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Verkrustete Stellen an den Hinterbeinen

Diskutiere Verkrustete Stellen an den Hinterbeinen im Äußere Erkrankungen Forum; Hallo, ich melde mich heute mal hier im Forum, weil mein Pferd (25) schon seit längerem Probleme an den Hinterbeinen hat wegen verkrusteten und...

  1. katjesr5

    katjesr5 Neues Mitglied

    Hallo,
    ich melde mich heute mal hier im Forum, weil mein Pferd (25) schon seit längerem Probleme an den Hinterbeinen hat wegen verkrusteten und juckenden Stellen mit denen ich nicht so richtig weiterkomme. Ich versuche es mal alles logisch aufzuschreiben.

    Krankheitsbild:
    Die Stellen betreffen nur die Hinterbeine und zwar im Bereich der Fesselbeuge und "unteren" Bereich der Fessel. Dann zwischen Sprunggelenk und Fessel innen wie aussen, ums Sprunggelenk herum und an den Innenseiten der Oberschenkel. Es ist aber nicht das komplette Bein jeweils betroffen sondern immer nur Stellen so zwischen ein paar Milimeter bis hin zu 2 Euro-Stück groß.
    Die Stellen sind verkrustet, schuppig und jucken ihn stark. Ich denke sie brennen bestimmt auch manchmal so wie er reagiert ( er stampft dann mit dem Hinterbein auf den oden auf). Manchmal fühlen sich die Beine warm/entzündlich an. An einer kleinen Stelle ist es hin und wieder auch mal blutig ohne dass man dran rumgefummelt hat (ist aber möglich, dass er sich an der Stelle selber kratzen kann). Entfernt man die verkrusteten Stellen, ist es darunter oft am Nässen, teils auch mit etwas Blut.
    Das Fell geht manchmal büschelweise aus, vorallem im Fellwechsel

    Krankheitsverlauf:
    Das ganze tritt nicht immer gleichstark auf. Manchmal ist es etwas besser, manchmal wieder schlimmer. Unabhängig der Jahreszeiten oder wie oft er in der Box oder auf der Wiese/Paddock steht.
    Er hatte schon immer eigentlich, dass man während des Fellwechsels die Haare an den Hinterbeinen büschelweise rausziehen konnte und diese Stellen dann auch sehr schuppig waren. Vor ca. einem Jahr kam dann der Juckreiz dazu und das Verkrusten.

    Behandlung:
    - Tierarzt: Hat mehrmals Proben genommen. Nach der ersten hat er sich ne ganze Weile nicht gemeldet und meinte dann er hätte nur ein paar Milbeneier gefunden, aber sonst nicht wirklich was. Haben dann gegen Milben behandelt. Die Stellen wurden etwas besser. Bei der nächsten Probe vermutete er Pilz, wir haben gegen Pilz behandelt (in erster Linie mit Waschen). Es wurde wieder besser. Bei der letzten Probe hat er nichts festgestellt und meinte, dass die Milben und der Pilz nur Folgeerscheinungen waren. Er vermutet eine Allergie, darauf wurde noch nicht getestet. Wir behandeln nun seitdem mit Cortison Spritzen, immer wenns schlimmer wird. Die halten in der Regel 2 Monate bis es wieder so etxrem ist, dass er kommen muss. Die letzte (vor 2 Wochen) hat leider nicht so lange gehalten.

    - Waschen: Wenn ich die Beine regelmäßig (mind. jeden 2 Tag) wasche, verzögere ich die Verschlimmerung. Komplett helfen tut das jedoch nicht. Am Anfang habe ich ein Shampoo vom Tierarzt benutzt, das gegen allergische Hautreaktionen bei Hunden helfen soll. Ich habe jedoch festgestellt, dass es keinen Unterschied macht womit man wäscht.

    - Abmachen der Krusten: Habe ich eine zeitlang gemacht, bin allerdings der Meinung dass es dadurch schlimmer wird.

