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Verändertes Verhalten und anderes

Diskutiere Verändertes Verhalten und anderes im Sonstiges Forum; Hallo allerseits, vorab, TA wird am Dienstag angerufen zur Diagnostik. Wollte allerdings mal eure Ideen zu folgendem lesen: Wallach, 11...

  1. lumpi64

    lumpi64 Aktives Mitglied

    Hallo allerseits,

    vorab, TA wird am Dienstag angerufen zur Diagnostik. Wollte allerdings mal eure Ideen zu folgendem lesen:

    Wallach, 11 Jahre alt, 1,80 m Stckm., permanent im Offenstall lebend von Geburt an. Fell glänzt, Hufe ok (vorne beschlagen, hinten barfuß). Temperament im Grunde genommen recht ruhig, im Umgang absolut artig. Tetanus geimpft, regelm. Zahnkontrolle erfolgt. Kaum Fluktuation am Stall. Koppel nahezu 365 Tage im Jahr zugänglich. Heu ad lib., Stroheinstreu (sehr gute Qualität), Hafer mit Mineralfuttergabe, ab und zu mal ne Karotte oder Apfel, sehr wenig Leckerlis. Ganz normaler Ernährungszustand und gut bemuskelt, unauffälliges Fressverhalten.

    Lebt mit meinem Vollblüter in einer Zweier-WG mit unseren Ponys in direkter Nachbarschaft zur einen Seite und 2 anderen Pferden zur anderen Seite. Es gibt keinerlei Streitigkeiten, ein friedliches Miteinander also. Das fällt seit einiger Zeit auf:

      1. Immer mal wieder Pigmentstörungen am Maul (n. Blutuntersuchung alles ok, inkl. Kupfer- Mangan und Molybdän-Werte sowie Zink/Selen)
      2. Ab und zu Husten nach dem Wälzen und selten auch beim Reiten (Lunge nach Abhören ok...wobei das schon ne Weile her ist)
      3. Seit einer Woche einseitiger Nasenausfluss (leicht zähflüssig, gelblich)
      4. Am Karfreitag fiel mir eine Nüsternasymmetrie auf, die gestern nicht zu sehen war.
      5. Vermehrte Schreckhaftigkeit und ausgeprägtes Fluchtverhalten
      6. Plötzliche Bodenscheue in der Reithalle (Sonnenflecken, Hufabdrücke etc.), das kenne ich überhaupt nicht von ihm


      Vor ca. 4 Wochen passierte folgendes. Ich bin auf dem Weg zum Reitplatz, als er von jetzt auf gleich vor einem Hund erschreckt, sich losreißt (750 kg konnte ich dann doch nicht mit meinen Rheumagriffeln halten:bahnhof:) und sich auf seiner "Flucht" auf einen Zügel tritt. Trense kaputt, Pferd ist ca. 50 Meter weggelaufen und hat dann auf mich gewartet....also nicht panisch zum Stall zurück. War völlig nervös anschließend, bin zum anderen Reitplatz und da gings so lala.
      Seitdem ist teilweise der Wurm drin, evtl. hat er sich da richtig weh getan. Mal lässt er sich toll reiten, dann wieder ist gar nichts mit ihm anzufangen. Wobei er viel Arbeitsabwechslung hat. Hand- und Bodenarbeit, Gelände, Dressurreiten, Freispringen, Doppellonge (mit Bitless Bridle) oder einfach auch mal nur spazieren gehen.
      Er hat recht viel Platzangst bzw. konnte er es noch nie besonders gut haben, wenn ihm ein anderes Pferd entgegen kommt. Wird sehr schreckig, wenn ein anderes Pferd Blödsinn macht, obwohl ich dabei ruhig bleiben kann. Wenn er nicht so einen tollen Charakter hätte, würde er in solchen Situationen am liebsten die Flucht ergreifen, versucht aber schon bei mir zu bleiben, verspannt sich nur total und man kriegt ihn kaum wieder locker.

      Er war noch nie der mutigste, aber diese Überreaktionen kenne ich gar nicht. Ist auch kein Pferd krank bei uns am Stall und er lebt seit 7 Jahren dort, ist nie fort gewesen.

      Ich vermute jetzt folgendes (wie gesagt, TA wird am Dienstag gerufen....Notfall ist es nicht, da sehr guter AZ und sonst keinerlei Unwohlsein erkennbar):
      • Zahnproblem mit evtl. daraus folgender
      • Nasennebenhöhlen- Kieferhöhlenproblematik
      • Irritation v. Gesichtsnerven (Kopfschmerzen??)
      • Augenprobleme (die sind klinisch aber soweit unauffällig...allerdings müsste man da noch genauer nachsehen)
      • Borreliose

      Was meint ihr?

      - - - Aktualisiert - - -

      Ach so, Physiomensch wird ebenfalls noch bestellt.
     
