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Unsicherheit, komme nicht mit meinem Pony klar

Diskutiere Unsicherheit, komme nicht mit meinem Pony klar im Pferde Allgemein Forum; Hallo ihr lieben, Ich hoffe ihr könnt mir etwas Mut zusprechen/mir ein bisschen helfen. Ich selbst bin 15 Jahre alt und besitze seit Oktober 2015...

  1. Jana-Denise

    Jana-Denise Mitglied

    Hallo ihr lieben,
    Ich hoffe ihr könnt mir etwas Mut zusprechen/mir ein bisschen helfen. Ich selbst bin 15 Jahre alt und besitze seit Oktober 2015 eine fast 11 jährige Ponystute. Wir selbst hatten schon immer Pferde, aber ich hatte immer nur ältere Wallache. Am Anfang kam ich noch gut mit Shakira klar..Satteln war ganz ok (hat immer etwas gezickt beim Satteln) und dann bin ich sie ca. 2x geritten..ansonsten nur longiert, Führtraining oder einfach ein bisschen auf dem Reitplatz rumgetobt. Sie ist sehr dominant und im Gelände nervös, da sie erst seit 2 Jahren mit auf Ausritte kommt (Vor Kühen hat sie auch Angst). Das ist auch schon mein Problem..ich war schon immer eher etwas vorsichtiger und nach ca. 2 Monaten oder sogar noch früher hat sie angefangen beim Satteln mit den Vorderhufen nach mir auszuschlagen und beim Longieren einfach nur noch zu rennen. Seitdem habe ich sie nicht mehr geritten..sie hat sich auch schon zweimal von der Longe gerissen bzw. einmal nur versucht. Ich habe jetzt auch eine Trainerin, die sie mit mir zusammen longiert, aber ich bin mittlerweile total unsicher und habe manchmal sogar Angst vor ihr und das weiß sie. Ich bin total verzweifelt, weil das Problem ja wirklich bei mir liegt. Bei meiner Mutter macht sie nichts. Sobald sie beim Satteln die Ohren anlegt zucke ich total zusammen und traue mich nicht mal sie zu reiten oder alleine zu satteln. Ich bin schon die ganze Zeit am weinen, weil ich denke, dass wir nicht zusammen passen und ich sie verkaufen muss. Hattet ihr sowas schon mal mit eurem Pferd?
    Tut mir leid für den langen Text..ich hoffe, man versteht meine Situation etwas.
    EDIT: Die Ostheo war natürlich da und mit Sattel + Rücken ist jetzt alles ok.
     
  2. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Liest du hier schon länger mit? :)

    Es ist gut, dass du jemanden hast, der dir hilft. Und mit deren Hilfe musst du es schaffen, keine Angst mehr von deinem Pony zu haben. Es gibt einfach welche, die merken das und nutzen es aus, deines scheint dazu zu gehören. Ich hatte sowas noch nie, war aber noch nie weder ängstlich noch habe ich einem Pony oder Pferd Unarten durchgehen lassen. Ich persönlich, und das musst du natürlich nicht übernehmen, würde schon Ohrenanlegen und Drohen unterbinden. Das ist in meinen Augen schon ein erstes Zeichen falscher Erziehung und ich ersticke solche Ideen beim Pferd am liebsten im Keim, dann hat man später weniger Ärger damit.
    Du musst einen Weg finden, trotz deiner Angst deinem Pony eine führende Vertrauensperson zu sein, selbstbewusst und leitend, bestimmt und konsequent. Deine Ausstrahlung ist dabei wichtig. Wirke nicht ängstlich, sondern sage du dem Pony, was es darf und was nicht. Und wenn du Angst hast, schluck sie runter und zeige sie nicht, sonst kann dein Pony dich nicht ernst nehmen.

    Das ist übrigens ganz natürliches Verhalten, wer stärker und sicherer wirkt als man selbst, dem folgt man. Wen man unter sich einordnen kann, dem folgt man nicht, braucht er ja selbst einen Führer, weil er ängstlich und hilflos ist. Nimm das nicht persönlich, dein Pony handelt nur instinktiv.
     
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  3. Jana-Denise

    Jana-Denise Mitglied

    @Frau Horst Ja, ich lese schon länger mit :biggrin:
    Danke für diese wirklich nette Antwort. Solche Worte habe ich gerade gebraucht:embarrassed: Ich weiß ja genau wo mein Problem liegt, aber irgendwie werde ich durch meine Unsicherheit dann immer total hektisch (?) und dann werde ich noch unsicherer. Mir würde es total leid tun, wenn ich sie abgeben würde. Ich mag sie so echt gerne und putze sie auch alleine im Stall, aber sobald ich sie auf dem Reitplatz führe fängt das mit meiner Unsicherheit an. Am Anfang war das ja noch nicht so..da war ich auch noch 2x mit ihr im Gelände spazieren.
     
