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Unterschiedliche Ansichten (Diskussion zu Reitweisen)

Diskutiere Unterschiedliche Ansichten (Diskussion zu Reitweisen) im Allgemein Forum; Ich habe zum Nachgeben auch noch einen schönen Gedanken, der bisher einigen mal geholfen hat: Zum Nachgeben einfach mal nur bewusst die...

  1. Huhn306

    Huhn306 Aktives Mitglied

    Ich habe zum Nachgeben auch noch einen schönen Gedanken, der bisher einigen mal geholfen hat:
    Zum Nachgeben einfach mal nur bewusst die Unterarmmuskulatur entspannen. Das reicht völlig als Nachgeben, da man dadurch automatisch wieder weich wird.
     
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  2. ayla-fan

    ayla-fan Die, die mit sich selber spricht!

    Klar, wenn dir das erklärt wird, weißt du auch, wie du zu reagieren hast. Die Umsetzung ist dann ja wieder ne andere Schiene.

    Aber mach das mal, wenn dir jemand nur die Begrifflichkeiten um die Ohren schmeißt, aber sie nie erklärt werden. Oder es gibt Spezialistenm die erklärn, aber nie so, dass das Gegenüber was damit anfangen kann. Wie beim Arzt sozusagen Fachchinesisch. Oder dir falsch erklärt, weil derjenige, der den RU hält, selbst keine Ahnung hat und sich was zusamenreimt. Gern gesehen, wenn auf Ponyhöfen der RU durch andere Reitkinder oder -jugendliche gehalten wird. Ist natürlich für Anfänger "genial".
     
  3. pjoker

    pjoker Bekanntes Mitglied

    Du hast das schön beschrieben, habe nach nem verständlichen Satz gesucht.
    Das reicht bei meiner oft auch schon wenn sie Spannung aufbaut bzw natürlich eher ich und sie mich nur spiegelt.
    Sie schnaubt oft im gleichen Moment zufrieden ab, als ob sie sagen wöllte:na endlich, hast du es auch mal gemerkt....
     
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  4. Huhn306

    Huhn306 Aktives Mitglied

    Richtig - letztendlich empfinde ich eine "Parade" immer unterschiedlich. Ob ich nun einfach nur mehr Energie bündel, irgendeine Muskulatur anspanne, meine Hüfte abkippe, meine Hände eindrehe, Schultern drehe, und, und, und - irgendetwas mache ich. Und das ist dann eben eine Parade. Ich finde, dass eine Parade das Wort im Reitsport ist, was am ungenauesten beschrieben werden kann.
     
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  5. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Ich war heute schon im Stall und habe mal ganz bewusst drauf geachtet, was meine Hand überhaupt so macht. Zur Begriffserklärung, ich reite ein fünfjähriges Pferd, kaum mehr als ein Jahr unterm Sattel, etwa einen Monat wieder im Training, also nix große Dressur oder so.

    Die meiste Zeit regulier ich mit der Zügellänge die Anlehnung und die Kopfhaltung. Da das Pferd zum Abkippen neigt, gebe ich immer wieder beide vor und treibe neu ran. Wenn der Kopf in normaler Haltung ist, hab ich nix in der Hand und mach auch nichts, halte nur so die Zügel fest. Das ist Arbeitshaltung, und er hat dabei eine schöne Selbsthaltung.
    Pause ist Zügel lang, dann geht die Nase gleich runter.
    Für Stellungen, Biegungen etc. halte ich den inneren Zügel kürzer, etwa halb aus der Hand, halb aus der Schulter. Nachgeben muss ich kaum, denn auch da nix in der Hand, Kopf kommt so mit, ist dann aber auch schneller eng, dann also wieder nachgeben, rantreiben.
    Für deutliche Hilfen wie beim Linienverlust Galopp rechte Hand (Schwachstelle) gehe ich mit der Hand rein und hole so den Kopf in Richtung Mitte, Relikt aus der Zeit des Anreitens.

    Das, was ich als Parade empfinde, habe ich nur einmal gemacht, um ihn zu ermahnen, sich nicht festzustellen. Für eine Sekunde war ich bei ihm auf Igno und musste das eben korrigieren.