  2. melisse

    melisse Ritterreiterin

    Ich würde so aus dem Bauch raus auf Backenzahn tippen.

    irgend wo was kaput/entzündet
    dahervauch einseitiger Nasenausfluß


    oder einen Tumor in Kopf.

    weiß grad den Fachbegriff nicht,hab das vor einiger Zeit mal in der Cavallo gelesen.:rtfm:

    der Knochen im gesichtsschädel ist wohl so wabenartig,da bilden sich schon mal gutartige Tumore,die dann zu Ausfluß/Druck auf die Nerven führen.


    gute Besserung an den Großen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Apr. 2015
  3. satine

    satine Inserent

    Mhm, die Schreckhaftigkeit und die Nüstern Asymmetrie würden auch zu einer Reizung (?) am Trigeminusnerv sprechen. Scheuert er sich vermehrt im Gesicht oder schlägt mit dem Kopf? Das würde auch zu der kaputten Trense passen…

    Der Nasenausfluss lässt mich eher an die Zähne denken. Zusammen mit dem Husten könnte es aber auch auf eine Überempfindlichkeit oder Schleimansammlung in der Lunge hindeuten.

    Schwierig.
    Mein Bauchgefühl rät mir an den Zähnen anzufangen. Auch eine Entzündete Zahnwurzel kann den Trigeminus reizen.
     
  4. gabi

    gabi Bekanntes Mitglied

    Herpes? Mit Gesichtsnervenbeteiligung? Zahnhalteaparat i.o? Auf alle Fälle mal röntgen lassen.

    Alles Gute für euch.
     
     
  5. Das erste, was mir dazu einfällt, ist eine Zahnsache oder Verletzung der Laden durch das Steigen auf den Zügel und den daraus resultierenden Ruck im Maul. Dass dabei Nerven hätten gequetscht werden können ist für mich naheliegend.
    Es kann natürlich auch sein, dass zwei Baustellen vorliegen, die nichts miteinander zu tun haben müssen.

    - - - Aktualisiert - - -

    Das erste, was mir dazu einfällt, ist eine Zahnsache oder Verletzung der Laden durch das Steigen auf den Zügel und den daraus resultierenden Ruck im Maul. Dass dabei Nerven hätten gequetscht werden können ist für mich naheliegend.
    Es kann natürlich auch sein, dass zwei Baustellen vorliegen, die nichts miteinander zu tun haben müssen.
     
  6. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Ich hatte bei der Schilderung als erstes an Borreliose gedacht. Das gibt ja oft so einen lustigen Symptommischmasch, den man sonst nichts zuordnen kann.
     
  7. Imoeen

    Imoeen Gesperrt Doppelaccount

    Es könnte auch Listeriose sein. Das kann auch viele untypische und neurologische Probleme verursachen.
     
  8. lumpi64

    lumpi64 Aktives Mitglied

    Ja Danke schon mal für eure Meinungen.

    @Satine: Nein, er scheuert sich absolut nicht und schlägt auch nicht mit dem Kopf. Die kaputte Trense resultiert daraus, dass er sich auf den Zügel getreten ist und dabei die Trense gerissen ist. War ein relativ dünner Riemen des Reithalfters und ist an einem Einschnall-Loch gerissen (Trense ist auch schon recht alt....aber ich liebe dieses Ding).

    Aber ich denke auch, dass er sich ordentlich was auf den "Zahn" gegeben hat :autsch: . War ebenfalls mein erster Gedanke. Die Bodenscheue und das übersteigerte Fluchtverhalten lassen mich an schlechtes Sehvermögen (wie will man so was feststellen :bahnhof:) oder Borreliose denken. Denn er lebt ganzjährig im Offenstall und hat sich natürlich die ein oder andere Zecke eingefangen.

    Listeriose.....muss ich mal nachlesen....

    So auf der Koppel wirkt der Große ungestört....denke , dass nervale Strukturen im Gesicht was abbekommen haben. Ich werde berichten, was der TA gesagt hat. Möchte auch noch ne Endoskopie und natürlich das Röntgen. Muss mal fragen, ob Kopf röntgen mobil möglich ist. Sonst müssen wir ihn wohl oder übel in eine Klinik bugsieren (wo der so gern auf den Hänger geht :mx10: ). Ich halt euch auf dem Laufenden.
     
  9. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Bin bei satine und Leo, Borreliose war auch mein erster Gedanke - und ich schmeiße mal noch die Luftsackmykose in den Raum.


    LG, Charly
     
  10. gabi

    gabi Bekanntes Mitglied

    Luftsackmykose

    Bei einer Luftsack-Mykose leidet das Pferd unter plötzlich einsetzendem heftigem Nasenbluten, welches sich nach einigen Tagen oder Wochen wiederholen kann. Sind die Gehirnnerven befallen, sind zudem Symptome wie Schluckstörungen, Atemgeräuschen der Lunge, eine veränderte Kopfhaltung, Veränderungen am Auge bis hin zur Gesichtslähmung möglich.
     
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