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Unterschiedliche Ansichten (Diskussion zu Reitweisen)

Diskutiere Unterschiedliche Ansichten (Diskussion zu Reitweisen) im Allgemein Forum; ich weiß ja nicht, was ihr grad für traber im kopf habt.... also ein traber soll ja nun vorrangig schnell traben können, das reitpferdeexterieur...

  1. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich weiß ja nicht, was ihr grad für traber im kopf habt.... also ein traber soll ja nun vorrangig schnell traben können, das reitpferdeexterieur ist dabei recht unerheblich. allerdings gibt es ja einige traber, die recht schön gebaute reitpferde sind und viel weitere, die nicht irgendwie auffallend "verbaut" sind :)

    es ist aber auffallend, dass viel traber zu sich holen, die kaum reiten können. deswegen ist es ja schon unwahrscheinlich, dass sie rasch "chic" nterm reiter aussehen.

    da geb ich dir 100%ig recht.
    es ist ja keine quälerei, klassisch geritten zu werden sondern die klassische methode soll ja die beste und schönste reiterei die es gibt darstellen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Nov. 2019
  2. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    Wir haben den sehr schön geritten! Leider hat er eine kniearthrose und ich befand, nachdem er sich mehrfach überschlagen...dass er jetzt nicht mehr geritten wird!weil...zu gefährlich für Pony und reiter!

    Western.reiten...frog gilt für faro! Und evtl neues pony! Eeeevtl!!
     
  3. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Das behauptet niemand!
    Aber warum sollte man nicht nach Alternativen suchen?
    Wenn ich merke, das ich mit meinem Pferd nicht weiter komme, wenn jedes Reiten zum "Kampf zwischen Pferd u. Reiter" wird, warum dann nicht andere Wege versuchen?

    Was ich absolut richtig finde, ist eine neue / andere Reitweise zu hinterfragen und wenn man der Überzeugung ist, der andere Weg ist für das Pferd und den Reiter besser / einfacher / angenehmer... dann ist es doch OK, diese Reitweise zu lernen und am eigenen Pferd umzusetzen.
     
  4. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    Danke, und wenn ich sehe, dass Pony dafür geeignet, und immt...warum nicht??

    Wir sind bereit!
     
  5. emmaxx

    emmaxx Bekanntes Mitglied

    Also, ich habe mir das Video ohne Ton angesehen und mag daher die Hintergründe nicht richtig erfassen.
    Was ich aber sehe, ist, dass da ein Reiter vorne mächtig gegenhält und über den Sitz viel Druck macht. Und das Ganze permanent. Was das soll und wo es hinführen soll? Meine Art, so etwas anzugehen ist es nicht. Eine verfahrene Situation löse ich auf, breche ab, mache etwas anderes, reite aber nicht rundenweise in der gleichen, in meinen Augen nirgendwo hinführenden, auf keinen Fall die Sache verbessernden, geradezu verbohrten Weise weiter.
    Das ist in meinen Augen keine Anlehnung, sondern "Anziehung" ... da ist keine Leichtigkeit, der Reiter läßt das auch gar nicht zu ... eigentlich ist das fast schon ein Paradebeispiel für "vorne ziehen, hinten stechen", auch wenn es sehr subtil gemacht wird. Nein, dieses Pferd vermittelt mir durchgängig keinen zufriedenen, fröhlichen Eindruck.
    Für ein 5jähriges Pferd mit sowenig Grundlage sind auch diese ganzen durchgewutschten Lektionen nicht sinnvoll. Da wird viel zu früh viel zu viel verlangt. Mein Inneres schreit da: Aufhören mit dem Lektionenbimsen, 10 Schritte zurück (an den Grundlagen arbeiten) und in ein paar Wochen sehen wir uns wieder ... (meine Meinung!)

    Ich persönlich versuche, solche Pferde vorne immer wieder loszulassen, Nase vorschieben, Hals länger werden lassen, Genick oben, Tragen aus dem Rautenmuskel/Kappenmuskel (direkt vor dem Widerrist) und im Sitz viel leichter werdend ... damit das Pferd locker wird, im Rücken schwingen und gut untertreten kann und vorwärts-aufwärts-elastisch an der Reiterhand wird. Vorher kann ich doch gar nicht an weitergehendes Arbeiten denken, das ist das kleine, aber unverzichtbare!, Reitpferde-ABC.
    Klar, das ist Arbeit, da muss ich was tun, das sieht auch nicht wirklich schön und immer harmonisch aus, aber das ist nun einmal Ausbildung ... Schaulaufen gibt es nach erst nach einigen Monaten/Jahren ... :)

    Hm, Faro, magst Du das mal genauer erklären? Klar, wird ein Araber keine spektakulären Bewegungen wie ein Warmblüter haben und ein Traber sich mit dessen Leichtigkeit schwertun usw. ... aber in der Grundlage werden doch alle gleich, wenn man ihnen die Möglichkeit zur Entwicklung gibt ... und dazu muß ich auch meine Reitweise nicht umstellen, nur evtl. deutlich findiger agieren und von Schema F abweichen.
    Wie meinst du das mit "nie so reiten, wie ich es würde"?

