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Unterricht, Traben

Diskutiere Unterricht, Traben im Allgemein Forum; Hallo zusammen, ich bin neu hier und muß mir einfach mal meinen Frust von der Seele schreiben. Ich habe seit ca. 3 Monaten 1x die Woche...

  1. mmi

    mmi Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier und muß mir einfach mal meinen Frust von der Seele schreiben. Ich habe seit ca. 3 Monaten 1x die Woche Reitunterricht. Ich wollte das schon immer und habe mir diesen Traum jetzt mit 39 Jahren erfüllt. Ich habe mich viel mit Pferden beschäftigt und die erste Zeit (meine Tochter nimmt auch Unterricht) viel zugeschaut.. gefüttert.. geputzt. Pferde sind einfach tolle Tiere. Aber ich kriege das mit dem Traben einfach nicht hin. Ich fühle mich wie ein Sack und das Pferd tut mir schon total leid. Bei anderen sieht das immer sooo einfach aus. Es ist echt zum :cry: .

    Meine RL sagt, das wird schon.. ich soll mich nicht so unter Druck setzen. Aber heute war ich einfach gruselig.

    Eigentlich bin ich kein Jammerlappen. Aber das mußte jetzt einfach mal raus.

    LG Melli
     
  2. Stella2008

    Stella2008 Inserent

    Hallo,

    mach dir da mal nicht so viele Gedanken. Der Trab ist oft nicht sehr leicht zu sitzen und auch das Leichttraben ist eine reine Übungssache und funktioniert nicht sofort. Du reitest ja erst seit 3 Monaten und dann nur 1x die Woche. Also erst 12 Reitstunden!
    Da ist das sicherlich noch kein Problem und du solltest dich da nicht unter Druck setzen.

    Ich kenne Leute, die reiten schon seit Jahren und beim Traben schaut es manchmal noch gruselig aus :lol:
     
  3. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Ich würde hier einmal den Blick in die einschlägige Literatur empfehlen:

    Horst Stern: "So verdient man sich die Sporen"
    Eine phantastische Reitlehre!
    Weil eben nicht immer Ernst.
    Und mit durchaus humorvollen Einlagen aus der Sicht eines Reitanfaengers.
    Man lernt eine Menge nützlicher Details.
    Jedoch ohne dass der Humor dabei zu kurz kommt.
    Ein Augenzwinkern ist immer dabei ...
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Okt. 2013
  4. sasthi

    sasthi Bandenprofi

    mmi, wenn Reiten einfach wäre, würde es Fußball heißen :)

    Mach dir nix draus, Reiten lernt man leider eigentlich nur durch Üben, üben, üben.
    Sicher gibt's ein paar Naturtalente, die sich etwas leichter mit der Bewegung tun. Grad die "jungen Hüpfer" tun sich da nochmal bedeutend leichter, als "wir alten Säcke".

    Bei älteren Reitern reitet leider meistens der Kopf mit, viele Dinge mit "was wäre wenn" kommt durchaus mit, und ja, auch die Beweglichkeit und die Koordination nimmt mit dem Alter einfach ab, da beißt die Maus keinen Faden ab.
    Aber wenn man sich dem bewusst ist, dass man halt keine 15-jährige Susi Sorglos mehr ist, und dennoch Spaß am Reiten findet, warum denn nicht?

    Ich finds halt wichtig, dass man halt versucht, sich selbst wieder beweglicher zu bekommen, sei es durch Yoga, oder die Eckard Meyners Übungen, oder Feldenkrais, Pilates, oder was es sonst noch so gibt. Denn mit mehr Beweglichkeit kommt auch irgendwann die Koordination und dann fängt es an, richtig, richtig, richtig Spaß zu machen (und dann ist man froh, dass man nicht Fußball spielt ;) )

    Und der Horst Stern ist echt gut zu lesen, der ist wirklich empfehlenswert.

    Also, Kopf hoch (auch wenn der Hals dreckig ist), das ging jedem von uns so.

    Liebe Grüße
    sasthi
     
     
  5. mmi

    mmi Neues Mitglied

    Vielen Dank fürs Zuhören und Eure aufmunternden Worte. Das Buch werde ich mir auf jeden Fall kaufen und ich hatte mir auch schon überlegt, unter der Woche wieder mehr Sport einzuplanen. Ich muß es ja leider zugeben: ich bin tatsächlich kein junger Hüpfer mehr. :mx10:

    Eigentlich nehme ich viele Dinge mit einer gehörigen Portion Humor. Gestern habe ich mich einfach nur so sehr über mich selber geärgert, weil ich mich angestellt habe, wie ein Trottel. Und genau in dem Moment kommt eine andere Reiterin in die Halle und trabt mit ihrem Pferd mühelos davon. Aber wahrscheinlich liegt da auch das Problem. Ich denke zu viel. Ich gestehe, beim ersten Aufsitzen schon ein ganz klein wenig (oder auch etwas mehr) Respekt vor der Höhe gehabt zu haben.. ähäm.
     
