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Unterschiedliche Ansichten (Diskussion zu Reitweisen)

Diskutiere Unterschiedliche Ansichten (Diskussion zu Reitweisen) im Allgemein Forum; ich möchte das auch noch damit ergänzen, dass man sich mal vorstellen sollte, wie man selbst einen tiefsprung runterspringen würde. also einen...

  1. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich möchte das auch noch damit ergänzen, dass man sich mal vorstellen sollte, wie man selbst einen tiefsprung runterspringen würde. also einen mäßiger höhe, also einen, den man noch aus dem rennen heraus nehmen würde (zb 50cm). niemals würde an sich in der fluphase zurücklehnen, weil man schmerzhaft landen würde. stattdessen würde man die knie nach vorne werfen und den rücken krümmen, die auch noch in der landung, damit der rücken danach nicht schmerzt. die schultern hätte man bei der landung vermutlich über den knöcheln, den po etwa dahinter, den kopf etwas davor. nur so kann man auch überhaupt im fluss weiterrennen. genau so sollte auch der reiter auf dem pferd sitzen.

    spätestens, wenn die jockeys an einem tag mehrere schwere hindernisrennen bewältigen können müssen wird derjenige jockey der erfolgreichste sein, der am ruhigsten sitzt. jemand, der schaukelt und damit beständig gegen die bewegungsrichtung des pferdes agiert, wird schneller erschöpfen als der gleich fitte ruhige jockey. auch der körperlche verschleiß wird später eintreten.
     
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  2. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Warum findest du das peinlich?
    Ich finde den Ablick auch eher ungewohnt, aber das kann auch an veränderter Ausrüstung liegen.

    Prinzipiell glaube ich aber, es würde vielen zu einem guten Sitz helfen, wenn sie lernen, die Bügel mal voll auszutreten und ihre Stabilität in der Balance zu finden, und so auch auf einem Pferd mit viel unharmonischer Bewegung klarzukommen.
    Man sieht doch oft, wie versucht wird, nur auf dem Hintern möglichst regungslos harmonisch minzuschwingen und dafür aber das Pferd in der Bewegung minimiert wird.
    Überdeutlich ausgetretene Bügel finde ich dazu einen schönen Kontrast, denn sie ermöglichen maximale Bewegung des Pferdes, ohne dass der Reiter damit überfordert ist.

    Davon abgesehen, es ist auch ein Sicherheitsaspekt. Ich nutze das Durchtreten der Bügel im Gelände teils schon bis zur Schmerzgrenze. Ob das dem Ideal entspricht, ist eher fraglich. Fakt ist aber, so lange man in jedem Bügel einen Fuß hat, kann man nicht runterfallen. Einen sichereren Sitz kann man gar nicht haben, und der hat bei Action oder Turbulenzen eben Vorrang.

    Apropos, passt dazu, ich habe heute drauf geachtet, ich reite hügel abwärts prinzipiell genauso wie aufwärts, alles in einer schwächeren Version des Sitzes im Absprung, also Hintern zurück, Oberkörper runter, Arme etwas auf. Abwärts habe ich einen anderen Winkel der Steigbügelriemen zum Sattel, aber sonst tut sich das nicht viel. Intuitiv würde ich einen kleinen Tiefsprung auch so sitzen, denke ich.
     
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  3. Torin

    Torin Aktives Mitglied

    Ich meine auch nicht das nach hinten Lehnen sondern schon die Gewichtsverlagerung nach hinten. Wobei man nur durch Vor- bzw. Zurücklehnen auf dem Pferd auch immer schon etwas Gewicht verlagert. Die Gewichtsverlagerung findet über dem Schwerpunkt des Pferdes statt. Oder um im Bild der Wippe zu bleiben: Sitzt man im Schwerpunkt der Wippe und lehnt sich nach vorn, kippt die vorn leicht nach unten und hinten leicht nach oben.
    Ja, genau. Dazu gehört, dass ein Reiter in der Lage ist, sein Gewicht geschmeidig und schnell zu verlagern.

