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Vertrauen Pferd Mensch Hilfe!

Diskutiere Vertrauen Pferd Mensch Hilfe! im Pferde Allgemein Forum; Hallo Liebe Leute ^^ Ich habe mich hier angemeldet, weil ich dringend Rat und Hilfe von den Pferdeprofis unter euch bräuchte. Hier mal ein paar...

  1. Farfarello

    Farfarello Neues Mitglied

    Hallo Liebe Leute ^^

    Ich habe mich hier angemeldet, weil ich dringend Rat und Hilfe von den Pferdeprofis unter euch bräuchte.

    Hier mal ein paar Eckdaten, ich bin gelernte Tierpflegerin, allerdings für Kleintiere wie Hunde, Katzen ec.pp.

    Seit ca 1 Monat arbeite ich nun auf einem Hof und soll mich neben den Hunden (was gar kein Problem ist) auch um die Pferde dort kümmern.

    Es sind eigentlich 3 Pferde, allerdings ist die Stute momentan in der Tierklinik und danach auf Reha und übrig bleiben die 2 Wallachhengste. Der Braune (ein Kaltblutmischling) ist total easy. Sehr zutraulich und neugierig, allerdings auch extrem überdominant – auch dem anderen Pferd gegenüber. Der Schimmel ist so ein Problemfall…er ist sehr zurückhaltend und misstrauisch.

    Mein Chef hat mir erzählt, dass die beiden (eigentlich drei) schon sehr lange auf der Koppel mit integriertem Stall leben und schon relativ „verwildert“ sind, da sich sein Sohn, der seit einem Unfall nicht mehr reitet, sich nicht mehr wirklich für Pferde interessiert.

    Es gibt dort noch einen Tierpfleger, der allerdings nur den Stall ausmistet und die Pferde füttert – striegeln und Hufpflege hat dort seit meiner Ankunft niemand mehr gemacht.

    Das Problem ist, dass ich mich zwar super mit Kleintieren auskenne, von Pferden aber, bis auf einen zweiwöchigen Aufenthalt auf einem Reiterhof mit 9 (was jetzt auch schon seeeeeeehr lange zurückliegt XD) kein großes Know-how habe und dazu kommt noch relativ viel Respekt, da ich dort eben mit eigenen Augen gesehen habe, was Pferdetritte so bewirken können. Ergo, mein Verhalten ist recht unsicher. Ich habe viel Zeit damit verbracht, Vertrauen aufzubauen, mit reden, Leckerlis und Beschäftigung, denn ich weiß ja, dass Pferde Fluchttiere sind und eben mal ein anderes Vertrauen als Hunde und Katzen brauchen, die wissen, dass sie Zähne und Krallen haben und damit auch arbeiten können XD

    Nun lässt sich der Schimmel kaum ein Halfter umlegen, geschweige denn die Hufe auskratzen. Und selbst mit dem Striegeln hab ich mittlerweile bei ihm ein Problem, was davor eigentlich recht easy ging :/

    Ich denke, dass sich meine eigene Unsicherheit auf das eh schon recht misstrauische Pferd überträgt, aber wie schaffe ich es das zu unterbinden? ☹ Der andere Wallach tanzt mir zwar leicht auf der Nase rum, aber zumindest striegeln und halftern lässt er sich (Hufpflege leider auch nicht immer…)

    Habt ihr da vielleicht irgendwelche Tipps für Anfänger? Wie habt ihr euer Selbstvertrauen in Sachen Pferden gestärkt oder eben das Vertrauen des Pferdes? Wären das ein überdominanter und ein ängstlicher Hund, würde ich das ohne Probleme wuppen, aber bei Pferden? ^^
     
  2. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Schwierig so ganz ohne Anleitung und Vorbilder...
    Kannst du nicht irgendwo anders was lernen? Ist dort niemand, der dir was zeigen kann?

    Ansonsten finde ich ein sicheres Auftreten immer wichtig. Egal, was du willst, mach es mit Überzeugung. Frag nicht, ob das Pferd den Huf geben will. Nimm ihn einfach. Und sei empört, wenn es nicht klappt. Das muss selbstverständlich sein. Gleiches beim Aufhalftern, Führen usw.
    Die meisten Pferde haben nicht diesen Wunsch, dem Menschen so zu gefallen, wie ein Hund. Mit Pferden ist es immer mehr eine Zusammenarbeit, und man muss einen soliden, vertrauenswürdigen Eindruck machen, damit Pferde einem glauben und folgen mögen. Vorsichtige Menschen werden ständig in Frage gestellt. Viele Probleme im Umgang entstehen daraus, dass Pferde ihre Menschen einfach nicht ernstnehmen.

    Für die einfachen Dinge würde ich mal bei den Kinderbüchern gucken. Kommt man sich zwar vielleicht doof vor, aber im Prinzip ist das einfach zusammengefasstes Basiswissen, wie ein Knoten geht, welche Bürsten man wie nutzt usw. usf.

    Übrigens ist ein männliches Pferd entweder Hengst oder Wallach, der Hengst mit Hoden, der Wallach kastriert. Es gibt also Hengste, Wallache und Stuten, aber keine Wallachhengste.
     
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  3. Wuzel

    Wuzel Mitglied

    Hallo Farfarelllo,
    erstmal herzlich willkommen hier im Forum!

