht den ein oder anderen Tipp für uns haben.

    Vielen Dank
     
  2. Wenn ihr in den vier Wochen, die sie jetzt bei euch steht, schon solche Fortschritte gemacht hat, sollte da doch noch mehr gehen.

    Woher habt ihr das Pferd? Vom Händler oder von privat?
     
    Lynne gefällt das.
  3. melisse

    melisse Ritterreiterin

    Wenn ihr seht,es wird besser,würde ich es versuchen.
    Ich habe den halben Stall voll mit Pferden die “Unreit/Unhändelbar“waren.
    Mit viel Geduld und Spucke bekommt man sehr viel wieder hin.
     
  4. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Wenn jemand vor Ort ist, der euch helfen kann, würde ich unbedingt da Hilfe suchen. Das ist grade für Korrekturen nicht so leicht zu finden. Dass jemand schon bittet, helfen zu können, das Glück haben wenige.

    Euch jetzt Tipps zu geben ist schwer, da die Einschätzungen von Pferden und was und warum sie das tun oft weit auseinandergehen. Aber viele Wege können zum Ziel führen, deswegen, wenn ihr einen Ansatz habt, wo ihr anfangen könnt, das ist schon viel wert.
     
    Lorelai gefällt das.
     
  5. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Hättet ihr denn jemanden vor Ort, der euch das pferd nochmal einreiten könnte? Nachdem ihr mit bereitern ja schon schlechte Erfahrungen gemacht habt, evtl auch wen, der zu euch an den Stall kommt und das vor Ort in eurem Beisein macht?

    Wenn ihr selber nicht so wahnsinnig sichere Reiter seid, dann wäre das vielleicht der sinnvollste weg, da jemanden drauf zu setzen, der entsprechend Erfahrung und können hat, um dem pferd die Sicherheit unter dem Reiter vermitteln zu können...
     
  6. Raketenerna

    Raketenerna Die geballte soziale Inkompetenz

    Ich würde die Stute gynäkologisch abklären lassen.
    Etliche Stuten die deratig stark auf Bein reagieren, haben arge Probleme mit Zysten.
     
    Charda, ruffian, Kigali und 8 anderen gefällt das.
  7. Mirage

    Mirage Bekanntes Mitglied

    Ich würde das noch ergänzen in einen TA-Besuch, der das ganze Pferd mal auf Herz und Nieren durchcheckt (stark auf´s Bein können auch Magenprobleme bespielsweise sein oder Rückenschmerzen). Wurde eine Ankaufsuntersuchung gemacht?
     
  8. Herbst

    Herbst Neues Mitglied

    Hallo :smile:,
    ich bin erstmal sehr positiv überrascht, hier so viele Antworten zu bekommen und werde versuchen, jetzt auf alle Fragen einzugehen ;-)
    Das Pferd haben wir eigentlich ,,privat,, gekauft. Wie sich im nachhinein aber rausstellte, war der Verkäufer sehr wohl in der ,,Händlerszene,, bekannt. Das heißt, er verkauft öfter Pferde von angeblichen ,,Freunden,,. Auch ist er selber nicht berühmt dafür, seine Tiere schonend zu behandeln. Da gibts öfter mal ein sehr ruppiges Wort oder auch mal einen ordentlichen Tritt ( mußte ich bei der AKU selber erleben )
    Somit hat sich die nächste Frage vielleicht beantwortet. Eine kleine AKU wurde gemacht mit kleineren Befunden, die in unserem Besitz aber behoben wurden. ( Mauke, ein kleiner Pilzbefall)
    Laut Pass wurde das Pferd irgendwann als Fohlen, Jährling das letztemal geimpft, einen Zahnarzt kannte sie gar nicht.
    Als wir sie dann bekamen wurde alles behandelt; Hufschmied, Zahnarzt, Impfungen , Wurmkur. Maukebehandlung ..alles gemacht .
    Rückenprobleme hatte sie definitiv, darum wurde sie auch von einem Osteopathen behandelt. Die Zysten hatte ich auch schon im ,,Verdacht,, und hab da mit meiner TA drüber gesprochen. Diese erklärte mir aber, sollte das so sein, müßte sie ständig ein ,,hengstiges,, Verhalten zeigen, was sie ja nicht tut. Magen habe ich noch nicht abklären lassen.

