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Verhalten eurer Herdenchefs

Diskutiere Verhalten eurer Herdenchefs im Pferde Allgemein Forum; also wer hat ein pferd, welches chef in der herde ist, egal ob stute, wallach (naja hengst wird ja eher unwahrscheinlich bei unserer haltung)?...

  1. Schimmi

    Schimmi Inserent

    also wer hat ein pferd, welches chef in der herde ist, egal ob stute, wallach (naja hengst wird ja eher unwahrscheinlich bei unserer haltung)?

    offenstall interessiert mich am meisten, wo die pferde 24h zusammenleben, aber tageskoppel etc. geht natürlich auch :wink:

    wie verhält sich euer pferd anderen gegenüber?
    wie verhält es sich euch gegenüber, wurde/wird getestet?
    was sind seine stärken?
    was seine unart?
    was fällt euch noch dazu ein?
     
  2. Fujai

    Fujai Guest

    also in unserem laufstall (bis zu 13 pferde) ist unser AV wallach isaak der chef (er ist 14jahre)

    - den anderen gegenüber verhält er sich eig. tolerant, natürlich darf er sich aber immer den für sich besten platz an den heuraufen aussuchen. er aktzeptiert andere beim fressen neben sich, ausser in den raufen ist das stroh ausgegangen, dann braucht er erstmal 5-10 min alleine bis sich dann wieder einer daneben hinstellen darf, wenn dann trotzdem einer kommt, wird mächtig gedroht, aber nicht getreten oder gebissen.. ausser einer möchte ihm gerade den rang streitig machen, da fehlen dem anderen dann schonmal ein paar haare.
    er macht fellpflege mit jedem der möchte, er spielt mit jedem der möchte.
    neue in der gruppe begrüßt er immer nett, da wird nix weggescheucht oder so, da wird sich beschnuppert und dann kann sich der vizechef drum kümmern (ein 18jähriger welshi, der kleinste in der herde lol)

    - mir/uns (ich reite ihn hauptsächlich) verhält er sich immer anständig, er ist wirklich in allen situationen ein lamm, im umgang oder beim reiten würde man nie denken dass er der herdenboss ist.

    - seine stärke ist, dass er keine unarten hat :yes: und er einfach so ist wie er ist.
     
  3. Piennie

    Piennie Inserent

    Bei uns ist eine jährige Zuchtstute Chef, den anderen gegenüber ist sie unkompliziert. Aber sie ist die erste die frisst, sie ist die erste die säuft, sie gibt Abends das Kommando zum reinkommen, sie läuft vorn weg ect. Neue Pferde müssen zunächst Distanz zu ihr halten aber 2m genügen da. Für das verjagen ist bei uns ein Wallach zuständig (sieht sich vielleicht noch als Hengst) der stellt neue Pferde grundsätzlich ans andere Ende der Koppel wo sie die ersten 2-3 Tage zubringen müssen, er kehrt zu seinen Stuten zurück kommt das neue Pferd näher wird es wieder auf die andere Seite geschafft. Er berührt dabei die Neuen meist nicht mal, nach einigen Tagen akzeptiert er sie und alles ist gut.
     
  4. Schimmi

    Schimmi Inserent

    also mein dicker, ist fast auch immer herdenchef. ich war aber eher froh, wenn er es mal nicht war, da er dann den ball flach hielt. im neue stall ließ er sich 3 tage vom kleinen shettymann jagen, dann teilte er aus. trat mal ne runde in jedes pferd, seitdem ist er der boss.

    interessant ist, dass jedes pferd eins in der herde hat, was es wegschickt. schickt lucky ne hafistute weg, schickt diese die fjorddame weg, die dann widerrum wen anderen. echt interessant, wenn man das alles so beobachtet.

    lucky ist ein netter, aber er hat regelmäßig seine 5 minuten, wo er dann seinen platz beansprucht und sich auch mal festbeißt. eine shettydame hat viele kleine löcher im fell. steht wohl öfters im weg, arme maus.
    wobei man sagen muss, er ist ein netter so lange man gehorcht. kommt ein anderes dominates tier, kloppt er sich auch mit diesem.

    beim füttern ist es so, dass er mindestens 3 fressplätze braucht. will er rechts fressen, müssen alle pferde gehen, will er auf einmal links fressen, scheucht er sie auch von da weg und frisst dann dort weiter. er legt nur die ohren an, droht und alles weicht. so ein kleiner drecksack. war bei den warmblütern damals noch einfach. kopfnicken, alles weicht *seufz* und das mit nur 140cm.

