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Unterschiedliche Erkkrankungen?

Diskutiere Unterschiedliche Erkkrankungen? im Sonstiges Forum; Hallo, ich möchte euch hier den Fall des Pferdes einer Bekannten schildern. Letzte Woche stand der sechsjährige Wallach zitternd auf der Weide,...

  1. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Hallo, ich möchte euch hier den Fall des Pferdes einer Bekannten schildern.

    Letzte Woche stand der sechsjährige Wallach zitternd auf der Weide, bei Regenwetter, deshalb dachten wir, er hat kalt und haben ihn hereingeholt und eingedeckt mit einer dünnen Sommer-Regendecke(war die einzig vorhandene)

    Am nächsten Tag kam der Hufschmied, und da der Wallach da noch nicht stehen will wurde er mit Beruhigungspaste ruhiggestellt.

    Danach kam er, da wieder gutes Wetter zu den anderen auf die Weide.

    Als wir abends nach ihm schauten war er noch immer ein wenig ruhiger als normal, fraß aber und trank.

    Am nächsten Tag jedoch wirkte er regelrecht apathisch und hatte Fieber, ausserdem hat er über Nacht wohl noch einen Tritt an den Bauch bekommen, denn dort war jetzt eine Beule(etwa faustgroß).

    Also haben wir den Tierarzt gerufen, da das Pferd sehr mager ist, und nicht viele Reserven hat. Der Tierarzt bestätigte unsere Annahme einer Erkältung, und stellte fest, dass das Tier wohl wegen seiner zu langen und scharfen Zähne so mager ist, und die Zähne geschliffen werden müssen, sobald es wieder gesund ist.
    Dem Pferd wurde ein Fiebersenker gespritzt, und wir haben ihn wieder in die Box gebracht.

    Abends legte er sich vollkommen flach hin, und reagierte nicht mehr(mind. 1/2 Stunde). Ausser Grunzen oder Schnarchen war keine Regung vorhanden.
    Bei uns Panik, wieder Tierarzt.

    Bis dieser kam stand das Tier wieder( zum Glück).
    Diesmal wurde leichte Kolik diagnostiziert, das Fieber war gesunken. Ein entkrampfendes Mittel wurde gespritzt, Futterentzug.
    Da wir wirklich Panik hatten, fuhr die Besitzerin nachts nocheinmal hin, das Pferd stand, aber jetzt hatte sich die Beule am Bauch locker verdoppelt.

    Wieder panischer Tierarztanruf, Untersuchung am nächsten Morgen, Diagnose Hämatom durch verletzte Ader, Öffnung , sobald es aufhört sich zu füllen.

    Inzwischen ist dieses Hämatom jedoch zu gigantischen Ausmassen angewachsen, locker fünfzig Zentimeter lang, dreissig Zentimeter breit, Öffnung noch nicht möglich, weil noch nicht sicher gestellt ist, ob die Ader wieder zu ist, oder noch weiter ausblutet.
    Das Pferd frisst normal, ist sauer dass es nicht rausdarf, und fast schmerzfrei, bis auf das unangenehme Spannungsgefühl durch die Blase.

    Im Vorfeld hatte dieses Tier schon eine Hodenentzündung, vor der Kastration, sowie eine entzündliche Verdickung am Hals, alles in den letzten 3 Monaten.

    Jetzt ist meine Frage, haltet ihr das ebenfalls für eine unglückliche Verkettung der Umstände, oder könnte alles zusammen in einem größeren Zusammenhang stehen und auf eine andere Erkrankung hinweisen?
     
  2. Cowgirl-Peggy

    Cowgirl-Peggy Gesperrt

    Sicherlich eine Verkettung der versch. Mängel, die nun vorhanden waren.
    Er hat einen Infekt, dann noch einen Tritt in den Bauch, dann noch Zähne geraspelt. In den Infekt hinein hat er für die anderen Wehwehchen viele Med bekommen.
    Da kann man schon mit einer Kolik reagieren, oder auch anders.

    Zudem wurde er unter Beruhigungsmittel auf die Weide gestellt. Das würde ich nie machen. Erstens ist seine Reaktion gemindert, kann sich nicht so wehren, wie sonst. Und zweitens ist dann der Stoffwechsel reduziert. Das tat dem Infekt sicherlich nix Gutes.

    Wenn ich einen Infekt habe, werde ich auch nicht operiert oder vom Zahnarzt behandelt. Das wartet man ab, bis man kuriert ist.