  6. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Dir fehlt außer der Koordination auch die Muskulatur. Waden, Oberschenkel, Bauch, Rücken, eigentlich wird beim Reiten jeder Muskel des Körpers genutzt.
    Versuche im täglichen Leben, deine Beine durch viel Treppensteigen zu trainieren. Wenn du täglich Stallarbeit leisten würdest, wären Rumpf, Arm und Schultermuskulatur besser in Schuss ;-)).
    Hast du zu Beginn deiner reiterlichen Laufbahn Sitzübungen an der Longe machen können? Falls nicht, könntest du evtl. parallel zum Unterricht Sitzübungen machen. Dann könntest du dich ausschließlich auf deinen Sitz und das Leichttraben konzentrieren.
     
  7. Rickmaniac

    Rickmaniac Inserent

    Ich kann mich an meine erste "Reitstunde" in Holland erinnern. Der Reitlehrer nahm mein Pferd an den Zügel und fuhr mit dem Fahrrad nebenher. Immer wenn ich aufstehen sollte, sagte er "Hopp". 29 Minuten von den 30 Minuten habe ich mich beim Hopp aber immer hingesetzt. Wenn man einmal den Rhythmus raushat, hat man ihn und vergisst es nie wieder.
    Dann kommt das Arbeiten an den Feinheiten, dass man eben nicht mehr, wenn auch im Rhythmus, plumpst. Dazu braucht man dann in der Tat bestimmte Muskeln - Bauch, glaube ich - die einem helfen, beim Niedergehen abzufedern.
    Man soll beim Leichttraben weder aktiv aufstehen - dann kommt man zu hoch - noch sich plumpsend hinsetzen. Stell dir einfach vor, dass mitten im Sattel ein kleiner Nagel herausguckt. Aua.. und so trabst du leicht, dass dir der Nagel nicht wehtut.

    Einmal in der Woche Unterricht zu nehmen, ist natürlich wenig. Könntest du nicht mal für einige Zeit mehr reiten?
     
  8. mmi

    mmi Neues Mitglied

    Wir machen im Schritt Gymnastikübungen. Ich kann meine Füße anfassen, mich drehen, nach hinten und nach vorne greifen. Das ist alles ok. Aber sobald ich sie antraben lasse, bin ich eigentlich nur noch damit beschäftigt, die Position zu finden, die richtig ist. Und ich frage mich immer, was ist denn richtig? Meine RL sagt hin und wieder: das sieht doch gut aus. Aber für mich bedeutet das eine enorme Anstrengung. Also nicht, wie ich es bei anderen sehe.. da sieht es eher so aus, als ginge das von alleine.. als würden sie gar nicht richtig aktiv "aufstehen". Ich traue mich dann nicht loszulassen. Manchmal denke ich: ok, jetzt habe ich es.. aber dann ist es auch schon wieder vorbei. Auf keinen Fall ist es mühelos. Und ich will ja auch dem Pferd nicht weh tun. 2x die Woche hatte ich auch schon überlegt. Allerdings geht das im Moment nicht. Ich habe mich für Privatunterricht entschieden, weil ich da intensiveren Kontakt zu den Pferden habe. Und meine RL muß dann die Pferde immer mit dem Hänger in die Halle bringen. Das könnte im Sommer wieder gehen, wenn sie wieder bei ihr daheim stehen. Aber da hat sie halt keinen überdachten Platz.
     
  9. mmi

    mmi Neues Mitglied

    Ich habe gelesen, daß es helfen könnte, wenn man mit der einen Hand vorne am Sattel festhält und mit der anderen hinten. Stimmt das? Habt Ihr damit Erfahrungen?
     
  10. sasthi

    sasthi Bandenprofi

    Is "eigentlich" nicht gut, weil man damit ja nur das feste Becken irgendwie kompensiert.

    Was du machen könntest, ist dir dieses Buch zu besorgen und wirklich dein Becken zu lockern.
    Vieles hängt am Becken (ich kann da ein Lied von singen, ein sehr hohes sogar), wenn das steif ist, hast du keine Chance, in irgend einer Form geschmeidig zu sitzen, dich wird es dann immer wieder rauskatapultieren.

    Was mir beim leichttraben damals geholfen hat, war, dass du dich vom Schwung des Pferdes beim Traben mitnehmen lässt, und nicht aktiv aufstehst.
     
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