    eine neue, dominate hafistute, die weicht neuerdings nicht mehr. kann sein, dass sie grade zur leitstute wird. mit ihr hat er sich auch am meisten gekloppt. hoffe das legt sich nun aber, denn sie bekommt wieder eisen drauf.

    naja die ersten tage fragt er auch mal bei mir an, ob er immernoch am putzplatz stehen muss oder aber mal vor mir durch das tor gehen darf, aber das hält sich in grenzen. ich brauche ihm nur kurz daran zu erinnern, dass ich der big boss bin und alles ist ok.

    hab ja gedacht der große, breite, neue tinker wird zum boss, aber der ist einfach zu liiiiieb. lucky und er haben sofort geknubbelt, begrüßen sich immer fein, spielen zusammen und sind dicke freunde. dabei hatte ich bissel gehofft, dass der meinen erzieht. tja pustekuchen.
     
     
  5. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    In unserem alten Stall war eine große Warmblutstute die Chefin. War zwar kein Offenstall, aber die standen nur nachts in der Box und waren dann den ganzen Tag in der Herde zusammen auf der Koppel.
    Die Warmblutstute war so ziemlich das brävste und ruhigste Pferd im Stall. Immer lieb, immer nett. Auch zu Neuankömmlingen in der Herde war sie immer ganz nett, hat die nicht rumgejagt oder so. Sie hat auch nie ein Pferd gebissen oder getreten - das hatte die gar nicht nötig. Die anderen haben ihren Rang auch so akzeptiert. Die kam damals neu in die Herde und war innerhalb von zwei Tagen Cheffe - ohne Kloppereien oder sonstwas.
    Die hat aber auch einfach ne richtig ruhige/Sicherheit gebende Ausstrahlung (oder wie auch immer man es nennen mag)... *g*
    Wenn andere mal versucht haben, ihr den Rang streitig zu machen, hat sie sich einfach nicht drauf eingelassen. Die hat die jungen Weiber hüpfen und zicken lassen und sich immer irgendwie rausgehalten. Bisher hats auch noch keiner geschafft, ihren Platz einzunehmen.

    Sie knubbelt übrigens mit so ziemlich jedem, der kommt und knubbeln will. Sie ist allerdings die erste am Futter und auch die erste am Wasser. Aber sie lässt die anderen neben sich in Ruhe fressen und jagt die dann da auch nicht weg.

    So im täglichen Umgang mit Menschen ist sie gottergeben und totenbrav. Da akzeptiert sie den Menschen auch wunderbar als "Leittier", stellt nichts in Frage oder sonstwas.

    Das Pferd ist für mich der Inbegriff eines Leittiers... So solls sein... ;)
     
  6. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Mein Wallach (18) ist immer Chef gewesen, egal in welcher Gruppe er gestanden hat.
    Aber er ist eher der garstige, tyrannische Typ. Er freundet sich sehr schwer mit anderen Pferden an, sondert sich ansonsten von der Gruppe ab.
    Wehe, es kommt ihm einer zu nahe.
    Wehe, jemand steht ihm im Weg.
    Dann wird sofort gedroht, weggescheucht, weggebissen.
    Aber er prügelt und schlägt gar nicht!
    In den letzten Jahren hat sich dieses Verhalten allerdings gemäßigt, nun läßt er allgemein mehr Nähe zu.
    Seit er in einer Dreiergruppe mit zwei kleinen Ponywallachen steht, die um einiges jünger sind, ist er viel toleranter geworden.
    Mit einem der beiden hat er sich richtig angefreundet, der kleine darf dicht neben ihm stehen, mit ihm Kopf an Kopf fressen und sogar aus dem Kraftfuttertrog stibitzen. Allerdings nimmt sich der Kleine dieses Recht auch ziemlich dreist heraus.

    Einmal hatte ich erlebt, wie er seine Chefposition verloren hat. Er stand als Boss in einer Wallachgruppe und ein Neuling, deutlich jünger, kam dazu.
    Es gab lautes Geschrei und Gebrüll, aufgeplusterte Hälse und jede Menge Imponiergehabe. Dazu wurde fleißig geäppelt, nach jeder Vorführung ein Haufen auf den Haufen des Rivalen abgesetzt.
    Das dauerte eine ganze Zeit, bis mein Pferd irgendwann die Segel einstrich und dem Neuen seinen Platz überlassen hat!
     