    - sonstiges: Habe außer dem Waschen noch Birkenwasser versucht. Eine Salbe mit Cortison (darauf reagiert er aber mit auf den Bodenstampfen, ich glaube die brennt), Blauspray auf die schlimm entzündlichen Stellen (brachte nix)

    Das einizige was etwas hilft ist Bepanten Wund- und Heilsalbe. Davon bilden sich nach abmachen der Krusten nicht direkt neue an der Stelle, der Juckreiz bleibt aber.

    Habe nun kürzlich eine Jodseife bekommen, die habe ich noch nicht ausprobiert.


    So das war viel Text. Ich danke fürs Lesen und hoffe ihr habt durch einen gleichen Fall Tipps für mich. Vorallem da mittlerweile ja auch die Cortison Spritze nicht mehr zu wirken scheint.
     
  2. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Hallo katjesr5,


    ich würde irklich dringend einen Allergietest machen!

    Es kann ja sein, daß eine Allergie (Kontakt- oder Insekten scheint mir am wahrscheinlichsten) die Haut reizt, und sich dann zusätzlich auf die geschwächten Stellen und auf das geschwächte Immunsystems eines Allergikers mal Pilz, mal Milben, mal... setzt.


    Das wäre auch mein Behandlungsansatz:
    Suche Dir einen sehr fähigen Heilpraktiker / Homöopathen, mach eine Grund-Entgiftung und eine Stärkung des Immunsystems!


    Weitere Ursachen können sein:
    * zu eiweißreiche Fütterung - was bekommt er zu fressen? Welcher Rasse gehört er an?
    * Kontaktgifte - habt ihr zufällig Herkulesstauden auf der Wiese? Womit wird die Wiese gedüngt / behandelt? Woraus besteht der Paddockboden? Welche Einstreu verwendet ihr?


    LG, Charly
     
  3. katjesr5

    katjesr5 Neues Mitglied

    Hallo und danke für den Tipp.
    Allergietest ist wahrscheinlich wirklich der nächste Schritt.

    Zu den möglichen Ursachen:
    An Futter gibts 3x Pellets, 2x Heu (morgen u. Abends). Die Fütterung wurde in den 13 Jahren die er dort steht, nicht geändert. Irgendwelche Zusatzfutter füttere ich zur Zeit keine, habe mal ne zeitlang was mit Kieselgur gegen Hautreaktionen beigefüttert, brachte aber nix. Sonst gibts halt noch ein Kilo Möhren von mir als Belohnung.
    Ich weiß leider nicht womit die Weide gedüngt. Giftpflanzen sind mir keine aufgefallen. Er hat es aber auch wie gesagt im Winter. Da wird mit den Weiden gar nix gemacht und die Pferde kommen nur auf Paddocks. Die Paddocks waren früher auch mal Weiden d.h. der Boden besteht nur aus zertrampelten Gras und Erde halt. Es ist übrigens auch nie so matschig dort, dass er den Dreck bis über die Beine hätte, wenn sind wenn nur die Hufe im Matsch.
    Eingestreut ist mit Weizenstroh. Diese Einstreu hat er wie das Futter auch schon seit 13 Jahren. Ich weiß halt nur nicht ob der SB immer beim gleichen Händler kauft und ob das Stroh immer die gleiche Qualität hat.

    Er ist ein bayrisches Warmblut, mittlerweise 25 Jahre.
     
  4. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Hey,

    was ist denn in den "Pellets" drin?

    Daß es keine Änderung gab, ist schonmal gut zu wissen.

    Dennoch kann Stroh-Einstreu oder Futter im Alter / bei Allergikern / bei sinkender Belastung / alterndem Stoffwechsel zum Problem werden!

    Allergie-Test machen, und eventuell mal die Pelletes weglassen / ersetzen durch natürlichen Hafer o.ä.
    Da zählt leider "probieren geht über studieren" - ist bei menschlichen Allergikern / Neurodermitikern übrigens manchmal auch nicht anders, da werden "Ausschluß-Diäten" verordnet.