    Ergänzend zu Frau Horst möchte ich noch anmerken, daß, wenn Du Hunde und Katzen kennst, eine gute Grundlage für den Umgang mit Pferden hast :)
    Pferde sind einerseits Rudeltiere wie Hunde mit einer Rangfolge innerhalb einer Herde. Andererseits sind sie wie Katzen innerhalb ihrer Position auch sehr stark individuell geprägt und autark.
    Erschwerend ist dabei, das die "kleinen Bastarde" ;-) unheimlich gut die menschliche Körpersprache lesen können. Es nutzt nicht, so zu tun, als wäre man selbstbewußt, man muß es innerlich fühlen!
    Versuche, nicht an das zu denken, was Hufe und Zähne anrichten können... Du mußt den Tieren, auch wenn es verdammt schwer fällt, einen Vertrauensvorschuss geben und Du sein, verstellen nutzt nichts.
    Ich drücke Dir die Daumen!
     
  4. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Ganz ehrlich, ich finde das unverantwortlich!
    - Du hast keine Ahnung!
    - die Pferde sind keinen / kaum Menschenkontakt gewöhnt.
    - du weißt nicht, wie du was tun sollst, weißt nicht warum ein Pferd reagiert, wie es reagiert.

    Zu deren und deinem Wohl, lass die Finger von den Tieren!
    Sag deinem Chef, das du keine Ahnung hast und das es schlicht zu gefährlich ist, ohne fachliche Anleitung, an den Pferden zu "basteln".
     
     
  5. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    Ich finde das alles äusserst seltsam, sorry. Eine Privatperson stellt 2 Tierpfleger ein? Zur Betreuung von Tierarten,von denen sie keine Ahnung haben? Und sich auch gegenseitig nicht unterstützen können?
    Und ein gelernter Tierpfleger spricht von Wallachhengsten?
     
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  6. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Ich hätte es so interpretiert, dass ein Tierpfleger mit Kenntnis über Hunde für die Hunde eingestellt wurde und die Pferde dann, wenn schon mal da, ein bisschen mitmachen soll.
    Der andere "Tierpfleger" ist vielleicht eher jemand ohne Ausbildung, der nur die Boxen und Futter macht.
     
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  7. Trin

    Trin Aktives Mitglied

    Ich würde die Betreuung der Pferde an Deiner Stelle ablehnen. Du hast - sorry - keinen Plan und die Pferde scheinen nicht die pflegeleichtesten zu sein. Die Unfallgefahr ist viel zu groß.
     
  8. Farfarello

    Farfarello Neues Mitglied

    Vielen Dank für die Antworten!

    Ich bin dort eigentlich für die Hunde angestellt worden, wie Frau Horst schon richtig interpretiert hat.
    Leider gibt es eben niemanden für die Pferde, außer eben der andere Tierpfleger (gelernter Schäfer), der eben nur den Stall (auch von den anderen Tieren - es ist ja ein Hof) macht und füttert, deswegen soll ich mich um die eben auch kümmern.
    Ich habe jetzt nochmal mit meinem Chef gesprochen und morgen gehe ich mit seinem Sohn (dem eben das eine ängstliche Pferd gehört) zur Koppel und lasse mir da einiges zeigen. Ich werde ihn ebenso darum bitten, sich regelmäßig für eine Weile Zeit dazu zu nehmen.
    Denn wie einige von euch bereits geschrieben haben, macht es keinen Sinn durch Verunscherung eventuelle Unfälle hervorzurufen.
    Diese Verunsicherung kam eben durch so einen "Unfall" vor ca. 2 Wochen, als ich den Schimmel grade gestriegelt habe und der Braune ihn von hinten gezwickt hat. Plötzlich (obwohl ich ihn mit einem Strick angebunden habe) rannte der Schimmel auf mich zu und ist mir ziemlich schmerzhaft auf den Fuss getreten. Zum Glück ist alles heile geblieben ^^
    Und kurz darauf, (beim Hufeauskratzen) fiel der Schimmel in so einen Panik dass ich kaum mehr an ihn rankam, weil er so abblockte. Ich habe am nächsten Tag sogar den Tierarzt verständigt, weil ich dachte, er hätte eine Verletzung am Huf, weil er so ausstickte. Aber war alles ok. (Außer meine Hand, die bei der Austickerei etwas verletzt wurde...^^)
    Ich verstehe, dass ich (durch meine wenige Erfahrung mit Pferden) eben kaum Selbstsicherheit ausstrahle. (Anders als bei Hunden.) Und durch die Zwischenfälle wahrscheinlich noch mehr Unsicherheit. Und das wirkt sich eben unterschiedlich aus: Bei dem Braunen, der eh der Dominantere und Selbstsichere ist, resultiert das eher in "Neckereien" mir gegenüber, weil er sich denkt, ach der tanz ich auf der Nase rum. ^^
    Und der Schimmel, der eh schon nervöser und misstrauischer ist, denkt sich wahrscheinlich: "Mein Gott, wenn die nicht weiß, was sie tut, traue ich ihr auch nicht."
    Ich brauche definitiv Anleitung, vielen Dank für euren Input ^^

    PS.: Das mit dem Wallachhengst war versehentlich XD Natürlich macht das keinen Sinn ^^
     
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