  7. Paige

    Paige Neues Mitglied

    mein RB ist Chef in der Herde. Er hat bei seinem Dazukommen den vorherigen Despoten entthront und beschützt die rangniedrigen Pferde vor dem Terror des ehemaligen Chefs.
    Ganz zu Anfang war es gefährlich, auf die Koppel zu gehen, weil der Despot angegriffen hat. Seit meine RB das Ruder übernommen hat ist Ruhe.
    Meine RB kommt auf Ruf und lässt sich rausführen, nur wenn Rangniedrige und der Despot auf der Koppel waren, konnte man sehen, dass er sie äußerst ungern alleine lässt. Er fühlt sich eindeutig als deren Beschützer und wird von ihnen angeschwärmt. Sie folgen ihm wie Hündchen.
     
  8. obsession

    obsession ...mag Basketball lieber

    in spencers winterherde (5 pferde) ist ein haflinger, niklas, der chef. und das schon, seit ich den stall kenne. niklas ist ein sehr netter chef, er "sagt" eigentlich den ganzen tag gar nix, ausser es gibt was zu sagen *lach* dann reicht aber ohrenanlegen und wild mit dem kopf wackeln, um die anderen 4 wallache wieder zur vernunft zu bringen.

    spencer ist halt so mittendrin.

    ich hab festgestellt, dass kein pferd einen "besten freund" hat. mal hängt spencer mit dem fuchs zusammen, dann klebt er wieder 5 tage an den beiden haflingern.

    einen schweren stand hat nur der "letzte". das ist ein wahnsinnig schüchternes pferd, der geht den menschen und anderen pferden eigentlich ständig aus dem weg.

    wenn spencer von cheffe mal mecker kriegt, dann lässt er seine wut darüber auch direkt an dem ihm am nächsten stehenden pferd aus. niklas beisst meinen - meiner beisst den fuchs - der fuchs beisst den anderen hafi oder er schaut missmutig weil der andere hafi zu weit weg steht *lach*

    im allgemeinen geht es in sämtlichen herden sehr ruhig zu. man erkennt zwar deutlich, wer jeweils der chef ist (oben der adonis, in der mitte der niklas und unten der blacky), aber aufruhr ist da eigentlich nie. auch nicht, wenn neue pferde kommen. die werden begrüsst, mit einem wilden gesichtsausdruck auf ihren platz geschickt und fertig.

    obsi
     
  9. Talou

    Talou Inserent

    In meiner Herde ist die Einsteller-Stute-Warmblut Cheffin. Beim Zusammenstellen gab es großes Gequietsche und sie hat in die Luft geschlagen, meine sind gewichen. Die Rangfolge ist jetzt klar. Rauhfutter gibt es für 6 Pferde an einer Raufe mit 12 Futterplätzen, da kann jeder zu jeder Zeit ran. Die Stute ist da auch nicht besonders giftig. Wird das Wasserfass ausgetauscht, dann trinkt sie als Erste. Insgesamt ist die komplette Herde fast unheimlich friedlich (und das nach ca. 4 Wochen). Mein Wallach hat den Einsteller-Wallach anfangs gejagdt, aber auch da ist seit knapp 2 Wochen Ruhe an der Front, der andere Wallach geht, wenn meiner giftet - kommt selten vor. Die Kleinste hat sich übrigens mit der Cheffin angefreundet und darf dort auch fast alles. Sehr witzig und fast dreist...
     
  10. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Mein Dicker (jetzt 24) war schon immer Chef. Und ich denke, RioNegro (jetzt 2) wird sein Nachfolger.

    Hab schon immer die Herdenführer "erwischt" :1:

    Mein "Alter" hat eine ziemlich starke Persönlichkeit. Ist zwar sehr brav, aber auch sehr "eigen". Er entscheidet, ob du würdig bist, dass er sich mit dir beschäftigt, oder eben auch nicht.

    Eigentlich ist er voll arrogant. :laugh: Aber liebenswert. :yes:

    Zu den anderen ist er inzwischen wie ein weiser alter Papa oder Opa. Liebevoll streng. Würd ich sagen.

    Mir gegenüber ist er wohlerzogen. Akzeptiert mich. Macht für mich -fast- alles. (geht zur Not auch mal auf andere Leute los, wenn er meint, die wollen mir was tun)
    Ist aber sehr intelligent. Und beim Reiten wußte er genau die Schlupflöcher, um sich der Anstrengung entziehen zu können!

    Er kannte meiner Stärken. Und noch besser meine Schwachstellen ganz genau - und hat jede einzelne genutzt :yes:

    Und ich "befürchte", mein Junger wird genauso :twitcy::1:
     
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