    Es ist leider nicht viel , was ich über das Pferd weiß, dafür um so mehr Vermutungen natürlich.
    Angeblich ist sie neun Jahre bei ihrem Züchter gewesen und wurde da von der Tochter ausgebildet und geritten.
    Dann wurde das Pferd an den damaligen , tja Händler oder nicht (?) , verkauft. Er hat wohl drei ihrer Geschwister (gefahren) und wollte nun vierspännig mit ihr arbeiten. Einfahrversuche scheiterten, weil sie sich angeblich vor dem Wagen hingeschmissen hat. Also ist sie in eine Scheune alleine gekommen, er hat sie ab und an im Gelände geritten und hat sie dann an uns verkauft.

    Ich denke, das beste, was ihr jetzt erstmal passieren konnte, das sie in einem Offenstall steht, wo links und rechts Pferde stehen. Das genießt sie auch sichtbar. Füttern tun wir morgens und abends Etwas Pellets, Möhren, Äpfeln, und Rote Beete. Abends bekommt sie zusätzlich etwas Magnesium und Biotin für die Hufe. Heu und Stroh ständig.

    Wir wollen heute oder morgen einen Fellsattel ausprobieren in der Hoffnung, das der ihren Rücken entlastet. Sollte sie ihn gut annehmen und auch ich mich einigermaßen sicher darin fühle, wird wohl einer gekauft.

    Zum Bereiter möchte ich sie nicht mehr geben. Hilfe im Stall werde ich mir aber auf jeden Fall suchen. Reiterlich denke ich, kann ich mich gut behaupten. Ich reite sicher nicht auf A Niveau, aber ich bin sattelfest und kann mich relativ gut auf das Pferd einstellen.
    Worauf ich versuche zu achten, ist die Körpersprache vom Pferd. Wirkt sie verspannt, ängstlich, hat sie Schmerzen oder ist es einfach lustlosigkeit. Ich versuche dann, mich auf sie einzustellen. Bei Lustlosigkeit lasse ich sie noch etwas laufen, das heißt dann, ich beende das Training. Bei Ängstlichkeit versuche ich dem auf den Grund zu gehen und arbeite mit Lob, wenn sie die Situation gemeistert hat. Bei Schmerz beende ich sofort .
    Ich versuche Abwechslung in den Tag zu bekommen. Einen Tag Bodenarbeit, einen Longieren, einen Reiten, an anderen Tagen kombiniere ich. Ich versuche auch, wenn ich sie putze, ihre ,,Stimmung,, wahrzunehmen. Ist sie z.B schon unruhig dabei, werde ich mich und ihr nicht noch dem Stress vom reiten aussetzten. Ich hoffe, das ich es so ,,richtig,, mache .
    Einerseits möchte man ja was von dem Pferd, andererseits finde ich es auch wichtig, das nicht mit allen Mitteln erreichen zu wollen.
    Was kann ich noch machen, damit sie uns vertraut und sich ganz auf uns einlassen kann?
    Wie ,,lange,, habt ihr da mit Euren Pferden gebraucht ?
    Aussagen wie ....vier Wochen und das Pferd wußte, wo es hingehört, zweifle ich immer etwas an. Oder hab ich Zweifel, weil es bei uns noch lange nicht der Fall ist ?

    Schön, das man sich hier nicht so ,,alleine,, fühlt und man spürt, daß das Reiterleben eben nicht immer was mit der ,,Ponyhofidille" zu tun hat ;)

    Habt einen schönen Tag
     
    Lynne, Frau Horst und melisse gefällt das.
  9. Barrie

    Barrie Inserent

    Eine Stute mit völlig vermurksten Eiserstöcken muß nicht unbedingt hengstiges Verhalten zeigen. Ein Ultraschall kann idR am Stall gemacht werden, kostet nicht viel und schließt gynäkolgische Probleme aus. O-Ton der Klinik meines Vertrauens: Rückenprobleme beim Stuten sind oft auf Ursachen in den Eierstöcken - oder um diese herum - zurück zu führen.
    Barrie
     
    ruffian, Lynne, NaBravo und 2 anderen gefällt das.
  10. Herbst

    Herbst Neues Mitglied

    Dann werden wir das doch in Angriff nehmen ;-)
    Vielen Dank :toll:
     
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