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  4. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Hektik überträgt sich. Manchmal ist es schon erschreckend, wie sehr Pferde sich verändern, wenn andere Menschen mit ihnen umgehen, ins Positive als auch ins Negative. Wenn du merkst, du kriegst Stress, bleib doch einfach stehen, atme durch, lass dir Zeit, mehr Zeit, nochmal atmen, und dann erst weiter. Und wenn dein Pony dabei stresst, warte noch länger, bis auch das sich beruhigt. Versuche auf keinen Fall schneller zu arbeiten, um aus gewissen Situationen zu kommen.

    Das ist sowieso eine gewaltfreie und effektive Art der Erziehung: stoische Geduld, ignorieren und felsenhafte Standhaftigkeit. Wenn dein Pony dich angreift, musst du dich natürlich wehren. Hampelt es aber nur rum, bleib stehen, pfeif was schönes, bohr in der Nase, zähl Sandkörner, egal. Wenn ein Pferd merkt, seine Eskapaden bringen ihm nichts, ist es danach auch ganz stolz, das selbst bemerkt zu haben. Musst nur gut festhalten, jedes Abhauen ist ein Erfolgserlebnis für deine Stute, das sie nicht haben sollte. Kommst du kraftmäßig nicht durch, lege vielleicht den Strick über die Nase oder führe an einer Trense, was besser klappt. Aber da kannst du dich ja auch an deine Trainerin oder deine Mutter helfen, was da in bestimmten Situationen am besten helfen kann.

    Beim Reiten hast du auch Probleme oder willst du nur nicht mehr, weil ihr im Umgang schon nicht gut klarkommt?
     
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  5. Jana-Denise

    Jana-Denise Mitglied

    Nein, ich reite sie nur nicht mehr, weil wir vom Boden aus schon nicht klar kommen. Den Tinker meiner Mutter reite ich noch. Meine Trainerin hat mir auch angeboten mit Shakira weiter vom Boden aus zu arbeiten und mir Reitunterrichtsstunden auf dem Tinker zu geben, damit ich auch im Sattel noch sicherer bin.
     
  6. Raudhetta

    Raudhetta Überlebensanzugtraegerin

    Ich glaube der Knackpunkt liegt unter anderem da, dass du bis dato eher Wallache um dich hattest und weniger Stuten. Stuten sind einfach anders als Wallache. Die haben ihren eigenen Kopf und Bewerten eine Situation meist anders. Müssen sie auch, wie sonst wollen sie ihre Fohlen und ihre Herde beschützen. Die Herdendynamik in einer Stutenherde ist eine andere. Und das musst du jetzt lernen.
    Dazu gehört u.a. den eigenen Raum und Position zu definieren. Du schreibst ihr habt Führtraining gemacht. Wie ist das den gelaufen? Habt ihr so Sachen gemacht wie um Pylonen rum? Auf Matte stellen? Links/ Rechts Hinterhand und Vorderhandwendung?

    Bezüglich des Longierens, hat sie vielleicht zu viel Power? Wir haben ja Winter, ist ihr Auslauf vielleicht begrenzt und sie will deshalb mehr rennen?
     
  7. Jana-Denise

    Jana-Denise Mitglied

    Ich habe meistens einfach geführt und sie musste sich dann meinem Tempo anpassen oder stehen bleiben. Wir haben einen Offenstall und die Pferde können auf den Paddock & unseren Reitplatz. In letzter Zeit war das Wetter hier Katastrophal, deshalb habe ich sie meistens geputzt, weil ich mich alleine auch nicht wirklich traue etwas mit ihr zu machen. Meine Reitlehrerin hat sie letzte Woche Donnerstag longiert.
     
  8. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    vorab: ich meine nichts böse und garstig!!!
    recht langweilig für so ein pony - warum soll sie das regelmäßig mit dir tun?
    sie wird das doch schon seit velen jahren können: neben dem menschen herlaufen.
    find ich richtig von ihr, dass sie dir sagt, dass das langweilig ist. was soll das auch? dann kann sie doch besser im offenstall stehen.

    ich vermute beinahe, dass sie keine "richtige reitlehrerin" ist.

    ich verstehe das umlegen vom reiten zum nebenher gehen nicht. ganz offenbar erreichst du damit nichts. und eure reitlehrerin hilft euch auch nciht.
    was soll mit dem longieren erreicht werden? wen du eh nicht reitest: wofür eine gymnastizierung?

