1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Unterschiedliche Ansichten (Diskussion zu Reitweisen)

Diskutiere Unterschiedliche Ansichten (Diskussion zu Reitweisen) im Allgemein Forum; Hm kann man so sehen. ( Danke für das wirklich drauf eingehen was das Ideal ist :astrein:) Ist aber nicht meine Sichtweise. Ich halte das für den...

  1. nasowas

    nasowas Bekanntes Mitglied

    Hm kann man so sehen. ( Danke für das wirklich drauf eingehen was das Ideal ist :astrein:)
    Ist aber nicht meine Sichtweise. Ich halte das für den falschen Ansatz , ist für mich einfach nicht logisch weil es irgendwie immer von ggf. schlechten vorErfahrungen ausgeht . Ich gehe aber aber von Guten oder neutralen Erfahrungen im ideal aus und die finde ich erwünscht . Aber man darf ja auch was anders sehen :biggrin:
     
  2. Wuscheli

    Wuscheli Korrektur-Schüler

    Ich habs wiedergefunden. Hierzu wollte ich noch etwas schreiben.
    Schlecht reiten hat was mit Überforderung zu tun. Das würde ich noch nicht aufs Pferd münzen, sondern auf die angesprochenen Laien. Was Reitschülern heute alles zugemutet wird, was sie ihren Pferden zeigen sollen, ohne es zu können... Das ist ein weites Feld!
    Warum fragt man nicht als allererstes: kann das Reiterlein überhaupt geradeaus reiten?
    Hat es eine gleichmäßige Belastung auf dem Zügel, belastet es die Seiten des Pferdes gleichmäßig?
    Hat es sein eigenes Gleichgewicht gefunden?
    Wie folgt es denn der Pferdebewegung?
    Kann es ein Pferd taktmäßig vorwärtsreiten in natürlichem Tempo/Arbeitstempo?

    Das was heute betrieben wird, diese ausschließliche Korrektur über das, wie das Pferd geht oder gehen soll, das empfinde ich als maßlose Überforderung der Reiter.
    Und hilft den Pferden nicht, weil sie -oft unbewußt- als die Schuldigen dargestellt werden. "Es kann dies noch nicht, es macht das noch nicht, es hat keine Lust, es folgt nicht, usw".
    Dabei täte es das, was es soll, genauso freudig und aufmerksam und kommentarlos, wie es alle schrägen Korrekturversuche versucht zu tun.
     
  3. emmaxx

    emmaxx Bekanntes Mitglied

    Wuscheli, das ist sehr richtig, was Du schreibst ... allerdings gibt es da das klitzekleine Problemchen ... dass nämlich ganz viele Reiterlein Kritik an sich selbst (à la bitte erstmal richtig sitzen/einwirken lernen usw.) meist dermaßen übel nehmen, dass sie im Handumdrehen einen RL suchen, der "sowas" nicht verlangt ... oder sie kaufen sich ein eigenes Pferd, mit dem sie dann machen, was sie wollen.
    Das von Dir ganz genau erkannte Problem ist im Endeffekt hausgemacht und der "modernen Zeit" geschuldet.
     
    Kigali gefällt das.
  4. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    na ja - ofenbar besteht ja das problem aber bei allen... das ist ja dann keine besonderheit. :bahnhof:
     
     
  5. Wuscheli

    Wuscheli Korrektur-Schüler

    Ich meine auch nicht ausschließlich Kritik üben, sondern beibringen. Sinnvoll, in machbaren Schritten, ich hab den Eindruck, Reitschüler sind schon willig und nehmen oft an, wo sie merken, dass es verbessert.
    Man blockiert nur, wenn man das drölfzigste Mal was hört, was vorher auch schon 100x nicht funktionierte.
    So les ich das auch xfach hier im Forum.
    Bin da irgendwie positiver eingestellt. Gut, ich möchte es auch lernen und müh mich dafür halt in meinen Möglichkeiten.
    Ich glaub, dass oft der andere Mainstream und die starke Verunsicherung zu Misstrauen führt. Man sieht und hört einfach überall anderes. Ich selbst hab jetzt in der Umschulungszeit viele vorher gelernte Tabus einfach mal kritiklos beiseite lassen müssen. Nach dem Motto quasi: " Nun mach mal alles, was vorher Tabu war." Dadurch bin ich im Sitz weitergekommen.
    Aber gut. Lässt sich evtl nicht auf alle ummünzen..
     
    ulrike twice und emmaxx gefällt das.
  6. emmaxx

    emmaxx Bekanntes Mitglied

    Nein, da bist Du sicher die Ausnahme.