    LG, Charly
     
     
  5. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    hi,
    evtl. liegts am stroh. wir hatten im nachbarstall mal einen ähnlichen fall. von ca. 30 pferden haben 2 pferde solche juckenden stellen bekommen. auch im bereich hinterbeine/schweifrübe. die ursache war letztendlich das stroh, welches mit einem spritzmittel behandelt worden war. welches genau weiß ich nicht, aber die 2 pferde reagierten da jedenfalls allergisch drauf. ich würde einfach mal eine zeit lang mit späne oder was anderem einstreuen und schauen ob es hilft.
    lg
     
  6. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Wenn Du es alle drei Tage waschen würdest, wäre das schon zu weit auseinander? Man soll gerade angegriffene Haut nicht zu häufig waschen, weil das die Haut weiter angreift. Wie wurden die Milben behandelt? Injektionen mit Ivermectin? Wie häufig?

    Das Problem bei Allergietests beim Pferd ist, das dort IgM gemessen wird, welche normalerweise an Mastzellen binden - allerdings ist so ein Test dadurch auch nur eine Momentaufnahme, und bringt einen ggf. nicht weiter. Mir hat es damals, als ich es habe machen lassen, allerdings geholfen. Ich würde glaub ich auch erst einmal versuchen, ob das Problem damit in den Griff zu bekommen ist, das man Späne einstreut.
     
  7. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Ich würde auch weiterhin auf Milben tippen. Mich würde auch interessieren, wie diese behandelt wurden? Evtl kam es zu einem neuen Befall, wenn nicht alle Milben ausgerottet wurden. Wurde auch die Box mit desinfiziert? Auch die Reaktion auf behandeltes Stroh könnte ich mir noch vorstellen. Hast Du das Pferd mal probeweise auf Späne umgestellt oder die Möglichkeit, das mal auszuprobieren?
     
  8. katjesr5

    katjesr5 Neues Mitglied

    Hallo

    also wegen dem Waschen; Manchmal habe ichs halt länger nicht gemacht und hatte dann immer das Gefühl es wären deutlich mehr Stellen, bzw. die wären stärker. Es ist auch nicht immer leicht zu sagen, da es manchmal für mehrere Wochen richtig gut ist und dann wieder schlimmer wird. Wenns gut ist, wasche ich nicht.

    Bei der Milben Behandlung muss ich mal raussuchen was da gespritzt wurde. Dazu habe ich auch wieder die Beine gewaschen. Haltet ihr Milben denn für möglich wenns zwischendurch immer mal wieder gut ist und dann wieder schlimmer wird? Sommer wie Winter...
    Gegen Milben wurde nur einmal behandelt.

    Auf Späne umstellen ist kein Problem, das werde ich mal ausprobieren.
    Und ich glaube ich führe mal ne Art Tagebuch dazu, vielleicht lässt sich daran ja was festmachen
     
  9. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter



    Das sollte man gerade nicht tun - waschen, nur so lange, wie man meint, es wird besser...

    Damit züchtest Du Dir herrliche Resistenzen heran!

    Ist wie mit Antibiotika auch - die mußt Du auch nehmen, bis die Packung leer ist, auch, wenns Dir nach 2 Tagen schon wieder besser geht...


    LG, Charly
     
  10. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Klar, je nach Mittel killst Du die Milben, aber die Eier bleiben unberührt. Dann kommt die nächste Generation Milben usw.Deshalb behandelt man das eigentlicht entsprechend dem Lebenszyklus der jeweiligen Parasiten mehrfach.
    Ich kenn es so, dass Milben mit Butox oder Sebacil bekämpft werden. Da wird dann aber alle paar Tage gewaschen. Ich mein einmal nach drei, dann noch mal nach sieben Tage oder so. Damit man auch die Milben erwischt, die dann erst geschlüpft sind. Putzzeug und Umgebung sollte mitbehandelt werden, damit der Befall nicht immer wieder kehrt.
     
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