    Testweise habe ich dann aber noch was in einer der Schrittpausen gemacht - Hufschlagfiguren ohne Zügel. Hatten wir noch nie probiert. Durch die Länge der Bahn war noch recht einfach, durch die halbe Bahn ging auch super mit Ecke vorher (obwohl ich die sonst fast nie ausreite), Volte links gut. Volte rechts war dann sowieso schon auf der schlechten Hand, und noch neben der offenen Hallentür, an der grade eine Stute vorbeigeführt wurde. Er hat es trotzdem gemacht. Läuft.

    Mir hat man auch irgendwann eingetrichtert, Zügel 5%. Scheint ganz ok zu sitzen, ich war positiv überrascht und freu mich. :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Okt. 2019
  6. NaBravo

    NaBravo Bekanntes Mitglied

    Manche haben es halt scheinbar einfach im Pöppes, ohne alles kaputtzudenken...
     
    Carla gefällt das.
  7. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Falls ich gemeint bin, das liegt in dem Fall auch daran, dass das Pferd und ich sehr gut harmonieren. Er achtet sehr auf mich und ich sehr auf ihn, wir sind beide sehr empfindlich und wollen scheinbar beide nur nichts falsch machen. Das ist ein ganz dankbares Verhältnis.
     
    *FrogFace* und Huhn306 gefällt das.
  8. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich denke, ab einem gewissen leistungsstand kommst du ums nachdenken nicht mehr herum. erst recht dann, wenn man verschiedene pferde reitet.spätestens dann, wenn was nicht klappt. und dann ist es gut, wenn man eine roten faden findet, an dem man sich in gedanken herantasten kann, damit man sich nicht verirrt mit seinen gedanken. die gedanken müssen ja auch effektiv sein und was bringen. zur not muss der lehrer für einen denken, wenn mans selbst nicht kann.
     
  9. Otterchen

    Otterchen Bekanntes Mitglied

    Ulrike, mag gut sein, dass es vielen hilft, wenn sie darüber nachdenken, was sie tun.
    Ich bin momentan leider das komplette Gegenteil. Habe alles so zerdacht, dass die selbstverständlichsten Dinge für mich, die ich eigentlich aus dem FF beherrsche, zur Katastrophe wurden.

    Habe jetzt aktuell ausprobiert, einfach an anderes zu denken oder auch zB beim Reiten zu singen etc, damit ich nicht mehr alles kaputt denke. Seitdem läuft es wieder.
     
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  10. Kröti

    Kröti Bekanntes Mitglied

    Kommt ja auch selbst viel drauf an, was man für ein Typ ist. Wenn ich zu viel darüber nachdenke, was ich genau machen sollte, werde ich verbissen. Inklusive Zähne zusammenbeißen und, oh Wunder, meine Pferde verkrampfen.

    Generell hab ich gelernt, der Zügel ist heilig und da wird nicht zu viel gemacht. Selbst bei der Jungstute ist eine ganz leichte Verbindung, bei der älteren merkt man ganz schön, was die HH macht.
    Der Kleinen fällt es absolut schwer, sich fallen zu lassen und zu strecken. Die bietet das von sich aus nicht an, da wird dann auch mal deutlicher mit der Hand rein gezeigt, was ich von ihr möchte. Aber ansonsten folgt die Hand eigentlich fast nur den Bewegungen vom Körper.
    Obwohl ich gerade auch etwas umdenken muss. Wenn man sonst nur hypersensible, bewegungsfreudige Pferde reitet, klappt es so gut. Bei einem Berittpferd (Friese-Hafi-Dame, Schlaftablette vorm Herrn und Dickkopf ohne Ende) muss ich gerade etwas umdenken. Da wird jetzt erstmal ein fleißiges Vorwärts erarbeitet, bevor es weiter gehen kann.

    Mit dem intuitiven Reiten, ohne bewusst viel zu denken, werden wir sicher kein Grand Prix gewinnen, aber fürn Garten reichts. Und ab und zu mal ein wenig Turnierluft schnuppern ist auch drinnen.
     
    Frau Horst gefällt das.
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