    Ach, das ist gemeint? So einfach? Das hätte mir einiges an Diskussion mit Wuscheli erspart, wenn sie es ein einziges Mal genau so genannt hätte ... LOL
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Nov. 2019
  6. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    es ist mir klar, dass diese argumentation ist, die dazu führt, dass es genauso zehntausendfach in deutschland/ europa geschieht. es wird "zum kampf", also werden andere - alternative - wege gesucht.

    ich find das total traurig, denn die klassische reitweise ist ja die, die eben genau nicht zum "kampf" zwischen mensch und pferd führen soll, weil der ausbildungsweg automatisch so verlaufen müsste, dass das miteinander immer leichter wird. stattdessen geraten so viele an lehrer, wo es immer druckvoller und kämpfender wird.... :sad: und anstatt zu erkennen, dass man an lehrer geriet, die einen was falsches erzählt haben, weil sie "den anderen weg" der klassischen lehre verfolgen, der ins umgekehrte - zum gegeneinander - führt, stattdessen wird ein alternativer ausbildungsweg einer alternativen reitweise gesucht. ich kann es nicht verübeln, denn es gibt hier nach meiner ansicht ja kaum noch jemanden, der den ursprünglichen weg der klassischen lehre erfolgreich trainiert und beibringt.
    ich find es dann auch besser, nach alternativen zu suchen, als den "anderen", den groben, kämpfenden weg weiterzuverfolgen.

    leider glaube ich, dass das einschlagen von 2 möglichen, gegenseitigen wegen nicht das problem nur einer reitweise (der FEI/FN bzw klassischen reitweise) ist. ich glaube, dass die möglichkeit zum gegenteiligen sitzen und mitschwingen in allen reitweisen existiert. @Lorelai hat das ja m.e. auch schon so bestätigt.
    und leider glaube ich auch, dass die allermeisten alternativen Wege, die nicht FEI/FN oder EWU-westernsport orientiert sind, nicht gelingen und in einem "verwirrten dilettantismus" enden, der auch nur "gegen das pferd" bzw im aufhören des reitsports endet.

    da muss ich nun nicht drüber jammern, das ist einfach derzeit so. es gibt wenig hilfe von jemanden, der es in korrekt, fein und MIT dem pferd lehren kann.

    mit den rassen hat das allerdings gar nichts zu tun. :bahnhof: denn das "richtige und bestmögliche reiten" ist ja gerade für schlecht gebaute pferde der einzige, der möglich ist. da verstehe ich eure argumentation gerade null- eigentlich belegt es mir gerade sogar, dass auch ihr nur den "anderen weg" der FEI/FN kennengelernt habt. :cry:

    ein problem ist glaube ich auch, dass es oftmals die ersten 1-2 jahre besser läuft - meinetwegen auf dem alternativen weg eines "blümchen-reitens". eigentlich ist dannn aber absehbar, dass man danach in einer sackgasse endet. und dass man dieses pferd, was einem dabei begleitete, kaum noch reiten kann. ich denke, das pferd wird dann froh sein, dass es nicht weiter geritten wird, so lange es bei seinem menschen weiterleben darf.

    dies nur meine meinung. jeder darf seine eigene haben - siehe threadtitel. :knuddel:

    da hast du prinzipiell schon recht, bzw es ist so, dass das betonen des offbeats eben zum "bergauf" führt - so einfach zu unterscheiden ist es aber nicht.

    denn wenn man den "anderen weg" - den gegen das pferd gerichteten sitz mit der der daraus resultierenden einwirkung einschlägt, dann lernt man, dass man das erscheinungsbild für eine bestimmte dauer noch so kompensieren kann mit "druckhilfen", dass ein bergauf erreicht bzw vorgetäuscht wird. sonst hätten wir ja nicht so viele FN/FEI-dressurbilder mit aufgerichteten pferden. die art des bergaufs ist bloß ungesund.
    leider sind die wege teilweise mit so ähnlichem ergebnis behaftet, dass es verdammt schwer ist, das jeweilige ergebnis differenziert unterscheiden zu können.... :sad:

    bestes beispiel ist der video-reiter von wuscheli, den wuscheli hier einstellt: seine schwangere dressur-reiterfrau hat den po hinten am sattelende, den bauch vorne und mit gezielten runterdruckbewegungen im beat und gezieltem gegenhalten schafft sie es, das bergauf im pferd scheinbar zu halten. "scheinbar" deshalb, weil der rücken und die motorik des pferdes leiden. und ihr mann schafft das nicht. er ist springreiter. er fällt daraufhin lediglich in ihren beat, kann das ergebnis jedoch nicht durch druck kompensieren sondern er fällt ins lehre. erfolgreich springen kann er mit ihren pferden m.e. nicht und er bekommt auch so viel mit seinen eigenen pferden von ihrem gefühl mit, dass sein reiten seiner eigenen (spring)pferde darunter in zukunft leiden wird.