    ... der perfekte Reitschüler ist natürlich der, der noch nicht "verdorben" ist und wie ein Schwamm alles Gute aufsaugt ...
    Bei anderen gilt: Angucken, Kritik Üben und erklären, wie's richtig geht, ausprobieren lassen, unterstützen, ggf. anderen Weg versuchen usw., das ist für mich Training.
    Und ich muss einfach schauen, wie ich's "an den Mann/Pferd" kriege ... da nehmen sich Menschen und Pferde nicht viel.
     
  7. Amisia

    Amisia Bekanntes Mitglied

    Das ist so ein Klischee, was dauernd in diversen Foren und Facebookdiskussionen wiederholt wird. Deswegen habe ich aber trotzdem nicht den Eindruck, dass es flächendeckend zutrifft. Ich kenne kaum eine Reitschule, wo nicht "die Schuld" beim Reiter und dessen Unzulänglichkeiten gesucht wird, manchmal sogar dann, wenn das Pferd tatsächlich einige Herausforderungen für einen Reiter auf dem aktuellen Stand bietet.
    Auch bei dem, was ich an Privatunterricht kenne, findet durchaus konstruktive Kritik statt und ist auch erwünscht, wozu auch Geld für Unterricht ausgeben, um sich sagen zu lassen, dass man alles toll findet?
    Was tatsächlich wegen der "modernen Zeit" nicht mehr so akzeptiert wird, ist ein mit Anbrüllen und Herabwürdigen einhergehender Unterrichtsstil und die Vorstellung, dass man alles Reitschüler immer alles demütig erdulden muss. Ich weiß, manch einem geht es anders, aber ich könnte nicht sagen, dass ich diese Entwicklung bedauere.
     
    PinkPony, Kigali, ayla-fan und 7 anderen gefällt das.
  8. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich sehe das problem darin, dass es fast nur noch standardunterricht gibt. kaum jemand lehrt noch sondern die meisten nutzen standardtisierte phrasen. so was wie "groß werden" und dann das erteilen von aufgaben wie "und nun zum lösen schulterherin". wenn der schüler nachfragt, wie man denn groß wird und wie schulterherin geht, wird nicht geantwortet. auch nachfragen zu aktuellen problemlösungen gibt es nicht. "setz dich durch" heißt es dann.
    dann bleibt eigentlich nur die kritik am schüler, was er falsch macht.

    passend hier die parallele diskussion übers richtige mitschwingen. "man muss halt einfach mitschwingen" lehrt halt leider nix. man müsste schon erklären können wie das geht, wenn der schüler es nicht wie gewünscht hinbekommt. "miiitttschwiiingen!!!" hilft nicht, hinterzurufen.
     
    Wuscheli und ayla-fan gefällt das.
  9. emmaxx

    emmaxx Bekanntes Mitglied

    Amisa, das ist doch toll, wenn es für Dich nur ein "Klischee" ist! :)

    Hihi, ich weiß ja nicht, woher das eigentlich kommt/kam ... wahrscheinlich, um das eigene Unvermögen zu kaschieren? Ist wohl so eine 60er-/70er-Jahre Sache ...?
    Sowas ("Anbrüllen und Herabwürdigen") gab es wirklich "früher" sicher auch nicht. Also, so eine "mittelalte" Erscheinung, die wir alle lieber schnell vergessen sollten?
     
  10. Amisia

    Amisia Bekanntes Mitglied

    Das könnte hinkommen. Bei meiner Mutter (Jahrgang 58) war es jedenfalls ab dem zweiten Reitlehrer so. Das war dann so Anfang, Mitte der 70er. In meiner Anfangsphase um die Jahrtausendwende gab's da aber teilweise auch noch.
    Das mit dem Klischee habe ich eben geschrieben, weil das so oft als absolute Wahrheit, die man überhaupt nicht in Frage stellt, wiederholt wird und damit tut man den vielen wirklich bemühten Reitern, die es heute immer noch gibt, einfach Unrecht, finde ich.
     
    emmaxx gefällt das.
Die Seite wird geladen...

Unterschiedliche Ansichten (Diskussion zu Reitweisen) - Ähnliche Themen

Longieren in unterschiedlichen Reit-bzw Ausbildungsweisen
Longieren in unterschiedlichen Reit-bzw Ausbildungsweisen im Forum Bodenarbeit
Unterschiedliche Erkkrankungen?
Unterschiedliche Erkkrankungen? im Forum Sonstiges
unterschiedliche Stallmieten?
unterschiedliche Stallmieten? im Forum Haltung und Pflege
Thema: Unterschiedliche Ansichten (Diskussion zu Reitweisen)