    Man verlagert Reitergewicht über den Schwerpunkt des Pferdes etwas nach vorn. Sonst hätte man die Entlastung von Rücken und Hinterhand nicht.

    Und das untermauerst Du jetzt mit einem Video, das einen Reiter zeigt, der in jeder Landephase sein Gewicht nach hinten verlagert und dann genau nicht auf dem Boden stehen könnte, weil er Übergewicht nach hinten hätte? Das musss ich jetzt nicht verstehen.
     
  4. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    wie du ggf mitbekommen hast, finde ich die lehre richtig, die für das gegenteil plädiert: also für einen reiter, der in balance sitzt. eben genau keine "gewichtsverlagerung nach hinten", sondern auf den füßen stehen bleiben könnend in jeder phase in der das pferd gerade ist - und aus diesem sitz heraus das mitmachend, was das pferd gerade macht.

    mit deinem wippenbeispiel wird klar, dass der reiter nach deiner meinung immer gerade das gegenteil tun soll von dem, was das pferd gerade tut.
    das würde ja bedeutem. dass ein pferd ohne "gegenhilfe" des reiters nicht normal laufen könnte. diese theorie kenne ich nur aus der alternativen reiterszene, also den reitern, die "freizeit-barock-orientiert" sind. da habe ich schon gehört, dass pferde angeblich laufen mit reiter erst beigebracht bekommen müssen, dass die hinterhufe noch nicht in die vorderbeinspur finden, zuerst geraderichtung erfolgen muss und dass der takt falsch ist und erst beigebracht werden muss. nach dieser lehre können die pferde auch jahrelang noch nicht galoppieren, weil "sie die kraft nicht haben". dass jemand auf die art auch springen möchte, weil er meint, sonst kommt die wippe vorne nicht hoch, habe ich um ehrlich zu sein noch nie gehört. :bahnhof: ich glaub, man kommt dann auch gar nicht erst zum springen, weil vorher mühselig beigebracht werden muss, dass man gegenreagiert?

    demzufolge muss der reiter ja, wenn das pferd galoppiert und gerade in der phase ist, wo die vorderhufe hochkommen, seinen "schwerpunkt nach hinten verlagern" (immer noch komisch für mich das wort, den er musss sich dann ja schlicht und ergreifend nach hinten lehnen...) und wenn die hinterbeine nach hinten oben weggehen, muss er nach vorne kippeln. dafür müsste dann der reiter ja seinen bauch nach vorne drücken. ich stell mir das sehr mühselig vor - für reiter und pferd. man kommt dann vermutlich nicht voran in der reiterei, weil man jede bewegung einzeln aufdröseln müsste anstatt sich mitnehmen zu lassen.

    habe ich das jetzt richtig vestanden?

    das wäre schwer fehlerhaft. kommt das pferd ins straucheln, landet man auf der nase. ein reiter in unbelance ist schwer zu (er)tragen fürs pferd.

    je dicker und größer der reiter desto schlimmer fürs pferd. ein erwachsener könnte so mit einem pony gar nicht springen. der reiter würde die kammer des sattels hinter dem widerrist eindrücken, der sattel würde hinten schweben und das pony käme kaum zum absprung hoch.

    dann hast du eventuell andere augen als ich? ich habe mir das wegen dir noch mal angeguckt.

    der reiter macht in jeder phase des sprunges die bewegungen mit und geht nicht gegen die bewegungen. er könnte in jeder phase auf seinen füßen stehen bleiben und das ist solch eine bewegung, die er zum springen aus dem rennen heraus und zum weiter rennen selber machen müsste:
    upload_2019-11-13_6-17-12.png