    als erstes kläre ab von jemand 3. ob der sattel nun wirklich passt. denn das damals zeigte überdeutlich, dass der sattel NICHT passte! sie hat dir damals gezeigt: der tut weh - ncihts anderes sollte das sein. wenn es noch derselbe sattel ist: kauft am besten einen anderen von einem, der sein handwerk versteht. ändern lässt sich ein sattel selten, dass er von weh tun in angenehm tragbar wird.

    ich denke nicht, das sie "dominant" ist. pferde dominieren nicht den menschen, der mensch vergisst weiß lediglich oftmals nicht, dass er selbst dem pony vermitteln muss, was es wirklich tun soll!!
    oft sagt der mensch nicht, was das pony tun soll, dann macht das pony irgendwas, was es denkt, das ist dann falsch und er mensch straft dann bzw sat "nein!!". das ist großer frust fürs pferd, denn es ist bestraft worden dafür, dass es eigeninitiative für den menschen ergriffen hat! nun war das falsch - also arbeitet das pony liebe rgar nicht mehr mit.
    fnde ich richtig von deiem pony, du hast ein gutes, braves pony. bevor es - nachdem keine anweisungen von dir kamen - bestraft wird, dafür, dass es eigeninitiativ was macht, macht es jetzt lieber nichts. manchmal überkommt es sie und sie wirbelt mit den vorderbeinen, um ich auzuwecken und dir zu sagen: "sag mir endlich, was ich tun soll, verdammt!!!"

    du wirst noch nicht gelernt haben, wie man die hilfen beim reiten gibt, dass du ihr klar udn andererseits schmerzfrei zeigen kannst, was sie tun soll. warst du vorher nur "normale reitschülerin"? woher sollst du das also können?

    ich habe den verdacht, dass ihr an jenem ort mit der trainerin nicht glücklich werdet. wenn da schon worte wie dominanz gefallen sind und man nicht mehr reitet, weil longieren nicht klappt, sehe ich schwarz, dass da wirklich komptente hilfe vor ort ist.

    sucht euch einen anderen hof udn einen anderen trainer. nicht einen, der rumhaut, aber jemand, der dir in der reitausbildung weiterhelfen kann, weil er reten kann, damit sich dein pony nicht mehr langweilt sondern mit dir spaß haben kann - denn was hat es davon, neben dir fade herumzugehen, im ultralangsamen tempo?
    sie udn du - ihr wollt was erleben!

    such dir einen hof, wo dominanz kein thema ist und wo du gleichaltrige freunde kennenlernen kannst. die dich außerhalb der stunden mti einem REITENDEN lehrer mit spaß begeiten können. longert habt ihr ds nächste jahr genug.
    hüte dich vor ängstlichem und besserwisserischen frauen mittleren alters, die dir ranghöhen und traiining in ruhe nahebringen wollen!
    vielleicht habt ihr vielleicht sogar einen verein, wo mounted games praktiziert werden? irgendwas mit spaß und freude, unbedarfter geschwindigkeit?

    du schreibst so bedrückend, dass ich diech in de arm nehmen und drücken möchte. die atmosphäre dort scheint falsch.
     
    blue sky gefällt das.
  9. Jana-Denise

    Jana-Denise Mitglied

    Danke für die Antwort :) Unsere beiden Pferde stehen bei uns Zuhause und ich reite schon seit dem ich 5 bin. Ich hatte nur jetzt ca. zwei Jahre Pause. Der Sattel hatte vorher nicht gepasst, das stimmt. Aber das war bei den Vorbesitern..ich bin sie mit dem unpassenden Sattel nicht geritten. Wir haben nach der Ostheo eine Sattlerin kommen lassen, die für sie einen gebrauchten Sattel angepasst hat. Ich habe auch noch ein Ride on Pad Physio.

    Also ich habe sie total schlecht bemuskelt bekommen, deshalb habe ich sie zum richtigen Muskelaufbau longiert. Ich möchte natürlich, dass sie Spaß hat mit mir zu arbeiten und deswegen möchte ich ja etwas daran ändern. Hättest du Tipps was ich noch mit ihr machen könnte? Also Bodenarbeitsmäßig um für Abwechslung zu sorgen.

    Also meinst du ich sollte erstmal unter Aufsicht wieder Reiten?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 4. Feb. 2016
  10. aquarell

    aquarell Inserent

    hast du jemanden, der dir hilft beim Satteln und Führen? Wenn ja, dann macht das Pony zu zweit fertig und reite dann unter Aufsicht. Evtl. kann jemand mit dir zusammen dein Pony reiten: erst die andere Person und dann du hinterher, beide im Unterricht. Du siehst dann wie dein Pony läuft und was es macht und kannst eher deine Unsicherheit verlieren.
     
    Charly K., ulrike twice und blue sky gefällt das.
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