    Wenn er jetzt einen guten Eindruck macht und auch mit Appetit frisst, würde ich ihn leicht eingedeckt rausstellen, wenn es regnet, damit er sich erstmal regenerieren kann. Und auf Arbeit verzichten.

    LG
     
  3. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Das kam jetzt wohl falsch an, operiert werden und die Zähne gemacht werden soll erst, wenn er ansonsten wieder fit ist, bis dahin bekommt er sein Futter mit Rübenschnitzeln, damit er es besser aufschliessen kann.

    Mit dem auf die Weide stellen hast du recht, und ich mache mir auch viele Vorwürfe, das ich nicht eingeschritten bin( wie gesagt, ist nicht meiner) aber er war in der Box halt fürchterlich unruhig, und wollte wieder zu den anderen.
     
  4. Osaka

    Osaka Inserent

    Das Pferd kann also beim Hufschmied nicht stillstehen, wird mit so ner Paste ruhig gestellt und bekommt anschließend eine Kolik...
    Kann nicht ruhig in der Box stehen und hat damit auch noch Erfolg durch Inkonsequenz und wird es das nächste mal wieder machen.:rolleyes2:
    Erzogen ist das Pferd schonmal nicht. Beschäftigt der Besitzer sich nicht mit dem Pferd, dass es nach 6 Jahren wenigstens die Hufe geben kann?:wideeyed:Mein Hufschmied nimmt bei solchen unerzogenen Pferden einfach die Nasenbremse. Das ist ja nicht die Schuld von Hufschmied, sondern die des Besitzers. Der Hufschmied hat ja nunmal nicht die Zeit jedem Pferd erstmal das Hufegeben beizubringen....Aber dann braucht man dem Pferd wenigstens nicht so einen ungenießbaren Blödsinn mit Nebenwirkungen einzuflößen. Außerdem setzen Nasenbremsen auch Glückshormone frei...Sieht schlimmer aus, als es ist. Schöner ist es natürlich wenn das Pferd schmiedefromm ist.
    Die Zähne wurden jahrelang nicht gemacht.
    Wird das Pferd denn wenigstens geeimpftt und bekommt ne Wurmkur?
    Wenn die so verwurmt sind, können die auch ne Kolik bekommen. Oder wenn die Rübenschnitzel nicht lange genug Einwirkzeit haben....
    Hört sich alles total unprofessionell an.
    So ne Beule ist aber wohl nicht schlimm. Sieht meistens schlimmer aus, als es ist. Muss man halt im Auge behalten und der TA kommt ja sicherlich nochmal. Die Kolik ist überwunden und die Zähne werden auch sicherlich bald gemacht.
    Also alles halb so wild. Es gibt schlimmeres.:twitcy:
    Es kann also nur noch besser werden.:biggrin:
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Sep. 2010
     
  5. thyra1992

    thyra1992 Inserent

    @ Osaka: Beule hat Ausmaße von 30 x 50 cm und ist entstanden durch geplatzte Ader . Nicht schlimm ??? Ich denke Du hast da was überlesen :1:


    Aber allgemein würde ich auch sagen, dass das alles etwas doof gelaufen ist und dass ihr ( Du und die Besitzerin ) euch etwas mehr absprechen solltet, inwieweit Du entscheiden darfst, damit Du evtl.auch mal nach Deinem Bauchgefühl entscheiden kannst.

    Wird schon alles wieder werden. Noch ist etwas Zeit bis zum Winter und somit noch Zeit zu päppeln, aber locker lassen würde ich auch nicht. Denn da ist ja einiges zu machen und da sollte man dann auch nicht zulange warten.

    Und gegen die Beule muss als allererstes was getan werden und zwar schnell, immerhin sammelt sich da Blut und soweit ich weiss, sind innere Blutungen auch beimMenschen ziemlich besch...

    Liebe Grüsse, Verena
     
  6. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Naja, das Pferd für den Schmied zu sedieren ist ja nun so ungewöhnlich auch nicht, von daher würde ich nicht direkt von schlechter Erziehung ausgehen.

    Das Problem ist ggf. eher gewesen, das sedierte Pferd auf die Weide zu stellen. Wenn es da entsprechend nass und kalt war, kann die Erkältung schon mit der Sedierung oder der Restsedierung zusammenhängen, denn in der Sedierung ist auch die Termoregulation beim Pferd gedämpft. Wobei Du ja schreibst, daß das Wetter wieder schön war. Trotzdem sehe ich da einen möglichen Zusammenhang.