    sein problem ist m.e., dass er bislang vieles undifferenziert über sein gefühl erritt. nun kriegt sein gefühl durch seine frau schattenseiten und er fällt in ihr gefühl hinein. eine katastrophe für ihn, denn als eigentlich erfolgreicher profi-springreiter steht er nun vor einem gefühls-chaos und technik-wirrwarr. da er auf sich alleine steht bzw nur sene frau als trainerin hätte, sehe ich schwarz für seine springreiterzukunft. schade, dnnn ich mochte ihn ursprünglich als reiter gerne.
    es würde ihm helfen, wüsste er, dass 2 wege existieren. dann könnte er sich besser sortieren. diese 2 wege bestreitet die FN ja bloß leider bzw sie weiß nichts davon. sie sagt nur "gut, schlecht, auf dem weg".
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Nov. 2019
    Wuscheli gefällt das.
  7. Carla

    Carla Bekanntes Mitglied

    Ich denke man ist auf dem richtigen Weg, wenn man vom Pferd eine positive Rückmeldung erhält, gesteckte Ziele immer müheloser erreicht und eine konstante Leistungskurve, im besten Fall nach oben, hat. Fällt die Leistung, fängt man wieder von vorne an, wird die Mitarbeit des Pferdes zusehends unsicherer, dann sollte man sich wahrscheinlich mal Gedanken über das eigene Reiten machen.
     
    emmaxx, PinkPony und Princess of Diamond gefällt das.
  8. Wuscheli

    Wuscheli Korrektur-Schüler

    Das krasse ist für mich, dass es ja nur ein miniminikleines Gefühl ist, hups, ich bekomme keine richtige Balance, also leicht Knie ran. Mehr wird das bei ihm nicht gewesen sein, als er unsicher wurde, weil eben das Pferd nicht wie gewohnt, einfach vorwärts lief. Das war ja sicher schon anderthalb Jahre anders geschult.

    Und wenn ich mich anschaue, genau dieser kleine Wechsel in der Balance -stehe ich ehrlich auf den Füßen, oder kompensiert mein Körper grade das kleine Sich-Verhalten des Pferdes?- den macht macht mein Körper gerne, ohne dass es mir bewußt wird. Schön für mich, das gestern gesehen zu haben.

    Emmaxx, da ist nix mit Nase vorlassen, das Pferd wurde bis zu diesem Status anders ausgebildet, wenn es in seinem Stil geritten werden sollte, wäre es ein Korrekturpferd und müßte neu anfangen mit der Ausbildung.

    FN-Reiter sagen bei so Laien wie mir dann gerne, das muss erstmal die Hinterhand aktivieren, das verhält sich ja hinter dir, dein Pferd, bei besseren Reitern haben die halt zuviel Lektionen gebimst.
    Nee, haben sie nicht.
    Haben von Anfang an einfach anders gesessen, als wie für aktivierte Hinterhand, dann gibts halt auch andere Ergebnisse.
     
  9. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich glaub, so einfach ist es leider nicht. wie sagte gregor gysi mal? "das licht am anderen ende des tunnels kann auch ein zug sein."

    gerade wenn man weiter voran kommt, ist es so, als wenn aufgrud des wachsens der eignen möglichkeiten das engelchen und das teufelchen auf den gegenüberliegenden schultern mitwachsen. gaaanz riesig die gefahr, dass alles, was aufgebaut wurde, wieder kippt. das geht ganz fix.
    die dummen, die sich gerade im 5km langen tunnel befinden, merken von alledem nichts. sie freuen sich und lachen und wissen nicht, was das helle licht dahinten bedeutet.... :)
     
  10. Princess of Diamond

    Princess of Diamond Bekanntes Mitglied

    Das Problem ist häufig das Reiter ein ganz bestimmtes Bild im Kopf haben wie die Reiterei in einer Reitweise aussehen soll. Ein Warmblut passt genau in das Bild der FN-Reiterei was viele vor ihrem inneren Auge haben. Aber es gibt halt auch Pferde die weniger gut in dieses Bild passen. Und die man deshalb auch nicht in dieses Bild pressen sollte. Sonst gibt es Frust bei allen Beteiligten.
     
    emmaxx, obsession, Kigali und 2 anderen gefällt das.
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