    upload_2019-11-13_6-17-52.png

    https://www .youtube.com/watch?time_continue=10&v=csG0Pa_HxeU&feature=emb_logo
     
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  5. pjoker

    pjoker Bekanntes Mitglied

    Ich glaube ohne seine Bügel austreten zu können, kann man zB ein junges, ggf auch recht kleines Pferd im Verhältnis zum Reiter, garnicht anreiten und einspringen, ohne dass es anfängt den Rücken den Rücken wegzudrücken. Ein älteres kräftiges Pferd kompensiert es evtl noch ein Weilchen, aber ein junges Pferd was noch sein Gleichgewicht auf einem engen Reitplatz finden muss, kann sich garnicht anderes "wehren" als zu versuchen den unangenehmen Reiter noch halbwegs schadlos zu tragen und verliert seine natürlichen Bewegungen. "Abwehr" in verschiedener Form ist denke ich vorprogrammiert. Beim Springen im schlimmsten Fall bis hin zum Sturz.
     
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  6. Bumblebee1

    Bumblebee1 Bekanntes Mitglied

    Das glaube ich jetzt nicht. Dann wäre es ja nicht möglich, ein Pferd ohne Sattel einzureiten. Das ist zwar nicht üblich und auch recht selten, aber es kommt vor.
    In meinen Kinderzeiten haben wir unser Pony komplett ohne Sattel eingeritten, die ersten Jahre hatten wir keinen Sattel, wir sind auch ohne Sattel gesprungen. Hat geklappt, sogar soweit, dass wir später irgendwann sogar erfolgreich ein paar Turniere gegangen sind (das war vorher gar nicht geplant). :applaus:
     
  7. Wuscheli

    Wuscheli Korrektur-Schüler

    :biggrin:
    Es gibt in den Lehrstunden der alternativen Freizeitszene (das sind die mit 50 bis 80€ die Stunde) so viele Sitztabus, die sich leider aber nicht an menschlicher oder pferdiger Bewegungsmöglichkeit, sondern einzig am vollendeten Bild eines Reiters auf einem Reitpferd orientieren, dass ich nicht übel Lust hätte, die mal ans Licht zu zerren und darüber eine Sammlung zu überlegen.

    Spontan würde mir einfallen: spanne niemals nicht den Po an auf dem Pferd, und: tritt den Bügel nicht mehr aus, als das dein Fuß im Bügel ruht.
     
  8. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    wegen horstis antwort darauf:
    wann streckt der herr d ìnzeo denn die beine nach vorne? ich habe das nicht gefunden
     
  9. Wuscheli

    Wuscheli Korrektur-Schüler

    Um 1,18 herum. Es fällt mir heute schon nicht mehr so stark auf wie gestern, vermutlich, weil ich diese Bewegungsabläufe gestern echt studiert und direkt ausprobiert habe. Ich kann gerne nochmal nach den Zeiten im Winkler Video gucken. Aber eher später am Tag.
    Der Reiter nimmt nicht einfach die Beine vor. Es ist quasi eine Klappmesserbewegung, aus einem anderen Bewegungsgefühl heraus.



    Kann ich gleich in die Diskussion stellen. Min 34.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Nov. 2019
  10. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ach - das meinst du. ja meinst du, man macht alles gezielt für ein besseres reiten?

    da ist er am ende des schweren parcours und die bewegung, die du da siehst, ist dieselbe, die mn mehr und mehr beginnt, wenn man lange strecken galoppiert. es ist ja enorm kräftezehrend. das pferd läuft ja aber auch und da ist es ggf dienlich, die kräfte für die letzten wichtigsten punkt einzubehalten.
    ich glaube, du hast noch nie galopptraining im leichten sitz über weite strecken gemacht. in den momenten hast du die füße auch weit im bügel und die knöchel fangen an, abzustehen. du suchst dann in den waden zum knöchel die stabilen fundamente (becher spricht darüber in seinem einen video mit dem reiter, der bechers sitz da gerade antestet). "das ganze bein dran haben" wird dann unerheblich, weil man guckt, wie man über die letzten hindernise des schweren parcours kommt.

    aber ohne in den bügeln zu stehen hat man das gefühl auch nicht. und as war dir ja früher als angeblich fehlerhaft untersagt.
     
    Frau Horst und Wuscheli gefällt das.
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