    Die Kolik kann natürlich auch mit den Problemen davor (auch ggf. der Sedierung) im Zusammenhang stehen.

    Ich denke, ich würde zusehen, daß ich einmal ggf. die Beule noch eingehender untersuchen würde, damit man da schnell handeln kann. Innere Blutungen sind gefährlich, das stimmt. Problem ist bei einem solchen Geschehen, daß das Blut sich da so massiv sammelt, aber scheinbar keine Gerinnung stattfindet, und dann ist die Frage, wie lange es denn dauert bis die Blutung da aufhört. Blutbild würde ich denke ich machen, und dann ggf. das Hämatom schallen oder so, das klingt schon gefährlich. Am Blutbild kann man ggf. ja auch sehen, ob da ein generelles Gerinnungsproblem vorhanden ist oder nicht.
     
  7. Loriot

    Loriot Inserent

    Da muss ich Gilian auch zustimmen, da Pferdi beim Schmied zu sedieren ist nicht so ugewoehnlich, wir mussten das Pferd von eienr Freundin bheute auch sedieren, sonst haette der uns alles zerlegt. Mit mangelnder Erziehung hat das sicherlich nichts zu tun, das Pferd steht sonst wie ne eins, ist Lammfromm, laesst alles mit sich machen, nur beim Schmied dreht der total frei, da geht nichts mehr.

    Aber das Pferd nach dem sedieren wieder raus zu stellen ist fahrlaessig. Wir haben den dicken dann erst mal drei stunden angebunden stehen lassen, damit er seinen "Rausch" ausschlafen konnte.
     
  8. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Um einiges klarzustellen, was ich bisher nicht gesagt habe, weil ich es für meine Frage , ob Zittern, Fieber, Kolik und dann Einblutungen im Gesammten für eine Erkrankung stehen können, nicht für wichtig hielt: das Pferd ist mit Sicherheit schlecht erzogen, da es erst vor 3 Monaten absolut roh, nicht halfterführig und unkastriert als vergessenes Pferd aus Herde direkt beim Züchter geholt wurde.
    Inzwischen lässt er sich problemlos führen und anbinden, sattel trensen, longieren, gibt alle vier Hufe ohne Anwesenheit des Schmiedes, lässt sich satteln und trensen und einen Reiter aufsitzen, natürlich nicht solange er sich nicht bewegen darf, damit die Ader nicht wieder aufreisst.
    Die Nasenbremse wurde auf ausdrücklichen Wunsch des Schmiedes nicht verwendet, da er der Meinung war mit leichter Sedierung und langsamen Herunterfahren der Dosis könnten wir auf Dauer mehr erreichen.

    Das Pferd wurde auch nicht direkt zurückgestellt, sondern erst nach mehreren Stunden, in denen die Besitzerin sich noch mit dem Tier beschäftigt hat.

    Meine ursprüngliche Frage hat sich erübrigt, da er eindeutig auf dem Weg der Besserung ist, die Behandlung der unterschiedlichen Symptome gut anspricht.
    Das Hämatom wird mit Wasser gekühlt und mit Acetat eingerieben .
    Nächste Woche wird es geöffnet.
    Die Erkältung scheint überstanden zu sein.
     
  9. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Hallo PAWeide,


    wenn er ein so "vergessenes, ungezähmtes" Etwas aus einer Züchterherde ist, laßt ihn bitte mal per Kotprobe UND Blutbild auf Parasiten untersuchen!

    Die können nämlich Kolik und Blutungsneigung verursachen...
    (Und natürlich ein schwaches Immunsystem -> Erkältung.)

    Leider bringen bei stark verwurmten, stark Parasiten-belasteten Pferden die normalen Wurmkuren, die er ja von Euch wahrscheinlich bekommen hat, nicht viel / genug.


    LG, Charly
     
  10. Osaka

    Osaka Inserent

    @ PAweide

    Na das ist ja super, dass es Pferdi schonmal wieder besser geht.:smile:
    Bei Pferden sieht das immer erst so schlimm aus. Und wenn dann der TA da war, ist man ja auch erstmal wieder beruhigt.:luck:
    Wenn der Hufschmied das besser mit so einer Paste als mit so einer Nasenbremse machen kann, wird er schon seine Gründe dafür haben.
    Man muss eben immer sehen, dass man Unfälle vermeidet.
    Da ihr Euch sehr viel Mühe mit dem Pferd zu geben scheint, hoffe ich ganz besonders für Euch, dass es das erstmal alles wieder gewesen ist mit den ganzen, kleinen Wehwechen.:wink:
     
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